Ich dachte ich sehe nicht richtig! Benzinpreis!

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  • In Luxemburg ist es zum Beispiel so, dass für jeden Tag ein Preis genannt wird. Punkt. Da gibt es dann keine irrsinnigen Preisschwankungen am Tag. Zwar kann man so ein kleines Luxemburg nicht mit Deutschland vergleichen, aber wenigstens pro Bundesland sollte ein vereinheitlichter und transparenter Preis möglich sein.

    Die Subvention zahlen wir alle mit. Profiteure des Ganzen sind natürlich die Mineralölfirmen (die dann wieder etwas mehr an der Preisschraube drehen können) und die Vielfahrer oder die Fahrer von Spritschleudern - also in der Regel eher die Priviligierten und Besserverdiener. Wenn es um die Pendler geht, greift man diesen sowieso besser mit der Pendlerpauschale unter die Arme.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

    Don't waste your time or time will waste you.

  • Wenn es um die Pendler geht, greift man diesen sowieso besser mit der Pendlerpauschale unter die Arme.

    Macht man doch - 38 Cent statt 35 ab dem 21. Kilometer.

    Da das pro Entfernungskilometer gilt, sind's pro gefahrenem Kilometer 1,5 Cent.

    Da diese Summeja nur vom zu versteuernden Einkommen abgezogen wird, sind wir bei (im besten Fall) 1 Cent bis 0,3 Cent pro Kilometer (Spitzensteuersatz und 20% Steuersatz).


    Wenn nun der Golf statt 7 Liter á 1,60€ (=11,20€) die gleiche Menge für 2€/Liter braucht, dann zahlt der Fahrer zwar 2,80€ mehr, kriegt aber dafür aber auch gewaltige 30 Cent (bzw. im allerbesten Fall 1€) über die Pendlerpauschale zurück (jeweils für 100km über dem 21. Kilometer).


    Auf welche Höhe man die Pendlerpauschale heben müßte, um das alleine auszugleichen, kann sich jeder ausrechnen - und Pendlerpauschale ist ja (obwohl sie für alle Methoden zum Arbeitsplatz zu kommen gilt) bekanntermaßen eine Bevorzugung des mobilen Individualverkehrs und der ist ja an sich schon des Teufels Werkzeug! :kpatsch:

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Ich weiß, entsprechend der aktuellen Energiepreise müsste in dieser Hinsicht nur eben (erheblich) mehr kommen. Mich betrifft es nicht einmal. Ich wohne schon extra dort, wo ich auch arbeite. Oder andersherum...

    Ich stelle mir aber auch die Frage, warum tagtäglich so viele Leute pendeln müssen. Vieles könnte man auch (das hat die Pandemie gezeigt) im Home Office erledigen. Oder man könnte auch dafür sorgen, dass das Wohnen in Arbeitsnähe wieder attraktiv und bezahlbar ist.

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  • Ich stelle mir aber auch die Frage, warum tagtäglich so viele Leute pendeln müssen....

    Stell Dir mal die Frage, wie eine Krankenschwester, ein Schreiner, Mechaniker oder Verkäufer seine Arbeit im Home Office erledigen soll.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Ich stelle mir aber auch die Frage, warum tagtäglich so viele Leute pendeln müssen. Vieles könnte man auch (das hat die Pandemie gezeigt) im Home Office erledigen. Oder man könnte auch dafür sorgen, dass das Wohnen in Arbeitsnähe wieder attraktiv und bezahlbar ist.

    Die Pandemie ist ja noch nicht so lange her (manche sagen ja, dass sie noch gar nicht vorbei ist) und die vorherige Abneigung gegen Home Office (dass einige Chefs ja wohl als Urlaub ansehen) hat sich nicht bei allen gelegt.


