Arbeit soll sich lohnen - oder ist der Sozialstaat zu sozial?

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  • Das sind alles Gedanken die immer direkt diskriminierend gegen irgendeine Gruppe wären.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • nein, das würde die Kapitalisten zu sehr bevorteilen. Aber Punkte pro Anzahl Jahre real bezahlte Einkommenssteuer wären für mich denkbar.

    Das ganze System müsste halt kapitalistisch sein.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Das ganze System müsste halt kapitalistisch sein.

    Ja, so kann man denken, so lange man leistungsfähig und gesund ist. Wer Leistung bringt darf was haben und mitreden, wenn du irgendwas nicht mehr kannst fliegst du durchs Raster und darfst dich am besten zu den Obdachlosen unter der Brücke gesellen. So funktioniert Gesellschaft und soziales Miteinander.

    Nicht falsch verstehen, ich finde auch nicht alles gut was alimentiert wird. Aber es gibt wie so oft Grenzen, auf beiden Seiten.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • nein, das würde die Kapitalisten zu sehr bevorteilen. Aber Punkte pro Anzahl Jahre real bezahlte Einkommenssteuer wären für mich denkbar.

    habe aber dann der Nachteil, das die alten mächtiger würden.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain

  • Eine funktionierende soziale Sicherung ist eine der größten gesellschaftlichen Errungenschaften. Wer in Notlagen gerät, dem soll geholfen werden. Das ist das Prinzip einer Versicherung - viele zahlen ein, manche beziehen Leistungen aus diesem Topf.

    Um das auf lange Sicht zu erhalten, muss 1) der Missbrauch begrenzt und 2) die Zusammensetzung der Solidargemeinschaft klar abgegrenzt werden. Wie bei einer Versicherung eben. Meine Allianz KFZ Haftpflicht zahlt auch nicht, wenn ich meinen Karren an die Wand setze. Und zahlt nicht den Unfallschaden meines Nachbarn, der nicht bei der Allianz versichert ist. Täte sie es, wäre sie pleite. Nicht anders ist es beim Sozialstaat.

  • kalle:

    darum gibt es ja einen Unterschied zwischen Haftpflicht und Kasko.

    Im Sozialwesen wird teilweise der Unterschied kleiner. Es ist richtig, dass der etwas unterstützt wird, der unschuldig in eine Notlage gerät. Schlecht ist wenn der welcher keinen Bock hat ein warmes Kissen kriegt.

    Ganz schlimm wird es dann, wenn einige Firmen aus diesem System noch Profit machen.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Ja, im Hochlohnbereich ist es wohl wirklich noch nicht ein reiner Nachfragemarkt.....


    Das hängt wohl sehr von der Branche ab. In meinem Bereich (Entwicklung, Software & Elektronik) kannst Du Dir im Moment die Stellen eigentlich noch nach der Farbe des Schreibtisches aussuchen.


    Wer in Notlagen gerät, dem soll geholfen werden. Das ist das Prinzip einer Versicherung - viele zahlen ein, manche beziehen Leistungen aus diesem Topf.


    Da bin ich komplett bei Dir. Aber wie eben auch die Versicherung Anforderungen stellt sollte die Gesellschaft auch Anforderungen an den Unterstützten stellen können. Beim gesunden 20 Jährigen natürlich mehr als beim Rentner mit 80.



    Ja, so kann man denken, so lange man leistungsfähig und gesund ist. Wer Leistung bringt darf was haben und mitreden, wenn du irgendwas nicht mehr kannst fliegst du durchs Raster und darfst dich am besten zu den Obdachlosen unter der Brücke gesellen.


    Dazu wäre erst einmal zu klären, wie viele objektiv nicht können und wie viele aus irgendwelchen Gründen keine Lust haben oder wo das "nicht können" eher Unlust ist.

  • Da bin ich komplett bei Dir. Aber wie eben auch die Versicherung Anforderungen stellt sollte die Gesellschaft auch Anforderungen an den Unterstützten stellen können. Beim gesunden 20 Jährigen natürlich mehr als beim Rentner mit 80.

    Absolut! Das gehört für mich unabdingbar zu Missbrauch begrenzen. Die Leistungen aus dem Sozialsystem dürfen niemals attraktiv sein als Alternative zu eigener Leistung.

  • Nicht falsch verstehen, ich finde auch nicht alles gut was alimentiert wird. Aber es gibt wie so oft Grenzen, auf beiden Seiten.


    Ja, du hast Recht. Ich habe es zu einseitig formuliert. Ich bin einfach für ein leistungsgerechtes System. Härten abfedern finde ich richtig. Es kann uns alle treffen. Was mich stört, hatte ich ja auch formuliert.


    Dass ich ansonsten eher für Freiheit und die Regulierung durch den Markt bin als für staatliche Bevormundung, ist das was mich antreibt.


