Meine Aktien....

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  • Was haltet Ihr von folgendem Papier: TT17WK. Ein very-deep-Discount auf Wirecard. Wenn Wirecard (aktuell 83 EUR) bis September über 40 EUR bleibt, ist die Seitwärtsrendite ca. 56% p.a. Nun halte ich Wirecard zwar für einen absolut schmierigen Zockerwert, aber das sollte doch wohl aufgehen? Um in einen Verlust zu geraten, müsste die Aktie innerhalb von 5 Monaten 60% verlieren.

    sehr guter Tipp! Danke, mache ich...


    ich handele normalerweise Deep Discounter auf Indizes, eine der sichersten Anlagen überhaupt...



    wie du sagst, hier ist das Risiko sehr überschaubar und die 17% Rendite bis Laufzeitende relativ safe und im Zweifel kriegst du die eingebucht (Discounter ist übrigens ein Covered call short...nur halt per Zertifikat und nicht an einer Terminbörse, somit hast du die Aktie eigentlich im Depot, aber sie wird im Normalfall für 40 geliefert, weil du ausgeübt wirst)


  • Ich vermute sogar, dass sich die Rendite noch während der Laufzeit realisiert und man die vorher abstoßen kann. Der Staub um WC legt sich ja gerade. Und falls nicht, ist der Puffer schön groß.

  • Ich vermute sogar, dass sich die Rendite noch während der Laufzeit realisiert und man die vorher abstoßen kann. Der Staub um WC legt sich ja gerade. Und falls nicht, ist der Puffer schön groß.

    genau, deep discounter verkaufe ich fast immer früher als sie auslaufen


  • Na, wenn die „Restrendite“ unter einen gewissen Wert fällt, wirst Du ja nicht die Restzeit mit einem lahmen Papier absitzen, sondern das Teil verkaufen und Dir mit dem Geld den nächsten heißen Zock ins Depot holen. 😉


    Falls jetzt WC plötzlich abgeht, wird genau das passieren. Der Wert des Zertifikats rückt nahe an den Cap heran, und dann müsstest Du noch mehrere Monate warten, bis, sagen wir, der Wert von 39,70 auf 40,00 ausläuft.

  • Jedenfalls eine relativ seltene Konstellation, dass solch ein windiges Unternehmen im Dax ist, das muss man nutzen. 😂 Die vom Aufsichtsrat des Unternehmens selbst mit der Prüfung beauftragten Wirtschaftsprüfer bescheinigen dem Unternehmen, völlig incompliant zu sein und der Vorstandsvorsitzende sieht sich dadurch noch entlastet... Eigentlich dürfte man so etwas nicht mit der Kneifzange anfassen. ABER, die verdienen echt gutes Geld mit ihrem Geschäft.

  • ja gut wie du sagst ist ja ne Menge Puffer selbst für die aktuellen Zeiten. Ich hätte eher das Problem mit dem Emittenten Risiko. Wenn man das mit größeren Beträgen macht. Und mit kleinen lohnt es sich ja nicht.


    Hätte immer Schiss, dass die das einfach kündigen oder so. Ich mache ja nicht viel in dem Bereich aber ein Öl Zertifikat haben die Säcke mir auch mal zu nem blöden Zeitpunkt glattgestellt.


    Wenn man sowas schon ein paar Jahre macht und es immer gut ging ist man da sicher entspannter.

    > welcher ist mein nächster...? >

  • Kündigung seitens der Bank habe ich bei Discountern auf Aktien noch nicht erlebt, vielleicht kann scam etwas dazu sagen, ob das vorkommt? Der Emittent als solcher ist mit HSBC eine der weltgrößten Banken, viel größer als Lehman damals. Too big to fail, wenn HSBC die Grätsche macht, wäre in der entstehenden Krise kein Wertpapier mehr sicher.

  • Ich finde, wenn man sich überhaupt mit Einzelwerten beschäftigt, ist ein Deep Discounter nicht so der ideale Weg. Da halte ich es eher wie Scam und favorisierte dann Papiere auf Indizes.....


