Meine Aktien....

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  • Kann ja wohl nicht angehen, dass eine Firma 50% des Kapitals nur auf einen einzigen Börsenwert setzt, der auch noch ziemlich dubiös daherkommt.

    Das Problem hier ist das nach oben offene Verlustrisiko bei Leerverkäufen. Bei einem Leerverkauf musst du das Papier zu jedem (!) Preis wieder zurückkaufen, um die Aktie die du verkauft hast ohne sie je besessen zu haben, wieder glatt zu stellen. Wenn du die Aktie beispielsweise zu 10 Euro (leer) verkaufst und sie dann zu 500 Euro zurückkaufen musst, hast du also 490 Euro Miese gemacht, obwohl du ursprünglich nur 10 Euro eingesetzt hattest. Im Fall von GameStop hat halt ein "Investment" von wenigen Prozent des Gesamtkapitals gereicht, um 50 % Verlust zu generieren. Bei Leerverkäufen ist das Gewinnpotential zwar limitiert, das Verlustpotential jedoch nicht.

  • Das Problem hier ist das nach oben offene Verlustrisiko bei Leerverkäufen. Bei einem Leerverkauf musst du das Papier zu jedem (!) Preis wieder zurückkaufen, um die Aktie die du verkauft hast ohne sie je besessen zu haben, wieder glatt zu stellen. Wenn du die Aktie beispielsweise zu 10 Euro (leer) verkaufst und sie dann zu 500 Euro zurückkaufen musst, hast du also 490 Euro Miese gemacht, obwohl du ursprünglich nur 10 Euro eingesetzt hattest. Im Fall von GameStop hat halt ein "Investment" von wenigen Prozent des Gesamtkapitals gereicht, um 50 % Verlust zu generieren. Bei Leerverkäufen ist das Gewinnpotential zwar limitiert, das Verlustpotential jedoch nicht.

    Danke für deine Erläuterungen. Mich interessieren noch paar Dinge dazu. Wie gelangte man an die Info das GameStop leerverkauft wurde und nahte die Rückgabefrist der Papiere weswegen die Hedges unbedingt kaufen mussten? Oder löst ein Kursanstieg automatisch einen Kaufdruck aus.

    BMW M3 CSL

  • Danke für deine Erläuterungen. Mich interessieren noch paar Dinge dazu. Wie gelangte man an die Info das GameStop leerverkauft wurde

    Hör dir den Podcast an.

    Es gibt regelmäßig Veröffentlichungen zu den Short-Positionen. Die sind Stichtagbezogen und können am nächsten Tag schon anders sein.

    Der Termin für die Rückgabe wird nicht veröffentlicht. Meistens sind es Intervalle von 4 Wochen.

    Gamestop war zu 120% überzeichnet! Es wurden also 120% der handelbaren Aktien leerverkauft. Schon das allein zeigt das Absurde an dem System.

    Der Kursanstieg löst natürlich einen Kaufdruck aus. Um so länger der Shorter wartet um so höher der Verlust wenn die Aktie weiter steigt.

  • Aber bestimmt nicht viele Stücke, oder?


    Das ist reines Casino.


    Auch wenn Hedgefonds nicht unbedingt die nettesten Erscheinungen sind: was da auf Kleinanlegerseite passiert ist auch nicht viel besser: einige stacheln die anderen auf, dazu die bunten kostenlosen Apps wie ein Computerspiel, die anderen steigen auf den Zug auf.


    Ergebnis: einige der Anführer verdienen sich dumm und dämlich, viele Nachzügler werden sich die Finger verbrennen, nur um es den bösen Fonds gezeigt zu haben.


    Das hat für mich nichts mit Investieren und der sinnvollen Funktion einer Börse zu tun.


    Leerverkäufe sind generell ein schwieriges Thema, ich verteufele sie aber nicht generell.

    Grüße Peter

  • Gamestop is rum, das sollte jedem klar sein. Spannend wird die Suche nach einem neuen Gamestop.


    Eigentlich sollte das beliebig wiederholbar sein, oder?


    Setting ist immer das selbe, ein HF wettet auf fallende Kurse und dann kommt kurz vor Ende die Internetmeute und kauft und kauft.


    ABER, ich spinne das jetzt mal weiter. Das Ganze blieb natürlich bei den die richtig Geld machen oder eben verloren haben nicht unbemerkt.


    Grob ist der Ablauf wäre dann doch folgender:


    HF a shortet und HF b kauft dank seiner Finanzkraft kurz vor knapp massive Aktion von der geshorteten Firma.


    Warum gabs das nicht schon früher in dem Ausmaß und die Konsequenz wäre doch das keiner das Risko mehr eingehen würde Leerverkaufswetten zu tätigen da andere auf diese lauern würden.


    Oder lag es bei Gamestop schlicht an der Menge der Leerverkauften Aktien das HF MC einfach zu gierig war?

    BMW M3 CSL

  • Dass das Nachkaufen von GME-Aktien massiv eingeschränkt wurde ist eigentlich der wahre Skandal. Da sieht man wieder mal wer am längeren Hebel sitzt.

  • Dass das Nachkaufen von GME-Aktien massiv eingeschränkt wurde ist eigentlich der wahre Skandal. Da sieht man wieder mal wer am längeren Hebel sitzt.

    Handel mal mit Derivaten.... DANN erlebst Du wer am längeren Hebel sitzt,

  • Gamestop war zu 120% überzeichnet! Es wurden also 120% der handelbaren Aktien leerverkauft.

    Das hab ich jedoch noch nicht ganz verstanden. Auch der Podcast erklärt Leerverkäufe z. B. mit dem Wohnmobil, was man von jemandem leiht und dann verkauft, mit dem Ziel es später günstiger zurückzukaufen.

    Aber wenn es nur 10 Wohnmobile auf der Welt gibt, wie kann ich mir dann 12 leihen und eben diese 12 verkaufen (was den genannten 120% entspricht)?

    Diese Signatur enthält unsittliche Bilder und wurde vom Server geblockt.

  • Zitat

    Börse auf steigende oder fallende Kurse zu setzen ist ebenfalls Casino.

    Börse auf Dividende setzen ist Wirtschaft.


    Mit Verlaub, das ist in der Verallgemeinerung Quatsch, letztlich würde es dann nämlich die Firmen begünstigen, die nicht nachhaltig investieren und damit eine gewisse Zeit hohe Dividenden, auch aus der Substanz, zahlen aber nicht an die Zukunft denken.


    Ganz einfaches Beispiel: Was ist wohl nachhaltiger, wenn ich 100% der Mieten eines Hauses verjubele oder wenn ein Teil in die Substanz des Hauses reinvestiert und damit auch der Wert gesteigert wird. Wie lange hätte BMW die Modelle aus den 70igern verkaufen können ohne in eine Neuentwicklung und neue Produktionsmittel zu investieren?


    Eine Dividende gehört dann und nur dann ausgeschüttet, wenn sie nachhaltig aus den laufenden Erträgen finanziert werden kann und wenn es innerhalb des Unternehmens keine ausreichend rentable Verwendungsmöglichkeit für das Geld gibt. In der Regel wird das dann darauf hinauslaufen, das junge Unternehmen eher keine Dividende ausschütten und solide ältere Unternehmen einen Teil der Erträge reinvestieren und damit den Wert steigern und einen Teil ausschütten.


    Ich würde wirklich gerne mal verstehen, woher der Mythos stammt, nur Dividenden wären „gute“ Erträge...

  • Mit Verlaub, das ist in der Verallgemeinerung Quatsch, letztlich würde es dann nämlich die Firmen begünstigen, die nicht nachhaltig investieren und damit eine gewisse Zeit hohe Dividenden, auch aus der Substanz, zahlen aber nicht an die Zukunft denken.

    Äh ja die könnten ja dann keine Dividenden mehr zahlen.

    Bilanzen lesen und bissel verstehen ist schon gut, sich mit dem Markt zu befassen ebenfalls und Veröffentlichen sollte man auch lesen.

    Als Eigentümer eines Unternehmens sollte man natürlich das alles beachten was du aufzählst.

    Der "Markt" wird wie bei deinem Beispiel immos aber inzwischen von den Spielern dominiert.

    Die manipulieren Kurse, vor allem eben die Hedgefonds mit ihren Hebelprodukten.