Bauplatzpreise und Grundstückspreise

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  • kann bei euch jeder soviel Landwirtschaftland kaufen wie er will'?

    Nein. Das ist ja die Hürde. Ohne Landwirtschaftliche Betriebsnummer kann man normalerweise kein Ackerland kaufen und die bekommt man erst, wenn man mindestens 4 Ha bewirtschaftet (die können allerdings auch gepachtet sein.)

    Oder man muss erstmal ein alteingesessenen Anwesen kaufen, das über eine solche Nummer verfügt.

    Aber auch da gibt es Hürden, weil man beim Erwerb "glaubhaft versichern muss", dass man den Betrieb im landwirtschaftlichen Sinn weiterführt.

    Sonst ist die Nummer futsch und sitzt auf einem alten Hof mit lauter Gründland drum rum.

    Einfach ist das bei uns sicher auch nicht. Klar findet man sicher irgendwelchen Wege um da zu investieren. Dürfte sich aber Große Investoren eher nicht lohnen der Aufwand.


    Bei uns sind die größten Investoren die großen Bauern selber und die ehem. Bauern, die Agrarmaschinen-Verkäufer geworden sind, die sich seehr gerne Grundschulden auf Ackerland einräumen lassen für die Neubeschaffung von landwirtschaftlichem Gerät und wenn einer nicht zahlen kann... schwupps ist dein Acker plötzlich mein Acker.

  • mag sein... aber wir haben z.B. keine und bekommen auch keine. Ist ja nicht so, dass ich das nicht versucht hätte. ne.

    Naja, mit der Begründung Garten umgraben und ne Reihe Feldsalat anpflanzen wird das nix :duw:


    scnr, du weisst was ich meine. Wir reden bei solchen Leuten ja nicht davon dass die 3 Mio. investieren wollen, ich gehe da mittel- bis langfristig eher vom 50-100-fachen aus. Da kommts auf einen schönen Hof mit entsprechender Lizenz auch nicht mehr an, den der Huber Schorsch verkaufen möchte weil keines der Kinder einsteigt und es ihm zu doof wird. Auf den entsprechenden Portalen wird sowas häufig angeboten.

    Mich zu mögen ist ein Talent, das nicht jeder hat! :sz::zf:

  • a) Mit 3 ha bist du kein Landwirt. Mindestgröße sind 4 ha ;)

    b) Selbst die ganzen Kleinlandwirte hier bei uns, die lange aufgegeben haben, verkaufen nicht. Es wird höchstens verpachtet an andere Landwirte in der Gegend.

    Ja mei, dann halt vier Hektar. Davon lebt man jedenfalls kaum mehr wirklich und betreibt das vielleicht als Nebenerwerb noch.

    Klar verkaufen die nicht, die leben ja noch. Wart mal bis sich die 379€ Pacht für den Hektar plötzlich durch 3 oder 4 Erben im Jahr teilen sollen. Wir haben Landwirtschaft in der Familie, nicht gerade klein und selbst die tun sich schwerst da mit zu halten wenn es noch zu eigenen Lebzeiten rentabel sein soll da XX€ für den Acker hinzulegen. Das Pachtangebot nachdem den Acker nicht kaufen konntest kriegst dann natürlich schon. ;)


    Erlebt man hier ja auch im kleinen mit den wenigen noch vorhanden Baugrundstückchen. 40 Jahre unbebaut/unverkauft weil man lieber die freie grüne Sicht hatte als 300k€ mehr die man nicht braucht und auch keines der Kinder, für die ursprünglich gedacht war dort gebaut hat. Dann kommt das unvermeidliche und schon geht die Filetererei los.

