Vierzylinder mit 150 PS - klassischer Sauger oder Turbo?

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  • Ich kenne nur die 1,8 T von Audi, und die waren den BMW 4 Zylindern überlegen , den 2.0 FSI bin ich noch nicht gefahren.
    Ich weiß nur das die Sechszylinder V Motoren nie an die Reihensechser von BMW herangekommen sind.


    Gruß

    "Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen" (Heiner Geißler)

  • Zitat

    Original geschrieben von 325ti
    Ich kenne nur die 1,8 T von Audi, und die waren den BMW 4 Zylindern überlegen , den 2.0 FSI bin ich noch nicht gefahren.
    Ich weiß nur das die Sechszylinder V Motoren nie an die Reihensechser von BMW herangekommen sind.


    Gruß


    Ich denke mal, Du meinst mit Überlegen, dass die 1.8T sehr gute Fahrleistungen/Elastizitätswerte liefern im Vergleich zu den BMW-Motoren. Das liegt am Turbo.
    Der Verbrauch ist aber auch meist dementsprechend und wenn man die Motoren mal über 100000km fährt, werden an den BMW-Motoren weniger Schäden sein.. Turbomotoren sind anfälliger als reine Sauger. Wurde erst neulich hier wieder von jemandem berichtet, auch in Hinsicht auf den 1.8T.


    Dass der Power hat, will ich gar nicht bestreiten.

  • Die Eingangsfrage finde ich wirklich lustig, da ich gestern noch darüber nachgedacht habe, dass der Nissan Primera GT 2,0 von meinem Vater im Jahr 1990 schon 150 PS hatte und 220 km/h lief. Der ging ab wie Dreck!


    Ich hätte eigentlich gedacht, dass BMW 14 Jahre später schon weiter wäre, insbesondere, da der Motor ja schon recht aufwendig mit Valvetronic und Doppel-Vanos konstruiert ist, was der Primera damals nicht hatte. Trotzdem schafft der Einser nicht mal 220 km/h...

  • Zitat

    Original geschrieben von mueckenburg
    Ich hätte eigentlich gedacht, dass BMW 14 Jahre später schon weiter wäre, insbesondere, da der Motor ja schon recht aufwendig mit Valvetronic und Doppel-Vanos konstruiert ist, was der Primera damals nicht hatte.

    So schwierig ist es nicht, aus 2 Litern Hubraum mehr als 150 PS zu holen. Ich denke schon, daß BMW das könnte ;)
    Die Entwicklungsleistung liegt eher bei niedrigem Verbrauch und Schadstoffausstoß sowie guter Drehmomentausbeute bei vorgegebenem Hubraum und Leistung.

    Zitat

    Trotzdem schafft der Einser nicht mal 220 km/h...

    An der Aerodynamik hat sich in den letzten 15 Jahren nicht sehr viel getan, auch der Opel Calibra von 1989 schafft erstaunliche Höchstgeschwindigkeiten.
    Und da der Einser ein Kompaktwagen ist, muß er sich mit dem (aerodynamischen) Manko eines kurzen Stummelhecks herumschlagen. Auch der Golf z.B. erreicht nicht gerade umwerfende Höchstgeschwindigkeiten im Verhältnis zur Leistung.

  • Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Sauger und einem Turbo gleichen Hubraums und gleicher Leistung würde ich mich für den Turbo entscheiden. Mir gefällt die Motorcharakteristik wesentlich besser, und das mehr an Drehmoment schadet auch nicht. Meine Erfahrung mit Hochdrehzahlmotoren beschränkt sich allerdings auf den Honda Integra. Der geht schon gut ab, aber der A3 1,8T (180PS) kam mir bei weitem besser fahrbar vor. Mag ja sein das es sich beim Hochdrehzahlkonzept um die hohe Schule des Motorenbaus handelt, aber warum kompliziert wenns auch einfach und besser geht eine bestimmte Leistung zu erreichen? Die Vorteile der auf extreme Drehzahlen ausgelegten Motoren zeigen sich wenn auch sie einen turbo verpasst bekommen. In Österreich fährt z.B ein Integra Turbo mit über 400 PS rum, und sogar zuverlässiger als zu erwarten wäre. :top:

  • Turbo läuft, Turbo säuft.. :rolleyes:


    Naja, ich würde mich im Zweifelsfall für einen schönen Saugmotor entscheiden.. mit genügend Hubraum. Am Besten ein R6.


    So könnte man auch argumentieren für die V6 von Audi:
    Wieso einen großen, teuren Motor (R6) ins Auto bauen, wenn man auch einen kompakten, billigeren Motor (V6) verwenden kann?
    Ich wollte jedenfalls keinen V6 haben.


