Jetzt sollen die Lehrer auch noch allmächtig werden...

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  • Moin,


    der Bremer Senat prüft derzeit, ob man die Entscheidung, auf welche weiterführende Schule die Kinder nach der sechsten Klasse geschickt werden sollen, nicht besser per Gesetz den Lehrern zuweisen und den Eltern diese Entscheidungsbefugnis entziehen sollte. Eltern hätten dann nur noch die Möglichkeit über ein Widerspruchsverfahren.


    Oh Gott! :eek: Wenn ich mir vorstelle, wie überfordert mein ehemaliger Nachbar (war Lehrer) schon mit der Entscheidung war, welches Hemd zu welcher Hose passt und ob er mit dem linken Zeigefinger vielleicht bessere Ergebnisse beim Popeln erzielt als mit dem rechten, möchte ich nicht gerne, dass solche lustlosen Kurzarbeiter im Staatsdienst über Wohl und Wehe meiner Kinder zu entscheiden haben. :(


    Ein gutes, rein willkürlich ausgedachtes Beispiel (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen entspringen wahrscheinlich eurem exzessiven Drogenkonsum):


    Ein kleiner Junge Anfang der Achtziger hatte den Lehrern zuwiderlaufende Auffassungen über die Priorisierung von "Lernen" und "Fun haben".
    Daher widmete er ersterem gerade so viel Energie, dass er nicht von der Schule flog, woraufhin ihn die hervorragend geschulten Pädagogen seines Bildungstempels anscheinend für ein bisschen doof hielten und seinen Eltern die weitere Ausbildung auf einer Hauptschule anempfahlen.
    Die Eltern mochten jedoch nicht so recht an die geistige Inferiorität ihres Sprösslings glauben und schickten ihn zumindest auf die Realschule.
    Dort tat er dann ebenfalls eben gerade so viel, dass er den erweiterten Abschluss erzielte, was ihn seinem Endziel (Dauerstudium mit direkt anschließender Frühverrentung) wieder einen Schritt näher brachte.


    Nach erfolgreichem Abschluss besuchte der mittlerweile schon etwas größere Junge ein Fachgymnasium wo er immerhin mit einem passablen Ergebnis (man will den Eltern ja auch mal ein bisschen zeigen, dass ihr Wagemut nicht völlig irrational war und spendiert halt eine "2" vor dem Komma...) die Allgemeine Hochschulreife erlangte.


    Nach kurzem Abstecher in die erheiternden Gefilde der bewaffneten Pfadfindervereinigung mit den "Y"-Kennzeichen, ging es nun also ans Studieren und unser jugendlicher Held wählte einen Studiengang, der seinen angeborenen Talenten dahingehend entgegen kam, dass er sich berechtigte Hoffnungen machen konnte, ohne großen Aufwand in Besitz eines akademischen Grades zu kommen, mit dem man auf späteren Klassentreffen zumindest einen Teil der weiblichen Teilnehmer gefügig machen könnte.
    Nach einigen Jahren heiteren Studierens (wer ist eigentlich auf diesen Blödsinn mit der Regelstudienzeit gekommen :confused: ) wurde es auf der Uni ein wenig eintönig und der ursprüngliche Plan mit dem direkten Übergang in die Frühverrentung wurde zugunsten einer Laufbahn in der freien wirtschaft aufgegeben, so dass nach einem glatten "2"er Abschluss nun der Weg in ein trockenes, ausreichend beheiztes Büro mit Internetzugang offenstand.
    Der Weg zur Mitgliedschaft im BMW-Treff wartete dann nur noch auf die entsprechende Idee des Herrn Jochen Schröder...


    Voila! So ist aus ihm also ein aufrechtes, reichlich Sozialbeiträge und Krankenkassen abführendes Mitglied der Gesellschaft geworden.


    Wenn es nach den damaligen Lehrern gegangen wäre, würde er wahrscheinlich heute mit dem Mindestlohn an einem Fließband sitzen und Sardinen die Augen zudrücken, bevor sich die Dose schließt.


