Meine Aktien....

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  • Denken wir mal lange zurück - so in Richtung Mitte der 90er Jahre.


    Da gab es am Beispiel München auch mal ein lokales Maximum in der Preiskurve über der Zeit, von dem aus es dann mal ca. 10% abwärts ging.


    In der langfristigen Entwicklung seit damals (erst seitwärts, später steil nach oben) ist dieser damalige kurzzeitige Preisrückgang praktisch nicht spürbar.


    Ende der 90er Jahre lagen die Zinsen für 10jährige Immo-Kredite irgendwo um 5%. Und das galt damals - im langjährigen Vergleich - noch als vergleichsweise günstig. (Während die Immo-Preise in München eigentlich zu jedem Zeitpunkt im bundesweiten Vergleich als vergleichsweise überteuert galten).


    Damals konnte sich allerdings auch keiner vorstellen, daß es irgendwann mal eine Zeit geben würde mit Null-Zinsen.


    Warten wir mal ab, was wir so in 10 Jahren über das heutige Preis- und Zinsniveau für Immos sagen werden.

  • Warten wir mal ab, was wir so in 10 Jahren über das heutige Preis- und Zinsniveau für Immos sagen werden.

    Exakt! Wir haben völlig normale Zinsen. Ich habe auch gerade erst für 4,98% eine Modernisierung einer Wohnung finanziert. Können manche nicht verstehen. Ich schlafe damit aber völlig ruhig.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Früher hat man aber auch mehr Zinsen für sein Sparguthaben bekommen. Da hinkt es noch gewaltig.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Das stimmt natürlich. Beim Anpassen von Sparzinsen nach oben lassen sich Banken immer viel Zeit.


    Wenn man sich allerdings anschaut, wie viele Leute ihr Geld heute in ETF-Sparpläne stecken statt ein Sparkonto zu füllen, dürfte die Bedeutung klassischer Sparkonten ohnehin nur noch überschaubar sein.

  • Und da werden selbst in München regelmäßig bei gebrauchten Immos 5 - 10% nachgelassen, was es zu Zeiten des Niedrigzinses nicht in der Menge gab

    Ob das nun in einem eh recht überhitzen Markt eine markante Kenngröße ist wage ich zu bezweifeln. Man darf ja nicht das große Glück der vergangenen Jahre mit der Realität schlechtreden. Nicht alles womit man rechnet ist immer zu erzielen.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Das bisherige Mietmodell basierte darauf, dass man sich zu etwa 1 % finanzieren konnte, so dass man auch mit niedriger Mietrendite von z.B. 4 % noch Geld verdient hatte.


    Dieses Modell ist vorerst geplatzt.


    Ich brauche mir nur die Kurse der großen Immobilienfirmen anzugucken (und deren Anleihenkurse), dann weiß ich, dass vorerst schwierige Zeiten bei Vermietimmobilien herrschen.


    Sicherlich gibt es Wohnungsmangel vor allem in den Großstädten, auch durch den hohen Zuzug.


    Aber: die Politik spricht immer von bezahlbarem Wohnraum, also niedrigen Mietpreisen - nicht vom Geld verdienen.

    Grüße Peter

  • Das bisherige Mietmodell basierte darauf, dass man sich zu etwa 1 % finanzieren konnte

    Wie hat denn das vor 15-25 Jahren funktioniert, als wir noch deutlich höhere Zinsen hatten?

    When nothing goes right, go left :top:

  • Die Kaufpreise hatten einen wesentlich niedrigeren Vervielfältiger.


    Bei einem risikolosen Zins von z.B. 3 % müssen sich andere Anlageformen wesentlich stärker rentieren als bei einem risikolosen Nullzins.

    Grüße Peter

  • Das bisherige Mietmodell basierte darauf, dass man sich zu etwa 1 % finanzieren konnte, so dass man auch mit niedriger Mietrendite von z.B. 4 % noch Geld verdient hatte.

    Du hast Recht, aber ich glaube dieses Modell funktioniert seit Jahren nicht mehr. Wegen der Verdoppelung der Preise in den letzten 10 Jahren (wobei die letzten 2-3 Jahre ja schon stabil sind) konnte man kaum Rendite machen.


    Nach wie vor ist es so, dass die Mietrendite egal ist, bei gestandenen Unternehmen ist heute rein die Frage ob die Mieten die Baukosten und Zinsen decken und ob die Inflation hoch genug ist.

    Bei allen Immoinvestitionen der letzten 20 Jahre haben Kaufpreissteigerung und/oder Inflation entschieden ob du Plus machst oder nicht.


    Ich brauche mir nur die Kurse der großen Immobilienfirmen anzugucken (und deren Anleihenkurse), dann weiß ich, dass vorerst schwierige Zeiten bei Vermietimmobilien herrschen.

    Das sind ja auch wilde Firmen....wie oft haben wir hier diskutiert wie gut Makler und Immoverwalter so sind....jetzt macht man eine Firma mit Maklern und Immoverwaltung als Kernangestellte und wundert sich das die pleite gehen.


    die Politik spricht

    Interessanter Punkt.

    ICH glaube das Thema ist die Inflation. Die aktuelle Inflation ist doch das was die Politik will:

    - Energie wird zu teuer -> weniger CO2

    - Arbeitsmarktkrisen -> endlich wieder einfache Politik

    - hohe Steuereinnahmen -> keine blöden Fragen zu Budgets

    - Real fallende Mieten -> billigerer Wohnraum!

    - Abbau von Unterschieden in Europa -> klare sozialistische Politik

    - Zu viel Geld auf Sparkonten -> schmilzt...


    Der Doppelwumms ist doch auch genau das, sprich Inflation befeuern. Die paar Prozent Zins sind also egal.


    Die Kaufpreise hatten einen wesentlich niedrigeren Vervielfältiger.

    Ich glaube eher das war zu sehr großen Teilen eher durch Eigenkapital gedeckt. Das ist ja auch das Problem oben, im Grunde gab es auch einfach zu viel Geld. Wenn rund 1/4 der Deutschen dem Sohn und der Tochter aus der Portokasse ne Wohnung kaufen konnte war das für den Markt nicht gut. Das hat brutal die Preise getrieben, nicht nur die billige Finanzierung.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Früher hat man aber auch mehr Zinsen für sein Sparguthaben bekommen. Da hinkt es noch gewaltig.


    Real aber auch nicht immer, siehe die Grafik in diesem Artikel: https://www.bundesbank.de/de/a…in-neues-phaenomen-664008


    Wie hat denn das vor 15-25 Jahren funktioniert, als wir noch deutlich höhere Zinsen hatten?


    Einen Aspekt hat Miracoli schon gemannt. Der zweite sind die deutlich gestiegenen Kosten, unter anderem durch neue Auflagen.

  • Ist es nicht so, dass beim Rueckblick uber die letzten 10 - 15 Jahre bei einem Privatinvestor in guter Lage die Rendite durch die Mieteinnahmen fast voellig zu vernachlaessigen ist im Vergleich zum Wertzuwachs. Es wird immer rumgejammert, dass man mit den Mieteinnahmen nix verdient, aber wer vor 10 Jahren in Muenchen ne Bude fuer 400.000 Euro gekauft hat, hat jetzt ne Million dastehen, ist doch mit ein bisschen Gewinn aus der Miete kein schlechtes Geschaeft? Denkfehler?

  • Ist es nicht so, dass beim Rueckblick uber die letzten 10 - 15 Jahre bei einem Privatinvestor in guter Lage die Rendite durch die Mieteinnahmen fast voellig zu vernachlaessigen ist im Vergleich zum Wertzuwachs. Es wird immer rumgejammert, dass man mit den Mieteinnahmen nix verdient, aber wer vor 10 Jahren in Muenchen ne Bude fuer 400.000 Euro gekauft hat, hat jetzt ne Million dastehen, ist doch mit ein bisschen Gewinn aus der Miete kein schlechtes Geschaeft? Denkfehler?


    Genau so kann ich mir die Aktienmärkte raussuchen und schauen, wo eine Hausse zu laufen begann und dann sagen, Mensch, da hätte man Aktien haben müssen. Glaskugeln werden hier die wenigsten auf dem Tisch stehen haben.

    Und insbesondere in die Zukunft fortschreiben lässt sich das ja nun auch nicht wirklich. Man hat immer seine Chance und sein Risiko zu tragen.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Genau so kann ich mir die Aktienmärkte raussuchen und schauen, wo eine Hausse zu laufen begann und dann sagen, Mensch, da hätte man Aktien haben müssen. Glaskugeln werden hier die wenigsten auf dem Tisch stehen haben.

    Und insbesondere in die Zukunft fortschreiben lässt sich das ja nun auch nicht wirklich. Man hat immer seine Chance und sein Risiko zu tragen.

    Ist schon klar, dass Zurueckschauen nix bringt und war auch nicht so gemeint. Allerdings abgesehen von denen, die seit 20 Jahren das Platzen der Immobilienblase prognostizieren, ist man bei vernuenftigen Immobilien in guter Lage doch immer auch von einer nicht zu vernachlaessigenden Wertsteigerung ausgegangen.


    Wir ueberlegen auch in absehbarer Zeit etwas in eine Wohnung zu investieren, und ich sehe nicht nur die Miete als einzige Rendite an, sondern auch den Wertzuwachs der Bude.

  • Wir ueberlegen auch in absehbarer Zeit etwas in eine Wohnung zu investieren, und ich sehe nicht nur die Miete als einzige Rendite an, sondern auch den Wertzuwachs der Bude.

    Ich rechne jedes mögliche Invest immer ohne Wertsteigerung und mit überschaubaren Mietsteigerungen.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Oder der AWG-Thread:

    Alles Was Geld bringt ^^

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Der Thread heißt "Meine Aktien" und nicht meine Immos. :D

    Stimmt, eigentlich haette mein Beitrag in den Betonblei thread gehoert, aber ich glaube der erste exkurs u den Immobilien hier kam von Dir.