Transgender, sexuelle Orientierung und die Aufklärung

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  • Normal (Duden):

    1. der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig BEISPIEL
      • der Puls ist normal
    2. so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt BEISPIEL
      • unter normalen Verhältnissen


    *seufz* Wir sind es gewohnt eigntlich nicht in moralischen oder wertenden Kategorien gehörende Begriffe zur Wertung zu benutzen oder sie doch im Sinne von "gut" und "böse" aufzuladen. Normal ist in meinen Augen so ein Wort. Dabei können unter entsprechenden Umständen die normalen Dinge die bösesten und perversesten werden. Im Krieg sind alle Väter Soldat. Sachlich betrachtet bleibt von "normal" nur die Bedeutung von "das Häufigste" oder "der Durchschnitt" -


    Aber öffentlich benutzen kann man das Wort "normal" so wertfrei nicht. Ruf jemandem mal zu "Du bist doch nicht mehr normal!" - da wird jede Diskussion schnell handgreiflich.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Siehst du, und ich verstehe nicht wer hier wen wo angefeindet oder abgelehnt hat.

    Es gibt also doch "normal".


    Interessant.

    Naja, die Aussagen einiger hier im Thread liessen und lassen auf ziemlich wenig Verständnis für eine Abweichung des sexuellen "Normals" schliessen.


    Was "Normal" ist und was nicht, definiert immer die Umgebung/das Umfeld in dem ich mich bewege. Bewege ich mich in einem Club für homosexuelle Menschen, dann bin ich dort als Hetero auch der Abweichler von der "Norm".


    Übrigens habe ich "Normallfall" nicht aus versehen in " " geschrieben...

  • Übrigens habe ich "Normallfall" nicht aus versehen in " " geschrieben...

    Das war mir klar ;)


    Was "Normal" ist und was nicht, definiert immer die Umgebung/das Umfeld in dem ich mich bewege. Bewege ich mich in einem Club für homosexuelle Menschen, dann bin ich dort als Hetero auch der Abweichler von der "Norm".

    So ist es. Bleibt die Frage ob ich dort als Abweichler von der Norm meine sexuelle Orientierung jedem aufs Auge drücken muss der es wissen will oder auch nicht, am besten noch mit entsprechendem Verhalten, und ob ich dort drauf bestehen muss als "Normal" angesehen zu werden. :idee:

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Das war mir klar ;)


    So ist es. Bleibt die Frage ob ich dort als Abweichler von der Norm meine sexuelle Orientierung jedem aufs Auge drücken muss der es wissen will oder auch nicht, am besten noch mit entsprechendem Verhalten, und ob ich dort drauf bestehen muss als "Normal" angesehen zu werden. :idee:

    Klar, muss man nicht der ganzen Welt seine eigene sexuelle Orientierung aufs Auge drücken. Da stimme ich dir zu 100% zu. Dies gilt aber auch für jegliche andere Lebenseinstellung abseits der "Norm".

    Auf der anderen Seite verstehe ich aber auch, wenn diese Randgruppen für ihre Bedürfnisse und Rechte einstehen.

  • Zitat

    So ist es. Bleibt die Frage ob ich dort als Abweichler von der Norm meine sexuelle Orientierung jedem aufs Auge drücken muss der es wissen will oder auch nicht, am besten noch mit entsprechendem Verhalten,


    Das wiederum machen heteros auch oft genug und keineswegs nur so, dass es für die unfreiwilligen Zuschauer immer angenehm ist…

  • ...bisher habe ich sehr interessiert mitgelesen, aber jetzt bin ich doch etwas überrascht, wie wahnsinnig aufgeladen das Thema "Sexualität" inzwischen gesellschaftlich ist:

    Unsere Tochter hatte mit gut 4.5 Jahren den ersten Sexualkundeunterricht im Kindergarten. Klar, da wurde das Hauptaugenmerk darauf gelegt, dass ihr Körper ihr gehört und sie ganz alleine darüber entscheidet, wie nah jemand ihr kommen darf und wer sie berührt. Aber irgendwann wird auch die Auseinandersetzung mit den nicht "Normalfällen" kommen. Ein Kind wird jedoch sicherlich nur deswegen Transsexuell, nur weil es mal davon im Sexualkundeunterricht gehört hat... Aber evtl. hilft dieses Wissen, die eigenen Gefühle einordnen zu können... Und ja, dass kann meiner Meinung nach durchaus (alters gerecht(!)) vor dem Teenager-Alter geschehen.