    Es gibt sicherlich auch Beispiele, in denen die Eltern ihre Kinder aus verschiedenen Gründen überschätzen, aber diese geplante Entmündigung kann ja wohl kaum eine Lösung sein und wird hoffentlich nie Realität, damit sich nicht auch noch andere Bundesländer daran ein Beispiel nehmen mögen... :rolleyes:


    Gruß,
    Heino

    Wenn man anne Decke guckt, kann man ganz schlecht schlucken...

  • Zitat

    Original geschrieben von 520iTouring
    Moin,


    der Bremer Senat prüft derzeit, ob man die Entscheidung, auf welche weiterführende Schule die Kinder nach der sechsten Klasse geschickt werden sollen, nicht besser per Gesetz den Lehrern zuweisen und den Eltern diese Entscheidungsbefugnis entziehen sollte. Eltern hätten dann nur noch die Möglichkeit über ein Widerspruchsverfahren.


    Na, das ist ja wieder mal eine absolute Frechheit!
    :flop: :flop: :flop: :flop:


    Ein weiterer Schritt in die Zwei-Klassen-Gesellschaft: Wer es sich leisten kann, schickt seine Sprösslinge eben auf ein privates Gymnasium, der Rest ist von der Entscheidung des Lehrers abhängig. :mad:


    Gruss
    Andreas

  • Guten Morgen!


    Tja lieber Heino, so gerne ich deine Kurzbiografie gerade gelesen habe, wundert es dich denn, dass solche Vorschläge auf den Tisch kommen? Man darf nicht entscheiden, wo man sich krankenversichern soll, man soll nicht mehr seinen Urlaub da machen dürfen wo man möchte, man soll nur noch Konsumgüter aus der Region beziehen, wo man derzeit wohnt... alles wird reguliert und wer reguliert am besten? Natürlich unsere Staatsdiener. So ist es doch nur logisch, dass nun auch der Werdegang unserer (deiner real existierender, meiner bislang hypothetischen) Sprösslinge nun auch staatlich reguliert wird, unter dem Deckmantel der "Sozialen Gerechtigkeit" findet man dafür bestimmt ne breite Zustimmung, man muss es nur passend verkaufen. Wer sich einen Sozialismus wünscht, der muss die Suppe nunmal auch auslöffeln, mit all seinen Konsequenzen.


    Gruss
    Hendrik

    Seit der Erfindung des Commodore C64 starben mehr Menschen beim Bingo als bei Killerspielen. - Fakten, die man kennen sollte.

  • Hallo Heino,
    Du scheinst den Jochen ja schon genau zu kennen..
    Ich hoffe Du hast gerade Kaffeepause , oder wann schreibst Du solch nette Texte, nachdem Du den "Panorama"-teil der örtlichen Presse gelesen hast.

  • @MiBu
    :confused: :confused: :confused: *kopfkratz*


    Gruß,
    Heino

    Wenn man anne Decke guckt, kann man ganz schlecht schlucken...

  • :confused: *mitkratz*


    Hendrik

    Seit der Erfindung des Commodore C64 starben mehr Menschen beim Bingo als bei Killerspielen. - Fakten, die man kennen sollte.

  • .......t´schuldigung.....
    hab was falsch verstanden......das war ja gar nicht der Lebenslauf von Jochen...


    Was sagt eigentlich Dein Geldgeber über Deine eigenartige "Arbeitskleidung", hast Du auch Publikumsverkehr....räusper....äh.... oder mußt Du so "in Leder" bekleidet rumsitzen und nette Fragen von Hausfrauen mit "Stöhnen" beantwoten?
    In der Signatur fehlt noch Deine 190er Durchwahl... ;)

  • @MiBu
    Kann ja mal vorkommen...


    Ich habe ein Einzelbüro, aber seit ich meine Kleidung umgestellt habe kommt es hier vor meinem verglasten Büro regelmäßig zu massiven Behinderungen und Unfällen im Straßenverkehr. Was aber am meisten nervt sind die dauernden Fotografen. :rolleyes: ;)


    Naja - egal. Jetzt aber wieder BTT...


    Gruß,
    Heino

    Wenn man anne Decke guckt, kann man ganz schlecht schlucken...

