Qualität bei Lebensmitteln - Bio oder nicht? Tipps und Tricks

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  • Das umfangreiche Angebot "meiner" Gärtnerei wird sicher überwiegend aus Fremdproduktion stammen.

    Dann kann ich aber auch gleich bei Rewe ans Bioregal gehen, oder bei Edeka? Da wird mittlerweile sogar mit Regionalität geworben - allerdings kann das schon mal heissen dass hier im Süden was aus NRW im Korb liegt :rolleyes: Mann muss also auf den Beipackzettel achten.

    Ich vertraue meinen Geschmacksnerven.

    Puh, das würde ich nun nicht tun wenn ich vorher weiss was was ist. Wenn man die Öttingerflasche vom Hefeweizen sieht sind fast alle Biertrinker extrem voreingenommen und würden das nie saufen. In der Blindverkostung schneidet es ziemlich weit vorne ab, nicht abgrenzbar von den anderen Industrieplörren. Selbst probiert....


    Ich bin schon gedanklich bei dir und behaupte auch, dass diverse Dinge einfach vom Geschmack und der Konsistenz her aus der Bioecke (wenn man das mal so einstufen darf) besser sind, und auch unterscheidbar. Pauschalieren würde ich das nun nicht. Ich hatte auch schon furchtbar geschmacklose Tomaten vom Wochenmarkt. Bei Kohlsorten merke ich keinen Unterschied. Bei Salaten teilweise, allerdings ist der selbstangebaute aus dem Hochbeet hinterm Haus nochmals um 100% besser als das Bioköpfchen. Vermutlich weil die Katze immer drüberpinkelt :duw:

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Dann kann ich aber auch gleich bei Rewe ans Bioregal gehen, oder bei Edeka? Da wird mittlerweile sogar mit Regionalität geworben - allerdings kann das schon mal heissen dass hier im Süden was aus NRW im Korb liegt :rolleyes: Mann muss also auf den Beipackzettel achten.

    hier heisst AdR (aus der Region) wenigstens dass das Gemüse nicht aus Spanien, Marokko oder Ägypten ist.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Martin: Pauschalieren auf keinen Fall (klang wahrscheinlich so). Hatte glaube ich auch von Unterschieden auf dem Wochenmarkt geschrieben, weil ich auch negative Beispiele kenne. Auch bei meinem Obsthändler kenne ich in seltenen Fällen Unterschiede. Im Übrigen wollte ich schon lange wieder eine Katze ^^


    Edit: Meine persönlichen Supermarkterlebnisse bzgl. Obst und Salat hatte ich während meiner Studentenzeit. Später nur bei Speisen als Gast in privatem Rahmen. Herkunft unbekannt.

    2 Mal editiert, zuletzt von CP-1015 ()

  • Es mag aber z.T. ein Trugschluß sein wenn man die Argumentation "billig ist mies" umdreht und denkt für mehr Geld bessere Qualität (wie man das auch immer festmacht...) zu erhalten. Im blödesten Fall hat einen nur jemand abgerippt....

    Das denke ich mir auch oft!

    Wenn's immer heißt, die Franzosen, Italiener, #werauchimmer bezahlen viel mehr für ihre Lebensmittel - beazahlen die dann nur mehr oder ist die Qualität auch besser? :sz:

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Aber in der Regel sehr frische Ware. Auch Bio-Betriebe. Das mag es nicht überall so geben, aber vielleicht gute Marktstände und lokale Geschäfte.


    Markt gibt es bei uns mehrfach pro Woche und da kaufen wir auch viel ein. Aber auch da kann man auf die Nase fallen, letztens wieder ein Paket Zuckerschoten entsorgt da unter der obersten Lage schon schimmelig. Auch was man bei Erdbeeren angeboten bekommt ist manchmal grenzwertig, beides Betriebe die (angeblich) aus eigener Produktion verkaufen.


    Das umfangreiche Angebot "meiner" Gärtnerei wird sicher überwiegend aus Fremdproduktion stammen. Wichtig sind mir Qualität/Geschmack. Weder irgend welche Siegel noch Deklarationen vorhanden oder interessant.


    Natürlich ist der Geschmack wichtig, aber der einzige Maßstab ist er für mich nicht. Ich möchte z.B. keine Tiere essen, die zuvor durch halb Europa gekarrt wurden (selbst wenn da nicht 50% des Fleisches Wasser wären)- Honig bevorzuge ich klar auch aus Deutschland. Da ich selbst mal Bienen hatte, weiß ich durchaus dass es auch da, neben dem Geschmack, Qualitätsunterschiede gibt.


    Wenn's immer heißt, die Franzosen, Italiener, #werauchimmer bezahlen viel mehr für ihre Lebensmittel - beazahlen die dann nur mehr oder ist die Qualität auch besser?


    Auf jeden Fall gibt bei denen eine deutlich größere Auswahl an Produkten, versuch mal in einem deutschen Supermarkt irgend etwas nur leicht ausgefallenes zu bekommen. Klappt vielleicht in der Großstadt, aber nicht bei uns in der Kleinstadt. Auch in diesen Ländern gibt es Billgware, aber nach meiner Erfahrung zumindest deutlich leichter die Möglichkeit etwas vernünftiges zu bekommen. Hängt wahrscheinlich mit dem Stellenwert von gutem Essen dort zusammen, bei uns geht es vielen rein ums satt werden.

  • Da ich selbst mal Bienen hatte, weiß ich durchaus dass es auch da, neben dem Geschmack, Qualitätsunterschiede gibt.

    Ahh, ne eigene Bienenzucht ^^ Hatte ein Kumpel auch mal, die standen Abends am Bahnhof und in der Altstadt :duw:

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • es ist oft die Frage des Zeitaufwands. Wenn jemand nur 15 Minuten für den Einkauf aufwenden will, geht er in den nächsten Supermarkt und füllt seine Tasche.

    Wer etwas mehr Zeit investiert (weil er die hat) findet schon bessere Quellen.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Kann man kontrollieren wo eine "einheimische" Kuh geschlachtet wird?


    Die Herkunftsangabe enthält nur das Land, aber nicht den genauen Schlachthof. Mir hat da aber bislang immer die Auskunft meines Metzgers gereicht, inklusive des Angebots, den Hof auf dem die Rinder aufwachsen zu besichtigen. Alternativ Wild vom örtlichen Jäger.


    Früher hat der Patenonkel meines Bruder auch schon mal ein. Rind auf die Weide gestellt, dass dann je zur Hälfte bei ihm und uns in der Truhe landete, ist aber mittlerweile leider verstorben.

  • Bei meinem Metzger sind genauere Angaben ausgeschildert. Ich weiß natürlich nicht, ob er es muss oder nur freiwillig zur.

    Da steht dann:

    Woche vom xxx - yyyy

    Schwein: Hof Xyz, AStadt

    Rind: Landkreis BStadt


    Etc. pp

  • Ich bin immer wieder schockiert über die wohl wirklich schlechte Qualität an Fleisch, welche ihr da in euren Märkten angeboten bekommt. Wir kaufen 90% des Fleisches hier in der Schweiz in der örtlichen Migros und das Fleisch ist qualitativ immer super.

    Der Preis bestimmt die Qualität, das abhängen und die Tierhaltung. :sz:
    Es gibt auch in Deutschland gutes Fleisch, aber dann hats auch seinen Preis. Die Schere nach unten ist viel offener wie bei uns.

    Hatte auch schon Diskussionen mit einem Forumsmitglied wo meint ein komplettes Hähnchen kostet 5 Euro :sz:
    Bei uns ist ein sehr güstiges 12CHF normal zwischen 15-20CHF

    wenn ich das ausbrütten, aufziehen, schlachten, transportieren Zwischenhandel und dann Detailverkauf ausrechne ..............
    Da wunderst dich nicht, das einer 100 Hühner auf 10qm halten will oder bildlich ausgedrückt.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain

  • Klar bestimmt die Qualität den Preis und umgekehrt. Aber solch krassen Qualitätsunterschiede konnte ich persönlich zumindest in der Schweiz zwischen Supermarkt-Fleisch (Coop & Migros) sowie dem Metzger 350m von hier (bei welchem der Fleischlieferant übrigens die Schweinehälfte schön auf den dreckigen Fahrzeugboden legt beim entladen), nicht feststellen.


    Ich hatte bei meinem alten Arbeitgeber einen Geschäftspartner aus Halle an der Saale. Als der mal hier in der Schweiz auf Anstandsbesuch war, hat er ein halbes Vermögen bei Coop und Migros liegen gelassen. Seine Erklärung: Die Qualität sämtlicher Lebensmittel sei deutlich besser wie in DE. Langsam glaube ich echt, das da was dran ist.


    Was mir hingegen schon aufgefallen ist: Optischer Vergleich Filetstück Österreich vs. Schweiz - da gewinnt das Schweizer Filet nur durch die Optik. Das Stück aus AT sieht aus, wie raus gerissen - das Stück aus der CH ist dagegen sehr sauber raus gelöst. Da kann das CH-Stück alleine schon vom Arbeitsaufwand her nicht so günstig sein wie das AT-Stück. Selbst wenn das Rind/Kalb/Schweiz in Vorarlberg auf der grünen Wiese aufgewachsen ist.

