Die Zukunft des lokalen Lebensmittelhandels

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  • Müsste Oliver vllt. was dazu schreiben können.

    Ich kenne den Händler nicht. Scheinbar eine andere Region. Gelesen habe ich es aber auch. Das wird sicher noch öfter passieren sowas. Der Lebensmittelhandel ist mit die Branche mit der schwächsten Umsatzrendite. Wenn da einzelne Kostenpositionen hoch treiben, dann haut das voll rein.

    Fragt man Tante Google, sagt sie sogar, dass die Umsatzrendite nur bei ca. 1,2% im liegt. Ich denke schon dass es etwas mehr ist - vielleicht 2%. Aber selbst wenn wir mal mit 2% rechnen - was bedeutet es, wenn dann die Stromkosten mal eben einen Prozentpunkt vom Umsatz rauf gehen. Denkt man erstmal - ach ein Prozentpunkt ist ja nicht viel - aber es ist die Hälfte des Gesamtergebnisses. Dazu tun Mindestlohnsteigerungen weit oberhalb der Inflation ihr Übriges und andere Kostenpositionen........ denn die Margen sind immer die selben bzw. seit Jahren sinkend.

    Dass es in jedem Dorf einen eigenen kleinen Supermarkt gibt, dass wird es in Zukunft nicht mehr geben.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Dass es in jedem Dorf einen eigenen kleinen Supermarkt gibt, dass wird es in Zukunft nicht mehr geben.

    Wie siehst du denn die Chancen für voll automatisierte kleine Geschäfte auf dem Dorf, die (abhängig von der Vorschriftenlage) 24/7 öffnen könnten, wenn kein Personal vor Ort ist?

  • Die 24/7 Läden die hier in der Gegend sind laden alle nicht so richtig zum Einkaufen ein, da sind oft nur Chips und Süßigkeiten und Süßgetränke drin, halt für die Jugend die Spätabends noch auf die Idee kommt was essbares zu kaufen und keine Tankstelle in der Nähe ist, zumal die meisten Tankstellen auch spätestens um 22 Uhr schließen.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Wie siehst du denn die Chancen für voll automatisierte kleine Geschäfte auf dem Dorf, die (abhängig von der Vorschriftenlage) 24/7 öffnen könnten, wenn kein Personal vor Ort ist?

    Sowas gibt es schon. Ist bisher nicht kostendeckend.

    Also ich wollte den Aufwand und die zahlreichen damit verbundenen Risiken damit nicht haben. Sehe die Zukunft eher in der Door2Door Belieferung.

    Viele Grüße
    Oliver

  • In Frauenau z. B. läuft das Projekt wohl sehr gut. Da war eine Zeitlang keine Versorgung. Die Bürger wissen jetzt, wie das ist, wenn sie da nicht einkaufen gehen.

    Ein Jahr nach der Eröffnung in Frauenau: „Tante Enso gehört jetzt zur Familie“
    Mit Konfettiregen und Kinderchor ist am 12. September 2024 Tante Enso im Glasmacherort eröffnet worden. Der 24/7-Supermarkt hat eine große Lücke in der…
    www.pnp.de
  • Sowas gibt es schon. Ist bisher nicht kostendeckend.

    Sehe ich genauso, wenn man verderbliche Produkte wie Wurst und Fleisch da reinstellt muss man immer wieder kontrollieren ob die Waren nicht abgelaufen sind, kostet alles Personalkosten, die Kühlschränke noch gar nicht berücksichtigt.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Sehe ich genauso, wenn man verderbliche Produkte wie Wurst und Fleisch da reinstellt muss man immer wieder kontrollieren ob die Waren nicht abgelaufen sind, kostet alles Personalkosten, die Kühlschränke noch gar nicht berücksichtigt.

    Du brauchst ja dann auch noch einen Fuhrpark der wiederum Leasingraten, Anschaffungskosten etc. erfordert. Als stationärer Laden hast du das nicht. Außer vielleicht den eigenen Firmen PKW (der natürlich auch teuer sein kann).

    Viele Grüße
    Oliver

  • Aber gerade für dort ist es gedacht weil sich da kein eigener Supermarkt lohnt.

    Was will man in solche Automaten reintun?

    Tüte Chips und ne Packung Eier? Eier-Automaten gibt´s ja schon eine ganze Weile.
    Frisch-Ware? Kannst nach ein paar Tagen dann entsorgen, weil kein normaler Mensch Frischware aus einem Automaten kauft, wenn er nicht gerade am Verhungern ist.
    Brot? äh....

    Bleiben irgendwelche Konserven oder Trockenwaren. Ob man mit solchen Umsätzen auf einem "Dorf" die entsprechende Infrastruktur unterhalten und auch noch einen Gewinn erwirtschaften kann?
    Ich wage zu zweifeln.

  • Was will man in solche Automaten reintun?

    Das sind ja laut Bericht keine Automaten sondern kleine Supermärkte wo kein Personal drin arbeitet. 24/7 begehbare Märkte.

    Automaten sind wieder ein anderes Thema (für mich auch uninteressant).

    Viele Grüße
    Oliver

  • Der Bericht ist leider hinter einer Paywall. Ist das ein selbstständig betriebener Laden oder ein Filialsystem?

    Gehört zu Tante Enso = https://www.tanteenso.de/

    24/7-Supermarkt Tante Enso – Fazit nach einem Jahr Betrieb
    24/7-Supermarkt Tante Enso – Fazit nach einem Jahr Betrieb | Ob am frühen Morgen oder mitten in der Nacht – in Frauenau können die Menschen jederzeit…
    deggendorf.niederbayerntv.de
  • In Tschechien gibt es viele kleine Supermärkte die fast immer offen haben.

    Von zugewanderten Vietnamesen geführt. Sind reine Familienbetriebe die auch kaum in die Gesellschaft integriert sind. Leben wie Geister in ihren Märkten.

  • Wie soll rein Personallos bei einem Markt mit Frischwaren funktionieren. 24/7 geht, wenn wie bei Tante Enso stundenweise jemand da ist. Und solche Läden braucht das flache Land. Und nicht diese 24/7 Automatenläden mit Chips, Flips und Getränken und Currywurst von Meica und andere Mikrowellencuisine. Oder?

  • Im Saarland gibt es so einen Supermarkt, ich hoffe, das System schafft es.

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    Unsere automatisierten Supermärkte sichern die Lebensmittelversorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs, wo weit und breit kein Supermarkt in der N…
    friedas24.com

    Rewe to go an den Tankstellen ist jedenfalls zum abgewöhnen.