  • *Thread nach oben schieb*


    Das kann nicht sein, dass das hier keinen interessiert! Los, sagt was dazu. Anstatt sich in Deutschland den international erfolgreichen Schulsystemen anzupassen, galoppiert man hier wieder auf einem Sonderweg. Ich spreche übrigens, ebenso wie Heino, vielen Lehrern die Kompetenz ab, die "Eignung" eines Kindes für ein bestimmtes Schulsystem zu bemessen.


    Was soll dieser Vorstoß eigentlich bringen? Will man den Eltern noch weiter das Gefühl geben, sie bräuchten sich in keinster Weise um ihre Kinder zu kümmern? Auf der anderen Seite whinen die Lehrer doch, dass ihnen immer mehr Erziehungsaufgaben aufgebürdet würden.


    Vermutlich soll es nur dazu dienen, das "Vorzeigeprojekt" Gesamtschule mit Schülern zu speisen, die dort sonst niemals hingewollt hätten. :rolleyes:


    Los nu!
    Hendrik

    Seit der Erfindung des Commodore C64 starben mehr Menschen beim Bingo als bei Killerspielen. - Fakten, die man kennen sollte.

  • Wie überall findet man auch bei den Lehrern Gute und weniger Gute. Wenn man die Ausbildung der eigenen Kinder aktiv und kritisch mitverfolgt, so lässt sich allein anhand der Noten ablesen, mit welchem "Kaliber" es die Kinder in welchem Fach zu tun haben. Es gibt einfach Exemplare, die mit der Erziehung/Ausbildung/Förderung von jungen Menschen überfordert sind. Nicht vergessen darf man auch, dass es zwischen Lehrern und Schülern Sympathie und Antipathie gibt. Ich darf gar nicht daran denken, was passieren würde, wenn die Zukunft meines Sohnes von einem verknöcherten, in seinen Ansichten durch falsche Berufswahl geprägten und insgesamt überforderten "Leh(e)rkörpers" abhängen würde.
    Zum Glück werden wir im nächsten Sommer sehr wohl ein Wörtchen bei der Schulformwahl unseres Sohnes mitreden dürfen.
    Ich hoffe, dass dies auch in Bremen zukünftig möglich sein wird.


    Viele Grüße,
    Didi

  • hio


    520 I Touring: ok es wäre auch meiner Meinung nach Falsch den Lehern zu sagen, dass sie entscheiden müssen, wo wer hingeht!


    Dennoch sind deine äußereungen bezüglich der Arbetiszeit und Moral echt billig! Ich glabe Leher gehöhren zu den Zeitaufwendigsten Berufen überhaupt! Ok im durchschnitt haben sie nut 5 -6 Stunden in der schule zu sein, wenn du allerdings mal alleine pro unterrichtsstunde 30 min vorbereitung nimmst und pro tag 1 stunde korrektur zeit, hast du wohl locker die Arbeitszeit eines durchschnittarbeiters erreicht!
    Naja bei uns in der oberstufe schreiben wir 4-6 stündige Klausuren! eine Klausur nachzuguken dauert ca 3 stunden! ( selbst ein bio leher muss alle rechtschreibfehler ankreuzen ect..) 10 Siten sind durchschnitt!) wenn du von diesen arbeiten jetzt 25 stück hast, kannst du jeden abend von 21-24 Uhr am schreibtsich sitzen! bei einem kurs von 25 leuten sind das genau 25 abende, wo du nichts aberes machen kannst! ja und glaube mal nicht, dass ein leher nur ein soeine arbeit hat! verteilst du diese 25 arbeiten auf arbeitstage, hast du eben 5 wochen oder 1+1/4 Moante mit diesem einen satz zu tun!
    Natürlich kann man auf der grundschule eine arbeit in ca 10 min achgucken, dafür verdienen die aber auch recht wenig!
    mein cousin ist Hauptschulleher...was da abgeht!? da ist glaube ich jeder studierte beruf angenehmer! ( der hat mir sachen erzählt...nur mal ein beisiel, was euch aufregen würde! an seinem Auto wurde JEDES blechteil min einmal ausgewechselt!!! ( in 2 jahren...)
    naja dazu kommen harmlose sachen, wie 5 leute in der klasse, die kein geld für einen stift oder papier haben! da muss der leher dann nachmittags die eltern besuchen und stellt fest, das die kin wort deutsch verstehen! die kinder schlafen zu zweit auf der essbank in der küche ect! daher muss jetzt er von seinem privaten geghalt ihm schulsachen kaufen! die ausländer machen da soeinen scheiß! die hauen alles kaputt schlagen leher zusammen ect. und bekommen keine strafe! die eltern wissen selbst im gerichtssaal nicht, was ihre kinder angestellt haben!


    bei uns in der region wurde ein fall mal etwas bekannter, als ein lehrer von zwei 17 jährigen zusammengeschlagen wurde, weil er sie vorher bei der ushaltestelle darauf aufmerksam gemacht hat, dass sie sich bitte ordentlich benehmen sollen!? naja die typen sind IMMER NOCH AUF DER SCHULE!!!?? die bekomen nicht mal einen schulverweis!??? :confused:


    sorry soein job ist doch wirklich nicht so leicht, wie viele das meinen! aber genau wie beamten ect. ist es leicht dagegen eine schöne hezkampange zu starten, genau wie hitler es bei den juden gemacht hat! schröder hat gesagt die lehrer sind faule säcke und ziehem den staat das geld aus der tasche...das fanden alle ganz toll!... endlich mal einer der sich traut die wahrheit zu sagen... die versuchen sich ( anscheinend erfogreich) immer mal gruppen rauszusuchen, die angeblich für die misere verantwortlich sind! ( meistens leher oder beamte... gibts nicht viele von und mit beiden gruppen hat JEDER mensch mal negative erfahrungen gemacht, weil ja jeder mensch zur schule muss! eben das ideale opfer!) naja gleichzeitig erhöhen diese politiker ( auch meister schröder der penner) ihre diäten!!!!??? aber da sagt keiner was... achja...politier können mit 55 in rente gehen.... über leher die mit 60 aufhöhren wird nur gelästert! wenn ich mir die verhähltnisse vorallendingen an hauptschulen ansehe, kann ich das aber eher verstehen, als wenn ein politiker mit 55 in rente gehen muss...!?

  • Ein Grund mehr auszuwandern und keine Steuern mehr zu zahlen... :p

    Members of Catholic Church: 1 billion , founded in 1st century
    Users of Facebook 0.6 billion: founded 2004

  • Hallo


    Situation in NS (Niedersachsen, nicht was ihr denkt):


    Nach der Grundschule (4 Jahre wie überall) folgen 2 Jahre Orientierungsstufe, und dann die 7. Klasse aufgesplittet in Gymansium, Realschule und Hauptschule. Es gibt am Ende der 6. Klasse ein Empfehlung, wie in Bremen. Diese Empfehlung ist für die Eltern eigentlich nicht bindend. Wieseo schreibe ich "eigentlich"? Nunja, Fakt ist das man mit einer Realschulempfehlung das Kind auf jede staatliche Schule schicken kann, auch Gymnasium, die besseren privaten oder kirchlichen Gymnasien bei einer Realschulempfehlung aber die Rolläden runterlassen, sie müssen keinen nehmen, und dann werden solche Unterlagen durchaus relevant. Meine Schwester hatte "nur" eine Realschulempfehlung und meine Eltern haben sich daran gehalten, meine Schwester hat einen hervorragenden Ralschulabschluß gemacht und danach auf das Gymnasium gewechselt. Es gibt in Osnabrück extra Klassen für Realschulaufsteiger, die nach der Mittleren Reife auch das Abitur haben wollen. Daher ist dieses System wie es in Bremen angedacht wird gar nicht so starr wie es scheint. Es steht jedem Frei sich zu bewähren und dann noch nachzulegen.


    Mein Vater hat nach Volksschule und höherer Handelsschule auch sein Abitur welches er zum Medizinstudium benötigte über den zweiten Bildungsweg nachgeholt. War damals noch nicht so einfach wie heute, eigentlich war das nicht vorgesehen. Man konnte sich aber z.B. bei der Kirche melden das man sich zum Priesteramt berufen fühlt (für das notwedige Theologiestudium braucht man auch Abitur) und dann gab es einen Internatsplatz, in dem man dann den Abschluß erwerben konnte. Die meisten haben allerdings danach kein Theologiestudium angefangen ;)


    Also: Wer mal etwas quer denkt kommt auch mit solchen Systemen zurecht...


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • @ 318i Cabrio


    Hallo,


    Du must mit Deinen Lehrern aber mal schimpfen.


    Dein Thread in der Rechtschreibprüfung. ;)


    MfG
    Ernst


    http://klotz2.bei.t-online.de/word.jpg

    Erdöl ist eine unangenehme Absonderung der Erde, eine klebrige Flüssigkeit, die stinkt und in keiner Weise verwendet werden kann.
    Akademie der Wissenschaften, Sankt Petersburg 1806

  • Die Grundidee ist gar nicht so schlecht, nur leider für die Praxis total unbrauchbar. Leider ist es momentan so, dass Eltern (die ja nur das Beste für ihr Kind wollen) meinen, eine vernünftige Schulbildung bekommt ihr Kind nur im Gymnasium. Die Frage ob ihr Kind diesem Leistungsstandard gerecht werden kann wir da gar nicht gestellt. Also siehts momentan so aus, das die meisten Kinder aufs Gymnasium geschickt werden und viele die den Leistungsdruck nicht aushalten psychische Probleme kriegen. Dafür sammeln sich an den Haupt- und Realschulen die Kinder bei denen sogar die Eltern wissen, dass da mit Gymnasium nix mehr läuft. Diese Schulformen (die früher sehr populär waren) sind dadurch Heute leider zu besseren Sonderschulen degradiert worden.
    Die einzige Alternative ist von der Grundidee nur die Gesamtschule, wenn hier das Niveau (das nicht bei allen Gesamtschulen so schlecht ist wie ihr Ruf) angehoben wird, bräuchten wir die anderen Schulformen gar nicht mehr.


    mfg
    Claas

  • 318 I Cabrio
    Ich habe auf Anraten meines Augenarztes dein Posting nur überflogen, aber ich glaube, du hast da in einigen Punkten etwas zu romantische Vorstellungen.


    Mag sein, dass Schüler mit deiner orthografischen Komplettlähmung die jeweiligen Lehrer ein bisschen mehr Zeit und Geduld kosten mögen, aber aus der Erfahrung mit Lehrern heraus, die ich in den letzten Jahren machen durfte, spulen die in der Regel ihr einmal kreiertes Programm jahrzehntelang ab - da ist von Vorbereitungsaufwand nicht mehr viel zu spüren.


    Die Lehrer die ich kenne, treiben da jedenfalls keinen allzu großen Aufwand...


    Dann noch die Summe an Ferientagen, die diese Profi-Jammerer nachgeworfen kriegen... Addiert man noch die "freien" Tage für Praktikumszeiten, an denen Herr oder Frau Lehrer(in) durch die Gegend gondelt und sich gelangweilt bei den Firmen erkundigt, ob der werktätige Nachwuchs denn auch schön brav mitmacht und diverse Klassenfahrten und Exkursionen dazu, dann wundert es mich, dass die überhaupt noch den Weg in die Schule finden. :rolleyes:
    Und dann jammerte mir mein ehemaliger Nachbar auch noch die Ohren voll, dass die Zeit zwischen den Ferien immer so lang ist... :mad:


    Das mit den Wahnsinnszeiten für die Korrektur von Arbeiten konnte ich bei dem jedenfalls nie feststellen - der hat eigentlich Tag und Nacht im Garten gelegen oder war wochenlang im Urlaub.


    Das geilste war aber, als er sich tatsächlich mal beschwerte, dass man als Lehrer logischerweise immer nur in der Hauptsaison verreisen kann und somit der Urlaub teurer ist - als ich sagte, dass dies mit schulpflichtigen Kindern ähnlich ist, aber man dafür als arbeitender Mensch auch nur insgesamt 6 Wochen im ganzen Jahr zur Verfügung hat, anstatt auch noch Herbst-, Winter-, Oster- und sonstige Ferien verprassen zu können, hat er mich nur doof angeguckt und das Thema nie wieder angesprochen.


