Die Zukunft des lokalen Metzgers, Bäckers und Fachhändlers gegen die großen Anbieter

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  • Grade beim Metzger durchgelaufen. Gut, schwierig nach dem Fleisch- und Wurstverwöhnwochenende in Wolframs. Aber ich bin ohne Kauf wieder rückwärts raus. Jetzt ist mir erstmals die lieblose, farblose, und unappetitlich aussehende Wurst aufgefallen. Gut, Dienstags gibt es normal noch keine frische Wurst in der Theke, das gibt der Zeitraum nicht her. Zudem muss zuallererst das alte Zeug verkauft werden. Trotzdem muss ich zum Leidwesen der Metzgereien feststellen, dass wenn der Durchsatz dort weniger wird, die Frische im Supermarkt folglich besser ist. Die produzieren das was in der Theke liegt nämlich jeden Tag. Sicher auch nicht ganz frisch durch die Transportwege, aber frischer als das was offenbar schon die 2. Woche beim Metzger in der Theke liegt :heul::ough: Böser Trend.

    Damit mein Gehirn keine Schimpfwörter vergisst, fahre ich regelmäßig Auto :top:

  • Gut, schwierig nach dem Fleisch- und Wurstverwöhnwochenende in Wolframs.

    Geht ja mir schon so das ich heute ohne Murren die Warnung das es heute Abend was vegetarisches geben muss...irgendwas mit Kichererbsen...komplett unemotional entgegen genommen habe...wie das bei den Leuten ist die die Mast mehrere Tage gemacht haben...

    Zur Sicherheit habe ich heute Mittag nen Burger gegessen.


    Trotzdem muss ich zum Leidwesen der Metzgereien feststellen, dass wenn der Durchsatz dort weniger wird, die Frische im Supermarkt folglich besser ist.

    Ja, ist hier auch so. Beim Metzger der wenig Umsatz macht und jetzt fast immer wenig Personal und Kunden im Laden hat schlingelt seinem Ende zu. Vorletztes Wochenende haben wir Hühnerbeine eingekauft die man wegwerfen konnte...Steaks zuvor hatten auch eine miserable Qualität.

    Früher war der echt gut, aber seit nichts mehr geht kann man da auch nicht mehr einkaufen.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Früher sagte mal ein Kollege zu meinem Vater: „Ein gut laufendes Geschäft ist leichter zu führen als ein schlecht laufendes“


    Bei einem gut gehenden Laden macht man zum Beispiel 150 Ringe Fleischwurst für Donnerstag bis Samstag, da kommt es auf 5-8 Ringe in der Planung nicht an, bei einem schlecht laufenden Laden verkauft man vielleicht nur 30 Ringe in der gleichen Zeit, da sind die 5-8 Ringe schon viel zu viel.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Und ich denke es ist auch kein (schlimmes) Problem wenn es mal was nicht gibt. Wenn gerade keine Käsegriller da sind, keine Corned Beef im Anschnitt, keine Leber frisch zu haben ist. Lieber man plant so als das was alt wird. Was anderes kaufe ich lieber als was, was nicht gut ist.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Und ich denke es ist auch kein (schlimmes) Problem wenn es mal was nicht gibt. Wenn gerade keine Käsegriller da sind, keine Corned Beef im Anschnitt, keine Leber frisch zu haben ist. Lieber man plant so als das was alt wird. Was anderes kaufe ich lieber als was, was nicht gut ist.

    Sehe ich ganz genauso. Wenn ich aber ab 17Uhr in die Bäckerei gehe und mir das Genörgel und Genöle anhöre weil die eine oder andere Brot/Brötchensorte nicht mehr verfügbar ist kann ich mir das an der Metzgertheke genauso vorstellen. Diese Kundschaft holt sich das gewünschte beim nächsten mal gleich im Vollsortimenter.

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  • Martin:


    ...sofern du noch eine Bäckerei hast, die um 17 Uhr noch offen hat.


    Seit Corona kenne ich da auch Bäckereien, die kurzerhand vom früheren 2-Schicht-Betrieb auf nur noch eine Schicht umgestellt haben. Da ist nichts mehr mit Einkaufen um 17 Uhr.

  • Da ist nichts mehr mit Einkaufen um 17 Uhr.