  • Was mir hingegen schon aufgefallen ist: Optischer Vergleich Filetstück Österreich vs. Schweiz - da gewinnt das Schweizer Filet nur durch die Optik. Das Stück aus AT sieht aus, wie raus gerissen - das Stück aus der CH ist dagegen sehr sauber raus gelöst. Da kann das CH-Stück alleine schon vom Arbeitsaufwand her nicht so günstig sein wie das AT-Stück. Selbst wenn das Rind/Kalb/Schweiz in Vorarlberg auf der grünen Wiese aufgewachsen ist.

    Die Schweizer Metzger sind schon immer für ihre besonderen Fähigkeiten bei der Fleischzerlegung bekannt, das war schon in den 50er Jahren so als mein Vater in Interlaken gearbeitet hat.


    Nennt sich Schweizer Schnittführung, in Gstaad ist glaube ich eine Fleischerschule wo man diese Veredlung lernen kann.


    In der Schweiz gibt es halt nicht diese Menge an verschiedenen Wurstsorten wie in Deutschland, da muss aus dem Schlachttier mehr veredeltes Fleisch rausgeholt werden als in Deutschland wo die Abschnitte in großen Mengen in der Wurstproduktion gebraucht werden.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • andersrum - weil das Schlachttier in der Schweiz schon mal teurer ist als anderswo, muss man mehr an edlen Teilen rausholen und weniger Abschnitte in die billige Wurstproduktion geben.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Ich hatte bei meinem alten Arbeitgeber einen Geschäftspartner aus Halle an der Saale. Als der mal hier in der Schweiz auf Anstandsbesuch war, hat er ein halbes Vermögen bei Coop und Migros liegen gelassen. Seine Erklärung: Die Qualität sämtlicher Lebensmittel sei deutlich besser wie in DE. Langsam glaube ich echt, das da was dran ist.


    Wenn wir in der Schweiz nicht im Hotel sind, kaufen wir häufig bei der Migros ein. Die Filiale dort ist nicht gerade klein, daher ist der Vergleich mit unserem lokalen Rewe etwas schwierig. Aber im Schnitt sind sowohl Auswahl als auch Qualität deutlich besser als hier. Und das gilt sowohl für die Bedientheken als auch für die Verpackte Ware. Sogar das Brot aus der Migros kann man essen, bei uns würde ich Brot aus dem Supermarkt, mit Ausnahme von Pumpernickel, nicht mal mit spitzen Fingern anfassen ;) Beim Brot denke ich allerdings doch, dass Deutschland im Schnittig Vergleich zur Schweiz gewinnt.


    Wobei die Migros insgesamt aber vielleicht nicht ganz mit einem beliebigen Supermarkt in Deutschland vergleichbar ist.


    Schön zu sehen waren die Unterschiede auch, als es hier in der Gegend mal eine Filiale von Delhaize gab, auch da waren Sortiment und Qualität deutlich besser, vermutlich aufgrund der höheren Preis hat er sich aber nicht gehalten. Im Schnitt am besten sind hier jetzt die EDEKAs, aber da ist die Bandbreite, abhängig vom Inhaber, halt sehr groß.

  • Nennt sich Schweizer Schnittführung

    oder auch Hannibal Lecter Inzisionsmethodik? :duw:


    Also dass man faschmännisches von schlampigem zerwirken unterscheiden kann wusste ich ja, aber dass die schweiz1.gif das Schnitzel anders rausschneiden nicht...

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • punkto Brot schneiden die Bäckereien - sofern man noch eine richtige findet und nicht nur eine reine Aufbackfiliale - in Deutschland besser ab.

    Aus Fehlern lernt man. Heute habe ich viel gelernt!

  • Klar bestimmt die Qualität den Preis und umgekehrt. Aber solch krassen Qualitätsunterschiede konnte ich persönlich zumindest in der Schweiz zwischen Supermarkt-Fleisch

    sehe ich auch so.

    Würde aber sagen, weniger Preisdifferenz ergibt auch weniger Qualitätsdifferenz. Aus der Sicht passt es ja.


    In der Schweiz gibt es halt nicht diese Menge an verschiedenen Wurstsorten wie in Deutschland, da muss aus dem Schlachttier mehr veredeltes Fleisch rausgeholt werden als in Deutschland wo die Abschnitte in großen Mengen in der Wurstproduktion gebraucht werden.

    Hätte eher gesagt, wir sind viel weniger ein Wurstvolk :duw: wie ihr :hehe:
    Nein, bei uns hast gute Bratwürste unsere Wienerli und Servelat, Salami und dann wirds schon dünn

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain

  • Nein, bei uns hast gute Bratwürste unsere Wienerli und Servelat, Salami und dann wirds schon dünn

    Jetzt wird mir die morgendliche Nummer am Hotelbuffet so langsam klar ^^:respekt::duw::hi:

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party: