Veganer hier oder im Bekanntenkreis? Erfahrungen?

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  • Wenn man nach gesunder Ernährungsweise geht, müsste ich schon längst gestorben sein mit meinen 58. :party:


    Und wieviele Lebensmittelskandale und falsche Zubereitung (z.B. Pommes nur bei 180 Grad in den Ofen wegen Acrylamid) haben wir schon überlebt?


    Früher hieß es, Rindfleisch ist gesund weil fettarm.


    Das ist jetzt auch wieder nicht richtig?


    Beim veganen Wein hab ich mal gelesen dass sich das auf die Produktion bezieht, der Wein muss geklärt werden und dafür werden oft tierische Produkte eingesetzt.

    Als ich das Schild "Veganer Wein" zum ersten mal gesehen hatte an der Mosel guckte ich ziemlich dumm.

    Grüße Peter

  • So ganz hab ich das Konzept mit veganen Lebensmitteln Fleisch nachzuahmen noch nicht verstanden. Warum versucht man das zu imitieren anstatt eben andere leckere Sachen zu machen. Aber vermutlich gehöre ich da auch nicht zur Zielgruppe…

    In gewisser Weise verstehe ich das schon. Mal ehrlich, was spricht dagegen wenn so ein Veganer zwischen seine zwei Buns ein Styropor-Patty legt und das Hamburger nennt? Ich denke, man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, die sollen irgendeine Einheitstofupampe fressen wenn sie es so wollen. Dem ist halt nicht so. Die legen sich auch gerne mal was aufs Brot, nur halt nicht aus Fleisch hergestellt. Oftmals geht es dabei ja schlichtweg um Haptik und das Gefühl im Mund. Entsprechend wird natürlich diverses nachgeahmt. Ich seh das nicht wirklich tragisch. Alkoholfreies Bier hat sich schliesslich auch etabliert. ;)


    Interessant finde ich da eher die Preise. Wenn man mal z.B. so ein Doppelpack Burger-Patties in vegan ankuckt und dann so ein Päckle gepresstes Rinderhack... oioioioi... die Erbsen und Sojabohnen lassen sich die Hersteller mehr als ordentlich bezahlen. Bei der Gewinnspanne tät jeder Metzger spontane Dollarzeichen in den Augen kriegen. ;)

    Es müsste auch verboten werden eine Salami oder ein Hackfleisch unter der Bezeichnung Vegan in den Verkehr bringen zu dürfen, es gibt einfach kein veganes Fleisch, das sagt ja schon der Name „Fleisch“ aus 😡


    Das ist wieder so eine Ideologie der Veganer, nennt euern Fraß wie ihr wollt, aber lasst das Wort Fleisch oder Wurst weg 😡

    Zum Glück habe ich in meinem Betrieb mit solchen „Kunden“ nichts zu tun 🙏🏻

    Also ich hab jetzt bisschen rumgesucht... ich habe bestenfalls "Veganes Hack" gefunden. Kein einziges veganes Irgendwas hatte das Wort Fleisch intus bzw, bei Saitenbacher explit genannt "Veganer Hackfleisch-ERSATZ". Ok, "vegane Bratwurst" hab ich gefunden. Jo mei... is halt so.. Wurst ist jetzt nicht unbedingt eine geschützte Bezeichnung und ich denke, ein normaler Einkäufer im Laden wird kaum Gefahr laufen versehentlich statt Hartwurst im Naturdarm irgendeinen Tofu-Ring zu kaufen.


    Aber wenn man sich die Zutatenliste so mancher Fleischersatzprodukte anguckt: Hochleistung aus dem Chemielabor, natürlich ist da gar nichts dran.

    Ich sach mal so, dann kuck Dir lieber keine Videos von dem Kollegen hier an: https://www.youtube.com/@ZDFbesseresser/videos

    Schon garnicht sowas:

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    Bei Bier übrigens auch......

    I will do my very best Miss Sophie... :trink:

    Jo.. früher haben wir die Bleifarben vom Babybett geleckt... :hehe:


    Ich denke, man redet da durchaus leicht daher, aber ich will garnicht wissen, was man früher alles gegessen hat weil es nicht aufgekommen ist und wo man im Nachhinein wohl erst :kotz: und dann den Produzenten erschlagen würde. Heute ist sowas ja viel schneller bekannt und Shitstorm und überhaupts.


    Vegan in der Produktion bedeutet wohl in der Tat auf gewisse Dinge zu verzichten. Zum Beispiel beim Wein auf tierisches Eiweiß zur Klärung. Oder bei Körperpflege auf Tierversuche. Und sicher klingt das lustig wenn Dir Dein Kilo Mehl kaufst und da steht "vegan" drauf. Ja, das will man doch auch hoffen dass das ohne 3% Maus ist. Es sind aberZusatzstoffe gemeint die den Teig "besser" machen und die werden aus Tier hergestellt. Vegan lässt bei Lebensmitteln auch darauf schliessen, dass z.B. keine Gelatine drin ist. Durchaus für einen nicht unwichtigen Teil der Kundschaft im Supermarkt nicht ganz unwichtig. Warum das jetzt auf einer Flasche Wasser (!!!) stehen muss, das wissen aber wohl nur die Marketing-Fuzzis. :rolleyes:


    Ich sehe das alles recht entspannt. Jedem Tierchen sein Plessierchen. Militanz gibt es offensichtlich auf beiden Seiten des Tellers. Mir eigentlich recht egal, wenn einer das Salatbüffet leerfrisst bleibt mehr Grillteller für mich. ;)

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Als ich das Schild "Veganer Wein" zum ersten mal gesehen hatte an der Mosel guckte ich ziemlich dumm


    Ging mir auch so, ich dachte die wollen mich auf den Arm nehmen…


    Früher hieß es, Rindfleisch ist gesund weil fettarm.

    Das ist jetzt auch wieder nicht richtig?


    Ich denke wie bei allem, alles im Rahmen genießen, dann passt es schon, Übertreibungen in alle Richtungen sind eher schlecht.


    Daneben stellt sich aber natürlich auch noch die Frage der Lebensqualität. Alkohol z.B. ist in jeder Menge schädlich, selbst das früher empfohlene „1 Glas Rotwein am Tag“. Tritzdem trinke ich gerne mal ein Glas (oder zwei ;)) oder einen Whisky, aber eben keine Flasche oder zwei, zumindest schon sehr lange nicht mehr 😉. Einfach weil es mir schmeckt.

  • Ging mir auch so, ich dachte die wollen mich auf den Arm nehmen…

    Ich finde, das bringt einen eher zum Nachdenken sogar... WTF machen die da mit dem guten Naturprodukt??? 2000 Jahre Weinbau und wir brauchen irgendeinen Scheissdreck drin zum "klären"????

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Zum Beispiel beim Wein auf tierisches Eiweiß zur Klärung.

    Das mag sein. Aber das Hauptargument dder Veganer ist halt das des Tierschutzes. Den sehe ich weder bei der Ernte des Gemüses noch beim Gemüse selber, und bei der Verarbeitung der Weintraube auch nicht. Oder muss ein Tier kugelrunde Glubschaugen haben und auf der Weide süß rumstehen um mehr wert zu sein?

    Das sind genauso Tiermörder wie jeder andere auch. Nur will man das ja nicht wahr haben. Wenn sich die eine Seite radikalisiert, kann ich das argumentativ genauso. Von solchen mit Kleinstlebewesen unemphatischen Kreaturen lasse ich mir kein schlechtes Gewissen einreden ;):hi::rauchen:

    When nothing goes right, go left :top:

  • Kurzes googeln: nicht jeder Wein muss geklärt werden, und meistens wird Eiklar benutzt,

    Im Rotwein war kürzlich etwas Weinstein unten drin - soll auch gesund sein, kein Mangel.


    Und klar, die Dosis macht das Gift - gilt bei fast allem.


    Bisserl veganes Bier oder Wein mag ich gerne, es muss aber kein Kasten pro Woche sein.


    Das Missionieren beim essen scheint rückläufig zu sein, wobei Özdemir (der sonst einer der vernünftigeren Grünen ist) die Bürger gerne ernährungsmäßig erziehen möchte.

    Grüße Peter

    Einmal editiert, zuletzt von Miracoli ()

  • Ich finde, das bringt einen eher zum Nachdenken sogar... WTF machen die da mit dem guten Naturprodukt??? 2000 Jahre Weinbau und wir brauchen irgendeinen Scheissdreck drin zum "klären"????


    Eiklar zum Beispiel wird aber schon ewig zum Klären des Weins eingesetzt, was daran jetzt Schlimm oder „Scheissdreck“ sein soll erschliesst sich mir nicht. Das ist genau so ein Naturprodukt wie der Wein selbst. Bedenklicher fände ich da Hilfsstoffe die die halbe E Reihe abbilden.


    Oder muss ein Tier kugelrunde Glubschaugen haben und auf der Weide süß rumstehen um mehr wert zu sein?


    So ist es wohl oftmals. Sonst müssten sich die Veganer ja z.B. auch fragen, wie viele Mäuse und andere Kleinlebewesen beim Ackerbau, z.B. Grubbern, umkommen.

  • Sonst müssten sich die Veganer ja z.B. auch fragen, wie viele Mäuse und andere Kleinlebewesen beim Ackerbau, z.B. Grubbern, umkommen.

    Das meine ich mit der Ernte von Gemüse.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Viel ist einfach gesellschaftlich kulturell bedingt.


    Wir essen Schweine oder Rinder, auch junge Ferkel oder Kälber - aber einen Hund oder eine Katze zu essen ist völlig verpönt - logisch schwer zu erklären, auch Schweine sind intelligente Tiere.


    Disclaimer: ich mag Katzen und liebe Hunde

    Grüße Peter

  • Das meine ich mit der Ernte von Gemüse.

    Irgendwo hört es halt auch auf.


    Sonst müssten sich alle wie die Leute ernähren, die nur Fallobst und ähnliches essen - weiß nicht auswendig, wie sich das nennt, Bekloppte eben :kasper:

    Grüße Peter

  • Irgendwo hört es halt auch auf.

    Ein klares Nein! Wenn ich Tierschutz predige und andere deshalb ächte und missionieren will, sogar des Tiermordes bezichtige, hört es eben genau dort nicht auf. Leben ist Leben, und nicht von der Größe abhängig. Ob das ein Wurm im Apfel (Safterzeugung ;) ) ist oder irgendwelche Läuse (man trinkt ja genau deshalb auch keinen Campari ;) ) im Broccoli sind, da kann man bei dieser Argumentation eben keinen Unterschied machen. Und wenn man genau hinschaut dürfte sogar Trinkwasser - auch aus der Flasche - bei der Filterung Lebewesen das Leben kosten.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Also ich hab jetzt bisschen rumgesucht... ich habe bestenfalls "Veganes Hack" gefunden. Kein einziges veganes Irgendwas hatte das Wort Fleisch intus bzw, bei Saitenbacher explit genannt "Veganer Hackfleisch-ERSATZ". Ok, "vegane Bratwurst" hab ich gefunden. Jo mei... is halt so.. Wurst ist jetzt nicht unbedingt eine geschützte Bezeichnung und ich denke, ein normaler Einkäufer im Laden wird kaum Gefahr laufen versehentlich statt Hartwurst im Naturdarm irgendeinen Tofu-Ring zu kaufen.

    Die Aufmachung der Produkte ist doch in meinen Augen schon irreführend, da wird ganz klar suggeriert dass das Wurstwaren sind die sich von den echten Wurstwaren kaum unterscheiden wenn man nur grob den Blick drüberschweifen lässt, erst wenn man die Packung genauer anguckt sieht man das klein geschriebene Wörtchen „Vegane“ zwischendrin.


