Gastronomie, deine Zukunft...

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  • Tatsächlich haben die lt. eigener Auskunft Probleme mit Lieferungen der Brauerei.

    Irgendwie muss man die Gärkessel heizen, klar. Dass es aber jetzt schon Gasengpässe gibt war mir neu. Ich denke das hat eher andere Gründe: erst hat man wegen Schliessungen den Brauereien das Bier im Faß zurückgegeben, Flaschen für den Supermarkt waren mehr gefragt. Jetzt ist wieder Faßnachfrage da. Da wurde einfach nur betrieblich umorganisiert und man kommt nun nicht mehr hinterher.


    Zudem Marketingprobleme beim Vertriebler: Man musste sich doch desöfteren doe Frage anhören warum Faßbier so deutlich teurer ist obwohl der Handlingprozess doch um ein vielfaches einfacher ist. Einige, die es aufgrund der Menge konnten, sind umgestiegen und kaufen ihre 5-20 Kisten die Woche im Einzelhandel zu Supermarktbedingungen. Das rechnet sich, vor allem bei Angebotspreisen und du kannst den Leitungsputzer abbestellen. Ja, es ist Logistikaufwand. Aber auch angebrochen im Gegensatz zum Faß ewig haltbar. Klar, für einen Biergartenbetrieb der 4x am Tag ein Faß ansticht nicht machbar. Und in dem Fall bestimmt halt auch die Großeinkaufskette den Preis, und nicht du als Brauerei mit dubiosen Rückvergütungen bei gewissen Abnahmemengen.


    Geiselhaft würde ich sagen.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Das große Bier nur noch 0,4 L., anstatt 0,5 L.

    Das ist hier schon lange usus.

    und der Preis 50 Cent rauf.

    Das ist frech... und dann wundern sie sich irgendwann wenn die Kundschaft wegbleibt.

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  • 1.) Ich weiß, Er war einer der sehr wenigen Ausnahmen, die hier noch 0,5 hatten.


    2.) Diese "Frechheit" ist bei offenen Augen leider derzeit in vielen Bereichen zu beobachten.


    Wo soll das alles hinführen. Beständigkeit, Verlässlichkeit, das waren mal Tugende. Überholt, auf dem Standstreifen abgestellt.


    Was jetzt wohl alles auf uns zukommt? Die jüngeren Generationen kennen das alles nicht mehr. Wir "Älteren" schwelgen in der Vergangenheit. Und müssen uns an die Zukunft gewöhnen. ;) :)

  • Wo soll das alles hinführen.

    Der Vater eines Freundes sagt auch immer früher war alles besser. Die Antwort die er darauf bekommt lautet "...und aus Holz". Manchmal entfährt es dem Mann auch "In seiner Jugend hätte es so was nicht gegeben." - Darauf bekommt er die Antwort "In deiner Jugend war Krieg"......



    BTT:


    Geht doch in die richtige Richtung...


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Mein Weizen bzw. Radlerweizen ist immer noch ein echter Halbliter-Schoppen. :trink:


    Der Preis kratzt aber auch schon an der 5 Euro Marke, meistens 4,80.

    Grüße Peter

  • Ja, beim Weizen habe ich außer den Lady-Weizen 0,3 noch keine „Revolution“ Richtung 0,4 gesehen.

    Das ist ja auch ein Problemgetränk. Die wenigsten haben Alkoholfreies Hefeweizen aus dem Faß, und in der Flasche sind nunmal regelmäßig 0,5 drin. Willst du 2 Sorten Gläser rumstehen haben, willst du Diskussionen warum das Alkfreie größer ist und gleich kostet - oder sogar mehr weil größer?

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  • Der Preis kratzt aber auch schon an der 5 Euro Marke, meistens 4,80.

