Veganer hier oder im Bekanntenkreis? Erfahrungen?

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  • Zitat

    Eines liegt ihr sehr am Herzen: „Ich liebe Tiere. Ich habe jahrelang kein Fleisch gegessen und war einige Monate auch Veganerin, weil ich nicht ertragen habe, wie Tiere gemästet und gequält werden.“ Wenn ein Kilo Hackfleisch im Supermarkt 5 Euro kostet, „kann das keine artgerechte Haltung und stressfreie Schlachtung gewesen sein“

    Das ist doch eigentlich genau die richtige Einstellung für einen Metzger. :sz: Oder will man noch mehr Billigfleisch aus Polen, zerlegt im Akkord von rumänischen Schlachtern irgendwo in Spanien, oben rein in den großen Häcksler und unten raus kommt das "Steak" raus?

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Das ist doch eigentlich genau die richtige Einstellung für einen Metzger. :sz: Oder will man noch mehr Billigfleisch aus Polen, zerlegt im Akkord von rumänischen Schlachtern irgendwo in Spanien, oben rein in den großen Häcksler und unten raus kommt das "Steak" raus?

    Absolut :top:

    Deshalb freue ich mich auch so über die junge Frau und ihre Ideen.

    When nothing goes right, go left :top:

  • Die junge Dame hat mir jetzt schon zu viele Spleens im Kopf, erst Veganerin, dann auf einmal die Idee Metzger zu werden, dann direkt die Meisterprüfung, in unserer Zeit musste man mindestens 5 Gesellenjahre haben um sich überhaupt bei einer Meisterschule anmelden zu können. Wo soll denn da die fachliche Kompetenz in so kurzer Zeit herkommen?


    Und so Leute sind dann anschließend auch noch als Lebensmittelkontrolleur unterwegs, so gut wie keine Praxiserfahrung da sie ja in der kurzen Zeit fast nur theoretisches Wissen anhäufen konnte und dann auch noch dem Hintergrund eine ehemalige Veganerin gewesen zu sein.

    Das kann für die Betriebe die sie dann kontrolliert nur problematisch werden.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Erst Veganerin (und das gleich über ein paar Monate am Stück 8| ) und dann auch noch die Meisterschule gleich im Anschluss, da muss doch was faul sein. :zf:


    Was kommt denn in den 520 Stunden Meisterschule noch dazu zur Gesellenprüfung? Das meiste davon ist, was man können sollte wenn man selber einen Betrieb aufmacht.

    Teil I & II Fachpraxis & Theorie (5 Wochen)

    Teil III betriebswirtschaftlicher & rechtlicher Lehrgang (5 Wochen)

    Teil IV arbeitspädagogischer Lehrgang (2 Wochen)

    Die Wartezeiten für Gesellen wurden übrigens vor bald 20 Jahren abgeschafft. Handwerksübergreifend. Und übrigens nicht nur im Handwerk. ;)


    Sicher, Übung macht den Meister, heißt es. Es gibt auch viel Für und Wider zu den abgeschafften Wartezeiten. Jemand der gut ist, der wird auch ohne Wartezeit respektiert werden und sein Ding machen.


    Und so Leute sind dann anschließend auch noch als Lebensmittelkontrolleur unterwegs, so gut wie keine Praxiserfahrung da sie ja in der kurzen Zeit fast nur theoretisches Wissen anhäufen konnte und dann auch noch dem Hintergrund eine ehemalige Veganerin gewesen zu sein.

    Das kann für die Betriebe die sie dann kontrolliert nur problematisch werden.

    Na um so besser für den Verbraucher. Jemand der weiß auf was er achten muss und nicht nach "An sowas ist man vor 50 Jahren auch nicht gestorben" vorgeht. Sollte es mehr geben solche Leute, vielleicht hätten wir dann weniger K3, Wilke Waldecker oder Bayern-Ei im Lande. :idee:

    Als Lebensmittelkontrolleurin ist sie an die Vorgaben des Lebensmittelrechtes und den ganzen weiteren dazugehörigen Verordnungen und Gesetzen gebunden. Nicht mehr und nicht weniger. Und zwar unabhängig davon, was sie selber isst. Aber Deine Befürchtung ist durchaus treffend, mag sein, dass die deutlich weniger durchgehen lässt als ein Haudegen alter Schule. Und ja, dann sage ich als Verbraucher, dann ist das eben ein Problem. Und zwar des Betriebes.

