Streiks in Deutschland und Europa

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  • Am 27. März drohen bundesweite Streiks und sogar ein Stillstand:


    Verkehrs-Streiks: Am 27. März soll Deutschland stillstehen
    Wer Pläne für den 27. März hat, sollte sich das gut überlegen. Verdi und Bahn-Gewerkschaft planen gemeinsamen Streik im Verkehrssektor.
    bild.de

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Die Forderungen der Gewerkschaften sind aber auch ganz schön heftig, wenn die durchgehen wird das die Inflation weiter anheizen 🤔

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Am Ende der letzten März Woche wollen wir mit LH in den Urlaub fliegen..... wie hoch die Chance wohl ist, dass das glatt geht und nicht irgendeine der zahlreichen Beschäftigtengruppen im Prozess mit zum Abheben uns einen Strich durch die Rechnung macht, da bin ich mal gespannt.


    Waren früher immer entspannt, wenn wir was anderes als LH gebucht haben weil da ja auch oft gestreikt wird aber im Grunde ist das jetzt auch fast schon nebensächlich da auch zig andere Berufsgruppen einem den Urlaub vermiesen können.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Ja, die Spirale dreht sich wieder. Wer hat angefangen? ;)

    Die EZB mit ihrer Geldpolitik, wenn aber die Forderungen so umsetzt, geschieht genau dass was Otti sagt.


    wenn die durchgehen wird das die Inflation weiter anheizen 🤔

    :sz:


    Ist das Problem der Inflation

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain

  • Gesprochen wie ein Arbeitgeber.


    Es fällt halt schon auf, dass man in vielen Teilen der Welt Abläufen begegnet die wie Uhrwerke funktionieren und hier "ist immer irgendwas".


    Ich habe zu Gewerkschaften tatsächlich eine sehr negative Einstellung. Würde es wahrscheinlich lockerer sehen wenn dort auch Realisten am Werk wären. Ich erinnere mich an frühere Kontakte zur Gewerkschaft, wo man den Eindruck hatte, die verlesen in einer Betriebsversammlung ein komplettes streng sozialistisches Manifest. Mir ist das zwei Nummern zu krass.....


    Soziale Marktwirtschaft Ok - Sozialismus nein!!!


    Vielleicht bräuchten wir ein System das sich irgendwo zwischen den USA mit ihren zahlreichen Menschen ohne Krankenversicherung und Obdachlosigkeit und unserem aktuellen System befindet.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Am Ende der letzten März Woche wollen wir mit LH in den Urlaub fliegen..... wie hoch die Chance wohl ist, dass das glatt geht und nicht irgendeine der zahlreichen Beschäftigtengruppen im Prozess mit zum Abheben uns einen Strich durch die Rechnung macht, da bin ich mal gespannt.

    Wir fliegen auch am 25. März, allerdings nicht mit LH... Aber wenn am MUC gestreikt wird, ist das ja wurscht. Hoffentlich bleibt es beim angekündigten 27ten, ein bissl mulmig ist mir schon :rolleyes:

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    "Eigentlich bin ich ganz anders - ich komm nur so selten dazu..."

  • Es fällt halt schon auf, dass man in vielen Teilen der Welt Abläufen begegnet die wie Uhrwerke funktionieren und hier "ist immer irgendwas".

    So wir bei den französischen Fluglotsen z.B.? ^^


    Mag sein, dass Du Deine Erahrungen gesammelt hast.

    Den Eindruck zu erwecken, dass die Leute nur streiken, um Dir den Urlaub zu versauen, greift aber ein wenig kurz, oder?

  • Mag sein, dass Du Deine Erahrungen gesammelt hast.

    Den Eindruck zu erwecken, dass die Leute nur streiken, um Dir den Urlaub zu versauen, greift aber ein wenig kurz, oder?

    kenne dich gar nicht so links denkend. :saint:

    :duw:

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain

  • So wir bei den französischen Fluglotsen z.B.? ^^


    Mag sein, dass Du Deine Erahrungen gesammelt hast.


    :hehe:, nein Frankfreich ist natürlich DAS Streikland schlechthin. Das würde ich für Deutschland nicht zum Vorbild nehmen wollen.


    Meine Erfahrungen bezogen sich eher auf andere Kontinente. :)



    Den Eindruck zu erwecken, dass die Leute nur streiken, um Dir den Urlaub zu versauen, greift aber ein wenig kurz, oder?