    Bei der Vola von Wirecard würde ich das nicht als soooo sichere Aktion sehen..... sieht man allein an der Rendite. Du bekommst keine 17%, wenn es eine "fast sichere Sache" ist.....da ist schon ordentlich Risiko drin.....


    Hoffe, die Vola wird an den Märkten jetzt noch deutlich ansteigen, dann wird man mit Discountern gutes Geld verdienen können.....

    Viele Grüße
    Oliver

  • Der Emittent als solcher ist mit HSBC eine der weltgrößten Banken, viel größer als Lehman damals. Too big to fail, wenn HSBC die Grätsche macht, wäre in der entstehenden Krise kein Wertpapier mehr sicher.

    Da fehlt mir leider immer der Durchblick. Wenn ich mir Derivate angeschaut habe, sah dass für mich meist so aus, dass der Emittent nicht die "große" Bank selbst ist. Bei TT17WK ist es auch nicht DIE HSBC, sondern die deutsche Tochter mit gerade mal 3.000 Mitarbeitern.


    Im Fall der Fälle, also z. B. einer massiven Finanzkrise, kann ich mir daher schon vorstellen, dass man, bevor man das Mutterhaus gefährdet, nur den Derivate-Emittenten pleite gehen lässt und das Mutterhaus davon wirtschaftlich eher wenig berührt wird. Daher würde ich mich auf "Too big to fail" nicht verlassen wollen.

    Diese Signatur enthält unsittliche Bilder und wurde vom Server geblockt.

  • Das ist das selbe wie ein normales Discount Zertifikat aber der Cap ist nicht bei einer Untergrenze des Basiswerts sondern bei einer Obergrenze.


    Z. B. ein Reverse Discount Zertifikat auf den Dax mit Schwelle 12.000 Punkten wird vielleicht bei 11,10 € gehandelt und ist bei 12 € gecappt, die ausgezahlt werden wenn der Dax am Laufzeitende die 12.000 Marke nicht überschreitet.....


    Hier etwas zu kaufen mit Schwelle 13.000 bis 14.000 Punkten dürfte eine relativ sichere Anlageform darstellen.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Oliver: solange du nicht wieder mit Reverse Bonus Zerts anfängst! Bei Reverse Vorsicht...: das hat nix mit dem ursprünglichen Produkt und seinen Bestandteilen zu tun (meist) und bei den verbrieften Derivaten sollte man die Bestandteile kennen, die sind beim Discounter genial: Short Put, du nimmst also anfangs die Prämie ein und das ist der Discount


    DeepDiscounter früher verkaufen: ich handele permanent Deep Discounter auf Indizes mit zum Teil nur 1-2% Rendite, wenn ich sie laufen lasse und ich verkaufe die IMMER vorab mit Renditen von 10% +/-, welche durch Rechenfehler der Emittenten und der Problematik der Optionsberechnung zustande kommen


    Emittenten: theoretisch ist das Geld weg, weil Schuldverschreibung. In der Praxis bei Emittenten wie DB oder HSBC praktisch ausgeschlossen. Ich würde das mit null Risiko beziffern. Dass sowas mal gekündigt wird, passiert nur bei Hebelteilen auf Öl uä. Nie bei Discounter, Aktienanleihen oder BZ... Auch sechsstellige Summen kann man ruhig machen, solange der Emittent genug emittiert hat, Kurse werden auch immer von ihm gestellt, hat nix mit Angebot u Nachfrage zu tun


    wenn man sich ein bisschen auskennt, sind Discounter auf Indizes mit 30%+ Discount ideale Geldparkinstrumente, habe damit auch Crashs erlebt, da hat man genug Zeit zum Rausgehen, maximaler Verlust war mal 1% des eingesetzten Kapitals


    Wirecard; was ein Laden! Aber letztlich können die auch mal wieder auf 200 gehen. Das ist wahrscheinlicher als 40. Und da hätte man auch noch maximale Rendite! Der Deep D macht ja erst Verlust <35. Sehr guter Tipp das Teil und wie korrekt geschrieben, kann man jederzeit verkaufen, da man vermutlich verfrüht ne gute Rendite hat, die sich lohnt


  • Aus aktuellem Anlass ein kurzer Ausflug in die deutsche Steuerwelt, falls es jemanden interessieren sollte: Der taggleiche Verkauf und Wiedererwerb der gleichen Aktien zu einem anderen Kurs zur steuerlichen Optimierung stellt keinen Gestaltungsmissbrauch dar.


    Was soll das denn jetzt heißen?


    Beispiel 1: Ihr habt in einem Jahr schon so viel Erträge aus Aktienverkäufen oder -dividenden gemacht, dass der Freibetrag für Kapitaleinkünfte schon um 1.000 EUR überschritten wurde; d.h. praktisch, dass die Bank 25%=250 EUR Abgeltungssteuer zzgl. SolZ auf Eure schönen Erträge abgeführt hat. Auf der anderen Seite habt Ihr Aktien im Depot, die gerade im Verlust stehen, an die Ihr aber weiter glaubt und die Ihr also eigentlich weiter behalten möchtet. Es ist zulässig, dass Ihr so viele Aktien verkauft, dass ihr damit gerade 1.000 EUR Verlust macht und diese Aktien am selben Tag zu einem anderen Kurs zurückkauft (minimaler Unterschied genügt). Vorteil: Vater Staat beteiligt sich an Eurem Verlust durch Rückzahlung der 250 EUR zzgl. SolZ (also tatsächlich erledigt die Bank das für Euch), da Ihr ja wieder unter den Freibetrag fallt.


    Beispiel 2: Nach Corona habt Ihr aus Aktien einen Verlust erlitten und jetzt 2.000 EUR Verlustvortrag da stehen. Da Ihr rechtzeitig klug in Sartorius:p investiert habt, und diese schon wieder fett im Plus sind, könnt Ihr den Verlust schön nützen, auch wenn ihr Sartorius weiter behalten möchtet. Ihr verkauft so viele Papiere, dass Ihr aus diesem Geschäft 2.000 EUR Gewinn macht und kauft die gleiche Anzahl kurze Zeit danach (zu einem etwas anderen Kurs) zurück. Vorteil: Es fallen keine Steuern an, auch der Freibetrag bleibt unberührt. UND vor allem: Der neue Kaufkurs ist höher als der alte, so dass Ihr bei einem zukünftigen Verkauf weniger Steuern zahlen werdet!


    Solche Optimierungen riechen nach Steuervermeidung und sind tatsächlich auch in vielen Ländern verboten. In Deutschland kann man sich glücklicher Weise auf BFH v. 25.08.2009 - IX R 60/07 stützen. Nur auf das eine Merkmal "unterschiedlicher Kurs" sollte man achten, wobei 132,31 und 132,32 sich eben auch schon unterscheiden.


    Besonders zum Jahresende sollte man sein Depot mal nach solchen Optimierungsmöglichkeiten durchsehen, z.B. um immer schön den ganzen Freibetrag eines Jahres zu nutzen!

  • Oliver: solange du nicht wieder mit Reverse Bonus Zerts anfängst!


    Ich meine, damals hattest du das sogar gut gefunden und geschrieben, ich sei damit "am Puls der Zeit", wenn ich mich richtig erinnere....

    Viele Grüße
    Oliver

  • deine Bsp. sind in der Tat kein Problem und wenn sie eins wären, würde das niemand nachweisen können, da sich alles auf Bankenebene abspielt. Wenn aus unerfindlichen Gründen doch jemand drauf käme, stellst dich blöd, da kann null passieren (aber eh legal)


    aber die Aktienverluste kannst du nur gegen Aktiengewinne verrechnen nicht gegen Dividenden oder sonstiges. Aktiengewinne hingegen kannst du mit allen Verlusten verrechnen


    btw: es gibt gerade eine §20 EStG Änderung, die dazu führt, dass man auf Bankebene in Zukunft keine Verluste aus Termingeschäften mehr verrechnen kann, nur noch Veranlagung und da nur 10k im Jahr, das war es dann mit Termingeschäften. Ähnliches gilt für Totalverluste zB auch aus Zertifikaten, die keinesfalls wertlos auslaufen lassen... die Banken drehen da gerade Runden mit dem BMF, ob das dieses Jahr schon angewandt werden muss...