    Diese Kundschaft verliert man kurzfristig komplett an Discounter und den normalen LEH, wo das Zeug noch im Regal liegt. Das müsste die Qualität schon verdammt hoch sein damit sich die Kundschaft den Öffnungszeiten anpasst. Das muss man dann unbedingt wollen. Übrig bleiben auf jeden Fall die Allergiker, die nix anderes vertragen.

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  • Diese Kundschaft verliert man kurzfristig komplett an Discounter und den normalen LEH, wo das Zeug noch im Regal liegt. Das müsste die Qualität schon verdammt hoch sein damit sich die Kundschaft den Öffnungszeiten anpasst. Das muss man dann unbedingt wollen. Übrig bleiben auf jeden Fall die Allergiker, die nix anderes vertragen.

    Wobei das auch nur die halbe Wahrheit ist. Obwohl Netto eigentlich überall asslig ist haben wir den direkt vor der Haustüre in unserem Wohngebiet. Da bekommst ab 17.00 Uhr auch nur mehr Reste.... Ist leider so.

    Und ja sorry. Ich muss halt leider noch arbeiten und kann um 2 ned zum Einkaufen....

  • Unseren Bäcker besuche ich gar nicht mehr

    der hat zwar bis 18 Uhr auf aber mit leeren Regalen

    wenn er mich als Kunden nicht braucht, dann eben nicht. Auch nicht im Urlaub

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Wer Frühaufsteher ist, dürfte ganz früh am Morgen bei Bäckereien generell am besten dran sein (bevor man zur Arbeit fährt)

  • Wer Frühaufsteher ist, dürfte ganz früh am Morgen bei Bäckereien generell am besten dran sein (bevor man zur Arbeit fährt)

    Ist so - wenn ich den Kleinen in den Kindergarten bringen, kriegt der immer noch was vom Bäcker, da gibt's die Sachen, die's um 14 Uhr nicht mehr gibt, noch in Hülle und Fülle! ;)

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Wer Frühaufsteher ist, dürfte ganz früh am Morgen bei Bäckereien generell am besten dran sein (bevor man zur Arbeit fährt)

    da habe ich dann 12 Rentner vor mir, die ihre Teilchen sorgfältig auswählen und passend in bar bezahlen

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Es wird weder der Bäcker noch der Metzger so handhaben, weil er nicht mehr verdienen will. Es lohnt sich schlichtweg einfach nicht (mehr).


    Nachmittags ist die Kundenfrequenz deutlich geringer (sowas ist sicher standortabhängig) und je mehr du gegen Ende des Tages in der Theke liegen hast, desto mehr fliegt am Ende des Tages in den Müll bzw. an die Tafel (insbesondere beim Bäcker), wovon du aber nicht leben kannst oder deine Mitarbeiter bezahlen kannst. Ist sicher ein Teufelskreis - aber bei den hiesigen Rohstoff- bzw. Produktionskosten ein eminenter Faktor.

  • Wer Frühaufsteher ist, dürfte ganz früh am Morgen bei Bäckereien generell am besten dran sein (bevor man zur Arbeit fährt)


    GANZ früh ist aber manches auch noch nicht da ;)


    Insgesamt gilt, dass kleine Bäckereien und Metzgereien es immer schwerer haben.

    Ein Kunde von mir (Metzger) hat gesagt, dass er den Laden bald schließt: Rente und übernehmen will es keiner.
    Meine Eltern wollten gerade aus dem Urlaub von dem Metzger wie immer Wurst mitbringen - dauerhaft geschlossen.

    Ein Freund von mir ist Bäcker und hat während Corona eine seiner Filialen geschlossen. Macht er auch nicht mehr auf, denn es fehlt ohnehin Personal. Also das Personal auf die anderen Filialen aufgeteilt und gut. Zumindest eine zeitlang. Übernehmen will später auch hier niemand, dazu immer mehr Bürokratie und Vorschriften.


    Die großen Ketten können diese Veränderungen einfach besser umsetzen.

    Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht!
    (Theodor Körner)


    Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben!

    (Otto von Bismarck)

  • da habe ich dann 12 Rentner vor mir, die ihre Teilchen sorgfältig auswählen und passend in bar bezahlen

    Der Vollidiot, dessen Atem ich im Nacken spüren kann, 10cm hinter mir zu seiner Freundin: Boah, zum Glück sind noch 2 Puddingteilchen da.