    Da bekomme ich für 3 Stück ne Kiste mit 20 Flaschen im Angebot. Das nenne ich Marge. Klar, Faßbier ist deutlich teurer, Leitungsreinigung, Kohlensäure, da kommt was zusammen. Aber ich muss mich immer fragen ob ich als Kunde der Zahldepp sein will wenn der Anbietende zu teuer einkauft? Klar, Kisten schleppen ist mehr Arbeit als Fäßer in den Keller rollen. Aber mir ist es faktisch egal, oder sogar lieber, wenn ich ein Flaschenbier bekomme. Warum? Weil ich die Pflegegewohnheiten diverser Gastros selber kenne. Die Flasche ist da deutlich sauberer. Da reicht mir der Unsicherheitsfaktor Glas. Und sobald eine Spülmaschine im Laden steht kannste davon ausgehen.... Einen Unterschied zwischen Faß und Flasche schmecke ich beim Hefeweizen kaum, beim Export etwas, beim Pils ist er definitv da - letzteres steht nicht auf meiner Favoritenliste. Wo ich nicht mehr hingehe ist z.B. so ein nettes Kellerlokal hier in der Nähe, der wäscht den ganzen Abend seine Gläser in der selben Brühe im Waschbecken mit den Glasbürsten :kotz:


    Wo soll das alles hinführen. Beständigkeit, Verlässlichkeit, das waren mal Tugende.

    Ich muss allerdings auch feststellen, dass du über den Preis kaum jemand abholst. Hier hat es etwas ausserhalb ein Restaurant mit Biergarten und Kegelbahn. Die Küche ist ziemlich verschrieen, jede Woche wird Personal gesucht, das Weizenbier kostet 4,90. Das Essen ist auch nicht grade günstig. Im Stadtgebiet ist bei uns fürs Weizen 0,5l noch zwischen 3,60 -3,90, vereinzelt 4,50€ üblich. Die 4,90 werden bezahlt, die Bude ist voll, obwohl die Küche wirklich nur 3 von 10 Punkten kassieren würde. 8|:sz: Ich bin überfragt.

    Mache ich 2024 meine Bude wieder selber, ehrliche Schnitzel für 14,50 mit Beilagen, alles selbstgemacht, Bier für 3,20, ich weiss nicht ob ich Zulauf hätte?

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Ich ebenfalls. Ich kann da einiges, nicht nur in der Gastronomie, nicht mehr nachvollziehen. Ob das was mit was mit dem eigenen Verhältnis zum Wert des Geldes zu tun hat? Ich weiß es nicht. Im Bezug auf Gastronomie fällt mir schon länger auf, das heute da wohl andere Kriterien als die Qualität des Essens eine viel größere Rolle spielen. :sz:

  • Ich muss allerdings auch feststellen, dass du über den Preis kaum jemand abholst. Hier hat es etwas ausserhalb ein Restaurant mit Biergarten und Kegelbahn. Die Küche ist ziemlich verschrieen, jede Woche wird Personal gesucht, das Weizenbier kostet 4,90. Das Essen ist auch nicht grade günstig. Im Stadtgebiet ist bei uns fürs Weizen 0,5l noch zwischen 3,60 -3,90, vereinzelt 4,50€ üblich. Die 4,90 werden bezahlt, die Bude ist voll, obwohl die Küche wirklich nur 3 von 10 Punkten kassieren würde. 8|:sz: Ich bin überfragt.

    Scheinbar gilt in der Gastronomie das selbe wie bei Immobilien. Die 3 wichtigsten Kriterien sind Lage, Lage, und Lage.


    Munter bleiben: Jan Henning

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  • Im Bezug auf Gastronomie fällt mir schon länger auf, das heute da wohl andere Kriterien als die Qualität des Essens eine viel größere Rolle spielen. :sz:

    Es soll ja eigentlich auch so sein, dass Geselligkeit und das Wirtshausleben im Vordergrund steht. Der Punkt mit der Qualität des Essens würde aber mich aber davon abhalten in solche minderwertig verarbeitenden Restaurants zu gehen. Da kann der Bär steppen wie er will.

