Deaktivierung von Assistenten und Unfallfolgen

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Ich lese schon mal vorbereitend die Anleitung meines kommenden Hyundai und bin wenig begeistert von der Masse an Fahrassistenten.


    Frontkollisionsvermeidungs-Assistent, Abbiege-Kollisionsvermeidung, Spurwechselerkennung bei Gegenverkehr, Seitliche Spurwechselassistenzfunktion, Ausweichlenkassistent, Querverkehr-Erkennungssystem vorne, Kreuzungs-Kollisionsvermeidung, Spurhalteassistent (LKA), Spurhalteassistent (LFA), Totwinkel-Kollisionsvermeidungs-Assistent, Ausstiegswarnung, Ausstiegsassistent, Intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzungsassistent, Fahreraufmerksamkeits-Warnsystem, Fahrhilfe auf der Autobahn, Navigationsgestützte intelligente Tempomatsteuerung, Umgebungsüberwachungs-Monitor, Hinteres Querverkehr-Erkennungssystem, Kollisionsvermeidungs-Assistent beim Rückwärtseinparken.


    Die Betriebsanleitung widmet den Assistenten satte 181 Seiten, zu einem guten Teil Einschränkungen, wann die Systeme nicht funktionieren werden.


    Aus Videos des Ioniq 5 weiß ich schon, dass die Unmenge an Assistenten in vielen Fahrsituationen ein Gebimmel-Dauerfeuer erzeugen, das dadurch eigentlich keine Warnfunktion mehr hat. Die Assistenten bremsen und lenken teilweise auch, wobei es scheint, dass das Auto weit davon entfernt ist, wirklich die Umgebung korrekt zu erkennen.


    Jetzt kann man viel davon abschalten oder abmildern. Da bin ich natürlich sofort ganz vorn dabei. Die große Frage ist jetzt: kann mir das bei einem Unfall zum Nachteil werden? Egal, ob ich jetzt schuld bin oder nicht, ich habe ja mein Auto aktiv "unsicherer" gemacht, indem ich den Mist abschalte. Google hat mir leider keine Antwort geliefert. Ich denke, dass diese Frage immer mehr aktuelle Autos betreffen wird.


    Gruß

    Stefan

  • Stefan, ich glaube du machst dir zu viele Gedanken über den Hyundai oder willst du ihn dir versuchen doch eher schlecht zu reden?!


    Der Hyundai macht im Grunde nichts anders, als es BMW, Audi, Mercedes, VW & Co machen. Die Assistenzsysteme arbeiten soweit gut und du hast die Möglichkeit - wie bei allen anderen Herstellern auch - diese zu deaktivieren, wenn du nicht damit zurecht kommst oder sie dich aufregen. So mache ich es auch oft, wenn ich keine Lust habe, dass die Assistenten am Lenkrad rumzuckeln oder mir einfach nicht vorausschauend genug arbeiten.


    Selbiges Thema wie auch bei der Rekurperation in einem anderen Thread hier. Da spiele ich mich auch wie es mir gerade genau passt. Mal iPedal, dann nur max Rekurperation Stufe 3 und auch oft keine Rekurperation um das Segeln zu nutzen - insbesondere auf Autobahnfahrten.


    Lehn dich entspannt zurück und denk nicht zu viel über das Auto und seine Features nach - erfahre sie lieber zum späteren Zeitpunkt, wenn der IONIQ 6 da ist :)

  • Bevor ich Uberto seinen Beitrag gelesen habe......kam mir das so in die Gedanken. Diese Assistenzsysteme sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern als Guddi im Fahrzeug. Magst Du das eine oder andere Guddi nicht, schaltest Du es einfach ab. Dafür ist die Funktion "abschalten" im übrigen auch vorgesehen. ;) Jetzt warte das Fahrzeug mal ab, fahre es und lese dann. Dann kannst Du doch die einzelnen Funktionen, die Warngeräusche und Nutzen oder Nichtnutzen viel besser einschätzen und dann entscheiden und handeln. Wobei z. B. bei mir der Spurhalteassistenz jedes Mal wieder da ist und ich ihn jedesmal wieder deaktivieren muss. Das nervt. Du kannst viele Assistenzsysteme immer nur für die aktuelle Fahrt deaktivieren. Das ist ein bisschen nervig. Komm gut ins neue jahr. :)

  • Mir geht es eigentlich weniger konkret um den Hyundai. Die Situation wird bei anderen aktuellen Autos ähnlich sein. Es wird viel Zeug reingepackt, es nervt, nichts funktioniert so 100%, der Reiz es abzuschalten ist groß. Vermutlich wird das irgendwo protokolliert. Die Frage ist halt, ob das Abschalten gegen den Fahrer ausgelegt werden kann.


    Ein Fall wäre z.B. wenn jemand bei Rot über die Ampel fährt, mir mir kollidiert und ich habe die Kreuzungs-Kollisionsvermeidung abgeschaltet. Könnte das rechtlich ein Problem werden, unabhängig davon, ob der Assistent das verhindert hätte?


    Gruß

    Stefan

  • Solange Du keine Vorschriften verletzt, kann man Dir keinen Vorwurf machen. Wenn es knallt weil ein anderer Dir ins Auto knallt obwohl er ein Rotlicht überfährt, ist das sicher nicht Deine Schuld. Wenn Du keinen Assistent hättest, wäre das auch passiert.

    Wenn ein "Poser" extra sein ESP ausschaltet, im Kreisel den grossen Drifter spielt und dann einen Unfall baut, kann man ihm aber sicher einen Vorwurf machen.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Nur weil ein vorhandenes System deaktiviert ist, kann man dem Fahrer keinen Vorwurf machen, es sei denn er hat das System deaktiviert um einen besonderen Fahrzustand bewusst hervorzurufen, für den das Fahrzeug im Grunde nicht ausgelegt ist. Dies wäre eben der Fall beim deaktivieren des ESP für einen Drift auf öffentlicher Straße. Beim deaktiveren eines Spurverlassassistenten kann man dir auch keinen Vorwurf machen, denn du als Fahrer haftest im Falle eines Unfalls den du verursacht hast, sowieso. Hast du keine Schuld, wird auch keiner hergehen und dir eine Teilschuld zutragen weil du ein Assistenzsystem (assistieren nicht autonom bewegend) deaktiviert hast.

  • Mir geht es eigentlich weniger konkret um den Hyundai. Die Situation wird bei anderen aktuellen Autos ähnlich sein. Es wird viel Zeug reingepackt, es nervt, nichts funktioniert so 100%, der Reiz es abzuschalten ist groß.

    Mein Benz ist ziemlich voll mit dem Zeug.

    Ehrlich gesagt: der Reiz etwas abzuschalten betrifft allein gelegentlich den Spurhalteassistenzen.

    Schon die ganzen Kollisionswarn- und Querverkehrsassistenten sollte man selbst im "erweiterten" Normalbetrieb niemals zu Gesicht bekommen.

    Der Müdigkeitsassistent hat sich auch noch nie gemeldet. Was möglichwerweise daran liegt daß ich nicht übermüdet fahre.


    Was ich sagen will: diese Assistenten stehen und fallen mit der Qualität ihrer Implementierung. Niemand hier kann dir sagen ob der Hyundai nervt oder nicht.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Ab 24:10


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    ;)


    Gruß

    Stefan

  • Jetzt sag nicht du schaffst es tatsächlich dir so ein Video kpl anzuschauen?😳


    Ich hab das nach 45 Sekunden abstellen müssen.👻

    Grausam.

  • Er ist nicht der einzige, der mit den Assistenten unglücklich ist.


    Ab 10:10:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Auf meiner 2-tägigen Ioniq 5 Probefahrt war ich auch direkt mit dem Spurhalteassistenten auf der geraden Autobahn aneinander geraten. Es war nicht so, dass er wie in dem Video oben die Spur verlassen hätte, aber eine etwas weniger betrunkene Linie hätte mich gefreut. Wie immer bei solchen Assistenten (z.B. auch bei BMW) haben ich und der Assistent eine leicht andere Meinung, wie zu lenken wäre. Da ich die Hände aber am Lenkrad halten muss, kann ich ihn nicht einfach ignorieren. Es endet immer in einer kleinen Rangelei, bis ich das Ding endlich ausschalte.


    In einem Mercedes hatte ich mal an einem Stauende fast einen Unfall durch einen Assistenten. Ich hatte das Stauende gesehen und im Rückspiegel bemerkt, dass mein Hintermann die Sache nicht ganz begriffen hatte. Ich hatte also nur so scharf gebremst wie gerade nötig, um noch ohne Kaltumformung zum Stehen zu kommen. Mein Mercedes war aber ganz anderer Meinung und hat radikal den Anker geworfen. Ich kam deutlich vor dem Stauende zum Stehen, aber mein Hintermann war praktisch schon in meinem Kofferraum.


    Daher die Frage über mögliche rechtliche Folgen, wenn man sein Auto bewusst "weniger sicher" macht, auch wenn es in der Realität vermutlich ohne Assistenten oft sicherer ist. Es ist ja nicht so, dass Versicherungen nicht nach solchen Lücken suchen würden, wenn vor Gericht der Schaden aufgeteilt wird.


    Gruß

    Stefan

  • Echt, ich hatte nach ein paar Videos das Gefühl das ist a eine Werbeveranstaltung und b irgdbwleche Rechtfertigungen.

    Natürlich macht er Werbung. Er lebt ja davon. Aber es bleibt ja Dir überlassen, ob Du Dir den Juice Booster für drei Millionen Euro kaufst oder einfach einen CEE-Adapter für 100. :hehe:


    Die Inhalte finde ich trotz aller Laberei recht differenziert aufbereitet, und viel Arbeit steckt auch drin. Besser als so manche Schlaftablette, die 30 Minuten lang in die Kamera monoligisiert und aus Excel-Tabellen Verbrauchs- und Ladekurven vorträgt oder hippe Hamburger Influenza, die alle drei Sekunden einen Cut einbauen, so dass ein Anschauen der Videos unmöglich wird.


    Aber das ist am Ende alles Geschmackssache.