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Alles klar, ich weiß du weißt es ja als Fachmann besser als ich mit meinem Bürojob :hi:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Wieso darf er nicht seine Meinung äußern?

    Er hat nirgendwo geschrieben dass Du keine Ahnung hast, nur das Thema Wartezeit korrigiert.

    Und auch wenn ich keinen Meister habe, so habe ich doch im Bekanntenkreis schon vor Jahren mitbekommen, dass auf der Meisterschule mittlerweile der Schwerpunkt wohl (wie Stefan auch zitiert) immer mehr vom eigentlichen beruf weggeht weil es im eigenen betrieb immer mehr nur noch ums verwalten geht, was hier auch schon thematisiert wurde und was auch ich bei unseren Projekten am eigenen Leib erfahre.

    Auch ich gehe mit der Zeit und fahre E-Autos: E30, E31 und E46! :daumen:


    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Klar kann jeder seine Meinung sagen, aber in einer Metzgerei steht hier kein einziger hier oder?

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Quelle dazu?

    Selten so einen Mist gelesen 🤢

    Wird ja immer doller hier bei dem Thema :crazy:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Klar kann jeder seine Meinung sagen, aber in einer Metzgerei steht hier kein einziger hier oder?

    Das hat er auch nicht geschrieben.


    Ich denke, da Du den Job gerne machst kannst Du froh sein, dass Du aufgrund Deiner besonderen Struktur als "One man show" noch alles selbst machen kannst.

    Ich kenne einige die Handwerksbetriebe besitzen und die jammern alle, dass sie vor 10 Jahren noch selbst arbeiten konnten aber mittlerweile ausser der Kundenaquise noch so viel Verwaltung und Bürokratismus bewältigen müssen, dass sie nur noch im Büro sitzen und maximal zur Endabnahme oder um Änderungen zu besprechen beim Kunden aufschlagen.

    Das dürfte in einer mittelständischen Metzgerei nicht anders sein.

    Wurde da nicht vor kurzem noch ein Artikel hier verlinkt, dass jemand seine FIliale schließt weil er sonst noch mehr Papierkram erledigen muss, den er nicht stemmen kann.

    Auch ich gehe mit der Zeit und fahre E-Autos: E30, E31 und E46! :daumen:


    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • In einer Metzgerei OHNE EU-Zulassung braucht der Chef nicht mehr Verwaltungsarbeiten und Bürozeiten verrichten als ich mit meinem kleinen Betrieb.


    Den Betrieb den ich damals verlinkt habe ist ja genau das Beispiel für diesen Drecks-EU-Bürokratismus, du musst nur noch eine zusätzliche Filiale haben oder zuviel Umsatz im Lieferbetrieb und du brauchst diese EU-Zulassung.


    Und dann erst geht es mit der Verwaltung und den Vorschriften los, ab diesem Zeitpunkt kann der Chef kaum noch in der Wurstküche stehen, der sitzt dann hauptsächlich im Büro, oder er muss einen Mann einstellen der dann im Büro sitzt.


    Und deshalb hat der Inhaber dieser Metzgerei auch seinen Betrieb geschlossen.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Was kommt denn in den 520 Stunden Meisterschule noch dazu zur Gesellenprüfung?


    Im Lebensmittelbereich kann ich es nicht beurteilen, aber beim Bau gebe ich kein Stück mehr darauf, dass der Meisterbetrieb für Qualität bürgt. Dazu habe ich schon viel zu viel Mist von denen gesehen. Wundert ja eigentlich auch nicht, in vielen Fällen taucht der Meister nicht einmal auf der Baustelle auf. In manchen Branchen ist auch "das haben wir immer schon so gemacht" viel zu verbreitet. Da muss man sich ja geradezu freuen, wenn mal ein jüngerer anrückt, der eine neue Sicht auf die Dinge hat.


    Grundsätzlich, auch im Lebensmittelbereich, sollte man den Jungen durchaus eine Chance geben. Machen sie es nicht mindestens genau so gut wie die Alten regelt der Markt das schon.


    Ich habe mich mit der Historie des Handwerks, ab den mittelalterlichen Zünften, nicht im Detail beschäftigt. Ich vermute aber, dass ein Aspekt der Wartezeit durchaus auch war Markteintrittsbarrieren für junge Leute zu schaffen.


    Und dann erst geht es mit der Verwaltung und den Vorschriften los, ab diesem Zeitpunkt kann der Chef kaum noch in der Wurstküche stehen, der sitzt dann hauptsächlich im Büro, oder er muss einen Mann einstellen der dann im Büro sitzt.


    Hier zumindest ist der (junge) Chef auch noch an der Produktentwicklung beteiligt: https://www.wurst-esser.de/aus…en-presse/auszeichnungen/ Und die Qualität der Sachen ist durch die Bank weg sehr sehr gut.

  • Ich habe vorhin mal so überlegt und die Große mitzählen lassen, wieviele Meister ich denn so im Verwandten- und Bekanntenkreis habe. Auf 10 safe sind wir schon mal gekommen im Alter zwischen 27 und 70. Von den zwei Jüngsten weiß ich sicher, dass die nicht irgendwelche Gesellenjahre abgewartet haben und mit erzwungener Wartezeit die Meisterschule sehr wahrscheinlich nicht gemacht hätten. Weil in der Wartezeit hatten die alle Hausbau und Familiengründung und das ist heutzutage nicht mehr unbedingt die Zeit des Überflusses am Konto wo man dann noch nebenbei mal eben den Meister an 50 Wochenenden macht und dafür 8k€ aufwärts hinlegt. Nicht alles ist so günstig wie bei der Fleischerinnung, bei der Malerei hast Du fast 400h mehr zum Beispiel.

    Dazu kommt natürlich ein gewisser Flow beim Lernen. Ich seh´s aktuell an einer Kollegin die ich heute abend wieder treffe, die macht den Meister (wenn man das so nennen will, vom mittleren in den gehobenen Dienst per Studium). Die hat was drauf und noch dazu auch was in der Rübe, aber die sagt halt auch mit ihren bald 30, die jungen Hupfer nach dem Gymnasium die gehen abends einen saufen und sie hockt in der Studentenbude und muss lernen. Die sind noch voll im Lernen drin und sie muss das nach 6, 7 Jahren Beruf erst wieder selber lernen.


    Diese früheren Zwangswartezeiten (die dann auch noch einzelne HWKs unterwandert hatten ;) ) sind doch Käse. Klar, Übung macht den Meister. Aber Übung heißt auch erstmal probieren und learning by doing. Da scheint mir sinnvoller, der Kerle (oder das Mädel) lernt vorher und nicht während meines Auftrages.


    Und auch wenn ich keinen Meister habe, so habe ich doch im Bekanntenkreis schon vor Jahren mitbekommen, dass auf der Meisterschule mittlerweile der Schwerpunkt wohl (wie Stefan auch zitiert) immer mehr vom eigentlichen beruf weggeht weil es im eigenen betrieb immer mehr nur noch ums verwalten geht, was hier auch schon thematisiert wurde und was auch ich bei unseren Projekten am eigenen Leib erfahre.

    Die Rahmenlehrpläne der einzelnen Zünfte sind - wie auch die der Berufsschulen - für jeden einsichtbar. Natürlich liegt der Fokus beim Meister auf dem theoretischen Teil, Bürokrams, Verwaltung etc. Eben all das was der Geselle eher nicht braucht weil er weder Angebote erstellt, noch großartig kalkulieren oder Löhne berechnen muss. Eben alles was man braucht um einen eigenen Betrieb zu führen. Braucht der Geselle nicht, der kriegt seinen Auftrag morgens und am Monatsende seine Lohntüte. Am Wochenende arbeitet er schwarz. :duw: Und damit hat es sich für den.


    Der eine oder andere hat auch schon gut gejammert, dass das als Geselle ansich schöner war. Weniger Verantwortung und vorallem viel weniger Bürokrams. Eben das Handwerk machen das man gelernt hat. Und nicht Papier beschriften.


    Die aktuell ausgebildeten Meister sitzen inzwischen zu 99% am Schreibtisch.

    Ich glaub zwar nicht unbedingt 99%, aber sicher ein erklecklicker Anteil. Man darf da die vielen Industriemeister sichere nicht unterschlagen. Klar, ist sicher nochmal bisschen anders als der klassische Handwerksmeister, aber auch als letzterer steigt der Büroanteil rapide.


    Und da muss man durchaus auch sagen,

    Quelle dazu?

    Selten so einen Mist gelesen 🤢

    Wird ja immer doller hier bei dem Thema :crazy:

    dass da vielleicht eher mal Du aus Deiner Blase kommen könntest. Morgens das Wild geliefert kriegen und daraus wie seit Jahrzehnten die gleichen 10, 15 Produkte machen, da ist klar dass Du nicht viel Schreibkrams hast. Kannst ja mal mit einem Maurermeister reden. Oder einem Elektriker. Was deren Anteil von eigentlicher Arbeit und Nebentätigkeiten sind. Oder nen Malermeister der seine Angebote erstellen muss und das nicht selten umsonst weil den Auftrag ein anderer kriegt. Zu Dir kommt keiner, lässt sich ein Festbankett ausrechnen und planen und sagt dann hinterher "Äh ja, ihr Kolleg ist aber 20% billiger, ich nehm doch den dann."


    Ich bin jedenfalls froh um JEDEN der sich noch die verschiedenen Meisterschulen antut bzw. überhaupt noch so einen Beruf ergreift. Ständig ist zu lesen vom Sterben diverser Betriebe, aber wenn der Nachwuchs so empfangen wird.... :sz:


    Im Lebensmittelbereich kann ich es nicht beurteilen, aber beim Bau gebe ich kein Stück mehr darauf, dass der Meisterbetrieb für Qualität bürgt. Dazu habe ich schon viel zu viel Mist von denen gesehen. Wundert ja eigentlich auch nicht, in vielen Fällen taucht der Meister nicht einmal auf der Baustelle auf. In manchen Branchen ist auch "das haben wir immer schon so gemacht" viel zu verbreitet. Da muss man sich ja geradezu freuen, wenn mal ein jüngerer anrückt, der eine neue Sicht auf die Dinge hat.


    Grundsätzlich, auch im Lebensmittelbereich, sollte man den Jungen durchaus eine Chance geben. Machen sie es nicht mindestens genau so gut wie die Alten regelt der Markt das schon.


    Ich habe mich mit der Historie des Handwerks, ab den mittelalterlichen Zünften, nicht im Detail beschäftigt. Ich vermute aber, dass ein Aspekt der Wartezeit durchaus auch war Markteintrittsbarrieren für junge Leute zu schaffen.

    Da sind wir uns einig. Bislang ist kein Meister vom Himmel gefallen. Und "das hammer scho immer so gmacht" ist leider immer noch viel zu sehr verbreitet, egal welche Gewerke.


    Die Jungen spielen ja auch ganz gerne damit, eben es vielleicht ein bisschen anders, aber doch auch traditionell zu machen. Gerade im Nahrungsmittelbereich. Vermutlich hätten wir sonst immer noch nur Kaisersemmel, Landbrot und Laugenbreze. Mehr brauchts ja net. :rolleyes:


    Ich denke, das mit dem Eintrittsbarrieren ist durchaus eine These die nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Nicht umsonst hat man eben diese Barriere abgeschafft mit den Wartezeiten. Da sind vermutlich einfach zuviele "verloren" gegangen. Das war halt vor 40 Jahren noch kein Problem, aber heute wo alle nur noch Influencer werden wollen... ;)

