BMW setzt Händlerrabatten ein Ende?

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  • Da muss sich halt das Geschäftsmodell ändern.

    genau, der Selbständige hört auf, erlebe ich reihum hier.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • genau, der Selbständige hört auf, erlebe ich reihum hier.

    Du hast den Artikel gelesen, oder?

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Ich bin zwiegespalten. Einerseits nicht ganz verkehrt diesen Schwachsinn mit zig Rabatten und haste nicht gesehen mal glatt zu bügeln, andererseits muss man sich aber auch im Klaren sein, dass ne Karre die bisher UVP 60k gekostet hat sicher in "Direktvermarktung" dann nicht 55k kosten wird, sondern das ist schlichtweg eine Gewinnmaximierung auf Kosten der Kunden.

    Ich bin da nicht zwiegespalten, das geht auf jeden Fall auf dem Rücken der selbständigen Händler und (v. a.) der Kunden aus, weil's halt keine Rabatte mehr gibt. Dass deswegen die Autos weniger teuer werden kann ich mir nicht vorstellen - vorher halt 60k€ mit 10 oder 15% Rabatt (nicht momentan, aber zu "normalen" Zeiten) und nachher dann 60k€ ohne Rabatt.

    Das wird es langfristig sein, denn billiger wirds deshalb nicht. Ich war eh noch nie ein Freund von Rabatt und Co.. Gib mir einen ehrlich kalkulierten Preis und wir werden sehen.

    Und woher kriegst Du den ehrlich kalkulierten Preis? Vom Hersteller sicher nicht...

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Und woher kriegst Du den ehrlich kalkulierten Preis? Vom Hersteller sicher nicht...

    Der mit Rabatt hinten dran ist dann ehrlicher? Oder werde ich nur ehrlicher verarscht? Oder darf ich mich besser verarscht fühlen weil ich 13% bekommen habe und die Woche drauf von meinem Bekannten mitgeteilt bekomme, dass er denselben Wagen mit 18% angeboten bekommen hat?

    Okay, die Formulierung "ehrlich kalkuliert" war falsch. Der Händler gibt einen Preis raus und ich kann überlegen ob mir sein Schrott genau diese Geldmenge wert ist. Das ist aber eigentlich bei jedem Produkt so. Die entfallende Rabattnummer machts dann aber einfacher. Zumindest für mich als Kunden.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Martin:

    Eine Vereinheitlichung der Preise wird sicher nicht dazu führen, dass der "höchste" vorzufindene Rabattsatz an jedermann weitergegeben wird. Vielmehr kann man doch schon absehen, dass die UVP dann zum festen Verkaufspreis wird.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Vielmehr kann man doch schon absehen, dass die UVP dann zum festen Verkaufspreis wird.

    Das denke ich genauso.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Und spätestens dann braucht es keinen örtlichen Store mehr. :sz: Denkt mal weiter…da hängen auch die Werkstätten dran. Wenn dann viele Autohäuser dicht machen? Ob die Werkstätten alleine weiter betrieben werden? Es ist heute schon auf dem flachen Land sportlich. Nix mit morgens vor dem Büro hin und abends nach dem Büro wieder abholen. Ich bin gespannt, ein kompletter Umbruch steht meines Erachtens ins Haus.

  • Du hast den Artikel gelesen, oder?

    ja, hab ich. Der selbständige Händler wird zum reinen Agenten degradiert.

    Da er nicht mehr selbständig agieren kann und der Kunde online auch direkt bestellen soll, verliert er viele Möglichkeiten.

    Bisher hatte ein Händler Monats- Quartals- und Jahresziele. Bei deren Erreichung erhielt er Boni, die entscheidend für das Ergebnis sind.

    Dies wird mit den neuen Verträgen mit Sicherheit verändert bzw. entfallen.

    Das ganze Geschäftsmodell wird über den Haufen geworfen.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Ich bin gespannt, ein kompletter Umbruch steht meines Erachtens ins Haus.

    Ja, so ist es.