    Aber wie soll man Wohnen in den Ballungsgebieten attraktiv und bezahlbar machen? Noch dazu, weil ja durchaus Mobilität gefordert wird - und wenn der Lebenspartner in die andere Richtung arbeitet, dann ist niemandem geholfen, wenn man in die Nähe des einen Arbeitsplatzes zieht... :sz:

    Grüße
    shneapfla
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Stell Dir mal die Frage, wie eine Krankenschwester, ein Schreiner, Mechaniker oder Verkäufer seine Arbeit im Home Office erledigen soll.

    "Viele" sind nicht "Alle".

    Frag mich mal. Ich kann auch nicht im Home Office arbeiten. Also ganz so dumm bin ich nicht, wie es vielleicht erscheint... :sn:

    Bezahlbares Wohnen in Städten wäre ein Anfang, aber die Mietpreisbremse hat eher das Gegenteil bewirkt. Nun ist es zwar so, dass der Partner - mitgegangen ist mitgefangen - sich am anderen Partner orientieren muss oder es (weil man ohnehin ein Häuschen auf dem ruhigen Land haben will) auf einen halbgaren Kompromiss hinausläuft, aber jeder setzt seine Prioritäten eben anders. Ich würde wahnsinnig werden, wenn ich jeden Tag mehr als 30 Minuten zur Arbeit hätte. Das ist schließlich alles Lebenszeit. Ein Anfang wäre es - sollte man in der Großstadt eine gemeinsame Bleibe finden -, dass beide Partner dort ihre Arbeitsstätte finden. Der Arbeitsmarkt ist groß und vielfältig.

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  • die Priviligierten und Besserverdiener.

    Die haben sich doch angeblich schon in Richtung Elektromobilität verkrümelt und die Stinker dem Prekariat überlassen...... :idee:


    Aber ist eventuell genau so ein Paradox wie "Schrödingers Immigrant" - der angeblich den ganzen Tag faul rumlungert und die Sozialkassen plündert und gleichzeitig uns die Arbeit wegnimmt....


    Aber was weiß denn ich auch schon darüber....


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Stell Dir mal die Frage, wie eine Krankenschwester, ein Schreiner, Mechaniker oder Verkäufer seine Arbeit im Home Office erledigen soll.


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    Mechaniker: https://www.amazon.de/Ravenscourt-Auto-Werkstatt-Simulator-2018-PC/dp/B073PWW1TQ?tag=auto-treff-21 [Anzeige]


    ;)^^


    Für LKW, Busse, Schiffe gibts das natürlich auch.


    PS: ich hab übrigens wirklich mal nen LKW Fahrer auf nem Rasthof Euro Truck Simulator spielen sehen in seiner Pause.

    Er lebt sein Leben :top:

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.


  • Ich stelle mir aber auch die Frage, warum tagtäglich so viele Leute pendeln müssen. Vieles könnte man auch (das hat die Pandemie gezeigt) im Home Office erledigen. Oder man könnte auch dafür sorgen, dass das Wohnen in Arbeitsnähe wieder attraktiv und bezahlbar ist.

    "Man" könnte dafür sorgen - wer und wie?


    Stell dir mal vor, du würdest ein Haus oder eine Eigentumswohnung in Dresden kaufen, um zu vermieten. Wie hoch ist der Kaufpreis pro Quadratmeter Wohnfläche bzw. Grundstücksgröße? Wie hoch sind die Zinsen für den Fremdfinanzierungsanteil? Und dann kalkulierst du, wie hoch die monatliche Miete sein müsste, die du verlangen mußt, um wenigstens einen kleinen Gewinn zu machen.


    => Je nachdem, was man unter "bezahlbaren" Mieten versteht, kann das ein ziemlich schwieriges Vorhaben werden angesichts der aktuell verlangten Kaufpreise.


    Erst recht gilt das ganze für München, Berlin, Frankfurt, ...


    Und warum müssen (oder wollen) so viele täglich pendeln?


    Was würdest du tun, wenn du z.B. Familie hast, im Idealfall schon ein Haus auf dem Land hast und die Arbeit unter halbwegs akzeptablen Bedingungen per Pendeln erreichen kannst? Dort bleiben oder in der Stadt etwas kaufen/mieten?


    So ganz einfach ist die Entscheidung eben nicht - und sie hängt entscheidend von den finanziellen Voraussetzungen und vom Familienstand ab.

  • So ganz einfach ist die Entscheidung eben nicht - und sie hängt entscheidend von den finanziellen Voraussetzungen und vom Familienstand ab.


    Das wird immer gerne etwas verklärt gesehen. Für jemand der in Cannstatt aufgewachsen ist und möglicherweise im Haus der Eltern wohnt ist es weder problematisch als KFZ-Irgendwasler beim Daimler nebenan, in Sindelfingen oder beim Porsche in Zuffenhausen was zu bekommen. Alles mit Öffis erreichbar. Wenn du im Schwarzwald aufgewachsen bist und dort das Haus deiner Eltern auf dem Dorf erbst kannst du dir für den Gegenwert in der o.a. Region mit Glück eine Zweizimmerwohnung kaufen. Nicht geerbt möchte man vielleicht mieten - schwierig genug etwas zu bekommen, schwieriger noch es zu bezahlen. Eine rosarote Brille nützt einem da wenig. Man nehme jede beliebige entsprechende Region in Deutschland und ersetze das. Nichtmal das strukturschwache Umfeld von Emden (VW) ist noch erschwinglich, obwohl sich da eher für ne sechstellige Summe ne alte Ziegenscheune findet.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • "Man" könnte dafür sorgen - wer und wie?

    Es gibt Leute, die dafür bezahlt werden. Politiker heißen die meines Wissens...

    Stell dir mal vor, du würdest ein Haus oder eine Eigentumswohnung in Dresden kaufen, um zu vermieten.

    Warum sollte ich das tun? Selbst meine Eltern haben davon abgesehen, ihr Kapital in eine ETW zu investieren. Der Markt ist viel zu aufgeblasen/abgehoben und man wäre damit viel zu spät dran, als dass es etwas bringt. In den Städten ist es sowieso besser, wenn man sich an (soziale) Wohngenossenschaften richtet und nicht an einzelne Vermieter, die mal eben Eigenbedarf anmelden können.

    Je nachdem, was man unter "bezahlbaren" Mieten versteht, kann das ein ziemlich schwieriges Vorhaben werden angesichts der aktuell verlangten Kaufpreise.

    Das System schaukelt sich selbst auf. Entstehen um dir herum Luxuswohnungen oder luxussanierte Wohnungen, dann erhöht sich der Mietspiegel. Oder man verpasst deiner alten Bude ohne deinen Willen einen neuen Glanz. Sozialer Wohnungsbau in attraktiver Lage ist eine Randnotiz. Mieten/Vermieten ist längst zum Spekulationsobjekt großer Investoren geworden, die sich selbst kleinere Reinfälle leisten können. Die hohen Mieten in lukrativer Lage dienen als Quersubventionierung. Ich stelle auch fest, dass es sich oftmals um Eigentumswohnungen handelt, die sich ein normaler Fachangestellter eh nicht/kaum leisten kann. Von Häusle bauen in der Stadt sowieso mal ganz zu schweigen...

    Erst recht gilt das ganze für München, Berlin, Frankfurt, ...

    Und bitte nicht Städte wie Jena oder Potsdam vergessen. Dort sind die Mieten im Vergleich zum allgemeinen Lohnniveau beträchtlich höher.

    Was würdest du tun, wenn du z.B. Familie hast, im Idealfall schon ein Haus auf dem Land hast und die Arbeit unter halbwegs akzeptablen Bedingungen per Pendeln erreichen kannst? Dort bleiben oder in der Stadt etwas kaufen/mieten?

    Ein Haus oder Wohnen auf dem Land käme für mich gegenwärtig nicht in Frage, aber ich weiß ja, wie das unter Bekannten und Verwandten aussieht, wo dass der Fall ist. Bis auf einen einzigen Fall gibt es dort jedoch niemanden, der länger pendeln muss. Teilweise muss für den Arbeitsweg nicht einmal das Auto herhalten, da geht aufgrund der Nähe auch das Rad. Ganz ohne Auto geht es logischerweise auf dem Land nicht.

