Beiträge von St Todesengel

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    Steuerbescheinigung


    Scherzkeks :p Es ist mitte Februar...


    Von 5 Bescheinigungen ist erst eine (akf Bank, Ende Januar) gekommen - und da ging es nur um Zinsen.



    Invest China
    wer ist wie in China investiert?


    China sollte bei mir hier vertreten sein:

    • iShares FTSE BRIC 50 (DE000A0MSAE7)
    • iShares MSCI AC Far East ex-Japan (DE000A0HGZS9)
    • iShares MSCI Emerging Markets (DE000A0HGZT7)
    • iShares Dow Jones Emerging Markets Select Dividend (DE000A1JXDN6)


    Direktinvestments würde ich keine im Ausland tätigen. Gründe:

    • Steuerliche Behandlung (ggf. Mehraufwand aufgrund Quellensteuer)
    • Fehlendes Wissen um die Unternehmen
    • Handelbarkeit der Aktien

    @ St. Todesengel:top: schöne Rendite und schöne Aufstellung


    Vielleicht fühlt sich der ein oder andere Leser dieses Threads ja dazu animiert, ebenfalls eine Aufstellung zu posten. Man kann nur dazu lernen :)


    Ob die Rendite wirklich schön ist, kann man aus den Zahlen allerdings leider nicht erkennen :(
    Wie die letzten Jahre auch handelt es sich um das Bruttovermögen. Wenn ich also x Euro Gewinn in einem Jahr mache und gleichzeitig x Euro Verbindlichkeiten tilge, hat sich das Bruttovermögen nicht geändert. Gleichwohl hat ein Vermögenszuwachs stattgefunden.


    Aber wirklich alles auseinanderzunehmen und zu tracken ist mir einfach zu aufwendig. Es sind einfach zu viele Ausschüttungen, Zinszahlungen und Zuzahlungen. Von der Tatsache ganz zu schweigen, das die Steuerbescheide immer mit deutlicher Verzögerung kommen. Auf 2012 warte ich noch... (Und selbst dann ist die Bestimmung des Nettoeinkommens durch Abschreibungen, fiktives Einkommen etc. nur eingeschränkt möglich)


    Im Moment habe ich zwar mehr Zeit als üblich, diese habe ich jedoch in die Erweiterung und Anpassung meines Mini DWH gesteckt. Die Zielgewichtung hatte ich 2009 (ungefähr) anhand der damaligen BIP Daten festgelegt. Jetzt kann ich immer die aktuellsten Zahlen des IWF verwenden. Und es hat sich einiges getan in den letzten Jahren :eek:


    Und wieder ist ein Jahr vergangen... (ein sehr ruhiges, zumindest in diesem Thread)


    Da ich mein Vermögen weiterhin nur sonntags protokolliere, ist das Jahr für mich bereits abgeschlossen. Zeit für eine Bilanz...


    30.12.2012 vs. 29.12.2013:
    Sicherer Anteil *: -8,71%
    Unsicherer Anteil **: +40,25%
    Gesamtvermögen: +12,41%


    * Tagesgeld, Festgeld, Rückkaufswert private Rentenversicherung
    ** Aktien, Aktien ETFs, Gold ETCs, physisches Gold


    Wie die Jahre zuvor auch handelt es sich um das Bruttovermögen.


    Der Rückgang des "sicheren" Anteils ist daher mehr optischer Natur und Zahlungen ans Finanzamt geschuldet. Bei einer Betrachtung des Nettovermögens würde sich, wie geplant, kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr ergeben.


    Den "unsicheren" Teil konnte ich weiterhin gut ausbauen, auch mit freundlicher Unterstützung steigender Kurse :D Im Laufe des Jahres hat dieser auch die 50% Schwelle bezogen auf das Bruttovermögen überschritten.


    Meine Altverluste konnte ich im Frühjahr bereits tilgen, so daß an dieser Front keine Hektik mehr droht.


    Ansonsten habe ich diesen Monat von Sparplänen (3 - 4 je Monat) + manuellen Käufen (0 - 2 je Monat) auf nur einen manuellen Kauf je Monat umgestellt. Ich erhoffe mir davon Einsparungen sowohl beim Verwaltungsaufwand als auch bei den Gebühren. Darüber hinaus rechne ich mit einer Vereinfachung beim Rebalancing. Die vielen kleinen Käufe hatten einfach nicht mehr den gewünschten Effekt auf das Gesamtdepot.