    Da soll doch dem Kunden suggeriert werden dass sie das ruhig kaufen können, ist ja quasi Wurst wie er es gewohnt ist, nur halt ein bisschen anders, aber hey, das darf man nicht so eng sehen :whistling:


    Vegetarische und vegane Produkte | Rügenwalder Mühle

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Bei der Tötung von Tieren wird üblicherweise bei Wirbeltieren die Grenze gezogen, weil nur diese über ein Bewusstsein verfügen, Insekten darf man also unter dem Aspekt bedenkenlos essen.


    Sich zu ernähren völlig ohne Tiere zu schädigen oder ihren Tod in Kauf zu nehmen dürfte ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.


    Trotzdem kann ich verstehen, dass manche aus moralischen Gründen auf Fleisch und Wurst verzichten, Massentierhaltung in all ihren Auswüchsen ist immer noch die Regel.

    Grüße Peter

  • weil nur diese über ein Bewusstsein verfügen, Insekten darf man also unter dem Aspekt bedenkenlos essen.

    Insekten und sogar Läuse verfügen imho über Augen und Fühler. Wohl um zu sehen und zu fühlen. Ob beispielsweise eine Ameise nichts fühlen kann wird uns nicht mal die Wissenschaft sagen können. Gruppenintelligenz ist jedenfalls vorhanden. Ebenso bei wirbellosen Spinnentieren, welche wie alle anderen sehr wohl auf äussere Reize reagieren und sich bei Bedrohung aus Angst zurückziehen können. Hier von keinem Bewusstsein zu sprechen, na, ich weiss nicht.

    Sich zu ernähren völlig ohne Tiere zu schädigen oder ihren Tod in Kauf zu nehmen dürfte ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.

    Eben. Dann darf man aber auch andere nicht des Tiermordes bezichtigen. So wie die Vegantrulla beim Bohlen.

    Trotzdem kann ich verstehen, dass manche aus moralischen Gründen auf Fleisch und Wurst verzichten, Massentierhaltung in all ihren Auswüchsen ist immer noch die Regel.

    Verstehe ich ja auch. Ich habe nie etwas anderes gesagt.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Insekten und sogar Läuse verfügen imho über Augen und Fühler. Wohl um zu sehen und zu fühlen. Ob beispielsweise eine Ameise nichts fühlen kann wird uns nicht mal die Wissenschaft sagen können. Gruppenintelligenz ist jedenfalls vorhanden.

    Das Thema hatte ich gestern noch mit einem Freund. Er hat eine Studie zitiert, wonach man bei Ameisen nachgewiesen haben soll, dass immer die selben Tiere weit weg vom Bau auf Nahrungssuche gehen und immer die selben dicht beim Bau bleiben. Eine Form von Intelligenz, Persönlichkeit oder wie immer man das auch nennen mag, scheint es also zu geben.

  • Gemüse ja, Obst, naja. Da sollte man auf den Zuckergehalt achten.


    Bzgl. der Zutatenlisten stimme ich absolut zu. Generell sollte man die Finger von allen hochverarbeiteten Lebensmitteln lassen.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Bei der Tötung von Tieren wird üblicherweise bei Wirbeltieren die Grenze gezogen, weil nur diese über ein Bewusstsein verfügen,

    Man weiß z. B. vom Oktopus, dass er von der Intelligenz her so manches Wirbeltier in die Tasche steckt und auch ein Bewusstsein hat.

  • Bei der Tierquälerei wird ausdrücklich nur von Wirbeltieren gesprochen.

    Und kürzlich hörte ich Ausschnitte eines DLF Features über Fleischessen - da wurde die Grenze für tierisches Bewusstsein ebenfalls dort gezogen.


    Bin aber kein Biologe und weiß nicht genau, was niedere Tiere fühlen und denken oder auch nicht.


    Von militanten Vegetariern oder Veganern halte ich überhaupt nichts, klaro.

    Grüße Peter