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  • Das ist zwar alles OT (und vielleicht kann Martin das ja rauslösen und einen eigenen Thread draus machen

    Erledigt.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Es soll Zeiten gegeben haben, da musste Mama gar nicht arbeiten, konnte sich um Kindererziehung (und um den Gasmann) kümmern und Papas Einkommen hat für alles ausgereicht.


    Wobei meine Frau tatsächlich keine Lust hatte, nach Abitur, Studium und Karriere dann auf einmal "nur" noch Kinder und Haushalt zu verantworten.


    Ergo habe ich meine Stunden ein bißchen reduziert, sie hat ihre Stunden ebenfalls reduziert und wir kümmern uns beide um Broterwerb und Kinder.


    Wir können uns sicher nicht alles leisten, was uns in den Sinn kommt, aber so richtig beschweren können wir uns auch nicht, also alles gut! :)


    Wer 65 oder 80 Stunden in der Woche für erstrebenswert hält, der kann dann gerne der Reichste auf dem Friedhof sein (oder zumindest der mit den meisten Arbeitsstunden! ;)

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Wobei meine Frau tatsächlich keine Lust hatte, nach Abitur, Studium und Karriere dann auf einmal "nur" noch Kinder und Haushalt zu verantworten.


    Das ist in unserem gesamten Bekanntenkreis und auch bei meiner Frau ganz genau so. Warum sollte man auch mit einer guten Ausbildung in einem Bereich, der einem Spaß macht, zu Hause sitzen wollen? Ganz nebenbei wäre es auch volkswirtschaftlich vollkommener Quatsch.


    Wer 65 oder 80 Stunden in der Woche für erstrebenswert hält, der kann dann gerne der Reichste auf dem Friedhof sein (oder zumindest der mit den meisten Arbeitsstunden! ;)


    Ich denke da muss man etwas differenzieren. Nachdem ich solche Phasen in meinem Leben auch schon hatte, nehme ich eh keinem mehr ab, dass er dauerhaft über mehrere Jahre 80h pro Woche arbeiten kann. Solche Zeiten kann man sich nur zusammenrechnen, wenn man jegliche Fahrtzeiten, Geschäftsessen und als Politiker das Lesen der Zeitung und die Besuche beim Verein dazurechnet, also Beschäftigungen die die meisten eher dem privaten Bereich zurechnen.


    Aber das es solche Phasen im Leben gibt, finde ich nicht weiter tragisch, z.B. weil eine eigene Firma aufgebaut wird, die das nun mal erfordert. Bei mir ist es so, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe (ja, ich weiß, abgedroschene Phrase). Ich hatte schon mehrfach Phasen in denen die Arbeitszeiten über mehrere Monate auf dem Niveau lagen aber, kaum zu glauben, das hat mir sogar Spaß gemacht. Ich habe mit einem Kollegen, der gleichzeitig ein guter Freund ist (was bei einem Westfalen was heißt ;)) an interessanten Projekten gearbeitet. Und natürlich haben wir uns die Freiheit genommen, dass an Orten und zu Zeiten, die uns gepasst haben, zu machen. Problematisch an solchen Phasen ist für mich dann eher, dass fast alles andere liegen beleibt. Ohne, dass einem zu Hause der Rücken frei gehalten wird geht es sowieso nicht.


    Und ähnliche Fälle mit langen Arbeitszeiten kenne ich im Familien- und Bekanntenkreis auch, egal ob Angestellt oder Selbstständig. Da ist der Beruf dann auch Berufung und man empfindet das nicht als Last, man arbeitet aus Spaß und häufig nicht (mehr) weil man es muss.


    Ich selbst bin in der angestellten Tätigkeit jetzt bei einer 50% Stelle angekommen, viel weniger wäre wohl auch nicht sinnvoll zu machen. Das eröffnet mit vor allem Flexibilität und Zeit mich mit "privaten" Projekten zu beschäftigen, die mir eben auch Spass machen. Unbedingt weniger arbeite ich dadurch in der Summe nicht aber klar, es ist eröffnet auch mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ^^ Ganz aufhören möchte ich zur Zeit aber auch nicht, die Tätigkeit macht mir Spaß, fordert mich heraus und ich habe deutlich mehr Kontakt zu anderen, ansonsten würde ich wohl noch wunderlicher als ich schon bin ;)

  • Ich habe bei mir im Betrieb vor einigen Wochen auf eine Vier-Tage Woche umgestellt, die wöchentliche Arbeitszeit habe ich dabei von 38 auf 35 Stunden reduziert (bei gleichem Gehalt).

    Das Büro ist dabei weiterhin 5 Tage besetzt, meine Mitarbeiter haben sich abgesprochen wer sich Montag bzw. Freitag frei nimmt.

    Ich hab das vor allem aus zwei Gründen gemacht:

    - ich habe mich in letzter Zeit immer schwerer getan neue Arbeitskräfte zu finden. Wir sind ein kleiner Betrieb der nicht mit einer großen Kantine, einem eigenem Barista, Fitnessraum oder sonstigen Annehmlichkeiten, wie es teils andere große Arbeitgeber hier in der Umgebung anbieten, aufwarten kann. Also musste ich mir etwas einfallen lassen um mich abzuheben.

    - bis jetzt sind wir mit 38 Stunden gut zurecht gekommen, ich habe die Arbeitsabläufe noch etwas strukturiert und bisher sieht es nicht so aus als ob Arbeit liegen bleibt oder meine Mitarbeiter überlastet sind.

  • In der Lokalzeitung hier war vor einiger Zeit von einem Handwerker zu lesen, der es aus ähnlichen Gründen ganz genau so gemacht hat. Am Anfang waren wohl vier allem die Mitarbeiter skeptisch, inzwischen sind die aber auch überzeugt.


    - bis jetzt sind wir mit 38 Stunden gut zurecht gekommen, ich habe die Arbeitsabläufe noch etwas strukturiert und bisher sieht es nicht so aus als ob Arbeit liegen bleibt oder meine Mitarbeiter überlastet sind.


    Dazu habe ich inzwischen einige Studien gelesen, die zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen sind und ich kann es auch aus eigener Erfahrung bestätigen, mein erster Schritt war auch von 5 auf 4 Tage zu reduzieren, dann aber auch nur mit 80% der vorherigen Arbeitszeit. Zumindest bei mir hat das dazu geführt ein paar überflüssige Sachen einzusparen, selektiver bei Besprechungen zu werden und am Ende sicher nicht weniger geschafft zu haben.

  • Ich habe bei mir im Betrieb vor einigen Wochen auf eine Vier-Tage Woche umgestellt, die wöchentliche Arbeitszeit habe ich dabei von 38 auf 35 Stunden reduziert (bei gleichem Gehalt).

    Das Büro ist dabei weiterhin 5 Tage besetzt, meine Mitarbeiter haben sich abgesprochen wer sich Montag bzw. Freitag frei nimmt.

    Ich hab das vor allem aus zwei Gründen gemacht:

    - ich habe mich in letzter Zeit immer schwerer getan neue Arbeitskräfte zu finden. Wir sind ein kleiner Betrieb der nicht mit einer großen Kantine, einem eigenem Barista, Fitnessraum oder sonstigen Annehmlichkeiten, wie es teils andere große Arbeitgeber hier in der Umgebung anbieten, aufwarten kann. Also musste ich mir etwas einfallen lassen um mich abzuheben.

    - bis jetzt sind wir mit 38 Stunden gut zurecht gekommen, ich habe die Arbeitsabläufe noch etwas strukturiert und bisher sieht es nicht so aus als ob Arbeit liegen bleibt oder meine Mitarbeiter überlastet sind.

    Finde ich super!

    Wäre für mich auch ein wesentlich interessanteres Kriterium als große Kantine, ein eigener Barista, Fitnessraum, Obstschale o. ä.


    Mein ehemaliger ChefChef ist zu einem größeren Konzern gewechselt und ist jetzt mit meiner Arbeitzeit nicht bei 90% sondern bei einer Überstunde pro Woche. Läßt mich durchaus manchmal nachdenken...

    Grüße
    shneapfla
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    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!