    Im Zuge dessen habe ich dann auch noch die Regeln zur Ermittlung des Zieldepots präzisiert und in ein Berechnungssheet eingefügt. Die Ermittlung nur eines ETF der das Depot am Besten in die gewünschte Zielrichtung bringt gestaltet sich deutlich einfacher und präziser als 3 - 4 Sparpläne und 0 - 2 manuelle Käufe unter einen Hut zu bringen. Durch das neue Sheet sollte dann auch der letzte Spielraum für Timing und Ermessensentscheidungen eliminiert sein.


    Das Zieldepot soll sich dabei wie folgt aufteilen:

    • 70% DM, 30% EM
    • 15% very large Caps (wiederum 70 / 30)
    • 15% Dividendenunternehmen (wiederum 70 / 30)
    • 35% Europa, 30% Nordamerika, 25% Asien, 5% Australien, 5% Südamerika


    Das reale Depot teilt sich im Moment wie folgt auf:
    Dividende 13,620%

    • DM - global - iShares DJ STOXX Global Select Dividend 100 - 8,630%
    • EM - global - iShares Dow Jones Emerging Markets Select Dividend - 4,990%


    Large Caps 14,823%

    • DM - global - iShares Dow Jones Global Titans 50 - 9,958%
    • EM - global - iShares FTSE BRIC 50 - 4,866%


    Streuung 71,557%

    • DM - Asien - iShares Nikkei 225 - 2,328%
    • DM - Australien - iShares MSCI Pacific ex-Japan - 2,922%
    • DM - Europa - iShares STOXX Europe 600 - 29,096%
    • DM - Nordamerika - iShares MSCI North America - 17,713%
    • EM - Asien - iShares MSCI AC Far East ex-Japan - 4,386%
    • EM - global - iShares MSCI Emerging Markets - 15,112%


    Bleibt zum Abschluß eigentlich nur noch die Frage - wie geht es dem Musterdepot von Goliath? Ohne Ausschüttungen ist es laut onVista aktuell 6,32% im Plus.

    Ich dachte, es geht darum, wie man sein Vermögen vermehrt, nicht darum, jemanden etwas wegzunehmen. Ich gönne es jedem, wenn es ihm gut geht.


    Zwangsabgabe (siehe Threadtitel) klingt schon ziemlich nach wegnehmen ;)


    Die eigentlichen Probleme hast Du doch schon aufgezeigt: Wenn man ab rund 500k Euro Vermögen schon zu den obersten 10% gehört, was bedeutet das dann für die restlichen 90% der Bevölkerung?


    Das kann bedeuten, das diese 90% über nicht viel verfügen.


    Ebenso kann es bedeuten, das bei den restlichen 90% das Vermögen in Bereichen steckt, die durch die Erhebung (Rentenansprüche und Co.) nicht erfaßt wird. 1.000 Euro Rente pro Monat bei 20 Jahren Bezug sind auch fast eine 1/4 Million Euro.


    Darüber hinaus sind zumindest Teile der ungleichen Vermögensverteilung logisch und zwingend. Mit 20 (und damit am Anfang des Erwerbslebens) werden die Menschen i. d. R. weniger Vermögen besitzen als mit 65 (und damit am Ende des Erwerbslebens).


    Wenn man sich die Entwicklung der Vermögensverteilung anschaut, dann ist es auch so, dass 90% der Haushalte keinen Vermögenszuwachs erzielen konnten oder sogar Verluste erlitten haben. Und das in einer Zeit, in der es Deutschland sehr, sehr gut geht - wenn man schon in den fetten Jahren nichts erreicht, was soll dann in schlechteren Zeiten passieren?


    Diese Schlußfolgerung läßt sich so direkt aus der Statistik meiner Meinung nach nicht ableiten. Zwischen den 90 und 10% Grüppchen wird in gewissen Umfang ein Austausch stattfinden, einfach weil Jüngere Vermögen auf- und ältere abbauen (Rente, Pflege, ...). Es werden nicht immer die gleichen Personen hinter den Zahlen stehen.


