Behörden und die IT

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  • Und die CSU mit Söder ist eh ne Wundertüte. Man weiß nie, was als nächstes rauskommt.

    Hier wäre mal wieder so ein aktueller Knaller: :kpatsch: :gpaul:

    Vertrag soll bis Jahresende stehen: Bayern will in die Microsoft-Cloud
    Bayern will seine Behörden mit Microsoft 365 ausstatten. Kritiker rechnen mit Lizenzkosten in Milliardenhöhe und warnen vor dem Verlust digitaler Souveränität.
    www.heise.de

    Da es hier OT ist, könnte man das auch in den "dumme Menschen" thread verschieben. *Bademantel_hol*

    "There's too many men, too many people, making too many problems

    And not much love to go 'round, can't you see this is a land of confusion?"

    M. Rutherford, 1986

  • Bin mal gespannt drauf ob ihn die Polit-Talkshows dafür endlich mal auseinandernehmen.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Und vor allem, was sie für eine Alternative vorschlagen die eine Reichweite über die nächste Kleinstadt hat.

    Man kann meckern wie man will - das Thema Office-Paket wurde schon vor über 20 Jahren verschlafen, als damals noch existierender Programme wie Star-Writer etc. zu wenig Käufer fanden.
    Sich jetzt darüber zu beschweren, dass alles an MS geht ist IMHO "etwas" zu spät.

    Wer als Alternative ein Open Source Programm vorschlägt wäre dann der erste der aufschreit, wenn dort (eben wegen der Verwendung in Behörden) plötzlich Sicherheitslücken auftauchen würden und die ersten persönlichen Daten aus Behördendatenbanken im Netz auftauchen.

    Auch ich gehe mit der Zeit und fahre E-Autos: E30, E31 und E46! :daumen:

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Sehe ich ja genau so.

    Mich würde dann aber auch interessieren, wie viele derjenigen die das für keine gute Idee halten selbst Windows und Office 365 nutzen ;):duw:

    Ja, ich zum Beispiel. Du möchtest also meine paar Schreiben, Abrechnungen, auf meinem Rechner daheim, mit den Daten der bayerischen Landesregierung auf eine Stufe stellen? :idee: ;) Dankeschön, aber so wichtig sind die nicht. Auch nicht mein Mailverkehr. ^^

    Allrad - Vorwärts geht es immer! :top:

    Aber vielleicht ist die Welt auch nicht verückt geworden - vielleicht hat sie nur aufgehört, normal zu sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Detlef59 (6. November 2025 um 08:36)

  • Das ist ja auch oft ein Punkt, dass die Leute nicht über den eigenen Tellerrand schaun.

    Die sind mit Libre Office für zu Hause zufrieden, nutzen einen Mail Client der nicht mit anderen zusammenarbeiten muss etc.

    Dass in einer Firma/Behörde da ganz andere Voraussetzungen in Sachen Kompatibilitäten und Verwaltung der ganzen IT herrschen - das kommt denen gar nicht in den Sinn.

    Warum nutze ich zu Hause Office? Weil ich es in der Firma auch nutze(n muss) und ich keinen Bock habe, mir noch die Menüführung/Besonderheiten eines anderen Programms zu merken.

    Auch ich gehe mit der Zeit und fahre E-Autos: E30, E31 und E46! :daumen:

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Mich ärgert dabei weniger die Nutzung von Microsoft, sondern eher die Cloudabhängigkeit von einem Konzern. Das ist ja nochmal eine ganz andere Nummer als die kommunalen Rechenzentren.

    nutzen einen Mail Client der nicht mit anderen zusammenarbeiten muss

    Eben, du kommst um Exchange ja kaum herum, die Alternativen sind rar gesät. Und dann müssen wir uns die Umgebung drumherum basteln, weil es keine Out of the Box Lösung gibt. Dafür brauchte es dann entsprechendes Fachpersonal, welches man nicht findet. Eine AD Domäne mit ihren Diensten bedient heute jeder halbwegs fähige Fachinformatiker noch vor dem Abschluss. Weil (fast) alles Klickibunti funktioniert.

