Mein Erfahrungsbericht: XPENG G6 Long Range – Technik, die wirklich begeistert

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  • So, ich fange mal langsam an über den G6 zu schreiben. Bilder habe ich leider noch keine vernünftigen, aber das Wetter wird besser und dann werden diese nachgeholt.

    Als ich mich für den XPENG G6 Long Range entschieden habe, war ich ehrlich gesagt neugierig – aber auch skeptisch. Ein chinesischer Hersteller, 800-Volt-Technik, viel Ausstattung zu einem attraktiven Preis. Nach mehreren Wochen im Alltag kann ich sagen: Der G6 hat mich wirklich positiv überrascht.


    Erste Eindrücke – Modern und eigenständig

    Optisch wirkt der G6 auf mich sehr modern und aerodynamisch. Die durchgehende Lichtsignatur vorne und das klare, reduzierte Design gefallen mir gut. Er wirkt nicht verspielt, sondern hochwertig und erwachsen. Im Innenraum setzt sich dieser Eindruck fort: minimalistisch, aufgeräumt, großer zentraler Bildschirm – aber trotzdem nicht kühl oder billig. Die Materialien fühlen sich wertig an, nichts klappert, alles wirkt durchdacht.

    Fahrgefühl – Kraftvoll, aber entspannt

    Mit seinen 296 PS (218 kW) und 440 Nm Drehmoment ist der G6 alles andere als untermotorisiert. Die Beschleunigung auf 100 km/h in rund 6,7 Sekunden fühlt sich souverän an – nicht brachial, sondern kontrolliert kraftvoll.

    Was mich besonders beeindruckt:

    • Sehr ruhiges Fahrverhalten auf der Autobahn
    • Angenehme Federung, auch auf schlechten Straßen
    • Kaum Wind- oder Abrollgeräusche

    Gerade auf längeren Strecken steigt man entspannt aus.

    Reichweite & Laden – Alltagstauglich ohne Stress

    Mit der 80-kWh-Batterie und offiziell bis zu 525 km WLTP komme ich im Alltag realistisch auf 400–450 km. Das reicht mir vollkommen. Das Schnellladen ist dank 800-Volt-Architektur wirklich stark:
    Unter guten Bedingungen lädt der G6 von 10 auf 80 % in etwa 20 Minuten. Gerade auf Langstrecke spart das spürbar Zeit.

    V2L – Stromquelle auf Rädern

    Ein Feature, das ich anfangs unterschätzt habe, ist V2L (Vehicle-to-Load).

    Mit einem passenden Adapter kann ich direkt über das Fahrzeug externe Geräte mit Strom versorgen. Ob:

    • E-Bike laden
    • Werkzeuge betreiben
    • Camping-Kochplatte anschließen
    • oder im Notfall sogar Haushaltsgeräte versorgen

    Das Auto wird zur mobilen Powerbank. Gerade bei Ausflügen oder im Garten ist das extrem praktisch. Man merkt erst im Alltag, wie vielseitig so eine Funktion ist.

    Ein echtes Highlight: Automatisierungen mit „Wenn-Dann“-Logik

    Was mich wirklich begeistert, ist die Möglichkeit, im Fahrzeug Abläufe zu programmieren – ähnlich wie kleine Automationen im Smart Home.

    Man kann zwei Bedingungen („Wenn“) definieren und daraufhin eine Aktion auslösen.

    Ein Beispiel aus meinem Alltag:

    Wenn

    • die Innentemperatur unter 10 Grad liegt
      und
    • es ein Werktag ist

    Dann

    • heize das Fahrzeug auf 21 Grad vor
    • bis zur Abfahrtszeit um 7:00 Uhr

    Ich steige also morgens immer in ein warmes Auto – ohne daran denken zu müssen. Gerade im Winter ist das ein echter Komfortgewinn.

    Solche Automationen lassen sich flexibel anpassen. Für mich fühlt sich das deutlich moderner an als klassische Timer-Funktionen.

    Komfort auf Oberklasse-Niveau: Massagesitze & Sitzbelüftung

    Die vorderen Sitze haben mich wirklich überrascht.

    • Massagesitze vorne mit verschiedenen Programmen
    • Sitzbelüftung, ideal im Sommer
    • Sitzheizung natürlich ebenfalls vorhanden

    Gerade auf längeren Fahrten nutze ich die Massagefunktion regelmäßig. Das ist kein Marketing-Gag, sondern tatsächlich spürbar angenehm. Die Belüftung im Sommer verhindert das typische „Schwitzen am Rücken“ – ein Detail, das man schnell zu schätzen lernt.

    Fahrzeug per App steuern – volle Kontrolle von außen

    Sehr praktisch ist auch die Steuerung per Smartphone-App. Ich kann das Auto von außen:

    • Vorheizen oder vorkühlen
    • Ladezustand prüfen
    • Ladevorgang starten oder stoppen
    • Türen ver- und entriegeln
    • Standort abrufen

    Gerade im Winter oder Sommer ist das Vorheizen bzw. Vorkühlen per App ein echter Komfortgewinn. Man kommt immer in ein angenehmes Fahrzeugklima – ohne den Motor starten zu müssen. Die App reagiert zuverlässig und übersichtlich. Für mich gehört das inzwischen selbstverständlich dazu.

    Sprachsteuerung – Schnell, intelligent, alltagstauglich

    Die Sprachsteuerung funktioniert erstaunlich gut. Ich kann ganz natürlich sprechen, ohne starre Befehle auswendig zu lernen.

    Zum Beispiel:

    • „Mir ist kalt“ → Heizung wird erhöht
    • „Aktiviere die Sitzmassage“
    • „Navigiere mich nach Hause“

    Das System reagiert schnell und versteht auch längere Sätze. Ich nutze die Sprachsteuerung mittlerweile deutlich häufiger als in anderen Fahrzeugen, weil sie einfach zuverlässig funktioniert.