    So ganz einfach ist die Entscheidung eben nicht - und sie hängt entscheidend von den finanziellen Voraussetzungen und vom Familienstand ab.

    Ach, sag bloß...

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  • Private Vermieter scheiden also aus, und Politiker bzw soziale Wohngenossenschaften sollen für bezahlbare Mieten sorgen?


    So richtig viele Städte in Deutschland fallen mir da gerade nicht ein, wo das im großen Stil klappt ...

  • Es gibt Leute, die dafür bezahlt werden. Politiker heißen die meines Wissens...

    ja die gabs mal im Osten, die haben Plattensiedlungen gebaut, in den niemand mehr wohnen will.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Hallo


    Das gab es auch vorher und im Westen, Ich wohne in so einem Haus:


    https://backsteinvierteldotorg.files.wordpress.com/2018/12/Denkmalschutzbroschüre-GAGFAH-Siedlung-1999.pdf


    Vielleicht war es ein Fehler 1988 dem Siedlungsbau die Gemeinnützigkeit abzuerkennen.


    Munter bleiben: Jan Henning

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  • Du kennst den Unterschied zwischen Versorgungssicherheit und Bequemlichkeit anscheinend nicht (soweit ich weiß wird in D übrigens überwiegend Nordseeöl verbraucht!)?


    Bequemlichkeit, das meine ich, und in manche Wohlfühlblase dringt gar nichts mehr durch.

    Seit drei Monaten ist Krieg in der Ukraine, und täglich werden unsere Energieimporte diskutiert.

    Überraschung, der Großteil des Öls für D kommt nicht aus der Nordsee, vermeintlich UK und Norwegen.

  • Seit drei Monaten ist Krieg in der Ukraine, und täglich werden unsere Energieimporte diskutiert.

    Auch wenn dies nicht der Politkbereich des Forums ist - das Thema Spritpreise ist (auch) hochpolitisch. Deswegen meine persönliche Meinung dazu: Ja, wir müssen unsere Energieimporte diskutieren. Weil uns das betrifft. Jeder Staat der Welt sieht den Globus unter dem Blickwinkel der eigenen Interessen. Unsere Bündnisautokraten in der Türkei und Ungarn sowieso. Wir sollten kein schlechtes Gewissen haben die anderen auch unter dem Blickwinkel unserer eigenen Interessen zu sehen. Welche das sind, das ist eben Politik.


    Munter bleiben: Jan Henning

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  • ja die gabs mal im Osten, die haben Plattensiedlungen gebaut, in den niemand mehr wohnen will.

    Das sehe ich nicht so. Die Plattenbauten sind längst nicht so schlecht wie ihr Ruf. Gerade in meiner Stadt werden die alten Platten echt noch hübsch hergerichtet. Da sieht man hinterher auch keinen Unterschied mehr zu den neugebauten "Platten" der Herren Investoren, die unsere Städte "verschönern".

    Ich wohne in einem Altneubau. Eine gut sanierte Platte wäre mir in Sachen Lärmschutz und Fahrstuhl echt lieber. Aber Lage ist mir einfach wichtiger. Andere wollen diese Kröte nicht schlucken, also dürfen sie andererseits auch nicht großartig jammern. Jeder setzt seine Prioritäten woanders...

    Die Sache mit dem Pendeln ist eher ein neuzeitliches Problem: Die Leute treibt es aus diversen Gründen aus der Stadt, die Unternehmen aber eher hinein, weil ihnen auf dem Land die gut ausgebildeten Fachkräfte fehlen. Da greift das eine Rädchen nicht in das andere...

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  • Wer kauft denn so was, egal wie wenig es kostet.


    Da kann ich so was hier ja noch verstehen - das ist im Gegensatz zu anderen Simulatoren wenigstens ein Abbild der Realität

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.