    Mein Verkäufer weißt auch noch überhaupt nicht, wie es mit ihm weiter geht..... ich habe da schon ein hohes Maß an Besorgnis wahrgenommen. Auf der anderen Seite ist es irgendwo der normale Lauf der Dinge. Wer braucht heute noch "den Verkäufer", der mit einem die Kataloge durchgeht, rechnet und und und...... wir alle stellen unsere Fahrzeuge doch im Internet zusammen, lassen dann aktuell verschiedene Händler das Ganze rechnen und bestellen dann, wo es am besten passt. Der Verkäufer sagte, dass er sich kaum noch mit Kunden trifft. Alles nur noch Email / Telefon. Ein Beratungsgespräch bei einer Tasse Kaffee gibt es kaum noch.


    Ich wünsche mir natürlich für die betroffenen Menschen, dass die meisten von ihnen einen passenden Platz auch in den neuen Strukturen finden werden. Aber wir sollten nicht alles Neue per se schlecht reden. Immerhin fahren heute auch keine Kutschen mehr durch die Straßen. Bleibt der Umstand, dass es wohl für die Kunden teurer wird bei insgesamt max. gleich bleibender Leistung.


    Ein großer Bestandteil dieser ganzen Strategie ist das umfangreiche auf Halde stellen von Ausstellungsfahrzeugen. Das kostet Liquidität ohne Ende. Vermutlich muss der Kunde in Zukunft weiter fahren, um ein Fhzg. live zu sehen oder gar eine Probefahrt zu machen......

    Viele Grüße
    Oliver

  • Denkt mal weiter…da hängen auch die Werkstätten dran. Wenn dann viele Autohäuser dicht machen? Ob die Werkstätten alleine weiter betrieben werden?

    Die Werkstätten waren doch bisher in der Regel und meines Wissens nach eh getrennt vom Verkauf. Zumindest bei den Massenherstellern sehe ich kaum die Möglichkeit, welche bei den noch in Kleinmengen herumfahrenden Automarken betrieben wird. Sicher wird es auch bereinigungen geben da ja offenbar mit steigendem BEV Anteil weniger Wartungsanteil zu erwarten ist.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Die Werkstätten waren doch bisher in der Regel und meines Wissens nach eh getrennt vom Verkauf.

    Bei den Werkstätten ist auch irgendwas im Busch. Ich habe schon zwei ATU Standorte angeboten bekommen zum Kauf, die aufgegeben werden sollten. Nur was soll ich damit. :kpatsch:

    Viele Grüße
    Oliver

  • Bei den Werkstätten ist auch irgendwas im Busch. Ich habe schon zwei ATU Standorte angeboten bekommen zum Kauf, die aufgegeben werden sollten. Nur was soll ich damit. :kpatsch:

    Die Worte ATU und Werkstatt in zusammenhängenden Sätzen zu erwähnen löst bei mir Angstreflexe aus :respekt:

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Die ganze Autobranche ist im Umbruch. Seit meiner Anfangszeit in den späten 70er Jahren hat sich alles verändert.

    Technik komplizierter, weniger Unterhaltsarbeiten, längere Wartungsintervalle, teilweise viel längere Lebensdauer der Fahrzeuge.

    Immer mehr Verlagerung von der Mechanik zu Elektronik, mehr qualitative Anforderungen an die Werkstatt.

    Der Investitionsbedarf der Werkstätten in Diagnosegeräte und dauernde Nachschulung der Mitarbeiter ist enorm.

    Dazu kommt noch der Mangel an willigem, qualifizierten Nachwuchs und das Internet das jedem Kunden eine teilweise irritierende Flut an Informationen (auch falsche) liefert......

    es macht wirklich keinen Spass mehr und ich bin froh darüber, als Rentner raus aus der Tretmühle zu sein.

    Unser derzeitiges Fahrzeug ist noch reiner Gebrauchsgegenstand zum Zweck und wird noch ein paar Jahre halten, hoffe ich.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Die Werkstätten waren doch bisher in der Regel und meines Wissens nach eh getrennt vom Verkauf.......

