bräuchte einige gute Tipps für eine Fehlersuche

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  • Hallo allerseits!

    Bisher war ich nur stiller Mitleser in diesem Forum aber jetzt habe ich selbst ein großes Problem mit meinem Auto, habe mich hier angemeldet und hoffe ihr könnt mir vielleicht gute Tipps für meine Störung geben. Verzeiht mir bitte falls ich den Post in die falsche Gruppe gesetzt habe.

    Eine kleine Vorstellung vorweg, ich bin selbst kein KFZ Mechaniker nur jemand der gerne schraubt, technisches Verständnis mitbringt und Lust an der Sache hat. Könnte also gut sein das ich an manchen Stellen doch genauer nachfragen muss. Ich selbst bin schon 50, mag Natur, Sport, Motoren und fahre leidenschaftlich gerne Quad ;)

    Jetzt aber zu meinem Problem am Auto. Ich fahre einen BMX X1 (E84 mit dem N20 Motor). Mir ist vor ein paar Tagen beim nachfüllen des Motorenöl ein Fehler passiert und ich habe zu viel Öl eingefüllt (ca. 3 Liter zu viel)!! Ich bin zwar nicht viel gefahren aber ich bin leider gefahren. Der Fehler mit der Ölmenge war schon blöd aber die Fahrt danach noch viel mehr.

    Ich könnte nicht sagen das mir beim fahren seltsame Dinge aufgefallen wären oder Leistungsverlust etc. aufgetreten sind. Aber nachdem ich den Ölstand wieder in Ordnung gebracht habe musste ich feststellen das mein Spritverbrauch um einiges hochgegangen ist. Im Normalfall fahre ich den BMW zwischen 8,2-9,4 Liter aber jetzt geht das nicht mehr unter 13-15L. Meine Verbrauchsanzeige geht schon bei 2-3mm Betätigung des Gaspedals über 15/18L hinaus. Ich habe keine Fehler im Fehlerspeicher und auch keine Auffälligkeiten das Öl austreten würde oder das Auto anders Rauchen würde am Auspuff. Zur Diagnose steht mir die Rheingod Software zur Verfügung mit der ich aber leider keine Erfahrungen habe und mir die Bedienung noch etwas schwer fällt. Jedenfalls den Fehlerspeicher konnte ich schon auslesen, da waren keine Fehler geloggt.

    Ich habe den LMM ausgebaut und mit Reiniger sauber gemacht was aber auch nicht das Problem war. Das Auslesen der Live-Werte mit der Rheingold habe ich leider noch nicht hinbekommen. Das ist natürlich eine richtig blöde Störung am Auto und ich weiß auch gerade nicht so richtig wo ich da ansetzen könnte bzw. was da in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich könnte mir die Ölpumpe, Zündkerzen, LMM, Einspritzdüsen, Schaftdichtungen vorstellen und wolle euch um Rat fragen wie ich da etwas eingrenzen und diagnostizieren könnte. Wie schon erwähnt die Rheingold habe ich als Diagnosesoftware, nur fehlt mir die Erfahreung und der Richtige Umgang damit.

    Zum Zustand des Wagens kann ich im Moment sagen er läuft ruhig, keine Auffälligkeiten nur enorm hoher Spritverbrauch.

    Wäre schön wenn hier jemand wäre mit viel Ahnung und mir gute Tipps geben könnte:cool:

    Ich wünsche euch einen schönen Tag, freue mich auf gute Hilfestellungen und sende euch ganz liebe Grüße aus dem schönen Kraichtal

  • Hallo,

    ich glaube nicht, dass selbst 3l zu viel was ausmachen. Früher meinte man ja, dass sich die Kurbelwelle wirklich im Öl bewegt, dies ist aber nicht so. bis zu einer sehr hohen Ölmenge wird die drehende Kurbelwelle durch den "Wind" den sie macht das Öl einfach "wegblasen". In diesem Zuge steigt der Drehwiderstand, dadurch hat man bei zu viel Öl erstmal nur zu viel Spritverbrauch.

    Irgendwann saugt man dann Öl durch die KGE hoch, da weiß ich nicht wo die am N20 geführt ist, glaube auch nicht, dass man mit 3l schon Öl hoch bekommt.

    Insofern:
    - Wie sicher ist, dass jetzt die korrekte Ölmenge drin ist? Am logischsten wäre erstmal, dass das immer noch nicht stimmt.
    - Was ging beim Ölwechsel schief? Ölfilter korrekt eingesetzt?
    - Fehlerspeicher?

    Wenn das alles kein Ergebnis bringt würde ich im Ansaugtrakt nach Öl suchen, auch im Ladeluftkühler. Das wäre der einzige Weg noch richtig Schaden zu machen. Würde mich aber wundern wenn da was drin ist.

    Ohne Leistungsverlust geht eigentlich auch kaum ein so erhöhter Verbrauch.

    605 Nanometer. Nothing else.

  • Hi, vielen Dank für deine schnelle Antwort!

    Ich habe das Öl komplett abgelassen und wieder die 5,5L aufgefüllt. Mit der Rheingold den Ölstand abgefragt der sollte 60mm betragen und war bei 68mm. Sollte also von der Füllmenge stimmen.

    Beim nachfüllen ging schief das ich die Anzeige am Display falsch gelesen hatte (es gibt keinen Ölmessstab) und das einlesen des neuen Füllstand einen Fahrweg von 5-20km benötigt. Nach dem einfüllen ging der Stand nicht hoch und ich hab wieder nachgefüllt. Inzwischen weiß ich das die Anzeigen 1,5L beträgt.

    Fehlerspeicher zeigt keinen Fehler!

    Den Luftfilter und die Rohre habe ich angesehen da ist nichts zu sehen oder ölige Rückstände zu sehen/fühlen aber man kann Öl riechen! Leistungsverlust könnte schon minimal sein ist aber mehr subjektiv. Wie könnte ich den Ladeluftkühler am Besten nach Öl prüfen?

    VG

  • Beim nachfüllen ging schief das ich die Anzeige am Display falsch gelesen hatte (es gibt keinen Ölmessstab) und das einlesen des neuen Füllstand einen Fahrweg von 5-20km benötigt.

    Und dann ging die Meldung an, dass du zu viel drin hast?

    Wieviel bist du seit dem gefahren, ist der hohe Benzinverbrauch sicher gemessen?


    Den Luftfilter und die Rohre habe ich angesehen da ist nichts zu sehen oder ölige Rückstände zu sehen/fühlen aber man kann Öl riechen! Leistungsverlust könnte schon minimal sein ist aber mehr subjektiv. Wie könnte ich den Ladeluftkühler am Besten nach Öl prüfen?

    Wenn er Öl über die KGE gefressen hat müsste das Rohr vor dem Turbo komplett voller Öl sein. Da hast du das dicke Rohr vom Luftfilter, welches direkt zum Turbo geht und von links kommt das dünne KGE Rohr. Das kannst du prüfen. Da muss immer etwas Öl aus der KGE sein, aber halt keine Pfützen.

    Um sicher zu gehen könnte man den Ladeluftkühler nach unten ausbauen und einfach schauen, ob Öl raus kommt wenn man ihn auf die Seite dreht. Das Rohr vom Turbo runter dürfte schwer zu erreichen sein und ist wohl eh voller Öl.

    605 Nanometer. Nothing else.

  • Und dann ging die Meldung an, dass du zu viel drin hast?

    Nein, es ging keine Meldung an. Ich habe am nächsten Tag gelesen das der Ölstand im Display nur 1,5L anzeigt. Dann wurde mir klar ich hab zu viel Öl drin

    Wieviel bist du seit dem gefahren, ist der hohe Benzinverbrauch sicher gemessen?

    Mit zuviel Öl bin ich vielleicht 80-100km gefahren alles ganz kleine Kurzstrecken. Da ist mir aber auch schon ein höherer Verbrauch aufgefallen. Nach dem Ölstand berichtigen hab ich ihn 40km warm gefahren und dann 200km Autobahn.

    Der hohe Verbrauch ist gemessen ja. Ich habe alles Zähler zurückgesetzt und selbst mir sehr vorsichtigem (spritsparenedem) Fahren muss ich mich anstrengen nicht über 13L zu liegen.

    Also das dicke Rohr vom Luftfilter geht nach unten direkt zum Turbolader? Von oben hab ich schon reingeschaut da ist kein Öl zu sehen. Wenn ich dich richtig verstanden habe sollte ich jetzt prüfen ob Öl im KTE Rohr steht? Den Ladeluftkühler werde ich nicht so einfach ausbauen können.

    Wenn Öl in den Turbo gelangt wäre musste ich das doch über den Ladedruck auslesen können ,oder? Ist nur schlecht das ich den Druck von vorher nicht kenne.

    Ich bin mir auch nicht sicher ob das überschüssige Öl irgendwie in den Brennraum kommen kann was bei der Verbrennung den Kat zusetzen könnte und ob man sowas über Lamda auslesen kann? Ich habe so das Gefühl in den letzten Tagen ist mein Auspuff etwas schwarz geworden aber kein blauer Rauch zu sehen.

    Eines ist mir noch aufgefallen, im absolutem kalten Zustand läuft er nicht ganz sauber da ist gestern Morgen die Drehzahl mal etwas gesprungen und auch ziemlich hoch gewesen.