    Grundsätzlich gebe ich Dir aber Recht, es ist heute deutlich schwieriger Vermögen zu bilden und zu mehren. Dafür gibt es viele Gründe:

    • Früher war der Spitzensteuersatz beim 17 fachen des Durchschnittsverdienstes fällig, heute reicht das 1,5 fache. Daher wird mehr Einkommen wegbesteuert.
    • Die Sozialversicherung wird stetig teurer. Sei es durch Anhebung der Sätze oder durch Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze. Auch dieses Geld steht dann nicht mehr zur Vermögensbildung zur Verfügung.
    • Die indirekten Steuern und Abgaben wurden erhöht oder neu erfunden (MwSt., Ökosteuer, EEG Umlage...).
    • Und ja, auch die Einkommensentwicklung war in den letzten Jahren nicht berauschend.
    • Nicht zuletzt sind die Renditen im Sinkflug. Produkte die der Deutsche klassischerweise nutzt, werfen nicht mehr so viel ab wie früher. Seit 30 Jahren sinken die Zinsen. 8, 9% auf Bundesschatzbriefe sind schon eine Weile her, und auch Lebensversicherungen waren schon einmal rentierlicher.


    Darüber hinaus macht es bis zu einer gewissen Grenze überhaupt keinen Sinn Vermögen zu bilden. Unser soziales Netz erzieht die Menschen zu einer "Verpraß es in der Zeit, dann gibt man Dir in der Not" Mentalität. Lieber heute noch den Urlaub bezahlt als das Geld morgen auf die Sozialleistungen angerechnet zu bekommen.

    War es nicht im letzten Jahr so, das viele "Reiche" gern einen höheren Beitrag
    leisten würden ? Warum wurde das nicht sofort angegangen und politisch
    umgesetzt ? Hätte man die "Reichen" doch mal beim Wort nehmen können, oder ?


    Es waren einige wenige "Reiche", die gerne mehr von ihrem Geld abgeben wollten. Ob es dabei wirklich um die Sache ging, bezweifle ich aber stark. Primärer Grund dürfte eher gewesen sein, in den Medien erwähnt zu werden. Ansonsten hätte man auch ganz diskret den ein oder anderen Euro auf das Konto zur Staatsschuldentilgung überweisen können, statt sich als Minderheit als Sprecher der Mehrheit aufzuspielen.


    Die 442.000 Euro entsprechen ca. 2.000 Euro monatlicher Rente, abzüglich einer evtl. PKV (als Rentner ca. 500,- Euro teurer als die GKV) bleiben 1.500,- Euro monatlich verfügbares Alterseinkommen.


    D.h. ein Rentner mit 1.500 Euro Rente und Null Geld auf der Bank ist fast ganz hinten in der Vermögensskala (dahinter nur noch die mit negativem Vermögen), der andere Rentner (selbständig) der ebenfalls monatlich 1.500 Euro zur Verfügung hat, gehört zu der Reichen, bzw. zu den oberen 10%. Völlig idiotisch diese Betrachtungsweise, die uns da immer wieder verklickert werden soll.


    Achtung: Die 442.320 Euro gelten pro Haushalt, nicht pro Einzelperson !


    Das führt zu der komischen Situation, das ein vermögensloses Rentnerehepaar mit je 1.000 Euro gesetzlicher Rente von den Linken als verarmt an die Hand genommen wird, während ein ehemals selbständiges Rentnerehepaar ohne Ansprüche an die gesetzliche Rente mit dem (rechnerischen) Gegenwert der Rentenzahlung zu der schröpfbaren High Society gezählt wird. Ein Ehepaar mit je 2.000 Euro Pension verfügt (rechnerisch) schon über den doppelten Betrag, ab dem man zu den oberen 10% gehört, ohne in irgendeiner Vermögensstatistik aufzutauchen...


    442.320 Euro pro Haushalt inkl. Immobilien, dem eigenen Betrieb, Autos und Co. sind weit, sehr weit weg von reich. Je nach Lage ist das ein Einfamilienhaus und vielleicht noch ein, zwei Mittelklassewagen oder ein bißchen Tagesgeld. Das wars.