    Platzangebot & Alltag

    Mit 2,89 m Radstand bietet der G6 enorm viel Platz. Auch hinten sitzen Erwachsene bequem. Der Kofferraum mit rund 571 Litern reicht für Familie, Wocheneinkauf oder Urlaub problemlos aus.

    Assistenzsysteme

    Die Assistenzsysteme arbeiten angenehm unaufdringlich:

    • Adaptiver Tempomat
    • Spurhalteassistent
    • Spurwechselunterstützung

    Gerade im Stau oder auf langen Autobahnfahrten ist das eine echte Entlastung.

    Mein Fazit

    Für mich ist der XPENG G6 Long Range ein echtes Technik-Highlight. Er kombiniert:

    • starke Reichweite
    • sehr schnelles Laden
    • viel Platz
    • hochwertige Verarbeitung
    • clevere Automatisierungen
    • V2L-Funktion
    • App-Steuerung von außen
    • Massagesitze & Sitzbelüftung
    • intelligente Sprachsteuerung

    Besonders die programmierbaren „Wenn-Dann“-Abläufe zeigen, wie softwareorientiert dieses Fahrzeug gedacht ist.

    Ich hätte nicht erwartet, dass mich ein neues Fahrzeugkonzept so überzeugt – aber der G6 fühlt sich in vielen Bereichen schon wie die nächste Generation Elektroauto an.

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)

  • Liest sich ja prima, kann die Begeisterung durchaus nachvollziehen, geht mir mir meinen Süd-Koreaner ja genauso. Heißt ja nicht umsonst auch andere Mütter haben schöne Töchter 😉 Mich würde mal interessieren wie gut du die Soundanlage einschätzen würdest, die im G9 habe ich ja testen können und war sehr begeistert.

    Grüße aus Köln
    Franz

  • Seit ich einen digitalen Innenspiegel nutze, möchte ich ihn vor allem bei voller Beladung nicht mehr missen. Früher war die Sicht nach hinten stark eingeschränkt, sobald der Kofferraum bis oben hin voll war oder Mitfahrer auf der Rückbank saßen. Mit dem digitalen Spiegel habe ich trotzdem eine klare und freie Sicht, da die Kamera außen am Fahrzeug angebracht ist. Das Bild ist zudem breiter als bei einem herkömmlichen Spiegel, wodurch ich beim Spurwechsel deutlich mehr sehe und mich sicherer fühle. Besonders angenehm finde ich die bessere Sicht bei Dunkelheit und dass mich Scheinwerfer von hinten kaum noch blenden. Gerade auf Urlaubsfahrten oder bei größeren Transporten ist das für mich ein spürbarer Gewinn an Sicherheit und Komfort.

    Ich finde die Soundanlage im XPeng G6 wirklich beeindruckend, vor allem für ein Serien-System im SUV-Segment. Das Xopera-Soundsystem mit sehr vielen Lautsprechern liefert eine kraftvolle und klar definierte Wiedergabe: die Höhen sind sauber, der Bass druckvoll und auch bei mittleren bis höheren Lautstärken bleibt der Klang ausgewogen und nicht „verwaschen“.

    Es gibt auch Lautsprecher in den Kopfstützen, so dass ich mir die Navi Ansagen nur darüber ausgeben lassen kann und die Beifahrer nicht gestört werden. Kann ich auch für Telefonanrufe so machen.

    Man kann so unglaublich viel einstellen. Werde nach und nach berichten.

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)

  • Danke für den Bericht, das klingt sehr begeistert - allzeit gute Fahrt!

    Gibt es denn gar nichts zu meckern?
    So liest man bei chinesischen oder koreanischen Fahrzeugen z.B. oft von nervigem andauernden Gebimmel wegen der Assistenten.

    Grüße Peter

  • Doch, dass hat mich am Anfang auch etwas genervt. Aber man kann das alles per Xcombo rausprogrammieren. Selbst das Gebimmel wenn man zu schnell fährt.

    Wird dann nur noch optisch angezeigt.

    Was noch nicht so 100 prozent funktioniert ist die Schildererkennung mit Zusatzschild, also wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur in nachts gilt zum Beispiel.

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)

  • Die Schildererkennung mit Zusatzschild funktioniert weder im i5, noch in unserer E-Klasse noch im Audi zufriedenstellend. Von daher 🤷🏼‍♂️

    Dass man all das Gebimmel rauscodieren kann, macht das Auto interessant. 😁 Obwohl es im i5 sehr moderat ist und mit einem Tastendruck am Lenkrad abgestellt ist.

  • So liest man bei chinesischen oder koreanischen Fahrzeugen z.B. oft von nervigem andauernden Gebimmel wegen der Assistenten.

    Das war im deutschen Volkswagen aber auch nicht viel besser. Da ist es aber kein Gebimmel, sondern ein nervtötendes 80er-Jahre-Wecker-Piepen bei allem, was dem VW nicht gefällt. Beim BMW kann man wenigstens die Lautstärke reduzieren und der Ton ist nicht so schraube-im-Kopf-mäßig.

    Die Folge aus dem Dauergebimmel bzw. -gepiepse ist aber immer gleich und woe auch bei anderen Sachen im Leben: Irgendwann achtet man nicht mehr drauf, was es jetzt gerade zu meckern gibt.

  • Kurz OT: Meiner bimmelt nur wegen der Geschwindigkeit, und ein Tastendruck bei Fahrtantritt und es ist weg, für diese einzelne Fahrt. Dauerhaft wegcodieren ist nicht erlaubt.

    Grüße Peter