  • Nein, es ging keine Meldung an. Ich habe am nächsten Tag gelesen das der Ölstand im Display nur 1,5L anzeigt. Dann wurde mir klar ich hab zu viel Öl drin

    Das klingt komisch, normalerweise reagiert der Sensor auf Überfüllung.


    Also das dicke Rohr vom Luftfilter geht nach unten direkt zum Turbolader?

    Was ist bei dir "unten"? Kann es sein, dass du gar nicht weist welches Bauteil welches ist?

    Auch wenn du nicht den Ladeluftkühler prüfen kannst....da ist nun der Punkt wo ich schlicht sagen muss: Fahr in ne Werkstatt und lass die prüfen was los ist und ob ggf. noch wo Öl steht.


    Wenn Öl in den Turbo gelangt wäre musste ich das doch über den Ladedruck auslesen können ,oder? Ist nur schlecht das ich den Druck von vorher nicht kenne.

    Das ist ein moderner Motor. Der schmeißt wegen allen möglichen Abweichungen Fehler. Wie früher irgendwelche Livedaten zu loggen und versuchen die zu verstehen ist eigentlich nicht nötig. Das der Motor fast den doppelten Sprit braucht und keine Fehler zeigt wäre sehr sehr ungewöhnlich. Ich würde den Rest vom Auto untersuchen, z.B. ob ne Bremse hängt oder so.

    605 Nanometer. Nothing else.

  • Naja ein Fachmann bin ich nicht - das stimmt schon! So im groben kenne ich mich aber schon aus ;)

    Freilauf der Räder hab ich schon geprüft da hängt nichts oder ist schwergängig und so langsam bin ich auch an dem Punkt wo ich zum Freundlichen fahren muss. Leider, aber hab vielen Dank für deine Mühe und Ratschläge.

  • Hat er einen OPF? Dann schau mal mit IS*A nach der Regenerationshistorie. Ich habe das gerade hinter mir mit dem Verbrauch...

    Grüsse,

    Erstes Auftreten:

    Joesy
    14. April 2025 um 18:09

    Lösung:

    Joesy
    23. November 2025 um 09:27
  • Zurück zum Problem: Was, wenn die Kurbelwelle doch Schaum geschlagen hat? Dann hat die Ölpumpe versucht, diesen Schaum zu fördern und Schäden sind zu erwarten. Da kein Lagerschaden hörbar ist, wovon ich ausgehe, er aber dennoch Probleme macht, könnte man mal die Kompression prüfen und - da die Kerzen dazu ohnehin raus müssen - die Zylinder endoskopieren. Sollte das etwas ergeben, dürften die Lagerschalen auch deutliche Spuren aufweisen.

    Grüße,

  • könnte man mal die Kompression prüfen und - da die Kerzen dazu ohnehin raus müssen - die Zylinder endoskopieren.

    Glaube ich nicht, dass da was sein kann. Das ist ein LDS Block, ich glaube nicht, dass da Späne von den Lagern (man hört ja nichts, also nicht komplett Lagerstücke) was zerkratzen könnten. Das ist aktuell noch die beste und härteste Ausführung der Laufbahnen, da passiert eigentlich nie was.

    Auch wenn ich über deinen Punkt mit dem Schaum weiter nachdenke...meine erste Idee bei dem Motor, ist ja einer der frühen N20 wäre der Kettenspanner -> übergesprungen...aber auch da, genauso wie Kompression, würde er sehr schnell die Zündaussetzer hochzählen und nen Fehler schmeißen.

    Aber auch insgesamt mit dem Schaum...wie gesagt, das ist eigentlich eine alte, falsche Vorstellung. Durch die Drehung wird das Öl eher weg gedrückt und es entsteht einfach nur immer größerer Widerstand auf die Kurbelwelle.

    Sollte das etwas ergeben, dürften die Lagerschalen auch deutliche Spuren aufweisen.

    Ich kanns mir nicht vorstellen...aber ich glaube einer meiner ersten Wege wäre auch den Ölfilter aufzumachen. Alleine um zu schauen, ob da alles in Ordnung ist vom Einbau her. Dabei kann man diesen ja auch auf Späne prüfen.

    Aber je mehr ich darüber so nachdenke:

    Wenn er wirklich irgendwie Öl in den Ansaugtrakt gezogen hat, dann verstärkt das da ja das übliche Direkteinspritzer Problem: Da verdrecken die Ventile. Ggf. kam jetzt noch ein Schluck Öl dazu. Nun stark verschmutzte Ventile würden das Verhalten gut erklären und die werden beim DI ja von selber nicht mehr sauber.

    605 Nanometer. Nothing else.