    Und selbst wenn der Betrag liquide vorliegt - wie lange können zwei Personen davon leben?
    Während des Erwerbslebens ist das eine nette Rücklage - mehr aber auch nicht. Wenn es blöd läuft, dauert es nur ein bißchen länger bis Hartz IV droht - aber verhindern kann dieses "Vermögen" den Absturz nicht.
    Und im Alter sollte man auch nicht zu gesund leben. Sonst segnet der Inhalt des Sparstrumpfes deutlich vor dessen Besitzern das Zeitliche.


    Allerdings liegt diese Art der Stimmungsmache voll im Trend. Auf die oberen 10.000 zeigen, sich die Zustimmung zum abkassieren der oberen 10% einholen und dann der verdutzten Mittelschicht in die Tasche greifen.


    (übrigens schön mal wieder was von Dir zu lesen :))


    Es gab in letzter Zeit wenig Themen und Anlässe etwas beizutragen.


    Und wenn ich mich dann äußern wollte, fehlte meist die Zeit. Aber das was ich sagen wollte, wurde i. d. R. dann auch von anderen gesagt. Womit wir wieder beim Punkt darüber sind... ;)

    Mich darfst Du da nicht fragen - aber vielleicht die, die es wissen. Die reichsten 10% der deutschen Bevölkerung zum Beispiel, die ihren Anteil am privaten Gesamtvermögen innerhalb von 10 Jahren von 45% auf 53% erhöhen konnten, trotz der bösen Inflation und der unverschämten Besteuerung. Es scheint so, dass es doch Anlageformen mit entsprechender Rendite gibt?


    Sprechen wir über die oberen 10% oder die obersten 10.000?


    Laut aktuellen Erhebungen beginnen die oberen 10% nämlich bereits bei 442.320 Euro:


    Zum Vermögen gehören in diesem Fall alle Spar- und Girokonten, Bausparguthaben, alle Arten von Wertpapieren, Unternehmensbeteiligungen, Fahrzeuge, Sammlungen, Schmuck und auch Guthaben aus privaten Renten- und Lebensversicherungen. Auch ein Gewerbebetrieb, eine Firma, gehört zum Vermögen des Eigentümers.


    Wenn ich den Vermögensrechner bemühe, fallen dort insbesondere die Selbständigen auf. Dies ist aber kaum verwunderlich, da sich deren Altersvorsorge i. d. R. in o. g. Produkten wiederfindet. Der "Reichtum" aus Ansprüchen gegen die gesetzliche Rentenversicherung oder Pensionszahlungen (die auf ähnlich hohe Werte kommen) sind dort leider (wieder einmal) nicht enthalten.


    Kurzum: Wenn wir über die oberen 10% reden, dann sind das Selbständige mit ihrer Altersvorsorge, Immobilienbesitzer und Menschen mit ein bißchen mehr Geld als der Durchschnitt.
    Als wirklich reich würde ich diese Leute aber nicht bezeichnen. Und ob diese den heiligen Gral der Geldvermehrung gefunden haben, würde ich auch einmal bezweifeln bzw. einschränken. Sie haben nur das Pech, das ihr Vermögen sichtbar ist und sich nicht hinter unberücksichtigten Ansprüchen und Zusagen verstecken kann.


    Anders mag es bei den oberen 10.000 aussehen. Aber die oberen 10%... das ist Mittelschicht, die z. T. nur aufgrund der herangehensweise bzw. Berechnungsmethode in den oberen 10% gelandet sind.

    lief ganz gut die Woche... falls Schwarz-Gelb keine Mehrheit bekommt, will ich den DAX am Montag lieber nicht sehen


    Falls Schwarz-Geld keine Mehrheit bekommt, dürfte die geringste Sorge der Dachs sein. So tief kann es gar nicht runtergehen als das es teuer werden könnte, als die Rot-Rot-Grünen Steuerpläne :mad:

    Was sagen die Experten? Allianzaktien kaufen für 90€, müssen ein Jahr gehalten werden. Wenn man auf das Geld nicht angewiesen ist, kann ja nicht viel schief gehen, oder?


    Wie bei jeder Unternehmensbeteiligung kann natürlich etwas schief gehen - siehe z. B. die Einbrüche bei BP oder jüngst K + S.


