Gastronomie, deine Zukunft...

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  • ür 2 Erwachsene + 1 Kind + 1 Rentner kamen wir immer mit 50-60€ aus. Inzwischen sind es halt 60-70€.

    Sehr günstig. Ist das bei euch noch normales Preisniveau? Ich kann mich nach der Wende erinnern dass wir in einigen Kuhkäffern wirklich fürn Appl undn Ei Wildspezialitäten gegessen haben, die bei uns damals schon das dreifache gekostet haben.

    wobei ich mir bei denen auch sicher bin daß denen das Haus selbst gehört.

    Kostenfaktor II bei der ganzen Rechnung, das macht viel aus. Die mit eigener Immobilie haben hier jedenfalls durchgezogen. Naja, wenn man sich ne gut vierstellige €-Summe Pacht im Monat spart heisst das was.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Hallo


    Hier bei mir in der Gegend hat allerdings der Preishammer IMHO schon zugeschlagen:


    https://tennessee-mountain.de/wp-content/uploads/2021/07/TennesseeMountain_Lotte_D.pdf


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Mir gefallen die Portionsgrößen, 1000g oder XXXXXL Burger.... :duw:

    Der Waldgeist hatte mal eine Filiale hier bei uns im Nachbarort, ich war einmal da drin, das „kleine“ Schnitzel hat komplett den großen Teller bedeckt, darüber wurde eine Schöpfkelle lauwarme Jägersoße gekippt und eine große Schüssel mit Pommes dazugestellt. Ich habe es geschafft, bis auf eine kleine Menge Pommes, aber Genuss war was anderes.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • aber Genuss war was anderes.

    Man kann auch Bier trinken ohne Spaß zu haben, von daher.... :sz:


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Also ich mag ja große Portionen (irgendwo kommt der Bauch her), aber vor diesen XXL Gaststätten wird man eher gewarnt.


    Qualität ist was anderes als Quantität.


    Und ich bezahle auch nicht für eine Pizza 20 Euro wie in michel ks Lokal - aber 50 Euro für ca. 4 Personen kann ich mir auch nicht erklären.


    Selbst ohne Dessert und mit nur 1 Getränk reicht das hier nicht.

    Grüße Peter

  • Gastro ist ja ziemlich breit gefächert. Zwischen Edelrestaurant mit Sternekoch einerseits und Dorfwirtshaus andererseits gibt es ja so einiges.


    Ein Konzept mit überschaubaren Fixkosten wäre im Idealfall der Familienbetrieb innerhalb der eigenen Immobilie. Auf dem Land findet man so etwas immer wieder mal.


    Und so manches Dorfwirtshaus hat sich während Corona mit dem sonntäglichen Mittagessen zum Selbstabholen über die Runden gerettet.


    Bleibt natürlich die Frage,

    - wie es nach Corona weitergeht

    - ob es eine klar definierte Zielgruppe gibt (z.B. junge Leute, Mittagessen für benachbarte Betriebe, Stammtisch, Vereine, Sonntagsausflügler, Touristen...)

    - und ob es langfristig auch einen Nachfolger gibt, der den Betrieb mal übernimmt.


    Martin:

    Täusche ich mich, oder hast du nicht auch eigene Erfahrungen in der Gastro? Wie siehst du denn das ganze?

  • Sehr günstig. Ist das bei euch noch normales Preisniveau? Ich kann mich nach der Wende erinnern dass wir in einigen Kuhkäffern wirklich fürn Appl undn Ei Wildspezialitäten gegessen haben, die bei uns damals schon das dreifache gekostet haben.

    "Sehr" günstig ist schon eine Weile her. Vor 10 Jahren lagen in dem Landgasthaus noch die meisten Essen unter 10 Euro, aktuell so 10 - 13 Euro. Ich komme ja auch ein wenig herum, ich sage mal ganz normale deutsche Provinzpreise. Bayrischer Wald klang ja schon an - da habe ich gelegentlich ähnlich günstig gegessen. Zu den genannten Summen muß man aber auch anmerken daß da halt 1x Kinderportion dabei ist. Kommentar am Rande: nicht wirklich kleiner als eine normale Portion.