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Im Lebensmittelbereich kann ich es nicht beurteilen, aber beim Bau gebe ich kein Stück mehr darauf, dass der Meisterbetrieb für Qualität bürgt. Dazu habe ich schon viel zu viel Mist von denen gesehen. Wundert ja eigentlich auch nicht, in vielen Fällen taucht der Meister nicht einmal auf der Baustelle auf. In manchen Branchen ist auch "das haben wir immer schon so gemacht" viel zu verbreitet. Da muss man sich ja geradezu freuen, wenn mal ein jüngerer anrückt, der eine neue Sicht auf die Dinge hat.

    Puh...keine Ahnung ob ich das so unterschreiben würde. Ich stehe aktuell vor dem einfachen Problems einer RAL Montage einer Haustüre.

    Mir wäre die Kombination sehr recht...ich hatte den alten Meister, der bei RAL nur Fragezeichen in den Augen hatte und den jungen Meister, der genau beschrieben hat wie er innen mit den Putzbändern andichtet...mit der Frage wer dann den Flur verputzt brach die Theorie zusammen. Hier wäre doch jemand recht, der schon mal gearbeitet hat und der ne halbwegs moderne Ausbildung hat. :sz:


    Dazu kommt natürlich ein gewisser Flow beim Lernen.

    Ich vermute das ist auch der Vorteil der Dame hier. Die macht jetzt keinen ganz dauben Eindruck...mit etwas Motivation und ihrem Flow rockt die einfach die Gesellen und Meisterprüfung mit nem 1er durch und bleibt weiterhin der Shooting Star. Ob die für 5 Tage die Woche arbeiten gemacht ist? Vieleicht hat die Menschheit auch Glück und sie wird einfach Influencerin.


    Diese früheren Zwangswartezeiten (die dann auch noch einzelne HWKs unterwandert hatten ;) ) sind doch Käse. Klar, Übung macht den Meister. Aber Übung heißt auch erstmal probieren und learning by doing. Da scheint mir sinnvoller, der Kerle (oder das Mädel) lernt vorher und nicht während meines Auftrages.

    Eben. Ich sehe noch deutlicher den Schulaspekt. Man kritisiert ja das jeder mit Abi ins Studium geht...oder mindestens bei Bank oder Versicherung lernt. Aber....ich kenne die Meisterschule im KFZ Wesen und muss sagen, da hat niemand mit Abi was verloren, die können sich nur langweilen, so niedrig ist das Niveau angesetzt. Das Zeug ist eklig zu lernen...aber mit schwer hat das nichts zu tun. Ich finde da krankt auch dein Vergleich zum gehobenen Dienst, der ja ein FH Abschluss ist, oder?

    De facto sehe ich mich also durchaus befähigt deinem Beispiel mit der Meisterschule zum Maler zu folgen. Aber wie du sagst....die Praxis klappt nicht...nach 2 Tagen Arbeit als Maler wäre ich hinüber, das muss man über Jahre lernen und trainieren. Insofern sehe ich bei dem Mädel auch nicht wie die 5 Tage am Stück wurstet. Vieleicht ist das auch einer der Hintergründe die ihr selber klar sind...daher lieber Kontrolleur.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Hier wäre doch jemand recht, der schon mal gearbeitet hat und der ne halbwegs moderne Ausbildung hat. :sz:


    Irgend etwa ist halt immer...


    Aber Probleme mit "haben wir immer schon so gemacht" habe ich wahrlich schon genug erlebt.


    De facto sehe ich mich also durchaus befähigt deinem Beispiel mit der Meisterschule zum Maler zu folgen. Aber wie du sagst....die Praxis klappt nicht...nach 2 Tagen Arbeit als Maler wäre ich hinüber, das muss man über Jahre lernen und trainieren. Insofern sehe ich bei dem Mädel auch nicht wie die 5 Tage am Stück wurstet.


    Von dieser Dame wurde im letzten Jahr in der Zeitung berichtet: https://www.metzgerei-weyermann.de/newpagec693603e Meister mit 20 und ich habe durchaus den Eindruck, dass sie weiß worauf sie sich einläßt.


    Dass man gerade auch für Tätigkeiten wie Malen und Verputzen viel Übung braucht ist natürlich auch klar. Aber auch da habe ich von Meisterbetrieben schon Sachen erlebt, bei denen ich die Tapete wieder habe entfernen und das Ganze neu machen lassen. Hätte man auch mit einmal schauen bei entsprechendem Licht vorher sehen können.

  • Eben. Ich sehe noch deutlicher den Schulaspekt. Man kritisiert ja das jeder mit Abi ins Studium geht...oder mindestens bei Bank oder Versicherung lernt.

    Wirst lachen, der Papa von unserem gestrigen Übernachtungsgast wollte das Studieren angefangen, da war plötzlich Kind 1 da. Also zum Geld verdienen bei einem großen blauen Getränkelieferanten angefangen. Mittlerweile Kind 4 und er ist immer noch dort. Guter Verdienst, 4-Tage-Woche, ordentlich Trinkgelder, super weitere Leistungen, veganer Haustrunk :hehe:

    Aus sicherer Quelle weiß ich, dass die Ausfahrer da deutlich mehr heimtragen als der werkseigene Fahrlehrer.

    Wenn Du das nächste Mal lachst, weil Deine Eltern Dich fragen wie sie einen Screenshot machen können, dann denke daran, dass sie Dir gezeigt haben wie man einen Löffel und das Klo benutzt... :zf:

  • Wirst lachen, der Papa von unserem gestrigen Übernachtungsgast wollte das Studieren angefangen, da war plötzlich Kind 1 da.


    kenne ich nur zu gut, aber aus andere Perspektive

    recht jungen Mann eingestellt, der wollte berufsbegleitend den Techniker machen

    auch deshalb gleich seine eigene kleine Abteilung bekommen

    dann in kurzer Zeit: Trennung, neue Frau, Kind gekommen

    jetzt ist von Qualifizierung keine Rede mehr, scheinbar geht es ihm schon gut genug 8|

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Von dieser Dame wurde im letzten Jahr in der Zeitung berichtet: https://www.metzgerei-weyermann.de/newpagec693603e Meister mit 20 und ich habe durchaus den Eindruck, dass sie weiß worauf sie sich einläßt.

    Die hat aber halt auch die nötige Erfahrung, oder? Sehr gutes Beispiel wie es positiv laufen kann und soll.


    Aus sicherer Quelle weiß ich, dass die Ausfahrer da deutlich mehr heimtragen als der werkseigene Fahrlehrer.

    Ja, das ist ein generelles Thema und auch ein sehr gutes Beispiel...du weist halt am Anfang einer Ausbildung/des Starts ins Berufslebens fast nie was du am Ende verdienst. Außer du gehst in nen Job mit ausschließlich Tabellenentgelten. Da belügen sich viele junge Leute.


    jetzt ist von Qualifizierung keine Rede mehr, scheinbar geht es ihm schon gut genug 8|

    Ist das ein Problem? Mir fehlt hier der Grund, warum er nen generischen Techniker machen soll wenn er schon den Job hat. Wenn was nötig ist muss das halt der AG treiben, oder?

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:


  • Ist das ein Problem? Mir fehlt hier der Grund, warum er nen generischen Techniker machen soll wenn er schon den Job hat. Wenn was nötig ist muss das halt der AG treiben, oder?

    ja, das ist ein Grund

    er hat diesen Job mit diesem Gehalt bekommen mit der Vereinbarung sich entsprechend weiterzubilden

    10 Jahre Zeit dann sollte er mich in diesem Bereich beerben

    und ja, wir leben in Deutschland; da macht es schon einen Unterschied ob man eine formale Qualifikation hat oder eben nicht, ansonsten können wir das alles bleiben lassen und dem Dackel des Geschäftsführers die Verantwortung über dutzende prüfpflichtige Anlagen übertragen

    Kofferraum statt Hubraum !