    Bin ich der einzige, der es befremdlich findet, dass Kinder mit 4,5 Jahren den ersten Sexualkundeunterricht haben? Wie soll ein Kind mit 4,5 Jahren verstehen, was es bedeutet, dass ihr Körper ihr gehört, sie entscheidet, wer ihr wie nahe kommt etc? DAS finde ich wirklich am befremdlichsten in diesem ganzen Thread.


    So, und jetzt steinigt mich, von wegen Kinder mit 4,5 Jahren können das alles schon verstehen und sind von den geistigen und kognitiven Fähigkeiten durchaus in der Lage, dies einzuordnen.

  • Wie soll ein Kind mit 4,5 Jahren verstehen, was es bedeutet, dass ihr Körper ihr gehört, sie entscheidet, wer ihr wie nahe kommt etc?

    Auch wenn ich dein Statement generell gut finde - das hier finde ich schon wichtig. Man kann Kindern nicht früh genug beibringen, dass sie sich schützen müssen. Unsere Tochter ist jetzt 6 geworden und geht seit einiger Zeit zum Wing Tsun. Da lernen Sie auch so Sachen wie ganz laut "Nein, nein, nein" zu schreien, wenn jemand etwas tut, das sie nicht möchten z. B.


    Daran kann ich nichts Verwerfliches finden. Aber sie vermitteln das nicht so sexualisiert sondern sagen z. B., man solle das tun, wenn jemand das Kleid versucht, hoch zu heben.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Bin ich der einzige, der es befremdlich findet, dass Kinder mit 4,5 Jahren den ersten Sexualkundeunterricht haben?

    Kinder werden leider sogar mit geringerem Alter missbraucht. Da sie eben in dem Alter keinerlei Beziehung zu Sexualität haben, ist es ganz wichtig über Geschlecht und Körper aufzuklären, damit ihnen klar wird wenn Erwachsene Grenzen überschreiten.

    Man erleichtert mit der "Verhinderung" dieser Aufklärung Missbrauch.

    Das sollte einem schon klar sein.

  • Irgendwie frage ich mich auch - als Single - ob man die ganzen pärchenbezognenen Privilegien die je nach Paar, ob nun hetero, homo oder was auch immer mal staatlich gewährt werden, und mal nicht, und damit Raum für Diskrimininierung bieten allesamt einzustampfen (Ehegattensplitting etc...) . Die Problematik mit den Kindern könnte man ganz pragmatisch dadurch lösen das jedes Kind bei Geburt eine komplette genetische Abstammungsanalyse bekommt und danach die Unterhaltspflichten und Rechte vergeben werden. Könnte da nur so manche unschöne Überraschung geben.... vielleicht doch keine so gute Idee...


    Und etwas mehr Schamgefühl - auch bei heterosexuellen - könnte in der Öffentlichkeit wirklich dazu beitragen weniger wertende Reaktionen zu bekommen. Denn eines wird es immer geben: Einen bösen Nachbarn dem die jeweilige Lebensweise nicht gefällt.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • ob man die ganzen pärchenbezognenen Privilegien die je nach Paar, ob nun hetero, homo oder was auch immer mal staatlich gewährt werden, und mal nicht

    Ich frage mich schon die ganze Zeit welche das noch genau sind?

    Und etwas mehr Schamgefühl - auch bei heterosexuellen - könnte in der Öffentlichkeit wirklich dazu beitragen weniger wertende Reaktionen zu bekommen.

    Gerda aus Gelsenkirchen mit ihren 140kg in enganliegenden Leggins und einem Top an dem alles rausquillt macht mir persönlich da deutlich mehr Bauchschmerzen. So etwas wollen weder meine Augen sehen noch mein Gehirn verarbeiten.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Kinder werden leider sogar mit geringerem Alter missbraucht. Da sie eben in dem Alter keinerlei Beziehung zu Sexualität haben, ist es ganz wichtig über Geschlecht und Körper aufzuklären, damit ihnen klar wird wenn Erwachsene Grenzen überschreiten.

    Man erleichtert mit der "Verhinderung" dieser Aufklärung Missbrauch.

    Das sollte einem schon klar sein.

    Du willst die Kinder unter 4-5 Jahren über Sexualität aufklären 🤔

    Hast du Kinder?

    Selten so einen Dreck gelesen :rolleyes:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • das jedes Kind bei Geburt eine komplette genetische Abstammungsanalyse bekommt und danach die Unterhaltspflichten und Rechte vergeben werden. Könnte da nur so manche unschöne Überraschung geben.... vielleicht doch keine so gute Idee...

    Nein, keine so gute Idee.


    Als 2016 der damalige Justizminister Heiko Maas die Rechte von Scheinvätern stärken und eine Auskunftspflicht der Mutter auf Sexualpartner, die sie während der Empfängniszeit des Kindes hatte, auf den Weg bringen wolle, waren Zahlen von 5 bis 30 % Anteil von Kuckukskindern zu lesen. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte, so dass man wohl davon ausgehen kann, dass ein Fünftel bis ein Sechstel aller Kinder in Deutschland nicht die Kinder der als solche angenommen Väter sind.



    Ach ja, über so was sollen Kinder bitte auch schon möglichst früh in der Schule aufgeklärt werden ^^

  • Ich frage mich schon die ganze Zeit welche das noch genau sind?

    Als Single hätte ich in osnabrücker Neubaugebieten z.B. kein Grundstück bekommen. Die waren nämlich vornehmlich für "junge Familien" reserviert. :kotz:


    Außerdem fühle ich mich sowieso als mittelalter weißer Mann an den Rand der Gesellschaft gedrängt.


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Als Single hätte ich in osnabrücker Neubaugebieten z.B. kein Grundstück bekommen. Die waren nämlich vornehmlich für "junge Familien" reserviert.

    Das stimmt. Ansonsten haben irgendwelche Pärchen, egal welcherlei Geschlecht jeder davon hat, doch alle Möglichkeiten. Und sie können noch lauthals "Diskriminierung" schreien falls man ihnen was verwehrt, und sie nicht gerade ein stinkgewöhnliches Heteropaar sind. Von daher verstehe ich den Einwand von jemand anders weiter oben nicht, dass hier jemand benachteiligt wird, Rechte abgesprochen werden.

    Außerdem fühle ich mich sowieso als mittelalter weißer Mann an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

    Wird Zeit für eine OMSLM (Old Man Single Lives Matter) Bewegung.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Du willst die Kinder unter 4-5 Jahren über Sexualität aufklären

    Nein übers Geschlecht.

    Du solltest mal versuchen den Unterschied zu verstehen. Dann klappt es auch besser mit dem Verständnis für Homosexuelle und Transgender.

  • Auch über das Geschlecht kann man kein Kind unter 4 Jahren aufklären.

    Du hast wahrscheinlich keine kleinen Kinder in der Familie sonst würdest du nicht so einen Mist posten.


    Und was die sexuelle Aufklärung kleiner Kinder unter 4 Jahren mit meinem Verständnis für Homosexuelle und Transgender zu tun hat :rolleyes:

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Otti ()

  • Man erleichtert mit der "Verhinderung" dieser Aufklärung Missbrauch.

    Das sollte einem schon klar sein.

    Das ist m. E. Unsinn.


    Ein Missbraucher geht i. d. R. nicht so plump vor, dass er das Kind gegen dessen Willen hochhebt und dann missbraucht.


    So wie auch die meisten Vergewaltigungungen nicht durch den Mann, der aus dem Gebüsch springt, geschehen.


    Die lassen sich 'besseres' einfallen. Zudem kommen die meist aus dem engeren Umfeld der Kinder, in dem auch noch emotionale Abhängigkeiten bestehen.


    Und das ist eben nicht durch solche Aufklärung zu verhindern. Ausser man zerstört völlig das Vertrauen der Kinder in andere Menschen.

  • Ach ja, wer von den Diskutanten hier hat eigene Kinder?


    Ich bin sicher, dass sich mit den Erfahrungen eigener Kinder die Ansichten deutlich ändern.

  • Auch wenn ich dein Statement generell gut finde - das hier finde ich schon wichtig. Man kann Kindern nicht früh genug beibringen, dass sie sich schützen müssen. Unsere Tochter ist jetzt 6 geworden und geht seit einiger Zeit zum Wing Tsun. Da lernen Sie auch so Sachen wie ganz laut "Nein, nein, nein" zu schreien, wenn jemand etwas tut, das sie nicht möchten z. B.


    Daran kann ich nichts Verwerfliches finden. Aber sie vermitteln das nicht so sexualisiert sondern sagen z. B., man solle das tun, wenn jemand das Kleid versucht, hoch zu heben.

    dann wurde ich etwas falsch verstanden. Körperliche Unversehrtheit und auch den Schutz vor Übergiffigkeit und das Verständnis für Übergriffigkeit finde ich extrem wichtig - aber bitte nicht vor diesem sexualisierten Hintergrund. sondern alleine vor dem Hintergrund des Selbstschutzes in allen Bereichen des Lebens.

  • Ach ja, wer von den Diskutanten hier hat eigene Kinder?


    Ich bin sicher, dass sich mit den Erfahrungen eigener Kinder die Ansichten deutlich ändern.

    Das 9. Enkelkind ist unterwegs, also Erfahrung mit kleinen Kindern haben wir hier in der Familie genug ^^

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.