    Die Frage ist - wird dieses Risiko ausreichend vergütet? Ein Kaufkurs von 90 Euro würde einer Dividendenrendite von ca. 5,50% entsprechen. Dazu kommen mögliche Kursgewinne und -verluste.


    Ich würde sie zu dem Preis wohl mittlerweile nehmen, allerdings ist meine sonstige Geldanlage auch breit aufgestellt und es würde sich daher kein Klumpenrisiko ergeben.


    Vergünstigte Aktien in Kombination mit einer Haltefrist klingt stark nach Mitarbeiteraktien. Sofern Du Dir des Klumpenrisikos (Arbeitsplatz + Kapitalanlage) bewußt bist und das Geld nicht anderweitig benötigst könnte man durchaus zuschlagen.

    Meine Altverluste bin ich zum Glück seit dem Frühjahr los :)


    Spekulation (bzw. eigentlich Timing) ist seit dem Start der Sparpläne aber bei mir ohnehin kein Thema mehr.
    Ich schwimme mit dem Markt und habe daher auch eigentlich nichts zu berichten...

    fyi


    [url=http://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/0,2828,901939,00.html]Finanzwelt zittert vor Liquiditätsentzug[/url]
    Die Börse ist im Liquiditätsrausch, doch das Zittern vor dem Entzug hat begonnen. Der jüngste Kursrutsch zeigt, wie fragil die Rally ist. In der kommenden Woche sind kaum stützende Daten zu erwarten.

    Meine aktuelle Aufteilung:

    • ~20% Tagesgeld
    • ~17% Festgeld
    • ~11% Rückkaufswert private Rentenversicherung
    • ~9% DAX Aktien (Allianz, CoBa, DeuBa, MüRü)
    • ~30% Aktien ETFs mit Schwerpunkt entwickelte Märkte
    • ~13% Aktien ETFs mit Schwerpunkt aufstrebende Märkte
    • ~1% Gold (physisch + ETCs)


    Die Aktienquote im Depot liegt damit bei ~99%, die des Gesamtvermögens bei ~52%.


    Tages- und Festgeld halte ich nur noch in der Höhe vor, wie ich es als Rücklage für auftragsfreie Zeiten, Zahlungen ans Finanzamt und zur Anschaffung eines neuen Autos für notwendig halte. Der Posten ist nominal daher recht konstant.


    Frische Gelder lege ich, wenn der Preis stimmt, in weiteres Gold oder in die Unternehmen auf meiner Watchlist (Allianz, BASF, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Münchner Rück, Siemens) an. Sollte der Preis nicht stimmen, stocke ich monatlich die ETF Positionen auf.


    Darüber hinaus wird natürlich die Rentenversicherung weiter bespart.


    An diesem Vorgehen hat sich durch den jüngsten Einbruch nichts geändert. Timing ist ohnehin nicht meins :o

    Gibt es hier überzeugte Buy and Hold Verfolger?


    Überzeugt würde ich mich nicht nennen - aber ich habe seit 2008 keine Aktie oder Fonds mehr verkauft (nur zugekauft).


    Auch wenn ich in der Krise 2008 viel Geld verloren habe, so bin ich doch dankbar für sie - denn ich habe viel gelernt. Über mich, wie ich mich verhalte und reagiere, was ich kann, was nicht kann und natürlich über die Märkte selbst.


    Und eine Erkenntnis ist: Kursverläufe vorhersagen kann ich nicht. Punkt.
    Daher habe ich seitdem auch nichts mehr verkauft.


    Wie stellt ihr euch mental auf sowas ein und diszipliniert euch?


    Ich versuche mein Depot möglichst emotionslos zu betrachten. Entweder es steigt, dann mehrt sich mein Vermögen, oder es fällt, dann werden die nächsten Zukäufe günstiger bzw. es gibt mehr Anteile fürs gleiche Geld.
    Da die langfristige Renditeerwartung bei Aktien positiv ist, haben fallende Kurse sogar etwas Gutes. Mit gegebenen Mitteln ist es möglich eine größere Basis für zukünftige Gewinne einzukaufen.