    Übrigens zum Wild: dort gab es früher auch Wild (nach Angebot), war dann tatsächlich preiswert und lecker. Die Chefin sagte aber das machen sie nicht mehr weil sie dafür einen eigenen Tiefkühler brauchen und den haben sie nicht mehr frei. Otti weiß vielleicht mehr.


    Wirklich günstig ist das Steakhouse https://de.restaurantguru.com/Morino-Steakhaus-Zerbst - Argentinisches Steak für 15€ muß man schon sehr lange suchen

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Die eigene Immobilie will auch bezahlt und unterhalten sein - einen großen Kostenvorteil ggü. Mieten sehe ich bei normalen Preisen daher nicht.


    Man könnte alternativ das Gebäude ja verkaufen und Finanzerträge erzielen.

    Grüße Peter

  • Übrigens zum Wild: dort gab es früher auch Wild (nach Angebot), war dann tatsächlich preiswert und lecker. Die Chefin sagte aber das machen sie nicht mehr weil sie dafür einen eigenen Tiefkühler brauchen und den haben sie nicht mehr frei. Otti weiß vielleicht mehr.

    Die Metzgereien die neben ihren Hausschweinen und Rindern auch noch Wildzerlegung betrieben haben mussten für die Wildverarbeitung einen eigenen Bereich im Betrieb schaffen, dort darf dann nur Wild zerlegt werden. Das können aber viele Betriebe aus Platzmangel nicht leisten und somit müssen sie sich für eine Sache entscheiden. Der Metzger den ich kenne hat sich dann für die normale Metzgerei entschieden. Wild ist halt auch sehr saisonabhängig, geht im Herbst und Winter und im Sommer eher nicht.


    Ähnlich wird es dann wohl auch bei der Gastronomie sein, in die Gefriertruhe darf dann wohl nur Wild gelegt werden, also nix vermischt mit Hausschwein und Rind. Ob das so ist weiß ich nicht, könnte mir das aber sehr gut vorstellen.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Bei uns in der Oberpfalz ist Essen gehen noch relativ preiswert.
    Viele Gasthöfe/Restaurants sind im Eigentum und das ist denke ich schon ein großer Vorteil. Vor allem weil da auch oft noch die Familie mit dabei ist in der Küche oder im Service. Nachteil in der Provinz ist da aber, dass viele nur von Freitag bis Sonntag das "große" Geschäft machen und unter der Woche läuft da nicht viel. Das macht die Rechnung dann auch wieder kaputt und nach und nach hören vor allem die kleineren Betriebe auf.

    Delphingrau - Dakargelb - Messing - Mineralweiß - ...

  • Bei uns in der Oberpfalz ist Essen gehen noch relativ preiswert.
    Viele Gasthöfe/Restaurants sind im Eigentum und das ist denke ich schon ein großer Vorteil. Vor allem weil da auch oft noch die Familie mit dabei ist in der Küche oder im Service. Nachteil in der Provinz ist da aber, dass viele nur von Freitag bis Sonntag das "große" Geschäft machen und unter der Woche läuft da nicht viel. Das macht die Rechnung dann auch wieder kaputt und nach und nach hören vor allem die kleineren Betriebe auf.

    Wie bei uns hier, meist in Familienhand. Die können es sich sogar leisten nur noch Samstag und Sonntag zu öffnen.

    Bis Ende August hatten sie Mittagstisch von Mittwoch bis Freitag für Handwerker, Mo und Die damals schon geschlossen.

    Gruß
    Christian


    Ich bin wie ich bin, die Einen kennen mich, die Anderen können mich

  • Das ist ein sehr streitbares Thema.


    Es gibt Leute, die sind finanziell so gut aufgestellt, da kann das Schnitzel oder die Pizza 35 EUR kosten, dann ist das "egal", da geht man trotzdem vier mal die Woche zum Essen.