    Desweiteren sind viele Programme schlicht auf MS Basis ausgelegt.

    Aber die Diskussion gehört nicht wirklich in diesen Thread. Falls es da weiteren Redebedarf gibt, lagere ich das gerne aus.

    An alle Mitmenschen, die es mit mir aushalten, ohne mich gleich im Wald aussetzen zu wollen: Danke :hi:

  • Wer als Alternative ein Open Source Programm vorschlägt wäre dann der erste der aufschreit, wenn dort (eben wegen der Verwendung in Behörden) plötzlich Sicherheitslücken auftauchen würden und die ersten persönlichen Daten aus Behördendatenbanken im Netz auftauchen.

    Es ist ja jetzt nicht so, als gäbe es bei MS keine Sicherheitslücken. Und was die mit den Daten veranstalten ist auch nicht wirklich dokumentiert.

    Du möchtest also meine paar Schreiben, Abrechnungen, auf meinem Rechner daheim, mit den Daten der bayerischen Landesregierung auf eine Stufe stellen? :idee: ;) Dankeschön, aber so wichtig sind die nicht. Auch nicht mein Mailverkehr. ^^

    Ich mache jetzt seit über 40 Jahren IT und denke, dass ich schon eine ganz gute Vorstellung habe was geht und was nicht geht, gibt keinen Grund einen hier als blöd hinzustellen.

    Keiner schlägt vor, man soll sich für solche Anwendungen ein beliebiges Linux Image herunterladen und dann loslegen. In der Firma meiner Frau mit 7000 Mitarbeitern käme t.B. keiner auf die Idee Daten aus Haus zu geben. Und man sollte auch denken, dass die öffentliche Hand, wenn sie sich denn mal zusämmentäte und die Digitalisierung endlich vorn brächte oder auch die deutsche Industrie genug Möglichkeiten und Marktmacht hätte, um andere Lösungen zu implementieren.

    Der Grund, warum MS verwendet wird ist ähnlich dem, der zu "Nobody ever got fired for buying IBM" geführt hat. Und es ist zunächst bequem und einfach. Im Falle von Bayern könnte man auch vermuten, das der MS Hauptsitz in München etwas damit zu tun hat.

    Und unter den Beitrag "Hier wäre mal wieder so ein aktueller Knaller: :kpatsch: :gpaul:" hast Du ein "Danke" gesetzt, hetzt erklärst Du das es nicht anders geht. Ja was denn nun?

    Dass in einer Firma/Behörde da ganz andere Voraussetzungen in Sachen Kompatibilitäten und Verwaltung der ganzen IT herrschen - das kommt denen gar nicht in den Sinn.

    Doch, das kommt mir in den Sinn. Und ich sehe mindestens die öffentliche Hand in der verdammten Pflicht die Abhängigkeiten zu reduzieren. Dazu dürfen sich verschiedene Behörden gerne auch zusammentun, das ginge auch länderübergreifend. Und nein, das geht nicht in 3 Wochen, ist aber ein wichtiges strategisches Ziel, auch vor dem Hintergrund der Entwicklung in den USA, nicht erst seit Trump.

    Was private Firmen machen ist primär deren Problem, ich bin aber überzeugt, dass es auch in deren Interesse wäre.

    Mich ärgert dabei weniger die Nutzung von Microsoft, sondern eher die Cloudabhängigkeit von einem Konzern. Das ist ja nochmal eine ganz andere Nummer als die kommunalen Rechenzentren.

    Das wäre ja schon mal ein Anfang, wenn man diese Abhängigkeiten reduzieren würde. Wir müssen uns bewusst sein, dass auch der "Freund" USA bei uns Industriespionage betreibt.

  • Es ist ja jetzt nicht so, als gäbe es bei MS keine Sicherheitslücken. Und was die mit den Daten veranstalten ist auch nicht wirklich dokumentiert.

    Da hast Du natürlich recht, aber im Normalfall wird so was dann - schon aus Eigeninteresse - gefixed. bei nem Open Source Programm sehe ich einfach die Gefahr größer dass da mal jemand mitmischt der eigene Interessen verfolgt.