    Den Versuch von Market Timing konnte ich durch die Nutzung von Sparplänen zuverlässig unterbinden. Diese werden immer zu einen festen Zeitpunkt ausgeführt - komme was wolle. Wenige Tage nach Fukushima wurde z. B. mein Sparplan für den Nikkei ausgeführt. Ich bin froh, das mir der Sparplan die Kaufentscheidung abgenommen hat - denn ich hätte wahrscheinlich gezögert. Im nachhin hat sich der Kauf jedoch als Glücksgriff erwiesen - ich bin nie wieder so günstig in japanische Aktien eingestiegen wie an diesem Tag.


    Da nicht alle meine ETFs über Sparpläne verfügbar sind, kaufe ich diese teilweise auch über normale Orders. Mit diesen hänge ich mich aber an die Sparpläne, um keine Emotionen aufkommen zu lassen. Die Sparpläne kaufen am 15. direkt nach Börseneröffnung, also tue ich dies mit den manuellen Orders ebenfalls.


    Bauchschmerzen hätte ich aber z. B., jetzt eine Einmalanlage zu tätigen und z. B. noch durch monatliche ETF-Sparpläne zu ergänzen.


    Mich interessiert mal, wie ihr mental mit diesen Problemen umgeht und euch drauf einstellt.


    Da meine Rücklagen für auftragsfreie Zeiten und Co. bereits seit einigen Jahren aufgebaut sind und mir darüber hinausgehendes Geldvermögen schon länger zu unsicher geworden ist, habe ich seitdem alles in Aktien (und einen kleinen Teil Gold) investiert. Kursanstiege und die gute Auftragslage haben das Wertpapierdepot gut wachsen lassen, so daß dort mittlerweile der Gegenwert von 18 Monatsnettoumsätzen liegt - 98% in Aktien(fonds) und 2% in Gold.


    Ich denke es hat mir geholfen, das ich mit meinem Depot wachsen konnte. Betrachte ich die täglichen Wertschwankungen nominal und vergleiche sie mit meinem Tagesverdienst, müßte ich eigentlich entweder heulen oder eine Party feiern, denn aufgrund der mittlerweile vorhandenen Größe und der Art der Anlage habe ich an diesem Tag häufig entweder für umsonst gearbeitet (oder Verluste gemacht) oder ein Mehrfaches verdient.


    Vielleicht braucht es wirklich Zeit, sich an die Schwankungen zu gewönnen. Dabei ist es natürlich hilfreich, wenn das Depot nach und nach aufgebaut wird, um sich an die nominal immer größeren Schwankungen zu gewöhnen.


    Ich denke eine große Einmalanlage mit anschließendem Sparplan hätte ich emotional nicht verkraftet - und würde auch davon abraten.


    An Deiner Stelle würde ich zum Aufbau eines Aktien(fonds) Depots daher wie folgt vorgehen:

    • Such Dir die entsprechenden Werte heraus, in die Du gerne investieren möchtest und gewichte diese. Richte für diese Werte dann monatliche Sparpläne in Höhe der gewünschten Sparrate ein.
    • Statt einer Einmalanlage teilst Du das vorhandene Geld in 24 Portionen und addierst für die nächsten zwei Jahre jeweils eine Portion auf die Sparpläne. Die prozentualle Aufteilung behälst Du bei.


    Dieses Vorgehen hätte in meinen Augen mehrere Vorteile:

    • Das Depot wächst langsamer und Du hast Zeit, Dich an die Schwankungen zu gewöhnen.
    • Die Last bei einer Einmalanlage alles richtig machen zu müssen (Wertpapierauswahl, Zeitpunkt, ...) wird Dir genommen bzw. besser verteilt.
    • Sollten die Kurse steigen, kannst Du Dich über die Gewinne freuen. Sollten sie fallen, hast Du immer noch genug Cash in der Hinterhand um bei der nächsten Sparplanausführung günstiger zuzukaufen.
    • Sollte morgen ein Ereignis dafür sorgen, das sich die Kurse halbieren, hast Du immer noch die Option all in zu gehen ;)
    • Du mußt die Käufe nicht von Hand durchführen. Die Sparpläne nehmen Dir diese (und die damit verbundenen Emotionen) ab.


    Allerdings hat dieses Vorgehen auch einen Nachteil - da die langfristige Renditeerwartung positiv ist, sollte man eigentlich immer sofort mit allem investieren. Du erkaufst Dir mit dem Aufteilen eine höhere Chance nicht zum falschen Zeitpunkt eingestiegen zu sein, bezahlst dafür aber mit einem möglichen Renditeverlust.