    Ja, absolut! Im Gegenteil sogar - ich glaube kaum, dass es denen darum geht, den Mitbürgern zu schaden. Das wäre ja Quatsch. Mir ist schon klar, dass es um persönliche Ziele geht. Und ich finde auch, dass die Mitarbeiter selbst hier gar nicht das "Problem" sind, wenn man denn von Problem sprechen möchte. Das "Problem" sehe ich wie gesagt eher bei den aufhetzenden Gewerkschaften, die sich oftmals von Maß und Mitte verabschiedet haben. Ich hatte das auch nicht so auf dem Schirm bis ich mich beruflich mit denen auseinander setzen musste und einen Einblick in die Denkmuster erhalten habe.

    Viele Grüße
    Oliver

  • kenne dich gar nicht so links denkend. :saint:

    :duw:

    Das hat mit links denkend nichts zu tun.

    Mein Verständnis von sozialer Marktwirtschaft ist "Leben und leben lassen" zwischen den Tarifparteien.

    Im Moment sehe ich eher das Gegenteil davon, insbesondere (aber nicht nur) in der Luftfahrt und allen anhängenden Branchen.


    Warum Arbeitnehmer außerdem die Folgen einer komplett vergeigten Geldpolitik tragen sollten, indem sie auf Lohnforderungen verzichten, "um die Inflation nicht zu treiben", erschließt sich mir auch nicht unmittelbar. Aber vielleicht kann mich da jemand erhellen.

  • Meine Erfahrungen bezogen sich eher auf andere Kontinente. :)

    Jo, Du gibst Dich ja gelegentlich als Fan der Emirate zu erkennen. Da könnte ich auch ein paar Geschichten erzählen (natürlich wieder aus der begrenzten Perspektive der Luftfahrt). Sagen wir mal so: die Sklaverei ist dort de facto immer noch nicht abgeschafft.

    Ob das ein geeignetes Modell ist, um sich daran zu orientieren, weiß ich nicht.


    Zitat

    Ja, absolut! Im Gegenteil sogar - ich glaube kaum, dass es denen darum geht, den Mitbürgern zu schaden. Das wäre ja Quatsch. Mir ist schon klar, dass es um persönliche Ziele geht. Und ich finde auch, dass die Mitarbeiter selbst hier gar nicht das "Problem" sind, wenn man denn von Problem sprechen möchte. Das "Problem" sehe ich wie gesagt eher bei den aufhetzenden Gewerkschaften, die sich oftmals von Maß und Mitte verabschiedet haben. Ich hatte das auch nicht so auf dem Schirm bis ich mich beruflich mit denen auseinander setzen musste und einen Einblick in die Denkmuster erhalten habe

    Ich erlebe das anlässlich unserer gerade laufenden Tarifverhandlungen im Moment von der anderen Seite her und wundere mich über so manches Denkmuster von Management-Seite.

    Alles eine Frage der Perspektive.


    Aber dass Du nicht nachvollziehen kannst, warum ein Mitarbeiter von der Rampe 10% mehr Gehalt fordert, damit er dieser Tage noch über die Runden kommt, ist für mich wiederum nachvollziehbar. No offense.

  • Das ist doch vollkommen klar, wenn auf der einen Seite die Löhne steigen, wohlgemerkt im Bereich von ca. 10 Prozent, dann steigen auch wieder die Preise für die Produkte.

    Danach werden wieder neue Lohnerhöhungen gefordert und das wird wiederum die Preise steigen lassen, die Spirale wird sich immer höher drehen.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Warum Arbeitnehmer außerdem die Folgen einer komplett vergeigten Geldpolitik tragen sollten, indem sie auf Lohnforderungen verzichten, "um die Inflation nicht zu treiben", erschließt sich mir auch nicht unmittelbar. Aber vielleicht kann mich da jemand erhellen.

    Dem Gedanken kann ich auch folgen. Ebenso könnte man einwerfen, warum die Wirtschaft für die verfehlte Politik aufkommen soll indem sie Lohnsteigerungen realisieren "muss" die nicht wirtschaftlich vertretbar sind. Ich meine damit, die Wirtschaft leidet ja ebenso an der Inflation - muss bei gestiegenen Kosten jeglicher Coleur trotzdem irgendwie versuchen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Und wenn man dann sowieso schon einbrechende Margen hat und auch nicht unbegrenzt die Preise anziehen kann, dann verstehe ich schon, dass man sagt, Lohnsteigerungen ja aber bitte dann, wenn es auch durch die entsprechende wirtschaftliche Entwicklung gerechtfertigt ist.

    Ich denke, für beide Seiten gibt es Argumente. Und bei beiden Seiten ist die Ausgangslage die selbe - die Politik ist großenteils Schuld und nicht die Arbeitnehmer und auch nicht die Wirtschaft.



    Danach werden wieder neue Lohnerhöhungen gefordert und das wird wiederum die Preise steigen lassen, die Spirale wird sich immer höher drehen.

    Das für sich allein genommen wäre ja gar nicht das Problem! Aber dass der Rest der Welt das eben nicht so macht, wird zum Problem. Niemand kauft mehr deutsche Produkte, niemand fliegt mehr deutsche Airlines, niemand nutzt mehr deutsche Dienstleistungen....... das wäre ja die Folge.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Das ist doch vollkommen klar, wenn auf der einen Seite die Löhne steigen, wohlgemerkt im Bereich von ca. 10 Prozent, dann steigen auch wieder die Preise für die Produkte.

    Danach werden wieder neue Lohnerhöhungen gefordert und das wird wiederum die Preise steigen lassen, die Spirale wird sich immer höher drehen.

    Soviel Ahnung von Wirtschaftstheorie hab ich auch noch, 20 Jahre nach dem Studium.

    Aber inwiefern sollen die Arbeitnehmer jetzt die Dummen sein?


    Warum senkst Du nicht Deine Preise? :sz: Könntest Du doch auch machen, um die Inflation nicht anzuheizen.

  • Warum senkst Du nicht Deine Preise? :sz: Könntest Du doch auch machen, um die Inflation nicht anzuheizen.

    Ich habe meine Preise zum Beispiel (noch) nicht angehoben als ich die höheren Preise für die Materialien, der Energie, Versicherungen etc. bekommen habe, die Wurstwaren kosten nach wie vor gleich. Mir ist klar dass das von meinem Verdienst abgeht, aber mir widerstrebt das den langjährigen Kunden immer mehr Euro abzuknöpfen, die haben es zum Teil schon schwer genug.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • aber mir widerstrebt das den langjährigen Kunden immer mehr Euro abzuknöpfen, die haben es zum Teil schon schwer genug.

    Genau das meinte ich ja.

    Für Gutverdiener sind die Preiserhöhungen spürbar, aber oft vermutlich zu verschmerzen.

    Für die vielen Geringverdiener, die vorher schon nicht viel übrig hatten, geht es aber ans Eingemachte.


    Dazu kommt, alle Welt redet von Fachkräftemangel. Ein Mangel müsste eigentlich per se für steigende Preise (sprich Löhne) sorgen. Auch Wirtschaftstheorie.

  • Für die vielen Geringverdiener, die vorher schon nicht viel übrig hatten, geht es aber ans Eingemachte.

    Das ist richtig. Dafür hat man ja den Mindestlohn innerhalb kurzer Zeit um mehr als 20 (!) % erhöht und weitere Erhöhungen werden bereits diskutiert.


    Am Ende müssen die Lohnkosten der wirtschaftlichen Basis eines Unternehmens entsprechen. Ein Unternehmen leidet in den meisten Fällen ebenso unter den Entwicklungen und ist nicht per Naturgesetz dafür da, um politische oder volkswirtschaftliche Entwicklungen die in eine ungünstige Richtung laufen, auszubügeln.



    Dazu kommt, alle Welt redet von Fachkräftemangel. Ein Mangel müsste eigentlich per se für steigende Preise (sprich Löhne) sorgen. Auch Wirtschaftstheorie.

    Also bevor jemand aufgrund von Fachkräftemangel am Ende tiefer in die Tasche greift als ihm gut tut, dann ist oftmals auch das Ende der Geschäftstätigkeit die bessere Variante:


    https://www.focus.de/finanzen/news/schuhhaendler-insolvent-nach-fast-150-jahren-zieht-sich-familie-goertz-aus-geschaeft-zurueck_id_188041132.html


    Was bedeutet die Insolvenz von P&C für die Branche?
    Insgesamt 7000 Stellen in Gefahr, die Zukunft von 67 Filialen ungewiss, fast die komplette Führungsriege entlassen. Die Insolvenz von Peek & Cloppenburg ist…
    www.n-tv.de



    Die Theorie hat einen Haken. Selbst wenn du den Kräften 30 € die Stunde zahlst, kommen ja am Ende auch nicht mehr. Ein erster Schritt, den Fachkräftemangel zu beenden, würde ich auch in der Politik sehen, dass wir die sozialen Leistungen wirklich auf echte Bedürftigkeit beschränken und nicht jungen Menschen nach der Schule ihren Lebenswandel zu finanzieren nur weil sie keine Lust haben, um 20 Uhr abends irgendwo am Flughafen oder an der Tankstelle zu arbeiten.

    Viele Grüße
    Oliver