    Für den Durchschnittsverdiener, wo die Frau wegen der Kids nur Teilzeit arbeiten kann sieht das anders aus und da gehören wir dazu. Wir waren im letzten August mal in der Trattoria 2 Erwachsene 2 Kinder:

    Vorspeise Salatteller und Bruscetta, vier Pizzen, sechs Getränke, zwei Gläser Hauswein, gemischte Nachspeise, Tiramisu und zwei Espresso. Rechnung 117 EUR...... Nein danke, kein zweites mal. Für die 117 EUR versorge ich meine Familie eine Woche lang mit Frühstück, Mittag und Abendessen und zwar nicht nur Wurstbrot...... Und mit anderen Restaurants ist es das Gleiche. Das Preisniveau ist mir bereits viel zu hoch.

    Wenn wir essen gehen, dann paar mal im Jahr zum All you can eat Asialaden, dann können wir uns zu viert für 75 EUR den Bauch vollhauen, die Kids kommen auch auf ihre Kosten, da für jeden was dabei ist und man sich nicht für ein Gericht entscheiden muss und wenn man sich nicht nur mit dem frittierten Billigzeug, sondern mit dem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten beim Mongolengrill bedient, hat man sogar ein bisschen Qualität. Ja mir ist bewusst, dass auch hier das Wort "Qualität" dehnbar ist, kann natürlich mit einem Restaurant nicht mithalten. Aber Getränke und Nachspeise so viel man will ist halt auch noch inklusive.


    Der Geldige wird weiterhin "jeden" Preis zahlen, der "Normalo" wird es sich überlegen, ob er für 117 EUR zum Essen geht oder dafür lieber daheim selbst 50 Pizzen bäckt

  • Wenn wir essen gehen, dann paar mal im Jahr zum All you can eat Asialaden, dann können wir uns zu viert für 75 EUR den Bauch vollhauen, die Kids kommen auch auf ihre Kosten, da für jeden was dabei ist und man sich nicht für ein Gericht entscheiden muss und wenn man sich nicht nur mit dem

    frittierten Billigzeug, sondern mit dem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten beim Mongolengrill bedient, hat man sogar ein bisschen Qualität. Ja mir ist bewusst, dass auch hier das Wort "Qualität" dehnbar ist, kann natürlich mit einem Restaurant nicht mithalten. Aber Getränke und Nachspeise so viel man will ist halt auch noch inklusive.


    Der Geldige wird weiterhin "jeden" Preis zahlen, der "Normalo" wird es sich überlegen, ob er für 117 EUR zum Essen geht oder dafür lieber daheim selbst 50 Pizzen bäckt

    Das kann ich zB nicht verstehen.

    Für 75€ für 4 Personen „den Bauch vollschlagen“ (impliziert für mich viel zu essen dort) inkl. Getränke und Nachspeise?

    Was kostet ein Kilo gutes Fleisch oder Fisch, 40€?


    Wie soll das mit halbwegs guter Qualität funktionieren?

    Dann doch lieber ein bis zweimal im Jahr vernünftig essen gehen anstatt fünfmal mit solch Zeug.

  • Ich sagte ja, wie man den Maßstab anlegt. Für unsere Kids ist es immer das Highlight. Getränke sind alles Markenware (Flaschen).Klar, das Fleisch und der Fisch sind TK Ware, aber eben auch exotische Dinge wie Zebra, Känguruh, Strauß. Beim Fisch gibts Arg. Rotgarnelen, Hai Filets, Lachs, Muscheln etc. Dazu die ganzen Classics wie Rippchen, Ente, Chickenwings, Mini Pizza, sämtliches Frittiertes und Sushi. Nachspeise Schokobrunnen, sämtliche TK Massenware Kuchen, Torten Gebäck und Eis. Qualität würde ich als Supermarkt TK Theke klassifizieren, aber da gehts auch nicht um das Stück Rindersteak für 40 EUR, sondern um das Erlebnis für die Kids inkl. Essen selber zusammenbasteln. Denen ist es egal, ob am Teller das 300g Dry-Aged Entrecote liegt oder das Supermarkt TK- Entrecote für 5 mal weniger Geld. Dafür gibts halt kein McDonalds etc. mehr für die Kids, denn da bist du für zwei Kinder auch locker 25 EUR los.


    Zu Hause sieht es bei uns anders aus. Da Kochen wir nur mit frischen Zutaten, absolut kein industrielles Zeug, keine Fix-Packungen etc. Fleisch selten, dafür Qualität Metzger und sonst viel Gemüse, Obst und Vollkorn. Der Asia-Tempel ist immer unser Sündenpalast ^^


    Um auf das "lieber zwei mal gut, statt fünf mal schlecht" einzugehen. Nein, da bin ich zu geizig. Für das Geld, das ich dort ausgebe, gehe ich fünf mal sündigen mit Kids und kann mir dazu noch fünf mal daheim richtig Qualität gönnen. Im Restaurants war ich schon oft enttäuscht,habe viel Geld gelassen und bin mit dem Gedanken gegangen, dass ich es daheim besser, schmackhafter, qualitativ hochwertiger und vorallem um ein vielfaches günstiger bekommen hätte.


    Beim Asia wissen wir halt was wir bekommen, Supermarkt TK Qualität, aber man muss ja mal von daheim raus. Für uns der beste Kompromiss

  • Um auf das "lieber zwei mal gut, statt fünf mal schlecht" einzugehen. Nein, da bin ich zu geizig. Für das Geld, das ich dort ausgebe, gehe ich fünf mal sündigen mit Kids und kann mir dazu noch fünf mal daheim richtig Qualität gönnen. Im Restaurants war ich schon oft enttäuscht,habe viel Geld gelassen und bin mit dem Gedanken gegangen, dass ich es daheim besser, schmackhafter, qualitativ hochwertiger und vorallem um ein vielfaches günstiger bekommen hätte.

    Es darf ja jeder sein Anspruch/Maßstab haben, ist doch kein Problem.

    Es war auch überhaupt nicht als Angriff o.ä. gesehen, sorry falls das so rüber gekommen ist.


    Ich habe halt eine andere Einstellung zum Essengehen.

    Ich würde im Traum nicht daran denken, es aufzurechnen mit dem Wareneinsatz von zuhause.

    Wirst du zuhause bedient?

    Wird zuhause dein Tisch abgeräumt?

    Wird zuhause dein Geschirr gespült und die Küche aufgeräumt?

    Zu guter Letzt arbeiten dort auch noch Leute, die davon Ihre Familie ernähren müssen.


    Also, natürlich ist es zuhause günstiger, aber das ist doch kein Vergleich.

  • All you can eat Asialaden, dann können wir uns zu viert für 75 EUR

    Im All you can eat haben wir in der gleichen Personenkonstellation neulich 115€ geschafft :)

    Täusche ich mich, oder hast du nicht auch eigene Erfahrungen in der Gastro? Wie siehst du denn das ganze?

    Ja, eine Cocktailbar, kein Essen. Derzeit (zum Glück) verpachtet. Aber natürlich immer noch Kontakt mit Ex-Kollegen aus der Branche.


    Wie ich das sehe? Schwer zu sagen.... deshalb ja der Thread. Ich picke da mal bissl was raus, das ist jetzt nicht persönlich auf die Einzelargumentation bezogen, sondern dient lediglich der Übersicht, wie ich das so betrachte:


    Rechnung 117 EUR...... Nein danke, kein zweites mal. Für die 117 EUR versorge ich meine Familie eine Woche lang mit Frühstück, Mittag und Abendessen und zwar nicht nur Wurstbrot

