Wir haben ihn schon seit April 2011, aber irgendwie kam ich bisher noch nicht dazu, ihn hier vorzustellen:
VW T3 Caravelle 1.6 TD
Bj. 06/1990
tizianrot-metallic / stormbeige-metallic
Mehr aus einer Laune heraus, musste es jetzt ein T3 sein, der uns
allerdings schon immer gereizt hatte. Die Tatsache, dass es sich dabei
um den letzten Bulli (und VW überhaupt!) nach klassischer Bauform
handelt, nämlich mit Heckmotor und Heckantrieb, hat schon etwas
Besonderes.
Diesen T3 taten wir über die üblichen Internetbörsen bei einem Händler
in Essen auf. Die Anzeige war zwar dilettantisch erstellt, sollte aber
(wie wir bei der Besichtigung feststellten) in einem wichtigen Punkt
Recht behalten: Der Wagen hat für einen T3 verdammt wenig Rost.
Lediglich in der Nähe der Batterie blüht es (offensichtlich mal
übergekocht), aber ansonsten ist er - wie wir auch beim späteren
Auseinandernehmen feststellen konnten - erstaunlich rostfrei.
Es handelt sich um einen Caravelle in C-Ausstattung (also nicht gerade
üppig), aber immerhin hat er noch die letzte "Produktaufwertung" zum
Modelljahr 1990 mitbekommen - daher auch die eckigen Doppelscheinwerfer,
die bis dato nur den höherwertigen Modellen wie dem Multivan
vorbehalten waren. Immerhin sind als Extras
- eine sehr gut erhaltene Stoffausstattung
- mit Kopfstützen an allen Plätzen,
- ein dritter Sitz vorne,
- Ausstellfenster vorne und eine
- Radioanlage (Beta ab Werk) mit Scheibenantenne
zu verbuchen. Annehmllichkeiten wie ZV oder Servolenkung waren
leider nicht dabei, aber auf Letzteres lässt sich wegen des
Antriebskonzepts durchaus verzichten.
Noch im Jahr 2011 hatten wir folgende Modifikationen vorgenommen:
- Um die Kfz-Steuer für die 70 Diesel-PS aus 1,6 Litern Hubraum einigermaßen erträglich zu halten, wurde ein Oxy-Kat nachgerüstet (Euro 2).
- Die originale Gummi-Auslegeware wird mit Passform-Teppichen (die wir für den Fahrgastraum selbst zugeschnitten haben und haben ketteln lassen) geschützt.
- Das defekte Radio Beta haben wir gegen ein moderneres Gamma IV getauscht, das dank Wechslersteuerung mit einem Zemex-Interface in der Lage ist, mp3 von SD-Karten oder USB-Sticks abzuspielen.
- Eine Handbremskontrollleuchte war nicht vorhanden. Auch diesen Missstand haben wir mit einer Leuchteneinheit und einem Handbremshebel mit entsprechendem Schalter behoben.
- Ähnliches gilt für den Türkontaktschalter an der Beifahrertür. Beim Öffnen derselbigen blieb es dunkel - jetzt nicht mehr.
- Die originalen mattschwarzen Stoßstangen haben wir gegen die Chromversion getauscht.
- Nebelscheinwerfer und neue Rückleuchten mit Nebelschlussleuchten haben wir ebenfalls nachgerüstet.
- Dank einer Anhängerkupplung kann unser T3 ab jetzt auch kleine Lasten transportieren (den Wohnwagen trauen wir ihm mal lieber nicht zu).
- Die Klarglas-Fenster wurden gegen Colorscheiben (vorne mit Blaukeil) getauscht; für den Fahrgastraum wurde eine leichte Verdunkelung vorgenommen.
- Um sich Verrenkungen und weite Wege zur Heckklappe zu ersparen, haben wir eine WAECO Zentralverriegelung incl. Funkfernbedienung nachgerüstet (wobei ich mir die Schiebetür für 2012 aufgespart habe, weil das doch ein größeres Projekt ist).
- Ein neuer Zahnriemen und neue Reifen waren fällig, außerdem waren an der Vorderachse einige Gummibuchsen und die Zugstreben zu tauschen.
In technischer Hinsicht war und ist der T3 damit fit, so dass nun die Außenoptik dran war. Die 21
Jahre hatten auf dem Lack einige Spuren hinterlassen, denen man leider
auch mit den besten Mittelchen nicht beikommt. Eine Neulackierung war daher umumgänglich.
Dabei entschieden wir uns für eine zweifarbige Lackierung im bisherigen Tizianrot (unten) und in Stormbeige (oben; ebenfalls eine Original-VW-Farbe).
Sobald Zeit und Wetter es zulassen, werde ich schönere Fotos nachreichen - aber für den ersten Eindruck sollen die folgenden genügen: