KI und die Zukunft der Arbeitswelt

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  • Nachdem ich heute das hier gelesen habe:


    KI ersetzt 700 Vollzeitstellen


    Frage ich mich, wo die Zukunft hingeht? Doch zum bedingungslosen Grundeinkommen? Ich denke schon, dass viele neue Jobarten geschaffen werden, aber gerade die unqualifizierten Stellen fallen ja weg. Ich denke nicht, dass jetzt jeder Call Center Agent auf einmal Raketenwissenschaftler wird.

    Ich denke viele klassische Bürojobs fallen weg. Schon heute ist die klassische Sekretärin schon eine „Assistenz“. Und so wird es weiter gehen…

    Der Versuchung sollte man nachgeben, man weiß nie, ob sie wiederkommt. (Oscar Wilde)

  • was der Automat für den Industriearbeiter war, wird die KI für den Bildschirmarbeitsplatz


    Arbeitsplätze Homeoffice-tauglich machen ist dafür eine prima Vorbereitung

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Ich arbeite wie ihr vermutlich auch schon sehr viel mit KI. Ist ja schon überall integriert.


    Aktuelle Beispiele wann ich es aktiv nutze:

    - Werbetexte, Homepage, Broschüren....da haue ich den Textentwurf hin, schicke ihn durch ChatGPT und spare mindestens eine Lektoratsrunde.

    - Rechnungen zur Stabilität, Abschätzung von technischen Ideen...da schreibe ich das Problem in ChatGPT. Muss man extrem aufpassen, aber es erleichtert die Arbeit extrem. Die Abschätzung der Bewegung von Alu Platten unter Druck hat es nicht gut gemacht, aber Teile der Rechnungen konnte man verwenden...Aufwand mindestens halbiert.

    - Skripte / Python. Programmieren oder Änderungen an Skripten für Tests und Messedemos. Das geht mit dem Copilot im Edge halt super, damit fallen Stunden an Programmierarbeit weg.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Ich arbeite wie ihr vermutlich auch schon sehr viel mit KI. Ist ja schon überall integriert.



    Respekt! Meine KI Nutzung ist genau NULL.

    Ein Bekannter von mir (Privatier / Investor) lässt darüber seine Finanzanlagen optimieren - oder der ist auch begeistert.

    Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht!
    (Theodor Körner)


    Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben!

    (Otto von Bismarck)

  • Fände es toll wenn es konkrete Beispiele hier im Thread mit der Zeit geben würde, man lernt durch Beispiele überhaupt erstmal die Ableitung, wo es Sinn macht. Ich höre auch immer wie toll das alles funktioniert, gerade bei Programmieren aber einen großen praktischen Nutzen hatte ich noch nicht, weil es bei konkreten Aufgaben doch schwierig ist

    Alle sagen man solle ein E-Auto kaufen! OK, ich finde sicherlich noch ein paar nette E46, E39, E60... :cool:

  • Wir haben mit chatGPT und Tabnine in der SW Entwicklung experimentiert und beschlossen, dass die Qualität noch nicht so ist, dass es sich für uns in größerem Stil lohnt. Für gut beschriebene Probleme in einigen Fällen klasse, aber selbst da muss man aufpassen, die Tools tendieren dazu, Dinge zu erfinden, bevor sie sagen, dass sie das nicht können / wissen.


    Bezüglich Jobwegfall im Bereich der IT teile ich diese pessimistische Einschätzung nicht, die IT hat auf lange Sicht immer mehr Arbeitsplätze geschaffen als sie überflüssig gemacht hat. Aber Entwickler, die "nur" Routinejobs können, werden zukünftig sicher weniger gebraucht werden.


    Und weil es gerade so schön reinpasst:



  • Respekt! Meine KI Nutzung ist genau NULL.

    Sicher? Wenn du das aktuelle Office nutzt ist es doch schon überall integriert.


    Wir haben mit chatGPT und Tabnine in der SW Entwicklung experimentiert und beschlossen, dass die Qualität noch nicht so ist, dass es sich für uns in größerem Stil lohnt. Für gut beschriebene Probleme in einigen Fällen klasse, aber selbst da muss man aufpassen, die Tools tendieren dazu, Dinge zu erfinden, bevor sie sagen, dass sie das nicht können / wissen.

    Interessant. Ich habe letztens (Kinderfasching) mit einem Software Entwickler des größten Messinstrumente Herstellers in Deutschland gesprochen. Der meinte die machen alles an Code im aktuellen ChatGPT 4? Er meinte vor allem das Testing wird nicht nur schneller, sondern sogar besser.


    Ich mache alles im 3.5, das geht auch schon recht gut für Python. C kann man scheinbar nicht gut damit schreiben...