    Zu deinem Vergleich mit der Hetzkampagne von Hitler gegen die Juden kann ich nur sagen:


    "Lass dir mal die Fäkalien, die offensichtlich dein neuronales Netz verkleben, abpumpen - dann erzählst du vielleicht einen nicht ganz so stupiden Schwachsinn wie diesen Vergleich."


    Gruß,
    Heino


    Edit: Mir ist auch klar, dass es auch engagierte Lehrer gibt, die ihren Job ernst nehmen und entsprechend gut zu machen versuchen. Ich meine aber, dass der Prozentsatz der "Nieten" in diesem Job erschreckend hoch ist, und da man diese Penner noch nicht einmal feuern kann, weil sie unverständlicherweise immer noch verbeamtet werden (nein, Jan Henning - die Diskussion hatten wir schon... ;)), wird man den Ausschuss noch nicht einmal los.

    Wenn man anne Decke guckt, kann man ganz schlecht schlucken...

  • Zitat

    Original geschrieben von 318 I Cabrio

    Naja bei uns in der oberstufe schreiben wir 4-6 stündige Klausuren! eine Klausur nachzuguken dauert ca 3 stunden! ( selbst ein bio leher muss alle rechtschreibfehler ankreuzen ect..) 10 Siten sind durchschnitt!)


    Hihii, für deine Arbeit nimmt er sich aber bestimmt nen Wochenende Zeit :D :D
    SCNR


    so, BTT: Ich glaube, Heino denkt etwas weiter als nur an die reine Arbeitszeit in der Schule und zuhause. Wenn man dazu veranlagt ist, ist so ein Lehrerberuf garnicht schlecht. Man studiert bis man 30 ist, arbeitet sich dann ein und mit 45 denkt man schon an Vorruhestand, der dann mit 52 endlich erreicht ist. Ich hab sowas im Bekanntenkreis und in der entfernten Familie, ich weiss wie das läuft. Sicher gibt es auch andere (gottlob) aber die Drückeberger nehmen auch nen odentlichen Stellenwert ein.
    Nur: Wie soll jemand, der 99,9% unmotiviert seinen Unterricht abspult und den Kindern und Jugendlichen minütlich das Gefühl gibt, dass ihn das alles nur noch ank*tzt, souverän über deren Zukunft entscheiden können?


    Wenn ich an den "Service" in der Schule denke, graust es mir heute noch. An der Uni sieht es ganz anders aus, da kann man einfach beim Prof ins Büro rennen und mit ihm über Gott, die Welt und seine beruflichen Aussichten sprechen... sowas hätte ich mir oft von den Lehrern auch gewünscht. Die ließen Leute LKs wählen, in denen sie nur versagen konnten. Kaum ein Lehrer hatte die Courage und hat mit den Schülern und den Eltern! darüber gesprochen... ist ja auch viel zu viel Aufwand....


    Soviel dazu
    Hendrik


    Edit: Ernst der war herrlich!!! *schenkelklopf*

    Seit der Erfindung des Commodore C64 starben mehr Menschen beim Bingo als bei Killerspielen. - Fakten, die man kennen sollte.

  • Hallo


    Wenn es nach mir ginge (viele danken dem Herrn auf Knien das es nicht nach mir geht), dann würde nach der 4. Klasse (oder nach der 6. Klasse, da lasse ich mit mir verhandelt) eine strenge Rangliste geben, errechnet nach den Zeugnisnoten.


    Die Besten kämen auf das Gymnasium, solange bis alle Gymnasialplätze belegt sind, die nächsten auf die Realschule, bis auch dort alle Plätze belegt sind, und die folgende Gruppe auf die Hauptschule, die letzten dann auf Sonderbildungseinrichtungen, die die Hauptschulen von den Problemfällen entlasten und sich nur auf die Grundfertigkeiten konzentrieren: Richtig Schreiben und Lesen zu lernen und die 4 Grundrechenarten zu beherrschen. Fremdsprachen und anderer Klimbim ist da überflüssig.


    Reformieren ließe sich sonst noch viel:


    - Bundesweit in allen Ländern Zentralabitur.


    - Einschränkung der Wahlmöglichkeiten (Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache zwingend als Prüfungsfach)


    - Aufwertung der Haupt- und Realschulen durch zentralisierte Abschlußprüfungen.


    etc.. pp


    Aber ich hab da wenig Hoffnung....


