Bau-Material eines Lieferanten vorfinanzieren - Wie Eigentumsvorbehalt bis Montage vereinbaren?

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  • Ich habe die Frage zu Klären, wie ich mit folgendem Sachverhalt umgehen soll:


    Ein Betrieb für den Innenausbau würde für ein Gewerk eine Vorfinanzierung des Materials verlangen, weil das Material, das es zur Zeit gibt eben nicht immer verfügbar ist in der geforderten Qualität aber die Montage frühestens Q2/22 erfolgen kann.


    Die Frage ist nun: Wie kann man, wenn man das Material vorfinanziert, sicherstellen, dass dieses im Fall einer (in diesem Falle nicht vermuteten) Insolvenz in unserem Eigentum verbleibt und nicht zur Insolvenzmasse zugeschlagen wird?

    Thema: Sicherung von Beistellungen vor Insolvenz. Hab da aber nicht wirklich was Hilfreiches gefunden.

  • Wir haben das bei uns bei allen größeren Gewerken mit Anzahlung über eine Bankgarantie gelöst.

    Ja. Klar... das geht. Verursacht allerdings dann auf Seiten des AN auch wieder Kosten.


    Mir schwebt was vor, dass ICH das Material kaufe und beistelle. Die Frage ist dann nur: Wie kennzeichnet man die Beistellung?

  • Ja. Klar... das geht. Verursacht allerdings dann auf Seiten des AN auch wieder Kosten.

    Sooo teuer ist das nicht. Machen wir ständig und ich verrechne die Kosten kaum noch. Für mich ist der Cashflow wichtiger als die Kosten der Bankbürgschaft. Die Frage ist aber eher ob der Handwerksbetrieb kurz vor Insolvenz ne Bankbürgschaft bekommt....mit anderen Worten....wenn der Betrieb die Bürgschaft bekommt besteht eh kein Risiko und das Geld ist wirklich nicht sinnvoll angelegt.


    Mir schwebt was vor, dass ICH das Material kaufe und beistelle. Die Frage ist dann nur: Wie kennzeichnet man die Beistellung?

    Wenn der Handwerker das mit macht. Wenn du das Material kaufst und den Lieferschein und Rechnung dazu hast....wie soll das Zeug in die Insolvenzmasse gehen? Das ist ja kein Eigentumsvorbehalt, sondern echtes Eigentum.

    Schwierig wird es nur wenn der Handwerker dein Eigentum verscheuert...da muss man dann halt Vertrauen. Oder du lagerst das Zeug bei dir auf dem Hof.

    M&M Kreditkarte + Online Zahlung bei der Zentralen Bußgeldstelle = Vielfliegermeilen für Tiefflug auf der Autobahn :D:top:

  • Zitat

    Die Frage ist nun: Wie kann man, wenn man das Material vorfinanziert, sicherstellen, dass dieses im Fall einer (in diesem Falle nicht vermuteten) Insolvenz in unserem Eigentum verbleibt und nicht zur Insolvenzmasse zugeschlagen wird?


    Ich lasse mir in solchen Fällen das von mir behalte Material auch liefern. Man braucht dann natürlich auch eine Möglichkeit zum Lagern, aber schlimmstenfalls würde ich da einen Container aufstellen, falls man den zur Zeit bekommt ;)

  • Danke.. Ja das wäre eine Möglichkeit.


    Obschon das jetzt sicher nicht meine Ultima Ratio wäre.

    Platz wäre sicher genug da. Aber ich möchte natürlich keine Dokumentation hergeben, dass man dem örtlichen und alteingesessenen Handwerker ev. nicht trauen kann.

  • Platz wäre sicher genug da. Aber ich möchte natürlich keine Dokumentation hergeben, dass man dem örtlichen und alteingesessenen Handwerker ev. nicht trauen kann.

    Ja, schwieriger Punkt.

    Da musst du uns halt mehr geben: Was ist denn der Zustand der Kommunikation? Wenn du ein gutes Verhältnis zu denen hast kannst du das doch offen ansprechen....also das du gerne dabei bist das Material zu bestellen, aber es im heutigen Bauwesen einfach ein riesiges Problem ist Material und Vorauszahlungen ein halbes Jahr stehen zu haben ohne Sicherheit und das du dich dabei nicht wegen ihm sondern allgemein eher unwohl fühlst.

    Soll doch der Handwerker nen Vorschlag machen. Du kannst ihm ja auch den Lagerplatz anbieten, ich bin gar nicht froh drum wenn bei uns was nen halbes Jahr im Lager steht.

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  • Das ist ein Blick in die Vergangenheit.... ;)

    Das stimmt, aber ein Handwerker hat nicht 0 Einträge und 4 Monate später ist er pleite

    Aber ich würde wie schn mal bei anderem Baumaterial, Container überlgen

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • Da musst du uns halt mehr geben: Was ist denn der Zustand der Kommunikation? Wenn du ein gutes Verhältnis zu denen hast kannst du das doch offen ansprechen..........

    DAS ist ja das große Problem.... also die Kommunikation. Ich kenn die Firma ja seit über 20 Jahren und das ist ist ein alteingesessener Betrieb in 2. Generation.


    Aber wir kaspern jetzt seit mindestens 5 Monaten rum wegen einen Auftrags für ~70K€ netto. Das ist doch nicht mehr "normal"!

  • Übernimm halt die Kosten der Bankgarantie. Alles andere ist die Aufregung nicht wert. Am Ende musst du ja noch die gelagerte Ware versichern wenn du die selbst kaufst und keine absolut sichere Möglichkeit fürs Lagern hast.

    70k klingt erstmal nicht viel. Aber er wird das Elend bei mehr als einem Kunden haben und bisher war diese zusätzliche Liquidität für ihn nicht notwendig.

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    helfen dir bei der Aussage wie groß das aktuelle Liquiditätsproblem des Unternehmens ist, wenn es erst jetzt anfängt die Vorräte aufzubauen.

    Übrigens eine weitere Ursache für die Knappheit, wie auch beim Klopapier.

    Ich könnte Detlev bei Crero und Handelsregister die Auskunft besorgen, das nützt ihm aber eher wenig.

  • Ja... Danke... Die Auskunft von der Creditreform habe ich schon. Ist kein Problem offensichtlich.

    Aber die hinken ja auch immer etwas hinterher.... ;) Und in weiteren 6 Monaten kann viel passieren.


    Aber inzwischen habe ich seit heute nach Mittag zumindest eines in Erfahrung gebracht:

    Die Firma bzw. die Sekräterin ist zu blöd auf (m)eine emails zu antworten.

    Alle, bzw. die meisten, Mails gingen auf meine ehemalige BMW-Mail-Adresse...... Au Backe.

    Blöderweise kommt von dort keine Failure-Message.

  • Im Bundesanzeiger veröffentlichte Bilanzen kann man kostenlos einsehen, hinterlegte Bilanzen gegen Gebühr.

    Am Amtsgericht bekommt man Einsicht ins Schuldnerverzeichnis des Betreffenden - vom Registergericht hatte ich nichts geschrieben.

    Creditreform ist so überflüssig wie ein Kropf. Aber egal - hat sich offenbar erledigt.