    Neuester Höhepunkt ist ein beliebtes kleines Gasthaus bei mir in der Nähe, bei dem ich Stammkunde war. Die haben nur eine Seite Speisekarte, und das war immer viel und gut. Der Zwiebelrostbraten ist zwar ein Hüftsteak, aber so lange der Preis passte, egal. Das waren immer zwischen 350 und 400g für 20-22€. Also eigentlich noch günstig. Mittlerweile ist der Preis etwas angezogen, aber noch nicht ganz in der Region der für die Menge überall üblich ist.

    Den Vogel hat man aber vor 2 Wochen mit panierten Schweineschnitzeln abgeschossen. Das waren immer 2 Lappen erkennbar aus der Oberschale (also länglicher) a locker 160g für knapp 15€. Selbstgeklopft, also Frischware. Top Preis, super Geschmack, paniert und in der Pfanne gebraten (man kann in die Küche kucken), Knochensauce wie am Steak. Vom EK her eigentlich kaum darstellbar.

    Jetzt ist der Preis um 3€ rauf, weil ja alles teurer wird. Die Sauce ist erkennbar aus dem Päckchen, und es klopft niemand mehr. Das Schnitzel ist förmig, und sieht in der Panade eher gepresst aus. Auf Nachfrage wurde es in der Fritteuse gemacht. Ich kann dir auch sagen warum:


    edit: nochmal größer:



    40 Stück a 180g für 50€ brutto. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.


    Man opfert also Qualität für Gewinn. Statt für das Schnitzel selbst gemacht endlich die erforderlichen 20 -22€ (mit Salat und Beilagen) zu verlangen, oder nur eins in der Größe für 18€ draufzulegen, wird beim EK von runden 6€ auf knapp über 2€ reduziert, und in der Fritteuse gegart. Nebenbei beschwert man sich dass das Öl so teuer sei und man keines bekommt.


    Du darfst 3x raten welcher Laden mich nicht mehr so schnell sieht, und ich bin echt traurig drüber.

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  • Im Sommer wollen alle draußen sitzen.


    Bei mir müssen die Preise einigermaßen im Rahmen sein, ein Schnitzel mit Beilagen kostet inzwischen deutlich über 15 Euro und ein Steak mindestens 25 Euro.


    Vor 2 Wochen war ich Samstags draußen essen und dachte: och, gar nicht so teuer.

    Genauer hingeguckt: Steak ist ohne Salat, der kostet 4,60 Euro extra.


    Heute Abend gehe ich trotzdem nochmal hin. ;)


    In einem Stammrestaurant in der absoluten Pampa (nähe Pirmasens) hat man Samstags oder Sonntags kaum noch eine Chance ohne Reservierung - obwohl einfaches Ambiente und nicht sonderlich günstige Preise.

    Sie erklärten vor wenigen Monaten auf der Karte: wir müssen die Karte reduzieren und die Preise anheben, sonst kommen wir kostenmäßig nicht mehr klar.


    Die Kunden ziehen offenbar mit.


    Wie lange die breite Masse sich das noch leisten kann und will wird man noch sehen, die Bauzinsen geben leicht nach, der Benzinpreis entspannt sich etwas, ans Gas denke ich lieber nicht.

    Grüße Peter

  • In "meinen" Lokalen hört man noch Klopfgeräusche. :)


    Friteusenschnitzel passt in einen Imbiss, nicht ins Restaurant.

    Grüße Peter

  • Ich hab das aus der Inflation mal hierher geschoben... passt imho besser.

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  • Steak ist ohne Salat, der kostet 4,60 Euro extra.

    Das ist eine alte Masche, in manchen Restaurants war man es gewöhnt. Eigentlich ist es ja okay, kann ja sein ich will das Grünzeug gar nicht, vielleicht auch nur weil mir des Wirts Marinade nicht zusagt.

    wir müssen die Karte reduzieren und die Preise anheben, sonst kommen wir kostenmäßig nicht mehr klar.

    Vollkommen verständlich.

    Die Kunden ziehen offenbar mit.

    Finde ich gut.