    Bezüglich Jobwegfall im Bereich der IT teile ich diese pessimistische Einschätzung nicht, die IT hat auf lange Sicht immer mehr Arbeitsplätze geschaffen als sie überflüssig gemacht hat. Aber Entwickler, die "nur" Routinejobs können, werden zukünftig sicher weniger gebraucht werden.

    Der Software Entwickler meinte die schieben die Kapa die frei wird halt in die Interface und Frontend Entwicklung um einfach die Nutzung für den Käufer besser zu machen. Finde ich gut.

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  • In den Handwerksberufen kann ich mir das im Moment noch überhaupt nicht vorstellen.

    Wie soll denn zum Beispiel in meinem Gewerk ein Roboter eine Sau verarbeiten und anschließend Wurst und andere Spezialitäten herstellen?

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • In den Handwerksberufen kann ich mir das im Moment noch überhaupt nicht vorstellen.

    Wie soll denn zum Beispiel in meinem Gewerk ein Roboter eine Sau verarbeiten und anschließend Wurst und andere Spezialitäten herstellen?

    Aber der Ganze Bürokratie Wahn wo immer mehr wird .........

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain

  • Aber der Ganze Bürokratie Wahn wo immer mehr wird .........

    Bezüglich einem Bürokratie-Wahn habe ich mit meinem kleinen Betrieb eigentlich keine Einschränkung.


    Aber natürlich, die normale Metzgerei zum Beispiel hat dahingehend viel mehr Arbeit als früher. Wenn man dann noch eine EU-Zulassung hat ist man eigentlich ganz am Ars..

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Wie soll denn zum Beispiel in meinem Gewerk ein Roboter eine Sau verarbeiten und anschließend Wurst und andere Spezialitäten herstellen?

    Soweit ich weiß sind die KI Systeme nur dort gut wo es viel Lernstoff online gibt. Beispiel...für Python Programmierung gibt es Massen und alles online für die KI zum lernen. Für C schaut es anders aus. Daher kann die KI gut in Python schreiben aber nicht gut in C.

    Übertragen auf deinen Beruf...da das Handwerk wohl sehr wenig online beschrieben ist wird es da keine KI Nutzung geben.

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  • Wie soll denn zum Beispiel in meinem Gewerk ein Roboter eine Sau verarbeiten und anschließend Wurst und andere Spezialitäten herstellen?

    Wenn es Programmierungen für Roboter gäbe, um eine Sau zu schiessen und zerteilen, dann würde bei Toennies morgen sicher kein einziger Wohncontainer mehr stehen. Dass ein Roboter ab einem gewissen Zerlegezustand so etwas könnte, da bin ich mir sehr sicher. Also sobald die Teile grob auf dem Tisch liegen. Die Frage ist nur, wie gut. Durch eine KI kann so ein System durchaus auch selbst lernen. Das Thema mit der Wurst funktioniert ja industriell schon ganz gut. Solange wir nur von der Technik und nicht vom Geschmack reden.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Ich denke deshalb wird auch immer mehr auf dieses künstliche Fleisch gesetzt, damit könnte dann fast die komplette Wurstproduktion ohne Personal gemacht werden.


    Ist es dann halt auch nicht mehr so weit bis zum nächsten Schritt, man frisst morgens paar Pillen und das war’s an Lebensmittel für den Tag.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Ist es dann halt auch nicht mehr so weit bis zum nächsten Schritt, man frisst morgens paar Pillen und das war’s an Lebensmittel für den Tag.

    … Jahr 2022 … die überleben wollen – Wikipedia


    Grundsätzlich gibt's das ja heute schon (irgendwelche Shakes, die den kompletten Bedarf decken), aber ein Run ist daraus noch nicht entstanden und das wird wohl auch so bleiben...

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Durch eine KI kann so ein System durchaus auch selbst lernen. Das Thema mit der Wurst funktioniert ja industriell schon ganz gut. Solange wir nur von der Technik und nicht vom Geschmack reden.

    Ich vermute das zeigt Beckhoff im April auf der Hannover Messe, beim Applikations Workshop wurde es schon gezeigt. Die hatten ein mega cooles Wurst Aufschneide und Portioniersystem mit den Magnetschwebemovern gebaut. Mit der neuen Software dann auch mit KI Integration: https://www.konstruktionspraxi…webenden-movern-a-801818/

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  • Ich vermute das zeigt Beckhoff im April auf der Hannover Messe, beim Applikations Workshop wurde es schon gezeigt. Die hatten ein mega cooles Wurst Aufschneide und Portioniersystem mit den Magnetschwebemovern gebaut. Mit der neuen Software dann auch mit KI Integration: https://www.konstruktionspraxi…webenden-movern-a-801818/

    Das meinte ich nicht so ganz. Bei fertiger Wurst sehe ich eh nicht das Problem. Robotik im Zerlegeprozess mit Kameras und KI könnte ich mir ab dort vorstellen, wo z.B. der Rücken oder die Keule auf dem Schragen liegt. Die Schnitte der Stücke sind ja definiert, kompliziert wirds eher, sowas wie eine Schaufel rauszuwuchten. Menschliche Bewegungsabläufe sind ja schon lange nicht mehr fremd, und den Kameraden kann man auch mit 4 Armen ausrüsten :hehe:
    Ich denke, wir werden das erleben. Falls es da noch Fleisch gibt.

    Ist es dann halt auch nicht mehr so weit bis zum nächsten Schritt, man frisst morgens paar Pillen und das war’s an Lebensmittel für den Tag.

    :kotz::kotz::kotz:

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  • Bezüglich Jobwegfall im Bereich der IT teile ich diese pessimistische Einschätzung nicht, die IT hat auf lange Sicht immer mehr Arbeitsplätze geschaffen als sie überflüssig gemacht hat. Aber Entwickler, die "nur" Routinejobs können, werden zukünftig sicher weniger gebraucht werden.


    Das sehe ich ganz ähnlich und ja, ich habe mich auch schon damit beschäftigt, bin aber auch schon lange genug im Geschäft um ein paar Hypes von "Software schreibt sich demnächst selber" erlebt zu haben.


    Ich denke, dass wird ein Werkzeug wie viele andere auch, sicher ein mächtiges aber auch nicht mehr. Und wenn es dann ein paar kleinere Codeteile selbst schreibt ist das doch super, gibt genug langweiligen Kram, der halt gemacht werden muss aber eigentlich jedem nur lästig. Auch jetzt werden ja schon Werkzeuge genutzt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass eine umfangreiche Anwendung deutlich mehr ist als ein bisschen Code schreiben. Wenn Kreativität, neue Ideen und das Anpassen von Prozessen gefragt ist werden vorerst weiter Menschen gefragt sein. Und man sollte auch nicht vergessen, dass alleine eine Spezifikation einer umfangreichen Anwendung kein triviales Thema ist und auch ChatGPT muss man irgendwie erklären, was man will.


    Und bei dem, was ich bislang von ChatGPT gesehen habe braucht es durchaus auch noch einen erfahrenen Entwickler, um die Ergebnisse beurteilen und ggf. den Prompt neu formulieren zu können. Den von Andreas oben geposteten Spruch finde ich da durchaus zutreffend.


    Bei uns im regulierten Umfeld gäbe es allerdings auch ein Problem mit der Zulassung, wenn eine KI zu große Teile des Codes ohne menschliches zutun generieren würde. Wir müssen halt die Abläufe und auch wichtige Entscheidungen dokumentieren und das ganze muss reproduzierbar sein. Da reicht es dann nicht zu sagen, gestern morgen hat die KI das ausgespuckt, heute ist es schon wieder etwas anders, weil sie dazu gelernt hat. Das Problem gibt es aber natürlich in vielen Bereichen nicht.


    Insgesamt finde ich es wichtig, dass man sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigt um den Nutzen und die Grenzen zu erkennen und es gewinnbringend einsetzen zu können. Passiert das nicht wird die deutsche Wirtschaft (noch) weiter abgehängt werden.


    Das Thema mit der Wurst funktioniert ja industriell schon ganz gut. Solange wir nur von der Technik und nicht vom Geschmack reden.


    Spätestens der Geschmack ist halt auch da der Punkt, wo der Mensch wieder ins Spiel kommt. Die KI könnte aber durchaus die Eigenschaften der Zutaten erfassen, und dann vielleicht etwas mehr Fett oder Muskelfleisch hinzugeben, was heute ein Mensch vielleicht nach Gefühl macht. Ich bin aber auch kein Spezialist für Wurstherstellung.

  • Sachbearbeiter in den Versicherungen werden durch KI ersetzt. In einem großen Versicherungskonzern läuft da seit einiger Zeit ein großer und wohl auch erfolgreicher Versuch.

    Die KI entscheidet bei einfachen Fällen, dabei nimmt man wegen der erheblich geringeren Kosten auch in Kauf, dass der ein oder andere Bescheid zugesagt wird, den ein Mensch abgelehnt hätte.


    In solchen Sachen steckt ein gigantisches Einsparpotential. Ähnlich wie vor 40 Jahren bei den ungelernten Hilfsarbeitern, z.B. bei Grundig am Band. Die Jobs wurden erst ins günstige Ausland verlagert und dann durch Maschinen ersetzt.

  • Ja, für solche Tätigkeiten kann ich mir das Vorstellen, dass einfache Sachen wegfallen ist aber ja auch keine Erfindung des 21 Jahrhunderts. Letztlich zeigt das nur wieder, wie wichtig Bildung ist. Wenn demnächst die geburtenstarken Jahrgänge alle im Ruhestand sind, werden wir aber vielleicht noch froh sein, wenn die vorhandenen Leute von vergleichsweise einfachen Routinetätigkeiten entlastet werden.