Testament - was planen für Kinder als Vollwaisen?

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  • Und ob Vormund = Vermögensverwalter ist, ist auch noch so eine Frage.


    Würde ich eher nicht machen, zumindest wenn es, wie bei Dir, keine absolut vertrauenswürdigen nahen Verwandten gibt…


    Aber dann führe ich mir vor Augen, wie unwahrscheinlich es ist, dass das alles jemals realisiert werden muss. Aber es ist meine verdammte Pflicht, für so einen unwahrscheinlichen Fall vorzusorgen.


    Besser für einen unwahrscheinlichen Fall vorbereitet zu sein, als am Ende die Kinder die Probleme ausbaden zu lassen… Und man muss der Realität halt ins Auge sehen, morgen kann es vorbei sein wenn wir Pech haben.


    An meinem 18 Geburtstag meinte mein Vater auch nur, herzlichen Glückwunsch und in zwei Stunden haben wir einen Termin beim Notar, Testament beurkunden… Ich finde es eigentlich immer wieder traurig, wie viele Menschen nach dem Motto „wird schon gutgehen“ durchs Leben gehen, halte ich für verantwortungslos.


    Tatsächlich suche ich aber für die weiterführende Schule schon nach Alternativen - vielleicht dann aber in der Form, dass sie durch tägliches Pendeln erreichbar ist.


    Keine Ahnung, wie das in Köln ist. Aber sowohl hier am Ort als auch in meiner alten Heimat gibt es durchaus deutliche qualitative Unterschiede zwischen den weiterführenden Schulen. Was dann auch bedeutet, dass man auch eine gute Schule finden kann. Aber auch die Schule ist halt nicht alles.

  • (3 Deutsche in der Klasse, der Rest Migranten)

    Prost Mahlzeit. So wird es ja in Deutschland in wenigen Jahrzehnten überall aussehen. Deswegen wäre mir am liebsten eine Schulausbildung im Ausland gewesen. Aber dafür müsste ich hier alles aufgeben und dazu bin ich leider auch nicht bereit weil es einfach (zumindest noch) zu erfolgreich ist, was ich mir aufgebaut habe.....

    Viele Grüße
    Oliver

  • Wäre denn in eurer Nähe kein solches Gymnasium? Die Tochter meiner Schwester war damals auf einem reinen Mädchengymnasium unter katholischer Führung, die macht jetzt gerade in Wien ihren Master in Architektur.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Wäre denn in eurer Nähe kein solches Gymnasium? Die Tochter meiner Schwester war damals auf einem reinen Mädchengymnasium unter katholischer Führung, die macht jetzt gerade in Wien ihren Master in Architektur.

    Ich hatte gezielt nach Privatschulen gesucht. Da aber nichts Passendes gefunden. Evtl. ist das dabei durchs Raster gefallen. Muss ich nochmal suchen.


    Wobei ich nicht verstehe, was diese Trennung nach Geschlechtern bringen soll konkret? Gemischte Klassen finde ich eigentlich besser weil auch das Leben kein "Mädchenleben" ist...... aber die Ausbildung sollte eben top sein...... mit befassen werde ich mich aber auf jeden Fall......

    Viele Grüße
    Oliver

  • (3 Deutsche in der Klasse, der Rest Migranten)

    Schick die Kinder auf ein Humanistisches Gymnasium, dann ist es umgekehrt.

    Und eine solche Allgemeinbildung ist durch nichts zu ersetzen.

    OK, vielleicht schaffen wir ja den Importweltmeister. :kasper:


    Länger das gleiche Nutzlose tun? :idee:

  • Schick die Kinder auf ein Humanistisches Gymnasium, dann ist es umgekehrt.

    Und eine solche Allgemeinbildung ist durch nichts zu ersetzen.

    Nach der Grundschule soll der jüngere Bruder auch auf das gleiche Gymnasium wie der Bruder gehen, die Eltern hoffen nur dass er das auch schafft, er lernt leider nicht so leicht wie sein Bruder.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Aus eigener guter Erfahrung möchte ich gerne das Lyceum Alpinum in Zuoz ( Internationales Internat Schweiz | Lyceum Alpinum Zuoz (lyceum-alpinum.ch) ) als Alternative zu Salem ins Gespräch bringen. Gerne stehe ich bei Fragen dazu zur Verfügung.

    So gut kann ein Internat gar nicht sein, dass es ein liebevolles Elternhaus ersetzt.

    Wer natürlich mehr Wert darauf legt, dass seine Kinder erfolgreich sind als dass sie glücklich sind oder wenn ein Paar nicht in der nicht in der Lage ist, ein liebevolles Elternhaus zu bieten, dann mag das schon eine Option sein.

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Wenn Du Deine Kinder nach Salem schickst brauchst Du Dir wenigstens keine Gedanken mehr über das Erbe machen.


    Zitat


    Heute richten sich die Schulgebühren für Internatsschüler nach der Jahrgangsstufe und betragen für interne Schüler im Schuljahr 2021/2022 zwischen 43.500 und 48.300 Euro (ohne Nebenkosten) pro Jahr.

    Macht also in 9 Jahren ne schlappe halbe Million.


    Salem ist eine Schule nicht für die oberen 10.000 sondern für die höchsten 500.


    Wenn Du liest wer dort war dann findest Du Namen wie Prinz Phillipp, Eberhard von Kuenheim oder August Oetker


    Es gibt gute Privatschulen aber ich denke Salem ist selbst für Dich ne Nummer zu hoch.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • So gut kann ein Internat gar nicht sein, dass es ein liebevolles Elternhaus ersetzt.

    Wer natürlich mehr Wert darauf legt, dass seine Kinder erfolgreich sind als dass sie glücklich sind oder wenn ein Paar nicht in der nicht in der Lage ist, ein liebevolles Elternhaus zu bieten, dann mag das schon eine Option sein.

    Warst Du im Internat und hast eigene Erfahrungen?


    Ich habe dort meine Jugend verbracht und bin meinen Eltern heute noch dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe! Und damit meine ich nicht die reine schulische Ausbildung, sondern mehr noch die dort erworbene soziale Kompetenz in einem multinationalen Umfeld, gelebtes FairPlay, ein unvergleichliches Sportangebot und das alles in einem der schönsten Alpentäler, verbunden mit einem Netzwerk, von dem ich heute noch profitiere.


    Das Internat hat mein liebevolles Elternhaus nicht ersetzt, sondern perfekt ergänzt. Es war damals mein eigener Wunsch und ich durfte auch das Internat selbst aussuchen.

  • Dann werfe ich hier mal das hier in St. Gallen ansässige Institut auf dem Rosenberg in den Raum. Jahreskosten beginnen 6-stellig. Dafür werden die Kinder da wohl wirklich gut aufs (Geschäfts-) Leben vorbereitet... --> https://www.nzz.ch/schweiz/eli…global-de-DE&reduced=true

    PS: Bezüglich "... ne Nummer zu hoch." finde ich eine gewagte Aussage. Keiner von uns kennt die genauen finanziellen Möglichkeiten von Oliver. Wenn ich aber so seine Posts mitverfolge, hätte ich persönlich eine solche Aussage nie getätigt... Wer für € 20k und mehr mal ein paar Tage verreisen kann, kann sich wohl auch Jahresgebühren von € 50k für eine Privatschule leisten...

  • Macht also in 9 Jahren ne schlappe halbe Million.


    Salem ist eine Schule nicht für die oberen 10.000 sondern für die höchsten 500.

    Ich glaube, das widerspricht sich beides etwas. Was ist heute noch eine halbe Million? Das ist sicherlich kein Betrag, der den oberen 500 vorbehalten ist. Zumal dann nicht, wenn man über die Verwendung eines Erbes spricht und nicht aus einem von vielen aktuellen "Konsumbausteinen" einer vitalen Familie wo ein solches Invest nur einen gewissen Bruchteil darstellen dürfte.


    Natürlich verstehe ich, was du meinst und gehe das auch so mit. Würde es für uns auch nicht ins Auge fassen zu Lebzeiten. Aber wenn man sowieso schon das Zeitliche segnet, wäre eben die Frage, wie das verbleibende Geld den besten Hebel für die Entwicklung der Kinder entfalten kann.


    Mit der Schweizer Schule beschäftige ich mich mal.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Hallo


    Ich weiß nicht wer hier selbst Erfahrungen mit Internatsbeschulung hat, aber mein Vater war dort:



    Gibt's nicht mehr, deswegen außer Konkurrenz, aber er hat vornehmlich positive Erinnerungen an seine Schulzeit dort. Und noch ewig Kontakt mit seinen Mitschülern gehalten.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • PS: Bezüglich "... ne Nummer zu hoch." finde ich eine gewagte Aussage. Keiner von uns kennt die genauen finanziellen Möglichkeiten von Oliver. Wenn ich aber so seine Posts mitverfolge, hätte ich persönlich eine solche Aussage nie getätigt... Wer für € 20k und mehr mal ein paar Tage verreisen kann, kann sich wohl auch Jahresgebühren von € 50k für eine Privatschule leisten...

    Da mein IQ nicht allzu sehr unter dem Durchschnitt liegt habe ich das schon berücksichtigt.


    Du bist IMHO etwas auf dem falschen Dampfer.

    Es geht hier ja nicht darum, den Kindern bei Lebzeiten ein tolles Internat zu ermöglichen, mit Geld das wegen einem guten Einkommen jährlich verdient wird.

    Es geht hier um den Fall der (Todes)Fälle und das würde bedeuten dass zu diesem Zeitpunkt für 2 Kinder (sagen wir mal) eine Summe von einer Million und noch deutlich mehr (was nutzt das tollste Internat wenn danach kein Studium mehr möglich ist weil die Kohle aus ist) "in bar" vorhanden sein muss, um das ganze p.m. zu finanzieren.


    Und nebenbei: Gute Schule - ja, sicher. Auch ne Privatschule is OK.

    Aber man sollte auch nicht nach den Sternen greifen. Was nutzt es, die Kinder auf eine Schule der Upper Class zu schicken wenn dort im Lauf der Zeit klar wird, dass die Eltern zwar begütert sind aber eben nicht Albrecht, Kühne, Schwarz, Quandt oder Klatten heissen und sie dann ausgegrenzt werden.

    Gerade auf solchen "Eliteschulen" kann es hart hergehen weil die Kids schon mit einem Bewusstsein antraben dass sie was tolles sind.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Du bist IMHO etwas auf dem falschen Dampfer.

    Es geht hier ja nicht darum, den Kindern bei Lebzeiten ein tolles Internat zu ermöglichen, mit Geld das wegen einem guten Einkommen jährlich verdient wird.

    Es geht hier um den Fall der (Todes)Fälle und das würde bedeuten dass zu diesem Zeitpunkt für 2 Kinder (sagen wir mal) eine Summe von einer Million und noch deutlich mehr (was nutzt das tollste Internat wenn danach kein Studium mehr möglich ist weil die Kohle aus ist) "in bar" vorhanden sein muss, um das ganze p.m. zu finanzieren.

    Auch da ist es gefährlich, eine Aussage zu treffen... Es ist wohl einiges an Immobilien vorhanden. Da kommt dann auch passiv mal ganz schnell eine hübsche Summe zusammen. Auch wenn die Märkte dann nicht mehr als Einnahmequellen zu Verfügung stellen. Somit, ganz so auf dem falschen Dampfer bin meiner Meinung nach trotzdem nicht :*

  • Gerade auf solchen "Eliteschulen" kann es hart hergehen weil die Kids schon mit einem Bewusstsein antraben dass sie was tolles sind.

    Das ist ein gutes Argument. Das Beste zu wollen bedeutet nicht automatisch, das Beste zu erreichen. Vor allem dann nicht, wenn man komplett aus dem Leben gerissen irgendwann von jetzt auf gleich dazu stößt. Sehr wichtiger Punkt; ja.


    Tatsächlich muss ich jetzt bei dem Thema etwas aufpassen, dass es ja nicht "nur" um die Schule geht sondern die komplette Erziehung der Kinder. Also um die Alternative zu klassischer staatlicher Obhut...... wenn man so will, geht es darum, sich auch die "Erziehung" und einen Orientierungspol für die Kinder, der über das Lernen hinaus geht, zu erkaufen.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Und nebenbei: Gute Schule - ja, sicher. Auch ne Privatschule is OK.

    Aber man sollte auch nicht nach den Sternen greifen. Was nutzt es, die Kinder auf eine Schule der Upper Class zu schicken wenn dort im Lauf der Zeit klar wird, dass die Eltern zwar begütert sind aber eben nicht Albrecht, Kühne, Schwarz, Quandt oder Klatten heissen und sie dann ausgegrenzt werden.

    Gerade auf solchen "Eliteschulen" kann es hart hergehen weil die Kids schon mit einem Bewusstsein antraben dass sie was tolles sind.

    Sorry Georg, aber das stimmt so nicht, zumindest bei uns damals in Zuoz war es nicht so.


    Die Schulleitung hat ein sehr strenges Auge darauf gehabt, dass alle Schüler die gleichen Voraussetzungen hatten. Taschengeld wurde seitens der Internatsleitung gestaffelt nach Alter verteilt, darüber hinaus war es verboten, zusätzliches Geld oder Konten / Kreditkarten zu haben. Dies wurde streng kontrolliert, Zuwiderhandlung führte zu einer Abmahnung und beim zweiten Mal zum Schulverweis. Für Ausgaben rund um den Unterricht gab es ein Materialbüro, in dem wir auf Rechnung kaufen konnten. Für kleinere Ausgaben wie z. B. Filme für den Fotoappart etc. konnten wir uns vom Internatsleiter auf Rechnung einen Bon geben lassen, der im Dorf zweckgebunden eingelöst wurde, für größere Ausgaben (neue Ski, Tennisschläger, Kleidung etc.) gab es die Bons vom Rektor, aber nur mit vorheriger Genehmigung der Eltern.


    Ausgang ins Dorf während der Freizeit war streng reglementiert und auch hier nach Alter gestaffelt. Schwerpunkt in der Freizeit war das immense Sport- und Freizeitangebot der Schule.


    Es gab natürlich schon Vergleiche resp. Wettbewerb untereinander. Diese waren aber nicht auf Basis des elterlichen Wohlstandes, sondern im direkten sportlichen und/oder schulischen Vergleich. Und die Möglichkeiten waren so vielfältig, dass wirklich jeder etwas für seine Stärken gefunden hat, in dem er sich gegenüber den Anderen behaupten konnte. Es gab zwar schon Einzelne, die zu Beginn ihrer Internatszeit hochnässig eingestiegen sind, dieser Zahn wurde ihnen aber von der Gemeinschaft ganz schnell gezogen.


    Meine Eltern gehörten im direkten Vergleich nicht zu den Wohlhabendsten, trotzdem hatte ich dadurch keinerlei Nachteile empfunden.

  • Wo kein Vertrauen ist, helfen auch keine Regelungen.

    Für mich ist das vor allem ein Weckruf, weniger ins Mikromgmt zu gehen, weniger in dem BMW zu investieren, mehr für Beziehungen zu arbeiten.