Schreckliche Verbrechen

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  • Und somit sollten die Eltern auch in Freudenberg zur Verantwortung herangezogen werden.

    Ich denke schon, dass es immer eine Einzelfallbetrachtung ist aber im Prinzip ist das schon vorstellbar. Wobei ich auch aus Amokläufen etc. heraus Eltern gesehen habe, für die eine Welt zusammen gebrochen ist und die gar keinen Schimmer hatten obwohl die nicht wirkten wie solche beschriebenen Personenkreise.


    Mich würde immer noch das Motiv interessieren, dass zwei Kinder zum Mord an einem Kind treibt - allein schon um selbst dafür sensibilisiert zu sein weil die Polizei ja sogar sagte, als Erwachsener könne man sich so ein Motiv kaum vorstellen...... wenn hier jemand Facebook, Instagram etc. nutzt, könnte er ja mal nachschauen ob man dazu was findet.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Hier denke ich, ist etwas Wahres dran.

    Das Zitat impliziert (völlig ohne Grundlage), dass die Vernachlässigung der Kinder durch arbeitstätige Mütter der Grund für dieses Verbrechen ist - finde ich etwas hilflos und übergriffig...


    Und der Wunsch nach Bestrafung der Eltern für die Taten ihrer Kinder ignoriert völlig den Einfluss, dem Kinder ausserhalb des Elternhauses ausgesetzt sind und deren Persönlichkeit (die nicht allein durch Erziehung geformt wird) - nicht umsonst findet sich in keinem Land der Welt im Strafgesetzbuch Entsprechendes!

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Ich kann diesen diversen Expertenmeinungen, die ins Blaue hinein spekulieren, nichts abgewinnen.

    Es ist nichts über das Umfeld der Mörderinnen bekannt, außer dass die aus bürgerlichen Verhältnissen kommen.


    Was war z. B. mit dem Amokläufer von Winnenden?

    Da gab es sicher Unzulänglichkeit im emotionalen Bereich

    Zitat

    Der Vater habe im Gespräch „eindeutig eine Schwäche im Wahrnehmen und Ausdrücken von Gefühlen“ offenbart, es habe da „wenig emotionales Mitschwingen“ gegeben. Manches spricht dafür, dass auch die Mutter vor Tims Unzugänglichkeit schlicht kapitulierte.

    Andererseits kümmerten sich die Eltern mit hohem Zeitaufwand um den Sohn.

    Mitschuldig wurde der Vater nur gesprochen, weil er eine Waffe ungesichert aufbewahrte.

    Siehe Artikel

    Teil 1: Wie es dazu kam - Vorgeschichte des Amoklaufs - Nachrichten - Zeitungsverlag Waiblingen
    Eine gestörte Psyche, familiäre Wahrnehmungsschwächen, der fatale Umgang mit Waffen, Weinsberger Fehler.
    www.zvw.de


    Ohne genaueres Wissen möchte ich mich an Spekulationen nicht beteiligen und schon gar nicht Forderungen nach einer strafrechtlichen Einbeziehung der Eltern stellen.

  • Wer mit 12 oder 13 seine beste Freundin in einen Hinterhalt lockt, mit zahlreichen Messerstichen tötet, dann heimgeht und den Eltern am Telefon erzählt, die Freundin sei auf dem Heimweg, der ist sich im Klaren, was gerade passiert ist. Meine Meinung.

    Woher kommt denn die Information, dass eine der Täterinnen die beste Freundin war und ein entsprechendes Telefongespräch geführt hat?

    Und gerade die Tatsache, dass das Kind gemessert wurde, spricht ja (ganz grundsätzlich) nicht für einen "kaltblütigen Mord"...

    Grüße
    shneapfla
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Woher kommt denn die Information, dass eine der Täterinnen die beste Freundin war

    Das zumindest steht in jeder Überschrift, einfach googlebar.

    Ich stelle mir immer noch die Frage wie die Mädels ohne durch die Eltern einfach erkennbare Spuren heimgekommen sind.


    Und somit sollten die Eltern auch in Freudenberg zur Verantwortung herangezogen werden.

    Ich denke, Dominik hat da ganz recht:

    Die Familie ist so oder so zerstört. Da kannst nicht mehr am öffentliche Leben teilnehmen.

    Ich bin auch der Meinung, dass Du als nicht ganz emotional versagendes Elternteil hier erstmal genug Probleme hast. Nicht nur mit der eigenen Psyche, auch mit den Ämtern.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Das zumindest steht in jeder Überschrift, einfach googlebar.

    Ich stelle mir immer noch die Frage wie die Mädels ohne durch die Eltern einfach erkennbare Spuren heimgekommen sind.

    Ich denke der Instinkt der Eltern geht dazu, die eigenen Kinder erstmal zu schützen.

    Sollte es auch einen noch so schlimmen Hintergrund geben...

    Wäre absolut menschlich, eine absolute Ausnahmesituation.

    Würde mich auch nicht wundern, wäre der Anruf der Kinder bei den Eltern der Opfer um die Tat zu verschleiern, nicht alleine von den Kindern ausgedacht.

  • Das mit der Strafmündigkeit ab 10 würde ich beim einen oder anderen gerne mal sehen wenn die Polizei vor der Tür steht weil das EIGENE Kind mit 11 ein Päckle Pokemon-Karten im Laden geklaut hat weil das Taschengeld nicht mehr gereicht hat... Kann man auch dann schon voll drauf hauen? Wehret den Anfängen? Noch spannender wird es dann, wenn es mit den ersten Smartphones und Whatsapp-Gruppen losgeht. Ich sag nur §§ 131, 184 ff. u.a. StGB. Da sind Kinder/Jugendliche schneller mit dabei als so manche Eltern denken.


    Das jeweilige Alter zur Strafmündigkeit hat in Deutschland eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich. Andere Länder haben teils andere Bestimmungen dazu, aber auch die muss man sich genauer anschauen als das auf den ersten Blick wirkt. Auch in der Schweiz (ab 10) fährt man in dem Fall hier mit 13-jährigen Tätern nicht ins Gefängnis ein. Andere Länder haben dann wieder so kopfschüttelnde Sachen wo 7-jährige aus der Schule in Handschellen geführt werden weil sie eine Mitschülerin geküsst haben. Die Frage der Strafmündigkeit taucht regelmässig in der Rechtswissenschaft auf. Die Gründe für oder gegen eine Anhebung sind vielfältigster Art, es gibt viele gute Argumente für eine Senkung, viele gute Argumente gegen eine Senkung.


    In obigem Fall sehe ich vorallem eines: Das Leben von drei Familien ist zerstört worden bis in die Grundfesten. Für keinen wird es jemals wieder so sein wie es war.

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Würde mich auch nicht wundern, wäre der Anruf der Kinder bei den Eltern der Opfer um die Tat zu verschleiern, nicht alleine von den Kindern ausgedacht.

    Naja, ich bezweifle dass ein Kind heimkommt und erzählt dass es soeben ein anderes Kind mit nem Messer umgebracht hat. Und wenn man als Elternteil auch nur den Verdacht haben könnte, dass da ein anderes Kind evtl. schwer verletzt wurde, bleibt für mich die Frage ob der Schutz des eigenen Kindes oder evtl. das gesundheitliche Wohl des anderen Kindes im Vordergrund steht. Kann ich mangels Erfahrung einer solchen Situation so nicht sagen.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Das mit der Strafmündigkeit ab 10 würde ich beim einen oder anderen gerne mal sehen wenn die Polizei vor der Tür steht weil das EIGENE Kind mit 11 ein Päckle Pokemon-Karten im Laden geklaut hat weil das Taschengeld nicht mehr gereicht hat... Kann man auch dann schon voll drauf hauen?

    Wo ist das Problem? Der Lerneffekt - das war FALSCH - wird nachhaltig sein.

    Das muss nicht zwingend bedeuten "voll drauf hauen" das man einen 10 jährigen 3 Wochen Arbeitslager verpasst. Wie immer wäre auch hier nicht nur schwarz/weiß Denken hilfreich.

  • Das mit der Strafmündigkeit ab 10 würde ich beim einen oder anderen gerne mal sehen wenn die Polizei vor der Tür steht weil das EIGENE Kind mit 11 ein Päckle Pokemon-Karten im Laden geklaut hat weil das Taschengeld nicht mehr gereicht hat...

    Dass die Polizei die Schratzen zu Hause abliefert kann einem im Fall der Fälle schon früher passieren. Alternativ abholung auf der Wache. Mit Strafmündigkeit hat das aber nix zu tun.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Naja, ich bezweifle dass ein Kind heimkommt und erzählt dass es soeben ein anderes Kind mit nem Messer umgebracht hat. Und wenn man als Elternteil auch nur den Verdacht haben könnte, dass da ein anderes Kind evtl. schwer verletzt wurde, bleibt für mich die Frage ob der Schutz des eigenen Kindes oder evtl. das gesundheitliche Wohl des anderen Kindes im Vordergrund steht. Kann ich mangels Erfahrung einer solchen Situation so nicht sagen.

    Bin ich völlig bei dir.

    Aber ob du erstmal dein Kind schützt wenn du in so eine Extremsituation kommst, kann ich mir schon vorstellen.

    Blut ist dicker als Wasser, auch wenn es absolut nicht richtig ist/wäre.

    Zum Glück ist hier jeder frei von solchen Erfahrungen... :heul:


    Diese Geschichte erschaudert mich als Elternteil schon.

    Gerade wenn auch hier an den Grundschulen schon ein Umgang miteinander herrscht den man von früher nicht kannte...

  • Das Mädchen wurde wohl durch "zahlreiche Messerstiche" getötet, dass ist (mWn) ein Indiz für eine Tat im Affekt.

    Sehe ich nicht so. 50 / 50 Wahrscheinlichkeit.


    12 jährige Mädchen haben wohl nicht so viele Alternativen - es sei denn die Eltern haben eine geladene Pistole ungesichert zuhause herum liegen.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Die „beste“ Freundin ersticht das Mädchen wegen eines TikTok Streites, einfach nur noch unfassbar.

    Warum hat ein 12 oder 13-jähriges überhaupt ein Messer dabei, ist das heute schon so üblich, gehört das zur Grundausstattung wenn man das Haus verlässt wie das Smartphone?


    Da ich davon eigentlich nicht ausgehe ist das für mich vorsätzliche Tötung gewesen.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Sehe ich nicht so. 50 / 50 Wahrscheinlichkeit.

    Ich habe drüber nachgedacht und sehe nun sogar etwas über 50% Wahrscheinlichkeit für ein geplantes Vorgehen. Während der Straßenkönig von Neukölln wahrscheinlich standardmäßig mit Messer in der Tasche herum läuft, kann ich mir dies bei einem 12 oder 13 jährigen Kind nicht vorstellen - zumindest mal auf Basis dessen, was wir über den Fall wissen. Affekt wäre möglich, wenn die Leiche in der Küche gefunden worden wäre, wo es neben dem Messerblock zum Streit gekommen wäre. Hier aber muss doch das Messer gezielt mitgenommen worden sein zu einem abgelegenen Platz im Wald...... da fällt es mir sehr schwer, eine Affekttat als das wahrscheinlichste Ereignis zu betrachten.

    Viele Grüße
    Oliver

  • und schon gar nicht Forderungen nach einer strafrechtlichen Einbeziehung der Eltern stellen.

    Wie sagt der Volksmund so schön:

    A******kinder haben A******eltern.

    "There's too many men, too many people, making too many problems

    And not much love to go 'round, can't you see this is a land of confusion?"

    M. Rutherford, 1986

  • Es läuft einem eiskalt den Rücken runter...


    Nicht nur das - ich, obwohl überhaupt nicht betroffen, verspüre eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
    Den Eltern wurde das Liebste genommen.
    Du verbringst bange Stunden bei der Geburt, schlimme Stunden bei jeder heftigen Krankheit, Stunden schlafloser Nächte - bist froh, dass dein Kind "aus dem Schlimmsten" heraus ist und dann wird es von der besten(!) Freundin heimtückisch getötet.

    Du bist froh, dass dein Kind sich wegen des Mobbings einem Erwachsenen anvertraut hat, anscheinend gab es auch eine Lösung denn sonst hätte Luise nicht dort übernachten wollen.

    Dann wird sie hinterlistig in eine Falle gelockt und aus Rache über das Petzen mit über 30 Messerstichen mit einem kleinen Messer brutal getötet.
    Natürlich kann ein einzelner Stich tödlich sein.
    Hier wollte die vermeintliche Freundin eben sicher gehen oder es war ein "Overkill".

    Man stelle sich das bitte nur mal ansantzweise vor (und die Eltern haben Stunden, Tage und Monate in denen sie sich das vorstellen werden!) - 30 Stiche mit einem kleinen Messer um dann langsam zu verbluten.
    Und deine "beste Freundin" steht daneben... was da im Detail abgelaufen ist, wird verständlicherweise vor der Öffentlichkeit verschwiegen.
    Dennoch werden sich Luises Eltern genau diese Fragen stellen - was ist da im Detail mit meinem Kind abgelaufen.

    Und die anderen beiden Kinder kommen mit einem verschärften "dudu" davon??

    Ja, es ist eine Extremsituation - für die Eltern Luises jedoch auch (und für diese noch viel, VIEL mehr).

    Ich wüsste nicht, wie ich als betroffener Vater reagieren würde, echt nicht.

    So etwas wünscht man keiner Familie.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.