    Die Werkstatt ist organisatorisch und teilweise auch örtlich vom Verkauf getrennt, aber es geht nur beides. Einen Händlervertrag kriegt man nur mit einer qualifizierten Werkstatt. Geld verdiente eigentlich der Verkauf, die Werkstatt musste einfach zumindest selbsttragemd sein.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • für mich als Kunden ist es doch wichtig, dass eine Werkstatt in halbwegs erreichbarer Nähe ist, die auch noch möglichst kompetent sein sollte. Für diese Leistung bin ich auch bereit, einen angemessenen (!) Preis zu bezahlen. Mit der Werkstatt habe ich in regelmäßigen Abständen zu tun, und sei es nur, um zwischen Winterreifen und Sommerreifen zu wechseln. .

    Den Verkäufer sehe ich doch im Regelfall nur einmal, wenn ich das Auto kaufe. Wenn es gut geht, ist der gleiche Verkäufer sogar noch da, wenn ich dort das nächste Auto kaufen möchte, dazwischen habe ich mit ihm nichts zu tun.

    Dazu kommt, dass neben der Autobranche auch in anderen Branchen auf die Treue zur Marke immer weniger Wert gelegt wird. Wer ein zweites Mal beim gleichen Händler ein Auto kauft oder beim gleichen Mobilfunk Anbieter einen Vertrag abschließt, kriegt in der Regel schlechtere Konditionen, als jemand der von einer anderen Marke wechselt. Mit der Treue zum Verkäufer wird deshalb immer schwieriger.

    Ich werde da nix vermissen und telefoniere lieber mit einem kompetenten (!) Menschen an einer Verkaufshotline (Polestar) oder klicke im Internet (Tesla) als mit einem Verkäufer vor Ort zu sprechen, der mich als lästige Unterbrechung seiner Tagesroutine wahrnimmt oder mich gleich ganz ignoriert.

  • Dass deswegen die Autos weniger teuer werden kann ich mir nicht vorstellen - vorher halt 60k€ mit 10 oder 15% Rabatt (nicht momentan, aber zu "normalen" Zeiten) und nachher dann 60k€ ohne Rabatt.

    Bin nicht sicher ob Du mein Posting verstanden hast. ;)


    Ich gehe davon aus, dass bei der "Direktvermarktung" eine Karre, die bisher 60k€ Liste gekostet hat und für 50 bis 55k beim Händler wegging dann plötzlich nach Umstellung sicher nicht mit 55k in der Liste stehen wird sondern weiterhin mit 60k€ und so wird sie dann auch verkauft werden. Gewinnmaximierung für die Herstellung, bissle Provision für den Agent halt noch ggf.

    Und spätestens dann braucht es keinen örtlichen Store mehr. :sz:

    Wobei ich mir da nicht so sicher bin. Der deutsche Michel will vorher die Karre anschauen, ggf. Probe fahren, den Kofferraum 28x auf- und zumachen, trotz Ahnungslosigkeit unter die Motorhaube schauen etc... Wobei ich aber auch glaube, dass die Zahl der Standorte abnimmt, evtl. werden einige zu reinen Servicepoints für Reparaturen u.a. und Du hast dann halt in ner Stadt statt 4 BMW-Checker nur noch eine Agentenzentrale und 3 Servicepoints.

    Wer braucht heute noch "den Verkäufer", der mit einem die Kataloge durchgeht, rechnet und und und...... wir alle stellen unsere Fahrzeuge doch im Internet zusammen, lassen dann aktuell verschiedene Händler das Ganze rechnen und bestellen dann, wo es am besten passt. Der Verkäufer sagte, dass er sich kaum noch mit Kunden trifft. Alles nur noch Email / Telefon. Ein Beratungsgespräch bei einer Tasse Kaffee gibt es kaum noch.

    Allenfalls der Privatkunde. Gewerbekunden die mehr als nur eine Karre in 3 Jahren leasen gehen doch eh schon lange nicht mehr in ein AH und hocken sich da hin. Und da muss man halt auch sehen, dass gerade die deutschen Hersteller letztlich überwiegend Gewerbe als Erstkäufer haben. Dazu muss man sich nur die Zulassungszahlen ansehen. Volkswagen müsste eigentlich Gewerbewagen heißen, wenn man nach den Erstzulassungen geht. Der Privatkundenanteil steigt erst bei den ausländischen Marken deutlicher an.