    Wenn ich schon daran denke, was der Staat machen wird um die kapitalgedeckte Rente einzuführen, da graut es mir bereits vor. Da muss man vermutlich wieder so ein Zwangspaket mitmachen wo ein Großteil der Anlage in Verwaltungskosten etc. versickert bei gleichzeitiger Flexiblität wie ein fabrikneuer italienischer Lederschuh.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Wenn ich schon daran denke, was der Staat machen wird um die kapitalgedeckte Rente einzuführen, da graut es mir bereits vor. Da muss man vermutlich wieder so ein Zwangspaket mitmachen wo ein Großteil der Anlage in Verwaltungskosten etc. versickert bei gleichzeitiger Flexiblität wie ein fabrikneuer italienischer Lederschuh.

    wenn das so vermurkst wird wie das BVG in der Schweiz, dann kann man sich darauf freuen.

    Hier ist der Beitrag für einen 25jährigen 7 %, für einen 55-jährigen 18 %, je die Hälfte zahlen Firma und Angestellter. Folge davon ist, dass man mit ü50 sehr schlechte Karten auf dem Stellenmarkt hat, wenn man nicht ein gesuchter Spezialist ist.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

    Einmal editiert, zuletzt von multi_cab ()

  • Gegenbeispiel:


    Meine Mutter mußte von 65 bis 78 Beiträge in die DRV abgeführt bekommen, obwohl sie als Versorgungswerkversicherte keinerlei Ansprüche erwirbt. Damit ältere keinen Vorteil haben gegenüber jüngeren. :kotz:


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • beide Lösungen sind völlig vermurkst.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • plus die Kinderzulagen für die 4 Kinder

    Du hast keine Kinder, oder?

    Oder wie kommst Du auf die Idee, dass da was übrig bleibt?



    Das ganze System müsste halt kapitalistisch sein.

    Wie in den USA? Nein, da ist mir der Mißbrauch (den man bis zu einem gewissen Grad immer haben wird) lieber!


    Nicht falsch verstehen, ich finde auch nicht alles gut was alimentiert wird. Aber es gibt wie so oft Grenzen, auf beiden Seiten.

    Dem kann ich mich nur anschließen!

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Wie in den USA? Nein, da ist mir der Mißbrauch (den man bis zu einem gewissen Grad immer haben wird) lieber!

    Ich bin zu wenig drin wie es in den USA ist. Die haben meine ich nicht mal Krankenversicherungen. So krass würde ich das nicht sehen.


    Aber eben ganz klar keine Zigaretten und Gelder für Kaffeetrinken in irgendwelchen Bäckerein sowie keine schicken Neubauwohnungen. Für eindeutige Verweigerer auch Sammelunterkünfte und Sammelverpflegung ohne jedes Geld. In den USA ist es meine ich krasser - da gibt es ja ohne Ende Obdachlose. Das ist nochmal eine ganze Ecke "schlimmer" denke ich, als ich es für hier sehen würde.

    Viele Grüße
    Oliver


  • In diesem Sinne: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Welche Perspektive soll ich denn einem Studenten geben, der sich am Wochenende oder abends für 10 Stunden die Woche, das dazu verdient? Wenn er Medizin studiert, wird´s bei uns schwer.

    Karriere in der Metzgerei/ Fleischtheke? :hehe:

  • Wenn er das Examen nicht schafft ... ;)



    Das Problem ist die wirklich Bedürftigen von den lediglich Unwilligen und Faulen zu unterscheiden.


    Grundsätzlich ist der Sozialstaat eine gute Erfindung.

    Grüße Peter

  • Bedürftig sind für mich Menschen, die nicht mehr arbeiten können. Die Arbeitsfähigkeit ist aber eine Voraussetzung für Hartz IV. Damit sind diese also schon mal raus. Eine temporäre Unterstützung ist ok, sollte aber zeitlich gedeckelt werden.

  • Du hast keine Kinder, oder?

    Oder wie kommst Du auf die Idee, dass da was übrig bleibt?

    Nein.

    Aber wenn ich dann sehe/lese wie die Hartz IV, nicht die wo ungewollt rein kammen,

    noch rammeln wie die Kanninchen und für jedes Kind Geld bekommen :kotz::kotz::kotz:

    Wenn es einfach unter Hartz IV nach dem ersten oder zweiten nichts mehr gäbe, würden sie ja vielleicht noch überlegen nicht noch mehr zu produzieren.

    Mann muss doch überlegen, die Hilfe so unatraktiv wie möglich zu machen, so dass ein Interesse an die Rückkehr in die Arbeitswelt besteht.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain

  • Aber wenn ich dann sehe/lese wie die Hartz IV, nicht die wo ungewollt rein kammen,

    noch rammeln wie die Kanninchen und für jedes Kind Geld bekommen

    Das hier :kotz::kotz::kotz: kommt mir eher bei Aussagen wie Deinen....


    Wenn Du mal Kinder haben solltest, wird Dir vielleicht auffallen, dass man für diese nicht nur Kindergeld bekommt, sondern auch, dass die Ausgaben für die Kinder das Kindergeld weit übersteigen! :rolleyes::rolleyes::rolleyes:

    Grüße
    shneapfla
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!