    Ich... zur Bäckereiverkäuferin: "Und die beiden Puddingteilchen hier bitte...."

    Hab die dann dem Obdachlosen vor der Sparkasse geschenkt da ich die eh nicht esse ^^

    Damit mein Gehirn keine Schimpfwörter vergisst, fahre ich regelmäßig Auto :top:

  • Der Threadtitel ist zwar Fleisch, glitt aber zum Brot ab und dass es Bäckereien schwer haben.

    Das wäre eigentlich auch was für die "kuriosen Artikel", der Amtsschimmel wiehert beim Brotkaufen:


    Halbe Brote in Rheinland-Pfalz: Bäckermeister schäumt vor Wut - Eichamt will Verbraucher schützen
    Mehrere Bäckereien in Rheinland-Pfalz sollen Bußgeldbescheide erhalten haben, weil sie halbierte Brote verkauft haben sollen. Das sorgt nicht nur bei Kunden…
    www.inrlp.de

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Wer Frühaufsteher ist, dürfte ganz früh am Morgen bei Bäckereien generell am besten dran sein (bevor man zur Arbeit fährt)


    Wenn unsere bevorzugte Bäckerei hier aufmacht sitzt meine Frau schon am Schreibtisch, wenn ich aufstehe haben sie schon nichts mehr ;) ;) Und wie hier auch schon geschrieben, zu früh ist auch nicht gut, da gibt es noch nicht alles, dass kann sich teils bis nach 8:00 Uhr ziehen. Ich verstehe ja durchaus, warum es so ist, dass man aber nach 14:00 ins der Bäckerei viele Sachen nicht mehr bekommt ist schon ziemlich lästig.


    Der Vollidiot, dessen Atem ich im Nacken spüren kann, 10cm hinter mir zu seiner Freundin: Boah, zum Glück sind noch 2 Puddingteilchen da.


    Was wirklich hilft wenn Rentner mir mal wieder den Einkaufswagen in den Hacken schieben ist zu sagen "verstehe Ichre Ungeduld, gehen sie mal vor, sie haben ja nicht mehr so lange" ;) :duw:

  • "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit."


    Der nette Handwerksmetzger macht zu: Im Geburtsort meiner Mutter (Saarburg) waren vor 1990 noch 3 Metzgereien im Geschäft. Jetzt hat man die Wahl zwischen der Fleischtheke im Wasgau-Supermarkt, und der Fleischtheke im Rewe-Center. Die 3 Handwerksfleischer haben alle zu gemacht.


    Das ist Realität. Nun: Autofreie Innenstadt? Was ich will ich da überhaupt noch? Rentner, Studenten, Besoffene, nachts die Versammlung eines gemischten Prekariats. Abwechselnd Ketten-Jeans-Läden, Freß- und Saufbuden, Dönergrills und Handyläden, unterbrochen von den unvermeidlichen Spielhallen..... Macht sie nicht nur autofrei, verlegt überall dieses weiche Gummipflaster wie auf Spielplätzen, damit Rentner und besoffene wenigstens verletzungsfrei fallen können in ihrem CO²-frei-Reservat..... Unsere Innenstädte sterben nicht. Sie werden erdrosselt. In dem man den PKW-Verkehr drosselt. Die Verkehrsform derer die zum Staat beitragen, und ihm nicht auf der Tasche liegen. Der Verkehrsform der nüchternen. Der Verkehrsform der kaufwilligen.


    So. Das mußte mal raus. Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Unsere Innenstädte sterben nicht. Sie werden erdrosselt. In dem man den PKW-Verkehr drosselt.


    Vor ein paar tagen hatte ich das Vergnügen in der Innenstadt einer westdeutschen Großstadt erst 30min bei der Zufahrt zum Parkhaus im Stau zu stehen, dann noch einmal eine Stunde bei der Ausfahrt bis dann doch mal einer auf die Idee gekommen ist, dass man die Absperrung vielleicht etwas an die Seite räumen könnte. In dem Fall wollte ich eigentlich nur etwas abholen, beim nächsten mal muss es vermutlich die Post richten oder der Umsatz findet halt gleich beim Onlinehändler statt, wobei der mir in dem Fall nicht den gleichen Service geboten hätte.