    Ein Turbo hat IMO nur im Diesel seine Daseinsberechtigung.. dort aber auf jeden Fall! :top:

  • Zitat

    Original geschrieben von Gunnar
    So schwierig ist es nicht, aus 2 Litern Hubraum mehr als 150 PS zu holen.


    Genau das will ich sagen.


    Zitat

    Original geschrieben von Gunnar
    Die Entwicklungsleistung liegt eher bei niedrigem Verbrauch und Schadstoffausstoß sowie guter Drehmomentausbeute bei vorgegebenem Hubraum und Leistung.


    Hm, Drehmoment weiß ich nicht mehr auswendig, war damals noch nicht so ein Thema wie heute in der Diesel-machen-alles-platt-Zeit. Aber der Verbrauch des Primera war super gut, Durchschnitt sagenhafte und echte 9,0 Liter bei forcierter Fahrweise. Da hat sich also eher wenig getan, allerdings war der Wagen wohl auch recht leicht.


    Zitat

    Original geschrieben von Gunnar
    An der Aerodynamik hat sich in den letzten 15 Jahren nicht sehr viel getan, auch der Opel Calibra von 1989 schafft erstaunliche Höchstgeschwindigkeiten.


    Das kann man nur unterstreichen! Wenn ich mich recht erinnere, lief der Calibra mit 115PS schon 200 km/h!

  • Zitat

    Original geschrieben von Zeitgeist
    Turbo läuft, Turbo säuft.. :rolleyes:


    So könnte man auch argumentieren für die V6 von Audi:
    Wieso einen großen, teuren Motor (R6) ins Auto bauen, wenn man auch einen kompakten, billigeren Motor (V6) verwenden kann?


    Das interessiert mich schon länger. Ist ein Reihenmotor wirklich teurer in der Produktion als ein V-Motor? Der V6 hat doch mit seinen zwei Zylinderköpfen und der doppelten Anzahl Nockenwellen einen höheren Bauaufwand.

  • Einmal sind die V6 kompakter, sodass sie besser unter in die Motorhaube passen. In den SLK hätte z.B. kein R6 gepasst lt. Mercedes (in den Z3 dagegen schon).
    Desweiteren habe ich im Hinterkopf, dass Mercedes die Motoren extra von R6 auf V6 umgestellt hat, weil bei ein für die V6 notwendiges Bauteil auf der gleichen Produktionsstraße hergestellt werden konnte wie die V8. Oder so ähnlich.. daher haben die auch den eigentümlichen Zylinderwinkel.


    Ein V6 braucht auch Ausgleichswellen.. ein R6 nicht. Und ist trotzdem noch laufruhiger :rolleyes:
    Es wird gute Gründe geben, wieso viele Hersteller V6 verbauen.. die Laufruhe ist aber keiner dieser Gründe. Ich schätze mal, es liegt am Preis.. und halt an den Maßen des Aggregats.

  • Zitat

    Original geschrieben von Zeitgeist
    Wieso tolle Kritiken? Ich sagte nur, dass er besser beschleunigen wird als der 2.0l im E36.
    Solange der Motor besser ist als der 2.0l 96kW im Audi A4 meiner Eltern, solls mir Recht sein, welche Kritiken er einfährt. Und davon ist auszugehen! :)


    Ich hab meine Aussage nicht auf Deine vorangegangene bezogen und wollte ich Dich daher nicht angreifen o.ä.


    Hab das bloß mal so in Raum gestellt, da zuvor der R4 aus dem 1er recht "optimistisch" mit den R4 von anderen Herstellern verglichen wurde....


    Im Übrigen hab ich mir nie was von dem Motor erwartet. 150PS aus nem 4Zylinder-Sauger werden sich immer anders/schlapper anfühlen als die selbigen eines R6 oder V6.


    Bin übrigens den A3 2.0FSI schon gefahren, der braucht sehr viel Drehzahl und dann ist der Spareffekt auch wieder beim Teufel und so wirklich gut gehen tut der nur für jemanden, der noch nix stärkeres gefahren ist und so wirds beim neuen 120i auch sein.


    Aber im Grund ist es mir egal, denn von einem 4-Zylinder Sauger erwarte ich keine Heldentaten. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von quattro209
    Aber im Grund ist es mir egal, denn von einem 4-Zylinder Sauger erwarte ich keine Heldentaten. ;)


    Ich auch nicht ;)


    Ich glaub, oben hast Du etwas verwechselt, 150PS aus 2.0l verteilt auf 4 Zylinder sollten sich eigentlich kräftiger anfühlen als 150PS aus 2.0l verteilt auf 6 Zylinder.. weil der 6-Zylinder ein Defizit an Hubraum/Zylinder hat, bei einem 4-Zylinder dagegen sind 2.0l Hubraum IMO ideal.

  • Hm....also ich bin mal im E34 520i mitgefahren, war schon der M50 Motor und der macht mir einen kräftigeren Eindruck als der 2.0FSI im A3. Andererseits war der A3 noch nicht eingefahren, ganz im Gegensatz zum 520i :) und vielleicht ist das subjektive Empfinden auch stark vom Sound geprägt, der ja doch beim R6 kraftvoller und etwas agressiver klingt. Rein objektiv kanns natürlich anders aussehen, da hast Du vollkommen recht....

  • Ein Aspekt, der (leider) auch gegen den R6 spricht, ist das bessere Crashverhalten des kompakten V6, da dieser einfach nicht so leicht in den Fahrgastraum "eindringt". In Zeiten des NCAP Crashtest versucht natürlich jeder Hersteller, auf die Höchstwertung zu kommen.


    Daneben ist natürlich die pure Baulänge interessant, wobei es erstaunlich ist, dass der Motor sogar noch in einen Dreier passt.

  • Zitat

    Original geschrieben von mueckenburg
    Ein Aspekt, der (leider) auch gegen den R6 spricht, ist das bessere Crashverhalten des kompakten V6, da dieser einfach nicht so leicht in den Fahrgastraum "eindringt". In Zeiten des NCAP Crashtest versucht natürlich jeder Hersteller, auf die Höchstwertung zu kommen.


    Daneben ist natürlich die pure Baulänge interessant, wobei es erstaunlich ist, dass der Motor sogar noch in einen Dreier passt.


    Das glaube ich hält sich zumindest bei Audi und BMW die Waage. Bei BMW sitzt der R6 ja auf der V-Achse bzw. fast dahinter und hat nach vorne noch etwas Futter, bei Audi sitzt der V6 ja leider vor der Vorderachse (dafür hat Audi quasi ne doppelte Spritzwand). Also wahrscheinlich kommts aufs selbe raus...

  • Was mir gerade einfällt:
    einen Motor der hier mit 4 Zylinder und 2,0l Hubraum definitiv reinpasst und sogar noch von BMW kommt habt ihr noch vergessen!:


    Den 320iS Motor im E30 von BMW; 15 Jahre her hatte dieser 2,0 Liter 4 Zylinder von BMW rekordverdächtige 192 PS aus wie gesagt 2,0l Hubraum!!
    Damit kam er exakt auf 96,5 PS/L Hubraum und hatte ein spezifisches Drehmoment von 105,5 Nm/L;und dasbereits vor gut 15 Jahren!


    War definitiv einer der besten 2,0l Vierzylinder die je gebaut wurden und erreichte damlas schon mit Kat Werte die auch heute nicht wesentlich übertroffen werden!

  • Zitat

    Original geschrieben von Zeitgeist
    Turbo läuft, Turbo säuft.. :rolleyes:


    Naja, ich würde mich im Zweifelsfall für einen schönen Saugmotor entscheiden.. mit genügend Hubraum. Am Besten ein R6.


    Dazu hab ich ein paar Fragen:


    1. Kann man den Mehrverbrauch in etwa in Liter/100km ausdrücken?


    2. Habe ich mit einem Motor mit größerem Hubraum ohne Turbo, der die gleichen Leistungswerte hat, nicht auch einen ähnlich gestiegenen Verbrauch?


    3. Thema Kompressor: Ist der im Mehrverbrauch und Leistungssteigerung mit einem Turbo vergleichbar?

    Frederic

  • 1. 1, 2 Liter, je nach Last.. bei Volllast gehts richtig ab
    2. kommt auf den Motor drauf an.
    3. Soweit ich weiß schon, nur ein Kompressor wirkt über den ganzen Drehzahlbereich und nicht wie ein Turbo erst ab ~2000 u/min. Es gibt also kein "Turboloch" beim Kompressor. IMO das bessere Konzept!


    Frage mich nur, wieso es (noch) keine Kompressor-Dieselmotoren gibt.. :confused:

  • Man darf nicht vergessen, dass der Kompressor über nen Riemen vom Motor angetrieben wird und somit frisst der Kompressor schon wieder ein wenig von der gesammten Motorleistung. Ähnlich einem Klimakompressor.

  • @ quattro


    Wusste ich auch nicht!


    Kann hier jemand mal erklären, wo der technische Unterschied besteht zwischen:


    - Turbolader
    - Kompressor und
    - G-Lader ?


    Welche Vorteile/Nachteile hat jedes der drei Konzepte? Der G-Lader wurde ja AFAIK nur von VW verbaut.. und inzwischen wieder eingemottet.