Energiekrise und Energiewende - Europa und Deutschland, wie geht es weiter

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  • Hier mal schön analysiert, was schiefgeht:

    "Ein großes Stromnetz für Erneuerbare? Das geht nicht. Nie"
    Die Bundesregierung kündigt den Bau vieler neuer Gaskraftwerke an - als Feuerwehr des Energiesystems. Klaus Mindrup warnt. "Das Problem in Dunkelflauten ist…
    www.n-tv.de

    An alle Mitmenschen, die es mit mir aushalten, ohne mich gleich im Wald aussetzen zu wollen: Danke :hi:

  • Das Netz ändert sich, das war für jeden der sich ernsthaft damit beschäftigt seit 10 Jahren vorherzusagen.

    Die Politik (und der Journalismus) ist gerade dabei Erstaunen zu entwickeln daß sich verfestigt daß der Strom im Winter sehr viel teurer ist als im Sommer

    Jeder Ingenieur sagt: Leute, könnt ihr eine Kilowattstunde von einer Kaffeetasse unterscheiden? Wisst ihr was die letzten 10 Jahre passiert ist?

    Nein. Können sie nicht, wissen sie nicht

    Ja, wir brauchen Gaskraftwerke plus Gasspeicher. Wir leben in einer Region wo im Winter keine Sonne scheint. Ja wir müssen das finanzieren und ja das geht zu Lasten der erneuerbaren Energien. Und nein, Kilowatt kann man sich nicht wünschen, die muß man erzeugen. Ganz real zur Not mit Wärmekraftmaschinen, wenn man denn schon keine Kernkraftwerke mehr hat.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Na sowas. Hätte ja nie jemand gedacht, dass Tagsüberstromerzeugung und Windhoffnungsstrom auch mal schlechter ausfallen können:

    Ökostrom-Debakel: Deutschland braucht immer mehr Kohle für Strom
    Der Kohle-Boom in Deutschland überrascht. Steinkohle-Verstromung stieg um ein Drittel, während der Ökostrom-Anteil sank.
    www.bild.de
    Zitat

    Energie-Ökonom Prof. Manuel Frondel vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sagte zu BILD: „Wasser- und vor allem Windkraft haben 2025 bisher weniger produziert als sonst. Das kann immer wieder passieren und das zeigt die Schwäche der Erneuerbaren. Man kann sich nicht immer auf sie verlassen.“

    Dass Deutschland – wie vorgesehen – aus der Kohle aussteigen kann, wird unter Experten immer mehr bezweifelt. Laut Koalitionsvertrag will die Bundesregierung den Bau von Gaskraftwerken schnellstmöglich voranbringen. Doch die Zeit dafür wird knapp.

    Es wäre sinnvoll gewesen, „wenn wir die Kernkraft nicht abgestellt hätten oder die zuletzt abgeschalteten Kraftwerke wieder ans Netz gebracht hätten“, so Energie-Experte Frondel. Es gebe viele internationale Interessenten für die Wiederinbetriebnahme. „Das sollte die Bundesregierung nicht dauerhaft ignorieren.“

    Was wohl Robert dazu sagen würde?

    An alle Mitmenschen, die es mit mir aushalten, ohne mich gleich im Wald aussetzen zu wollen: Danke :hi:

  • Oh, er hat Jehova gesagt (Kernkraftwerke besser nicht abgeschaltet hätten) :scared:

    Wird jetzt gleich wieder einer ums Eck kommen der dir sagt dass man nur noch mehr Windräder hinstellen muss, dann klappt das schon mit der Energieversorgung :party:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Schon die vorletzte Regierung hat im Namen der Energiewende merkwürdigste Entscheidungen getroffen.

    Mitunter haben die Länder aber dumme Konzepte auch noch unterstützt um ein paar Euro "Ausgleichsmaßnahmen" abzugreifen

    - das (Braun-)Kohlekraftwerk Schkopau (Region Halle Bitterfeld) sollte abgeschaltet werden, wohl spätestens 2034

    jetzt (o Wunder) merkt man: das hat ja Fernwärmekunden, auch große Chemieindustrie. Folgekonzept: keines. Aber Bundesgeld wahrscheinlich fürs Granitpflaster vor dem Rathaus schon ausgegeben.
    Jetzt will man nun doch ein (großes) Gaskraftwerk hinstellen, nach dem alten Kraftwerkskonzept ginge das nicht und das Neue liegt noch nicht vor.

    Im Zuge der ganzen Energiewende wurde viel beschlossen aber wenig gerechnet.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Im Zuge der ganzen Energiewende wurde viel beschlossen aber wenig gerechnet.

    Rechnen setzt ja auch ein Mindestmaß an Intelligenz voraus! :hi:

    „Inflation ist das erste Wundermittel des schlecht geführten Staates. Das zweite Wundermittel ist der Krieg.

    Beide führen zu zeitweiligem Wohlstand, und beide führen zu völligem Zusammenbruch.“
    (Ernest Hemingway)

  • Die sind nicht dumm, die wissen es nur nicht besser :crazy:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Oder sie haben halt einfach Pech beim Denken...dauerhaft, durchgehend.... :sz::hmm::hmm:

    Man oh man, zur Zeit ernten wir regelmäßig die "Früchte" der verfehlten Politik der letzten Jahrzehnte muss man mittlerweile ja leider schon sagen.
    Vielen Dank nochmal an alle Berufspolitikenden, die sich dafür gerne und ausgiebig selbst feiern und beweihräuchern - ich weiß es wirklich zu schätzen. :gpaul:

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Aber Bundesgeld wahrscheinlich fürs Granitpflaster vor dem Rathaus schon ausgegeben.

    habe mal sehr kurz recherchiert:

    jepp, Bitterfeld hat sich aus Bundesmitteln "Strukturwandel" einen neuen Bahnhof gegönnt. Natürlich nachhaltig und so.