    Das sehe ich als Hauptargument bei vielen Leuten, die ihren Einkaufspreis im Edeka mit dem Preis auf der Speisekarte vergleichen. Und genau die gehen eben verständlicherweise immer weniger ins Restaurant, denn man kann nun mal nicht 3 oder 4x im Monat für 100€ mit der Familie auswärts Essen gehen. Das ist schlicht nicht drin. Dafür kauft man sich nen Grill und wenn man es gut will viel Fleisch beim Metzger, dann haben die Kids mehr Spaß als jeweils 2 Stunden still zu sitzen um etwas zu essen was sie zu Hause haben können. Und damit ist auch die Argumentation zum Chinamann geklärt, denn da gibt es mal etwas, was man sich so zu Hause eben nicht zubereitet - für die Kinder ein wichtiges Argument. Und das im Überfluss, reichlich und mit Auswahl. Auch wenn es aus qualitativer Sicht absoluter Selbstbetrug ist. Aber das ist der Dönerteller auch. Man muss es pragmatisch sehen.


    Ich persönlich gehe zu unserem Chinamann wenn ich Verstopfung habe, denn das Zeug löst alles :respekt:

    Ein Konzept mit überschaubaren Fixkosten

    Haben viele nicht. Völlig überteuerte Pachtkosten, zu viel Personal, das dazu noch lieber rumsteht als in der Zeit des Nasebohrens auch mal nur ein Regal zu putzen. Aber du bekommst ja nur schwer jemanden. Dann Stromfresser und sonstiger unnötiger Ballast wie Sky Abos für die 5 Hansel die dann ein Bier trinken kommen.


    Mein Konzept war Eigentum der Bude, nur Verbrauchskosten und die sonstigen Nebenkosten. Personal um die hälfte meines Vorgängers (der lieber am Tresen saß :rolleyes: ) gekürzt, dafür selbst mitgearbeitet. Im ersten Monat alles gegen LED Beleuchtung getauscht was möglich war, unnötige Kühlschränke im Keller abgeschaltet und eine von 2 Eistruhen rausgeschmissen und zack, mit den 220€ Lampeneinsatz und einem Sperrmüll >50€ Strom im Monat gespart. Viele sehen ihre 500W Strahler am Haus gar nicht. Oder wissen nicht was ihre Geräte aus den 70ern verbrauchen. 3 Halbvolle Kühlgeräte im Hinterzimmer.... :rolleyes:

    mit dem sonntäglichen Mittagessen zum Selbstabholen

    Das ist der absolute Notnagel um den Koch nicht an die nächste Kantine zu verlieren. Betriebswirtschaftlich so gut wie niemals sinnvoll, ausser du machst alles selbst, kein Personal, und dir wäre eh langweilig. Hast du hohe Festkosten durch Pacht stehst du selbst für den Nuller in der Küche. Mit dem Risiko des Verderbens der Ware.

    eine klar definierte Zielgruppe

    Die ist das wichtigste im Bezug auf den Gast.

    Also ich mag ja große Portionen (irgendwo kommt der Bauch her), aber vor diesen XXL Gaststätten wird man eher gewarnt.

    Komplett korrekt. Bin ich dabei. Das war auch mehr Spaß, denn ich kann für rund 30€ kein KIloschnitzel in Qualität mit Gewinn auf den Teller bringen. Sowas ist Showküche.

    Und ich bezahle auch nicht für eine Pizza 20 Euro

    Jaaa, die lieben Italiener. Ich würde sagen, die haben neben dem Dönermann so ziemlich die beste Marge. Je nachdem was man selbst macht dabei ist es mehr Arbeitsaufand. Aber wenn ich mir für 50ct. Spaghetti in der Aglio Olio vorstelle sind 9,50 für den Teller dann schon ertragsstark. Bei der Bolo fällt der Ball bissl flacher, aber die kocht auch alleine. Kostet ja aber auch 2,50 mehr für den Schopfer Hack mit Suppengemüse. Um das mal platt zu sagen. An so einer Pizza ist jetzt auch nicht derb viel Wareneinsatz dran, schon gar nicht so, dass das einen 20er rechtfertigt. Aber halt, da war ja was... ich reduziere grade auch den Preis auf die Ware :m:


    Und da sind wir beim Thema: Die Arbeit wird nicht wertgeschätzt. Das Ambiente fällt hinten runter. Dass da noch ganz andere Kosten zu tragen sind sieht der Gast nicht. Woher soll er es auch wissen dass du für die Betriebshaftpflicht alleine schon den Umsatz von 2 guten Abenden im Jahr überweisen musst. Und das herzliche "Ciao Bella isch 'abe dirr beste Tisch von ganze Restaurant reserviert" von Luigi will auch bezahlt sein, nech ^^

    Um auf die Frage von EAMA zu antworten: Das dürfte alles ganz klar auf den Standort ankommen. Das klassische Gasthaussterben ist nicht zu Ende. Erstens will keiner mehr bedienen, zweitens kaum noch einer kochen - zu den von den Gästen nachgefragten Zeiten. Ich sehe hier die ausdünnung der Gäste, wie oben geschrieben. Die, die es sich noch leisten können und wollen gehen weiterhin in eine gutbürgerliche oder gehobene Gastronomie, vielleicht weniger oft. Der Rest nur noch zu Festagen ins normale Gasthaus, sonst eben in Erlebnisgastronomien für Pommes und Wurscht, Allyoucaneat oder auf die Heckenfeste bei denen der Verein bewirtet. Genauso wie den Bierkneipen so langsam die Gäste wegsterben wird auch hier noch viel wegbrechen. Und von den verbliebenen aufgefangen, denn plötzlich rechnet es sich vielleicht wieder weil nebenan geschlossen wurde? Dafür spriessen an allen Ecken und Enden Dönerläden aus dem Boden. Ich denke mal, unsere Generation wird noch einiges vermissen. Die mit Kindern dann, wenn sie mal älter sind und nix mehr finden wo sie hin können.

    Was bleibt sind definiv Läden an den Promenaden, sehen und gesehen werden. Aussicht am Main, da zahlst du halt nen Eurofuffzich mehr fürs Bier, trinkst es aber noch nach ner Stunde abgestanden. 3 Gäste am 6er Tisch die sich das billigste Getränk raussuchen um zu verweilen. So ist die Kultur. So habe ich es kennengelernt. Klar kann man nicht verallgemeinern, es gibt auch den 4er Tisch der in 2 Stunden 250 Mücken versäuft :hi: Die sind halt selten geworden...


    justmy2ct.

    Hör immer auf dein Herz, ausser der Winzer sagt "Nimm den Gewürztraminer". Dann hör auf den Winzer :party:

  • Wie bei uns hier, meist in Familienhand. Die können es sich sogar leisten nur noch Samstag und Sonntag zu öffnen.

    Bis Ende August hatten sie Mittagstisch von Mittwoch bis Freitag für Handwerker, Mo und Die damals schon geschlossen.

    Das ist oft eine Fehleinschätzung.

    Wenn Lokale an einigen Tagen geschlossen haben dann liegt das oft daran, dass an diesen Tagen nicht mal die Selbstkosten umgesetzt werden und es günstiger ist, ein, zwei Tage weniger zu öffnen (auch wenn dann die Dauerkosten wie die Kühlung weiterlaufen), weil man dadurch z.B. Personal einsparen kann und eine Stelle dann mit einer Person statt mit zwei besetzt werden kann (lasst mal das Thema Urlaub/Krankheit aussen vor) denn auch ein Koch/Bedienung in der Gastronomie arbeitet nicht 7 Tage die Woche von 10 bis 23 Uhr wie die Öffnungszeiten sind. Da gibt es Schichten und jede Stelle muss doppelt besetzt werden.

    Und ja, auch ein Koch muss zum vorbereiten schon deutlich vor dem Mittagstisch da sein und hat nach Küchenschluss noch ne Zeit lang zu tun die Küche wieder zu reinigen.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.