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Jan Henning
    Die letzten drei Vorschläge würde ich so auch unterstützen; den ersten Vorschlag halte ich persönlich aber für den größten Blödsinn, den ich in diesem Zusammenhang je gehört/gelesen habe.


    Etwas so komplexes wie die Entwicklung von Kindern lässt sich wohl kaum in ein so starres Korsett pressen. Es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass der eine sich früher auf seine Leistungsfähigkeit besinnt und der andere später.


    Die Eltern sollten dies am besten beurteilen können und das Argument, dass überehrgeizige Eltern ihre Kinder auf Schulen mit zu hohen Anforderungen schicken, halte ich auch für nicht schlüssig - dann prügeln sie nach deinem Konzept eben ihre Sprösslinge mit Nachhilfe, Drohungen, Liebes- und Taschengeldentzug durch den zweiten Bildungsweg (den ich übrigens ganz zwanglos beschritten habe - meine Eltern wären genauso froh gewesen, wenn ich ein Handwerk oder sonstwas gelernt hätte...) - und wenn gar nichts mehr ginge, würden sie vielleicht sogar erwägen, dem Nachwuchs das Handy wegzunehmen :eek: :eek: spätestens dann dürfte der durchschnittliche Jugendliche zum Musterschüler werden... :D


    Gruß,
    Heino

    Wenn man anne Decke guckt, kann man ganz schlecht schlucken...

  • Zitat

    Original geschrieben von Claas
    Die Grundidee ist gar nicht so schlecht, nur leider für die Praxis total unbrauchbar. Leider ist es momentan so, dass Eltern (die ja nur das Beste für ihr Kind wollen) meinen, eine vernünftige Schulbildung bekommt ihr Kind nur im Gymnasium. Die Frage ob ihr Kind diesem Leistungsstandard gerecht werden kann wir da gar nicht gestellt. Also siehts momentan so aus, das die meisten Kinder aufs Gymnasium geschickt werden und viele die den Leistungsdruck nicht aushalten psychische Probleme kriegen. Dafür sammeln sich an den Haupt- und Realschulen die Kinder bei denen sogar die Eltern wissen, dass da mit Gymnasium nix mehr läuft. Diese Schulformen (die früher sehr populär waren) sind dadurch Heute leider zu besseren Sonderschulen degradiert worden.
    Die einzige Alternative ist von der Grundidee nur die Gesamtschule, wenn hier das Niveau (das nicht bei allen Gesamtschulen so schlecht ist wie ihr Ruf) angehoben wird, bräuchten wir die anderen Schulformen gar nicht mehr.


    Das ist doch gar nicht das Problem. Es geht hier doch darum, dass zukünftig ausschließlich die oder der Lehrer die Wahl der weiterführenden Schulform bestimmen soll. Die von dir angesprochene Überforderung der Kinder sind absolute Ausnahmen. In meiner Mannschaft sind 18 Kinder (11-13 Jahre alt). Die meisten sind inzwischen im ersten Jahr nach der OS. Hierunter befindet sich keiner, für den die Schulwahl ein Fehler war. Es sind aber drei dabei, wo die Wahl von der Empfehlung abweicht. Wenn es ausschließlich nach den Lehrern ginge, würden fast alle Mädchen (bis zur 6.Klasse immer lieb und nett) höhere Empfehlungen bekommen als die Jungen (die durch ihr Verhalten, und nicht durch ihre Leistungen auch mal negativ auffallen).
    Ich hatte vor Kurzem Gelegenheit mit dem Schulleiter unserer OS ein längeres Gespräch zu führen. Dieser hat mir bestätigt, dass die Empfehlungen vieler seiner Kollegen aus dem Bauch heraus erfolgen. Gerade die Jungen kommen hierbei sehr schlecht weg, da diese erst in späteren Jahren erkennen, dass nicht die eigene Intelligenz, sondern vielmehr der angepasste Arbeitsstil für gute Noten verantwortlich ist.
    Die einleitende Geschichte von Heino verdeutlich dies in anschaulicher Weise.


    Viele Grüße,
    Didi