    Von meiner Seite aus wirst Du dazu keine Einwände bekommen - dazu ähnelt es meinem Depot zu sehr ;)

    Bitte macht nicht den Fehler, den Dax als globalen Indikator zu nehmen, schon gar nicht für die Frage, wie die entsprechenden Unternehmen bewertet werden !


    Zumindest ich betrachte den Gesamtdepotstand und nicht einzelne Aktien oder Indexes. Durch die breite Streuung der ETFs müßten das global verteilt 2.000, 2.500 Unternehmen sein.


    Und ich sehe wie sich der Preis dieses Aktienkorbes immer weiter erhöht, ungeachtet der realwirtschaftlichen Probleme und Risiken.


    Vielleicht waren die Aktien zuvor unterbewertet und die Preiserhöhung daher eine natürliche Folge. Mein Gefühl sagt mir aber, das die Steigerungen eher aufgrund billigen Geldes und Anlagenotstand stattgefunden haben und stattfinden. Sinkende Renditen zwingen immer mehr Menschen und Vermögensverwalter ins Risiko.


    Gefühlt kaufen wir daher aktuell den Dollar nicht für 50 Cent, sondern für 1,50 $ :mad:


    Das kann man 10 Jahre durchhalten, dann ist der Schuldenabbau real 30-40%, dazu kommt der normale Auslauf der Schuldentitel. Auf diese Weise tut man keinem über die Maßen weh, alles geht seinen Gang, es gibt einen geringen, realen Vermögensverzehr, der aber über die Jahre verteilt aufgefangen werden kann (z.B. durch Kauf von Aktien oder Sachwerten).


    Das ist leicht gesagt.


    Wenn ich mir vorstelle kurz vor der Rente zu stehen, den Anlageempfehlungen gefolgt wäre und (vermeintlich) sicher angelegt hätte, würden 30, 40% Verlust schon sehr weh tun. Die Zeit für einen Ausgleich wäre dann nicht mehr gegeben...

    Diejenigen die Geld haben und langfristig anlegen wollen, bzw. dies zur Altersversorgung tun müssen, (also die Leute hier im Thread ;)) verlieren durch die Geldpolitik daher so oder so. Entweder weil die Preise für Waren steigen oder weil sie Sachwerte zu "überhöhten" Preisen kaufen, die auf Dauer, dann nicht die entsprechende Wertsteigerung mehr bringen können, da diese bereits vorweggenommen wurde.


    So ist es.


    Persönlich halte ich aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen alle Assets aktuell für überteuert. Egal ob es Immobilien in guter Lage, Edelmetalle, Anleihen oder Aktien sind. Da ich es aber a) nicht weiß und b) keine Alternativen mehr zur Verfügung stehen investiere ich trotzdem.


    Tages- und Festgelder sehe ich nicht als mögliche Alternative. Dies hat mehrere Gründe:

    • Die Realrendite ist negativ
    • Papiergeld ist schon häufiger mal einfach wertlos geworden (kein Sachwert)
    • Nach Zypern muß man sich wirklich überlegen, ob man noch Cash in nennenswerten Umfang halten möchte


    Stimmt! Dann lieber in Cash / Festgeld halten und "wenn die Kanonen donnern" mal in andere Assets wie Aktien gehen. Aber nicht nach einem rasanten Anstieg, wie wir ihn jetzt hinter uns haben...... selbst wenn´s jetzt auf Dax 10.000 durchmarschiert, stehen wir in ein paar Jahren bestimmt wieder mal bei 6.000 und können dann noch in Ruhe was kaufen.


    Ich bin mir nicht sicher, ob wir wirklich noch einmal "niedrige" Kurse sehen werden, denn alle Probleme werden mit billigem Geld zugeschüttet. Die Notenbanken kaufen mit frisch erschaffenem Geld Wertpapiere.


    Die Welt hat sich mit der japanischen Krankheit angesteckt...

    Aktien sind ok, wenn man langfristig agieren möchte und bestenfalls monatlich anspart (und damit zu günstigen Kursen hohe Anteile und zu hohen Kursen wenige Anteile). Aber wenn man eine hohe Summe liegen hat, die angelegt werden soll, ist es weitaus schwieriger.


