Kaufvertrag für Eigentumswohnung, Fragen

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  • Hallo Leute!


    Sind gerade dabei eine ETW zu kaufen und haben den Kaufvertragsentwurf vom Notar erhalten.


    Auf was muss man den besonders achten als Käufer (was sollte rein, was möglichst raus), vor allem bei den Regelungen zu Sachmängeln und der Eigentümergemeinschaft --> da steht zB bzgl. des Hausgeldes drin, dass der Käufer unter bestimmten Voraussetzungen für rückständige Verpflichtungen des Verkäufers haftet :confused:
    Was könnte denn damit gemein sein??


    Vielleicht kennt sich ja jemand aus. Danke!!


    Gruß
    Gibo

  • Das sind eigentlich "Standard-Verträge"


    Sowas wie "Haftung für Schulden des Vorbesitzers" hab ich noch nie gehört. Tztztz, wenn, dann ist das IMHO Abzockerei. Die Verpflichtung zur Zahlung des Hausgeldes geht mit Eigentumserwerb auf dich über und enthält keine Verpflichtungen des Vorgängers. Genauso wenig wie unbezahlte Stromrechnungen etc. Welche Voraussetzungen sollen das sein?


    Was hat die Eigentümergemeinschaft mit dem Kaufvertrag zu tun?


    Ich weiss ja nicht, ob das alles drinsteht, aber für mich klingt das irgendwie unseriös?

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  • Zitat

    Original geschrieben von herby
    Man verpflichtet sich mit dieser Klausel z. B. vom Verkäufer nicht bezahlte Rücklagen für die Instandhaltung des Objekts zu zahlen, aber man kann sich ja auch erkundigen, ob alles OK ist.


    Ist es nicht so, dass der Verwalter einer WEG dem Kaufvertrag zustimmen muß? In diesem Fall könnte er seine Zustimmung davon abhängig machen, dass aus dem Kaufpreis zunächst die Verbindlichkeiten des Verkäufers gegenüber der WEG beglichen werden, zur Not durch Abtretung eines Teils des Kaupreises.


    Wichtig ist auf jeden Fall, dass man als Käufer sich die Protokolle und Beschlüsse der WEG zu Gemüte führt und prüft, ob da nicht irgendwo schon Beschlüsse gefaßt wurden, welche aber erst später ausgeführt werden.


    Weiterhin wäre es gut zu wissen, über welche Rücklagen die WEG verfügt, falls mal was am Gemeinschaftsobjekt instandgesetzt werden muß. Auch ist zu prüfen, wie in Versammlungen abgestimmt wird, nach Köpfen oder nach Anteilen.


    Gleiches gilt für mögliche Anliegerbeiträge der Komunen. Auch hier wäre das Einholen einer Info bei der Stadt nicht verkehrt, denn wenn beispielsweise die Asphaltierung der Straße oder die Neuplattierung des Wegs incl. Laternen etc. geplant ist, muß man als Käufer zahlen.


    Es gibt noch viele viele Punkte, die zu beachten wären, aber ich glaube die wichtigsten (und im Zweifel teuersten) habe ich genannt.


    Gruß Rainer

  • :top:


  • Gern geschehen,


    Gruß Rainer

  • Naja, das Hausgeld geht ja nicht voll in die Eigentümergemeinschaft. Der Verwalter bezahlt davon die laufenden Kosten wie Hausmeister, Putzfrau, Gebühren etc. Im Endeffekt gehen ja nur die Rücklagen an die Eigentümergemeinschaft. Wir haben im Moment in unserer Anlage über eine Million. Ich muss davon jeden Monat 50€ einbezahlen, ist zwar IMHo ein bissl viel, aber man muss sonst nix drauflegen, wenn mal für 100.000 € die Fassade gemacht wird. Ich hab einen Kollegen, der muss kaum was in die Rücklagen zahlen, dafür kommen die aber bei dem wegen jedem Pups angeschissen und wollen extra.

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