    Auch ich gehe mit der Zeit und fahre E-Autos: E30, E31 und E46! :daumen:

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • In anderen Foren gibt es für "Danke" auch einen komplett anderes Symbol mit 2 Händen. Da wird dann der Unterschied deutlicher!

    EDIT: 🙏

    „Inflation ist das erste Wundermittel des schlecht geführten Staates. Das zweite Wundermittel ist der Krieg.

    Beide führen zu zeitweiligem Wohlstand, und beide führen zu völligem Zusammenbruch.“
    (Ernest Hemingway)

  • bei nem Open Source Programm sehe ich einfach die Gefahr größer dass da mal jemand mitmischt der eigene Interessen verfolgt.

    Die Gefahr besteht natürlich und das ist auch schon vorgekommen. Letztlich weißt Du aber auch bei einem Mitarbeiter von MS nicht, ob der ein zweites Einkommen aus China bezieht.

    Was wir aber auch wissen ist, dass auf Betreiben der NSA Hintertüren in Software eingebaut wurden und das der CLOUD Act US Behörden ermächtigt Daten von Unternehmen anzufordern, auch wenn diese Daten außerhalb der USA gespeichert sind. Alleine das reicht mir als Grund, davon unabhängig zu werden.

  • Meine Daten sind so unwichtig - da wäre es mir ehrlich gesagt egal, wenn da die NSA reinschaut...

    „Inflation ist das erste Wundermittel des schlecht geführten Staates. Das zweite Wundermittel ist der Krieg.

    Beide führen zu zeitweiligem Wohlstand, und beide führen zu völligem Zusammenbruch.“
    (Ernest Hemingway)

  • Meine Daten sind so unwichtig - da wäre es mir ehrlich gesagt egal, wenn da die NSA reinschaut...

    Bis sie sich aus den Daten irgend etwas zusammenreimen und Du bei der nächsten Einreise oder beim nächsten Flug Probleme bekommst :p Oder ein Mitbewerber Geschäftsdaten von Dir erhält.

    Aber um private Daten geht es hier ja nicht vorrangig, Behörden und Industrie sollten aus eigenem Interesse ein Augenmerk auf die Datensicherheit legen. Und spätestens wenn bei den US-Clouds, z.B. im Falle eines Handelskriegs, der Stecker gezogen wird, wird so manches Unternehmen etwas blöd aus der Wäsche schauen.

  • Mich würde dann aber auch interessieren, wie viele derjenigen die das für keine gute Idee halten selbst Windows und Office 365 nutzen ;):duw:

    Wenn Du Hilfe beim Einrichten von Linux benötigst, sag Bescheid. :p

    "There's too many men, too many people, making too many problems

    And not much love to go 'round, can't you see this is a land of confusion?"

    M. Rutherford, 1986

  • Wenn Du Hilfe beim Einrichten von Linux benötigst, sag Bescheid. :p

    Wenn ich mal beginnende Demenz habe komme ich drauf zurück, wobei, nach meiner Frau ist das jetzt schon der Fall ;)

    Mein erstes Linux habe ich 1993 oder 94 auf einem 386 DX 22 MHz mit 8MB RAM installiert. Ich meine, das wäre eine Slackware Distribution Distribution gewesen. In der Hochschule heruntergeladen und dann aus Disketten nach Hause getragen, später hatte ich einen QIC80 Streamer. Mit meinem damaligen 9600er und später 14.400 Modem hätte es etwas länger gedauert ;)

    Wirklich anstrengend war das Übersetzen eines neuen Kernels, das hat so lange gedauert das der Besuch im Irish Pub zwischendurch fast zwingend war :cool:

    Habe damals aber vieles gelernt, von dem ich immer noch profitiere. Nur das wir für unsere embedded Systeme heute in der Regel Yocto verwenden.

  • Habe damals aber vieles gelernt, von dem ich immer noch profitiere.

    Das fehlt halt der ganzen jüngeren Generation.

    An alle Mitmenschen, die es mit mir aushalten, ohne mich gleich im Wald aussetzen zu wollen: Danke :hi: