X3 30e - Standklima nur durch Rekuperation?

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  • Moin moin zusammen.


    Bevor ich zur eigentlichen Frage komme, hier die Vorgeschichte:

    Ich möchte mir privat einen BMW X3 aus 2020, 2021 - also "pre LCI" - kaufen.

    Ein Diesel kommt nicht in Frage, dafür fahre ich zu wenige km im Jahr.

    Einen Plug-In Hybriden hatte ich eigentlich(!) auch ausgeschlossen, da ich ihn weder zuhause noch auf der Arbeit laden kann. Bleibt also nur der klassische Benziner.


    Auf Fahrzeugbörsen habe ich dann festgestellt, dass ein X3 als Benziner viel seltener mit der von mir gewünschten Ausstattung zu finden ist, als ein 30e. Tatsächlich sind die Plug-In's bei relativ gleichem Preis meist sogar noch besser ausgestattet. Vor allem eine Standheizung ist bei Benzinern fast so selten wie ein bunter Hund. Eine Standheizung ist zwar kein Muss für mich, wäre aber schon schön zu haben. Und da die 30e's serienmäßig die Standklimatisierung haben, wäre so einer vielleicht doch interessant.

    Allerdings wird die Standklima ja über den Akku angetrieben und in einem anderen Forum habe ich schon gelesen, dass so ein 30e ungefähr 10% / 5 km elektische Restreichweite haben muss, damit die Standklima überhaupt noch anspringt.


    Deshalb jetzt endlich die Kernfrage: Ist es möglich, den Akku nur durch die Rekuperation während der Fahrt so weit aufzuladen, dass die Standklima regelmäßig im Winter verwendet werden kann?

    Und wenn ja: Wie viel müsste man dafür dann rein mit dem Benzier fahren? Gibt es eine pi mal Daumen Berechnung ala "15 km auf der Staße fahren um 1 km elektische Reichweite zu generieren"?


    Oder ist diese komplette Überlegung schon aus wirtschaftlichen Gründen totaler Blödsinn, weil der 30e dann Unmengen von Sprit fressen würde?


    Vielen Dank schon mal für eure Eindrücke!

  • In der Regel haben die Fahrzeuge einen Modus, in welchem Du während der Fahrt den Batterie-Ladezustand erhalten oder auch laden kannst (bei BMW meines Wissens der Battery Control Modus).


    Da ist es möglich, dass die Batterie über den Verbrenner auch proaktiv geladen werden kann. Sonderlich wirtschaftlich ist das nicht und merkst Du i.d.R. schon am Spritverbrauch. Ist eigentlich eher für "Notfälle" gedacht, wenn man irgendwo emissionslos durchfahren möchte/muss.


    Eine Ladung durch die eigentliche Rekuperation ist nicht der Rede wert - diese ist eher nützlich zur Reichweitenverlängerung.


    Hast Du nicht die Möglichkeit das Auto an eine normale 230-V-Steckdose zu hängen? Reicht ja für diese Zwecke und beim Plug-In-Hybrid imo schon aus.

  • Standklima kenn ich persönlich nicht. Bei Standheizung heisst die Faustregel:

    Fahrzeit muss länger sein als Heizzeit, sonst wird der Akku schlapp Also bei reiner Kurzstrecke eher Vorsicht ohne Lademöglichkeit.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Ohne all zu tief in der E-Auto Materie drinn zu sein (meine E-Autos sind alle im Maßstab 1:10)


    Rekuperation erfolgt durch bremsen - nicht durch Gas geben - es nutzt Dir also auch nix, wenn Du 200km auf der BAB fährst (ausser Du fährst 5x den Elzer Berg hoch und runter).

    In wie weit der kleine Elektromotor - der ja im Schubbetrieb als Generator arbeitet - Energie erzeugt muss jemand anders beantworten aber bedenke, dass im Gegensatz zu einem reinen E-Auto hier nicht einfach übers Gaspedal gebremst wird und dadurch der gesamte große E-Antrieb als Bremse arbeitet.

    Ich denke also der Anteil ist nicht sooo groß.