    Bei den Werkstätten ist auch irgendwas im Busch. Ich habe schon zwei ATU Standorte angeboten bekommen zum Kauf, die aufgegeben werden sollten. Nur was soll ich damit. :kpatsch:

    Kommt auf den Kaufpreis an. Letztlich hast ne Ladenfläche mit Lager, richtig große Garagen und nem meist ordentlichen Parkplatz dabei.

    Die Worte ATU und Werkstatt in zusammenhängenden Sätzen zu erwähnen löst bei mir Angstreflexe aus :respekt:

    Wobei man sagen muss, man unterschätzt die etwas denke ich. Die Leute dort müssen noch was können und das an 28 verschiedenen Marken querbeet. Während der BMW-Premiummechaniker auch nur sein Diagnosegerät ansteckt und nach Anleitung Teile tauscht und wenn mal ne Karre kommt die älter ist als 10 Jahre, dann steht er da und fängt das Weinen an weil er den alten Leitzordner für den E36 nicht mehr findet... ;) Sicher etwas überspitz dargestellt, aber gerade bei älteren Fahrzeugen ist die Bude sicher nicht ganz die verkehrte Idee. Ist halt wie McDonalds, die hatten auch mal ne Werbung in den 90ern als keiner angeblich nie nicht niemals zu McDo ging in der sie sich bei den 800.000 Gästen täglich bedanken die sie laut einer Umfrage nie besuchen. :hehe:

    All das sollte uns aber nicht davon abhalten, daran zu denken, dass Australien 48 Millionen Kängurus hat und Uruguay nur 3.457.380 Einwohner. Das bedeutet, wenn die Kängurus irgendwann entscheiden würden, Uruguay anzugreifen, dass jeder Uruguayer im Schnitt 14 Kängurus bekämpfen müsste. Und sollten die Kängurus siegen, heißt das Land Känguruguay.

  • Und spätestens dann braucht es keinen örtlichen Store mehr. :sz: Denkt mal weiter…da hängen auch die Werkstätten dran. Wenn dann viele Autohäuser dicht machen? Ob die Werkstätten alleine weiter betrieben werden?


    Bei unserem kleinen Mercedeshändler hier am Ort ist es schon seit Jahren so, dass er selbst keine Neuwagen mehr verkauft. Bei ihm sitzt nur ein Verkäufer einer Niederlassung aus einer 30km entfernten Stadt. Er macht noch den Gebrauchtwagenhandel und die Werkstatt, auch für LKW. Ist aber durchaus bereit, auch an Fremdfabrikaten zu arbeiten, hab ihn diesbezüglich mal wegen des Jeeps angesprochen.


    Insgesamt habe ich aber nicht den Eindruck, dass es bei ihm wirtschaftlich schlecht läuft. In jedem Fall kann ich aber sagen, dass der Service sehr gut ist.

  • Die Gretchenfrage für mich ist, wie hoch denn die Preise künftig sein werden.


    Ich habe mehrere BMW Neuwagen gekauft bzw. geleased - alle mit einigem Nachlass auf den Listenpreis, alle beim gleichen Verkäufer der Niederlassung.

    Der VK hatte relativ wenig Arbeit mit mir - dafür bekam ich immer einen einigermaßen guten Preis, nicht deutlich höher als die freien Vermittler angeboten haben.


    Sollte in Zukunft einfach der Listenpreis zählen ganz ohne Nachlass - dann wird es schwierig, mich als Kunde zu behalten, weil das einfach zu teuer wird.


    Der Rabatt ist mir völlig egal - der Preis unter dem Strich aber keineswegs.


    Siehe Tesla: man kann von den Kisten halten was man will - aber die Neupreise sind nicht überhöht, obwohl gar kein Rabatt gewährt wird.

    Grüße Peter