    Auch wenn man langfristig und monatlich spart, ist ein starker Anstieg zum Ende der Sparphase besser wie zu Beginn ;)
    Zumindest ich werde noch ein paar Jahre vor mir haben, von daher wären mir niedrige Kurse ganz recht :D



    Blasenbildung sehe ich bei Aktien nicht, denn sie sind in den meisten Fällen nicht überbewertet. Zudem sind sie das beste Mittel gegen Inflation.


    Ich finde es schon bedenklich wenn die Aktien, ungeachtet aller realwirtschaftlichen Probleme, immer weiter und weiter steigen. Würden die Kursanstiege der letzten Wochen und Monaten immer so weitergehen, könnte ich das Arbeiten einstellen. Der Kapitalzuwachs durch die Kurssteigerungen würde zum Leben reichen. Das kann nicht gesund sein... :rolleyes:


    Im Moment erleben wir eine Assetinflation - und zwar bei allen Anlageklassen - die von den normalen Inflationsstatistiken nicht erfaßt wird.

    Was allerdings dagegen spricht, sind die mangelnden Alternativen: Was tun mit der Kohle bei den lächerlichen Zinsen derzeit?


    Nun... es ist doch so...

    • Anleihen => Blase
    • Aktien => Blase
    • Gold => Blase
    • Immobilien => Blase


    Nur Tages- und Festgeldzinsen sind keine Blase. Die sind einfach nur erbärmlich :D


    Also bleibt die Qual der Wahl - in Blasen investieren (von denen es reichlich zur Auswahl gibt) oder eine negative Realrendite hinnehmen.


    TINA...

    Hey cool - meine CoBa Aktien stehen fast wieder so hoch wie zum Kaufzeitpunkt 2008 (10,965 Euro). Nur irgendwie sind 90% der Aktien verschwunden :rolleyes:
    Ich sage Blessing eine steile Karriere als Magier voraus - keiner kann so gut Kapital verschwinden lassen wie er :D


    Ansonsten habe ich während des Einbruchs meine Goldbestände aufgestockt - leider zu früh (38,85 und 35,50 Euro je Gramm). Aber schaden wird es wohl nicht - im Zweifel gibt es immer noch einen Sack Kartoffeln beim Bauern dafür, wenn das Papiergeld bereits im Ofen lodert.


    Darüber hinaus gibt es von meiner Seite eigentlich nichts zu berichten. Das ETF Depot wird weiter befüttert, aber das war es auch schon.


    Es geht halt rauf und runter - so wie immer...

    Volksbanking direkt, GE Capital direkt und akf Bank lagen mitte Januar vor, waren aber auch unkritisch (nur Zinsen).


    Weiterhin offen sind Comdirect, dab Bank, DiBa und Santander direkt Bank.


    Mittlerweile sind nur noch DiBa und Comdirect offen. Allerdings gehe ich bei der CoDi davon aus, das ohne Nachhaken auch keine Bescheinigung kommen wird. Ich habe zwar in meine Kündigung letzten Sommer geschrieben, sie mögen mir bitte eine zustellen aber naja... :rolleyes:


    Meine Altverluste sind seit dem 15.03. ebenfalls getilgt - zum Glück früh morgens, bevor es dann abwärts gegangen ist. Und das warten hat sich gelohnt - ich mußte deutlich weniger tauschen als ursprünglich gedacht :)


    Ansonsten gibt es von meiner Seite aus nichts neues. Das ETF Depot wächst halt so vor sich hin...

    Euro Krise in der nächsten Runde und kaum einer schaut hin
    http://www.spiegel.de/wirtscha…ilenteignen-a-889255.html


    Die Börse interessiert es ohnehin nicht, da steht die Dividenden Saison an mit riesen Ausschüttungen bei soliden Firmen wie BASF und Co:top:


    Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob sich wirklich niemand dafür interessiert. Wenn zu viele PIIGS Bürger ähnliche Aktionen wie in Zypern fürchten und ihre Konten räumen könnte es zu einem Tsunami kommen. Vielleicht schwimmt auf dieser Welle dann ein schwarzer Schwan...