    Wenn Du aber darüber nachdenkst, die Batterie hauptsächlich für die Standheizung zu nutzen, was steht dem entgegen die Karre ab und zu mal wenn man unterwegs ist an eine Ladesäule zu hängen?

    Auch Du wirst ja mal einkaufen oder sonstige Dinge mit dem Auto machen ausser dem Arbeitsweg.

    Auch ich gehe mit der Zeit und fahre E-Autos: E30, E31 und E46! :daumen:


    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Ich hatte ja einen X3 30e Testfahrzeug fürs Wochenende, bevor ich mich für den Diesel entschieden habe. Irgendwo findet man auch den Thread dazu noch.


    Er hat einen proaktiven Modus den Akku mit dem Verbrenner zu laden um lokal Emissionsfrei zu fahren wie yade auch schrieb.


    Darüber bekommt man den Akku auch voll, wenn man will.


    Ciao Mike

  • Vielen Dank erstmal für die flotten Antworten.


    Hast Du nicht die Möglichkeit das Auto an eine normale 230-V-Steckdose zu hängen? Reicht ja für diese Zwecke und beim Plug-In-Hybrid imo schon aus.

    Tatsächlich eher nicht, da die Anwohnerparkplätze im Innenhof sind und ich ein Verlängerungskabel fast über den ganzen Hof legen müsste.


    Standklima kenn ich persönlich nicht. Bei Standheizung heisst die Faustregel:

    Fahrzeit muss länger sein als Heizzeit, sonst wird der Akku schlapp Also bei reiner Kurzstrecke eher Vorsicht ohne Lademöglichkeit.

    Das ist auch noch so ein Punkt: Die Standheizung arbeitet ja mit Sprit und der Autobatterie - wenn da die Fahrzeit < Heizzeit ist, ist die Batterie schnell platt. Wie ist das beim Plug-In, der nicht an der Steckdose hängt? Leidet da der Akku?


    …Karre ab und zu mal wenn man unterwegs ist an eine Ladesäule zu hängen?

    Auch Du wirst ja mal einkaufen oder sonstige Dinge mit dem Auto machen ausser dem Arbeitsweg.

    Der Gedanke kam mir auch schon, allerdings wohne ich in einer Kleinstadt, und dort, wo tatsächlich Ladestationen stehen, bin ich nur 30 bis 45 Min. drin. Da der Akku - wie ich gelesen habe - ca. 3,5 Std. braucht zum Aufladen, wären das auch immer nur kurze „Elektrospritzen".


    Werde mir jetzt nochmal den Thread von Mike raussuchen, aber irgendwie schwindet meine Begeisterung für den 30e 🙈

  • Hi,

    steckt in dem Thema drin:



    Um den 30e geht es ab Seite 2


    Ciao Mike

  • Tatsächlich eher nicht

    So ein Auto muss man schon aus irgendeinem Grund wollen, für mich macht es keinen Sinn einen Haufen Technik und ne Batterie durch die Gegend zu gondeln, was zwecklos im Auto verbaut ist, wenn man den nicht auf den kurzen Strecken elektrisch fahren kann. Weiter darf ich nix sagen, weil ich in dieser Praxiskonstellation nicht mal einen steuerlichen Grund dafür nachvollziehen könnte.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Moin,

    das ist ja nicht nur ein Thema für den X3. Bei meinem 3er mit der gleichen Antriebskombination ist es so, dass Du auch den Akku über das normale Fahren laden kannst. Da gibt es einen extra Modus für. Da sagste dann der Akku soll bei 30-40% bleiben und dann wird der über das Fahren entsprechend aufgeladen.


    Wenn Du nun aber nur Kurzstrecke fährst, wird das recht ineffizient, gerade im Winter. Hier kann ich dann nur raten, laden laden laden. Gerade für die Kurzstrecke ist das Antriebskonzept ja genial, wenn Du was zum aufladen hast.

    Ich kann in der Firma laden und heize im Winter immer so 3-4Minuten vor, dann sind die Scheiben meist enteist und die Sitze/Lenkrad schon warm :D Da ist so ein Stromer schon besser als ein nur Benziner mit Standheizung.

    Zitat von Der_Stevie


    Ist natürlich regional unterschiedlich, aber hier haben Geschwister meist keine Kinder zusammen.