Beiträge von Rex

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    Der M3/M4 F80ff. macht mit seiner einzelnen angetriebenen Achse schon verdammt Laune, wenn es trocken ist, die Reifen guten Grip bieten oder man andernfalls ein Gott am Volant ist (ich bin es nicht).


    Ab einen bestimmten Punkt macht Allrad allerdings schon Sinn. Das M6 Cabriolet (560 PS) hat sich mit seinen nicht mehr taufrischen Sommerräder unter herbstlichen Bedingungen schon nicht mehr so sicher angefühlt, schnell blinkt das DSC mal auf (auch noch im 3. oder 4. Gang). Da ich keine Rennen fahren muss, würde mir aber generell eine angetriebene Achse reichen. Es spart Gewicht, gibt dir ein ehrliches Handling (die vollvariable Momentenverteilung des xDrive raubt dir manchmal das Gefühl für die Gripverhältnisse und Über-/Untersteuerneugung) und kein Moment fuchtelt in der Lenkung rum (das gilt selbstverständlich nur für hinterradangetriebene Fahrzeuge). Und auch wenn es für ein teures M-Fahrzeug sicherlich nicht die große Rolle spielt, kostet xDrive eben rund 2500 € mehr. Die Aufpreisliste ist auch bei der M GmbH lang und es findet sich dafür sicherlich eine oder mehrere Optionen, die das Herz mehr erwärmen als ganzjahreszeitliche Traktionssicherheit.


    Nichts gegen den Allrad an sich, wenn es einfach nur nach vorn gehen muss. Ich habe meinen Frontkratzer dieses Wochenende mal gegen Quattro getauscht und bei dem dreht wirklich nichts durch (620 Nm TDI).

    So langsam nähere ich mich der 10.000-Kilometer-Marke und irgendwie scheint es auch, dass der Auspuff zumindest etwas befreiter seine Töne spuckt. Zum Glück macht er das ja nur im Fahrmodus Sport oder Cupra, also hat man ja stets die Wahl. Meiner Mutter heute war Sport und Cupra eindeutig zu viel, auch fahrleistungstechnisch. :hehe:

    Über Torque Pro habe ich mal vor ein paar Tagen ein paar Fahrdaten mitgeloggt. Man kann sagen, michel k ist schuld. Er hat es ins Rollen gebracht mit seiner Frage der 100-200 km/h-Zeit. :p

    Hier die Resultate:


    100-200: 12,4 s
    80-120: 2,3 s

    Durchzug 80-120 km/h (V./VI. Gang): 5,1 s/6,7 s
    vmax (GPS): 257 km/h

    Die Werte sind natürlich stets mit Vorsicht zu genießen, da es genauere Messmethoden gibt. Aber wenn man häufiger misst und eigentlich immer etwas Ähnliches rauskommt, kann es so falsch nicht sein.

    Das Gelb finde ich ja gerade schick (wobei es schon etwas frech ist, für einen Uni-Lack den Metallic-Aufpreis zu verlangen). Gelb und M3 (bzw. M4) passen einfach zusammen... erst Dakargelb, dann Phoenixgelb, zuletzt Austin Yellow...

    Das Isle of Man Green finde ich auch toll - schön, dass sich BMW wieder an mutige Farben wagt. Gerade in dieser Farbe ähnelt der M3 an der Front schon ein wenig an die Giulia QF, die es in einem sehr ähnlichen Grün gibt.

    Der M3 trägt traditionell die Front des M4 - gewissermaßen seit der Generation E46 wird die Front des Coupés auf die Varianten des viertürigen M3 übertragen (siehe M3 E46 Touring Concept). Nun wäre es aber seltsam, wenn der M4 eine völlig andere Front als der normale 4er tragen würde.


    Ich muss schon sagen, dass ich die Front am 4er mit M Sportpaket (idealerweise als M440i) vor allem in gedeckten Farben und evt. mit erweiterter Shadow Line gar nicht mehr so übel finde. Sticht schon deutlich hervor... Die Front des M3/M4 finde ich aber schon wieder zu mutig, zu zerfurcht - was mit den tollen neuen Lacken umso deutlicher wird.

    Bei den Scheinwerfern sehe ich das nicht so kritisch. Die alten runden Doppelscheinwerfer könnte ich mir persönlich nicht mehr so richtig vorstellen in Verbindung mit dem scharfen, kantigen Design von heute.

    Sofern man das große Kreuz bei der Beleuchtung macht finde ich die BMW-Scheinwerfer schon mit Abstand das beste was man bekommen kann.

    So kritisch sehe ich es auch nicht, auch wenn die "Doppelwinkel"-TFL eben mehr an VW erinnern als an BMW. Früher erkannte man BMW an der geschlossenen Variante, die später eckig wurde, was in der Tat besser zur heutigen Zeit passt. Aber auch dieses Designmerkmal wird - ähnlich zum Hofmeisterknick - immer weiter zurückgebildet, bis es kaum noch zu deuten ist. Und wenn dann die Proportionen wie beim 1er oder 2er GC völlig über den Haufen geworfen werden, wird es schwierig, da noch einen BMW zu erkennen, wie man ihn kennt und liebt.


    Aber man gewöhnt sich an alles. BMW experimentiert mit den Biberzähnen vorerst zum Glück nur am 4er sowie den daraus abgeleiteten M-Modellen, die allesamt in Deutschland nie einen wirklich großen Marktanteil hatten (denn da liegt der 3er als Limousine und Touring deutlich vorn). In anderen Ländern kommt das gewagte Design dann auch besser an, die Konzentration auf China lässt beispielsweise der G11 LCI sehr gut erkennen. Aus deutscher Sicht ein Trauerspiel. Da ist ein M3 Touring - auch mit dieser suboptimalen Front - gewissermaßen ein Trostpflaster.

    Die Designabteilung bei BMW wirft gerade so ziemlich alles über den Haufen, was über Jahre und Jahrzehnte aufgebaut wurde...

    Hofmeisterknick... verkümmert
    Nieren... Tumorgeschwüre im Endstadion
    Doppelrundscheinwerfer, später hinter Klarglas... heute irgendwelche eckigen Gebilde, die auch von Škoda oder anderen Marken kommen könnten
    klassische, sehr übersichtliche Rundinstrimente... jetzt diese komische, eckige, unübersichtliche Grafik

    Je öfter ich das neue Design sehe, desto mehr gewöhnt man sich natürlich auch daran. Allein aber schon das mitten auf die Nieren platzierte Kennzeichen ruiniert aber schon wieder alles.

    Stimmt. Dachte echt, der normale 4er kriegt auch die normale Niere.

    Wird in Bezug auf den Grill ähnlich laufen wie bei Audi mit dem Singleframe. Zuerst hassen ihn viele, das wird sich aber im Laufe der Jahre geben. Wie lange hat Audi jetzt schon den großen Grill. Schätze so seit 2007/8?

    Audi hat den Singleframegrill seit 2004, erstes Modell war der A6 C6 und der A8, danach folgten schnell A4 und A3. Dabei hatte Audi den Singleframegrill vorher schon angedeutet (da gab es einen oberen und einen unteren "Frame", jeweils chromumrandet). Und ich würde persönlich behaupten, dass der Singleframegrill damals ziemlich gut angekommen ist.

    Die Biberzähne am neuen 4er bzw. am M3/M4 haben ja nicht nur die Größe als Problem, sondern eben auch das Problem der Harmonie. War und ist sonst alles auf die dynamikbetonende Horizontale ausgerichtet, zieht der Grill das Fahrzeug optisch in der Frontperspektive in die Vertikale. Ein Design alà M8 würde wohl die Mehrheit favorisieren. Dafür sticht das neue Design heben hervor - nur muss man es deshalb noch lange nicht toll finden.

    Immerhin haben solche Designs den Vorteil, dass sie nur sehr langsam altern und im Alter sogar noch Chancen haben, zu einem Klassiker zu werden. Den E65/E66 kann man ebenfalls verspotten. Und dennoch sieht das Modell deutlich neuer aus als es tatsächlich ist.

    Ich kenne den E85 seit Beginn und bin jetzt seit 11 Jahren das erste mal wieder einen gefahren.

    Klare Kaufempfehlung.

    Kilometerstände >100.000km sind übrigens keine KO-Kriterium, nur der Zustand muss stimmen.

    Ersatzteile und Versicherung sind extrem günstig!

    Die Motoren sehr robust.

    Den E85 bin ich bisher leider nur einmal gefahren und dann war es ausgerechnet der Z4 M - schon ein verdammt geiles Teil! Der N52B25/B30 reicht mir aber völlig (mir geht es mehr um Klang und Laufkultur als um die Leistung), der S54B32 frisst mir nur meine schönen langen Haare vom Kopf. :D

    Gepflegt sehen die einmal geparkten Autos eigentlich immer aus, die Bilder verraten ja nicht viel und die Verkäufer schwärmen davon, wie liebevoll sie damit umgegangen sind. Live kommt dann alles ans Tageslicht, was mit den Fotos niemals ersichtlich wird. Ich bin ja kein Schrauber, daher muss das Fahrzeug soweit schon ziemlich geleckt aussehen. 200.000 km sind für den N52 auch nicht das große Thema. Am E85/E86 kommt wirklich das geringe Leergewicht als Argument sowie das puristische Stoffverdeck. Den E89 finde ich optisch nur eben noch schöner - selbst als sDrive23i werden aber zum Teil schon recht sportliche Preise aufgerufen. Der E85 scheint gerade preislich in der Talsohle zu sein, die Reise geht bestimmt bald wieder rauf...

    Nice! :top:

    Ich habe zufällig auch gerade einen 2.5si E85 geparkt mit den 135M, nur leider mit rund 110.000 km mehr auf dem Tacho. :m: Und es wäre eine halbe Weltreise, den zu besichtigen... :rolleyes: So ganz lässt mich das Thema "BMW R6-Sauger" aber auch nicht los, als Roadster wäre so etwas umso faszinierender.

    Am schlimmsten ist da der Bereich zwischen 56.000 und 77.400€ - da zahlt man nämlich die maximale Steuer und die Beiträge zur Sozialversicherung.

    Zum Glück liege ich da noch deutlich darunter. :rolleyes:

    Generell gilt sowieso die Weisheit: Je sozialer der Beruf, desto asozialer die Vergütung. Dieses Ungleichgewicht werden wir zwar nie los werden und die Schere zwischen Arm und Reich wird auch immer größer werden. Aber nichts dagegen zu tun, ist eben auch keine Option.

    Die Front von M3/M4 sowie 4er finde ich auch too much. Und dabei hatte ich schon einige Zeit, mich daran zu gewöhnen. Die Idee mit den aufrechten Nieren alà BMW 327/328 wieder aufzugreifen, hatte ich vor etlichen Jahren (>15 Jahre) auch schon mal und schnellstmöglich wieder verworfen, weil es einfach nicht passt. Mit dem Kennzeichen quer über den Nieren wird die Misere umso deutlicher, in den USA mag das ohne Kennzeichen vorn (in einigen States ist das erlaubt) noch eher gehen. Es geht nicht unbedingt um die Größe, denn da macht man Audi (z.B. am Q8 oder A8) noch lange nichts vor - aber dort fügt es sich eben schlüssiger ins Design ein. Große Kühlermasken sind aber eben einfach im Trend, weil sie Dominanz ausstrahlen. :rolleyes:

    Ein großer Fan der neuen Designlinie bin ich sowieso nicht. Die Silhouette wirkt zu weich, undynamisch, lustlos, der Hofmeisterknick ist verwaschen, das Heck schielt in Richtung Lexus (IS, RF) mit dem dunkelgrau abgesetzten Teil der Heckleuchten. Da verliert BMW gerade seine Linie, die vorher ja doch wunderbar gepasst hat aus meiner Sicht.

    Dabei macht BMW schon ziemlich viel richtig:

    Mutige Farben innen wie außen
    Kompromisslose Optionen wie die neuen M-Schalensitze, Keramikbremsen, Carbon-Paket, etc.
    Ein Kupplungspedal ist Serie
    Später folgt erstmalig der xDrive sowie ein touring - damit schließt BMW (optional) auf die Konkurrenz aus Affalterbach und Neckarsulm auf.

    Schade, dass es den M3 nicht schon als E91 gab - das wäre mein Traumwagen. Optisch wie technisch. Okay, technisch dürfte der S58 sehr viel robuster sein als der filigrane S65...

    Das hohe Gewicht schockiert mich - ich hatte mit deutlich weniger (-100 bis -150 kg) gerechnet. Der neue M3/M4 wird sich vermutlich dennoch blendend fahren. Einen Teil des Gewichtes egalisiert das weiter verbesserte Fahrwerk, einen anderen Teil der Fortschritt der Reifenentwicklung. Der Listenpreis überschreitet bei selbst sorgsamer Auswahl der Optionen recht schnell die 100.000-Euro-Marke. Das muss man dann schon echt wollen und gleichzeitig diese gewagte Front ertragen (und während der Fahrt das schlechte Gewissen mit sich tragen, dass andere Leute diese Front ertragen müssen).

    Ich gehe gerade die Preisliste durch (Konfigurieren kann man den M3/M4 übrigens auch schon!)...

    Was mir auffällt:

    BMW traut sich wieder an viele bunte Farben ran. Finde ich gut!

    Den M3/M4 gibt es als Handschalter - sehr geil! Aber nur in der Grundversion. Beim 6970 € (MwSt. 19%) teureren Competition ist ein 8-Gang-Automatik bereits Serie sowie so manch anderes Leckerli wie zum Beispiel M Drive Professional oder die erweiterte Shadow Line. Auffällig ist auch, dass das Grundmodell nur 550 Nm hat (wohl begrenzt wegen des Getriebes), während der Competion mal eben 650 Nm hat. Nach Norm verbraucht der Competition zudem 0,6 l/100 km weniger. Da kommt man echt ins Grübeln: Die Vernunft geht ironischerweise eher zum Competition, da er für einen relativ geringen Mehrbetrag eine durchaus erheblich bessere Performance aufweist (dem Automatikgetriebe sei Dank). Die 30 PS extra fallen da wirklich nicht ins Gewicht, die 100 Nm Unterschied schon eher. Der Competition wiegt auch nur 25 kg mehr, wobei der Basis-M3 auch schon heftige 1780 kg wiegt. Der M4 ist jeweils 5 kg leichter.

    Das ja.


    Ich bin aber ziemlich sicher, daß (teil-) autonomes Fahren dem Verkehrsfluß eher hinderlich sein wird. Und E-Autos im Langstreckenmodus ebenso.

    Ich habe da sowieso meine Zweifel, da das System...

    1.) hundertprozentig, also fehlerfrei, funktionieren muss (möglich, aber unwahrscheinlich)
    und
    2.) alle Fahrzeuge auf einem gleichen technischen Stand sein müssen

    Spätestens bei Punkt 2 scheitert es. Teilautonomes Fahren und Vernetzung können halt (vorerst) nur eine Hilfestellung sein, aber sie sind kein Allheilmittel.

    Eher würde ich da in eine bessere Fahrausbildung investieren, auch bei der Überwachung (nicht nur Tempo, sondern auch Alkohol, Handynutzung, falsche Beladung, Vorhandensein von TÜV/Führerschein, etc.) ist noch genug Potenzial vorhanden. Eine totale Überwachung will sicherlich niemand - auch ich nicht. Aber ohne geht es eben auch nicht. Den Autofahrer kann man - das hat uns die Zeit allemal gezeigt - nicht komplett eigenverantwortlich handeln lassen.

    Generell ist der Mensch eine Fehlermaschine und eigentlich wäre es daher angebracht, nur noch die fehlerfreien (aber von Menschen programmierten) Maschinen fahren zu lassen. Brrr... diese Dytopie möchte ich mir auch nicht ausmalen.