    Mein Bruder hat ne Garage ans Grundstück angrenzend, auf die geiert er seit er dort gebaut hat. Verkaufslos. Miete ~60€ im Monat, Wert um die 25k€. Wird nicht verkauft, der potentielle VK braucht schlichtweg die Kohlen nicht, nimmt die 60 Tacken im Monat halt neben nebenbei mit für die Spardose vom Enkele. Wird nicht mehr weniger wert, kleiner sicherer Geldzufluss, keine Arbeit damit, warum verkaufen, damit das Sparbuch noch voller wird? Ist dann soweit, wenn der mal stirbt, dann sind einmalig 25000:2 halt besser wie 60:2 ;) (Inflations und Mietsteigerung mal aussen vor).


    Naja, mit der Begründung Garten umgraben und ne Reihe Feldsalat anpflanzen wird das nix :duw:


    scnr, du weisst was ich meine. Wir reden bei solchen Leuten ja nicht davon dass die 3 Mio. investieren wollen, ich gehe da mittel- bis langfristig eher vom 50-100-fachen aus. Da kommts auf einen schönen Hof mit entsprechender Lizenz auch nicht mehr an, den der Huber Schorsch verkaufen möchte weil keines der Kinder einsteigt und es ihm zu doof wird. Auf den entsprechenden Portalen wird sowas häufig angeboten.

    Eben. Wie schon geschrieben. Das sind Leute, die wenn NIX machen täten und vom Sparbuch leben, das tät noch für X Generationen reichen. Der benötigte LW-Betrieb ist da längst irgendwo in der Firmengruppe oder Familienstiftung drin und da fährt der auch sicher nicht mehr selber den Mistkarren ausm Stall.

    An viele Grundstücke kommst Du von "außen" ja eh nicht ran. Das wird oft aktiv direkt an die üblichen Verdächtigen rangetragen und die haben ihre Ohren auch überall drin und kriegen das frühzeitig mit.

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan ()

  • Martin

    Vielleicht könnte man das Gerede über die Grundpreise und wiesó und weshalb einfach mal ausgliedern. Hat ja nicht wirklich was mit meinem Bauthread zu tun ;)

  • Martin

    Vielleicht könnte man das Gerede über die Grundpreise und wiesó und weshalb einfach mal ausgliedern. Hat ja nicht wirklich was mit meinem Bauthread zu tun ;)

    Done. Das Maklergedöns der alten Ranch auch noch extra? Würde wie ich finde Sinn machen....

    Mich zu mögen ist ein Talent, das nicht jeder hat! :sz::zf:

  • Das ist so langfristig gedacht, davon hat der selber nix mehr, auch seine drei Töchter nicht, vermutlich nicht mal mehr die Enkel.

    Bauern denken so.

    Auch von unserem Land ist einiges ... "aufgekauft"

    Schwieger-Opa hat in der frühen DDR seinen Betrieb lange halten können. Viele gaben wegen der drohenden Kollektivierung auf. Was hat Opa gemacht ? Gekauft. So kamen nochmal ein paar ha dazu.

    Übrigens Neubauern (also Land aus den Bodenreform) konnte nicht verkauft werden. Das waren alles Alteingesessene, auch welche die "Rübermachen" wollten. Wenige Jahre später wurde dann alles "kollektiviert" (und nicht weniges wurde auch ruiniert). Immerhin - 35 Jahre gab es (fast) alles wieder zurück.


    Rund um Magdeburg werden die Ackerpreise auch noch durch Ausgleichsflächen belastet, ich möchte nicht wissen wie viel ha fruchtbarstes Ackerland als Ausgleichsfläche für den Neubau der A14 ruiniert werden.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • 2020: 39.328 Euro/ha


    Für 4€ gab's vor 10 oder 15 Jahren noch was bei uns (Regensburg und Umgebung), mittlerweile ist das auch alles bei 10 bis 12€/m² (oder 120k/ha).

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Für 4€ gab's vor 10 oder 15 Jahren noch was bei uns (Regensburg und Umgebung), mittlerweile ist das auch alles bei 10 bis 12€/m² (oder 120k/ha).

    Du sprichst von Ackerland, oder?