    Für 23 Millionen Euro.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Bei Erscheinen vor gut 40 Jahren war SKYNET noch in so weiter Ferne...

    „Inflation ist das erste Wundermittel des schlecht geführten Staates. Das zweite Wundermittel ist der Krieg.

    Beide führen zu zeitweiligem Wohlstand, und beide führen zu völligem Zusammenbruch.“
    (Ernest Hemingway)

  • Und wir regen uns über ein paar fehlende Stromtrassen oder Speicher auf :duw:

    https://www.msn.com/de-de/finanzen…cae6a3d3b&ei=27

    In Rheinland-Pfalz entsteht mit 480 MegaWatt das größte Rechenzentrum Europas

    Informationstechnik: Bau von Rechenzentrum in Nierstein geht in die nächste Phase
    Einstimmig hat der Niersteiner Stadtrat für die Offenlage des Bebauungsplans für eines der größten Rechenzentren Europas gestimmt. Damit kann die Planung in…
    www.volksfreund.de
  • So riesige Teile sind ja ganz nett, aber wie bekommt man den Traffic da hin und wieder zurück? Die pure Rechenleistung bringt einem doch nix, wenn die Infrastruktur drum rum sie nicht nutzen kann.

    Wir haben hier im Büro von einem Rechenzentrum in München umgestellt auf eines hier in der Nähe, weil die Antwortzeiten einfach deutlich schneller waren und der Grund war nicht die Leistung des Rechenzentrums, sondern schlicht und einfach die Verkabelung dahin und zurück.

    Für KI-Anwendungen mag das vielleicht jetzt am Anfang eine Verbesserung bringen, aber auch da will ich ja möglichst schnell meine Anfragen zurück haben und auch das muss dann durch das vorhandene Leitungssystem.

    BMW aus "Freude am Fahren"

  • So riesige Teile sind ja ganz nett, aber wie bekommt man den Traffic da hin und wieder zurück? Die pure Rechenleistung bringt einem doch nix, wenn die Infrastruktur drum rum sie nicht nutzen kann.

    Bei KI-Anwendungen, ist der Traffic über´s Netz sehr überschaubar.

    Kommt eine Anfrage hat die üblicherweise ein paar tausend Byte, wenn´s komplizierter wird vielleicht einige MB.
    Der große rechnerische Aufwand findet im Rechenzentrum statt.
    Die Antwort wiederum meist denselben Traffic zur Folge wie die Eingangsfrage.

  • Das ist schon klar, nur bleibt die KI ja nicht rein in ihrem Datenhaushalt, sondern sucht im www nach der besten Lösung/Antwort und solche Gigantischen Rechenzentrum werden nicht nur mit ein paar Anfragen beschäftigt, sondern mit Millionen, damit sich der Aufwand am Ende auch rechnet und der Traffic ist nicht zu unterschätzen.

    Wie gesagt, dieses Monster wird da sicher nur lächeln, aber alle anderen Knotenpunkte werden da ordentlich zu tun bekommen.

    Das ist am Ende wie ein Lambomotor in einem Trabbi. Fährt, aber wird die wirklich gut laufen.

    BMW aus "Freude am Fahren"

  • So riesige Teile sind ja ganz nett, aber wie bekommt man den Traffic da hin und wieder zurück?

    Nierstein ist doch jetzt nicht weg vom Schuss der Infrastruktur. Ich könnte wetten, da liegen in der Nähe grosse Kapazitäten mehrerer Provider. Darmstadt mit einigen RZ und älteren Knotenpunkten ist nicht weit, und DECIX damit auch nicht. Wird schon jemand berechnet haben, keiner baut ein Wasserwerk und vergisst die Leitungen. Obwohl, jetzt wo ichs sag, in Deutschland würde ich das einigen zutrauen :duw:

    An alle Mitmenschen, die es mit mir aushalten, ohne mich gleich im Wald aussetzen zu wollen: Danke :hi:

  • Hier in Deutschland reden wir ja nicht von so riesigen Teilen wie sie Zuckerberg bauen lässt.

    Aber auch hier im Rhein-Main-Gebiet gibt es schon erste Probleme aufgrund der Vielzahl der Rechenzentren, die hier entstehen, denn nicht überall liegt schon Glasfaser und selbst wo welches liegt, muss wegen der Ausfallsicherheit noch mindestens ein zweiter Strang gelegt werden.

    Die Versorgung mit Strom kommt dann noch dazu. Aktuell ziehen sie hier eine riesen Stromtrasse am Ort vorbei nach Karben zum Umspannwerk, wo demnächst in der Nähe auch noch ein Rechenzentrum entstehen soll.

    Positiver Nebeneffekt dürfte sein, dass die Windräder hier an der Hohen-Straße dann weniger oft runterreguliert werden.

    BMW aus "Freude am Fahren"

  • Ich denke mir immer, die ganzen Welt- und Klimaretter sollten als erstes mal auf Instragramm und Co die Finger still, denn da geht heutzutage die Energie hin. Wenn die ihre ganzen Klimademo Fotos hochgeladen haben, müssten sie als erstes für den Ausgleich des CO2 Fussabdrucks einen Baum pflanzen.
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Energiebedarf für die weltweiten Data Center die Industrie schon überholt hat.