    Wie lange die breite Masse sich das noch leisten kann und will wird man noch sehen

    Warte mal die nächste Ölfüllung, Gastankfüllung, Abschlagsrechnung des Energieversorgers usw. ab. Dann ändert sich einiges.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Wo ich nicht mehr hingehe ist z.B. so ein nettes Kellerlokal hier in der Nähe, der wäscht den ganzen Abend seine Gläser in der selben Brühe im Waschbecken mit den Glasbürsten :kotz:

    Um mal bei den guten alten Zeiten zu bleiben, das war doch früher in den meisten Kneipen so Usus. Gut, nach dem 10. Pils schaut man auch nicht mehr so genau nach, ob die zwischendrin mal das Wasser wechseln.

  • Um mal bei den guten alten Zeiten zu bleiben, das war doch früher in den meisten Kneipen so Usus. Gut, nach dem 10. Pils schaut man auch nicht mehr so genau nach, ob die zwischendrin mal das Wasser wechseln.

    Das mag sein, aber es hängt auch kein Zettel mehr am Rathaus dass man ab Dienstag nicht mehr in den Bach scheissen soll weil am Mittwoch Bier gebraut wird. :trink:

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Du darfst 3x raten welcher Laden mich nicht mehr so schnell sieht, und ich bin echt traurig drüber.


    Wir haben hier ein Steakhaus am Ort, Ambiente so lala, die Steaks waren aber immer sehr gut. Leider nur die Steaks selbst, Beilagen inklusive der Kräuterbutter erkennbar aus dem Fertigregal der Metro. Genau aus diesem Grund bin ich da schon früher nicht gerne hingegangen. Jetzt haben wir seit ein paar Jahren ein zweites Steakhaus, eröffnet von ehemaligen Mitarbeitern des ersten. Steaks mindestens genau so gut, Beilagen deutlich besser. Man darf raten, wo mehr los ist.


    Grundsätzlich muss es mir schmecken, Sauberkeit und Ambiente sollten auch stimmen, dann darf gutes Essen für mich auch angemessen kosten. Um mal Preise im neuen Steakhaus zu nennen: Vom Grill, Hüftsteak 300g 24,90 EUR, Filetsteak 300g 33,90 EUR, Black Angus Entrecôte 300g 37,90 EUR. Jeweils mit einer Beilage und Salat. Weitere Beilagen zwischen 3 EUR und 4,50 EUR. Kalbsschnitzel 18,50 und Schweineschnitzel 13,90 EUR (wie geht das eigentlich für den Preis).


    Wenn man sich so umhört, scheint für die meisten aber der Preis das wichtigste Kriterium zu sein. Ein in Sachen Service und Essen wirklich schlechter Italiener am Ort läuft auch bombig. Nicht mal gegen Geld würde ich dort essen gehen, im Zweifel lieber einmal weniger und dafür ordentlich.


    Das ist eine alte Masche, in manchen Restaurants war man es gewöhnt. Eigentlich ist es ja okay, kann ja sein ich will das Grünzeug gar nicht, vielleicht auch nur weil mir des Wirts Marinade nicht zusagt.


    Den üblichen "Beilagensalat" bestelle ich grundsätzlich ab, hab aber noch nie eine Erstattung dafür bekommen ;)

  • Um mal Preise im neuen Steakhaus zu nennen: Vom Grill, Hüftsteak 300g 24,90 EUR, Filetsteak 300g 33,90 EUR, Black Angus Entrecôte 300g 37,90 EUR. Jeweils mit einer Beilage und Salat. Weitere Beilagen zwischen 3 EUR und 4,50 EUR. Kalbsschnitzel 18,50 und Schweineschnitzel 13,90 EUR (wie geht das eigentlich für den Preis).

    Das hört sich alles fair an. Kalb und Schwein viel zu billig.

    Den üblichen "Beilagensalat" bestelle ich grundsätzlich ab, hab aber noch nie eine Erstattung dafür bekommen ;)

    Da würde ich fragen, warum? Ansonsten ab dem 2. Mal nicht abbestellen, einmal durchrühren, damit der Koch es sieht.... dass man keine 4,50 dafür abgezogen bekommt, klar. Aber irgendwie eine Frechheit hier voll abzurechnen.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party: