Wann gibt es in Deutschland den ersten größeren Blackout? - Wetten werden angenommen

Registrierte und angemeldete Benutzer sehen den BMW-Treff ohne Werbung
  • Inspiriert durch den Thread zur E-Mobilität dachte ich, dass wir doch mal eine kleine Wette abschließen könnten, wann in Deutschland der erste größere (*) Blackout stattfindet.


    (*) definiere größer: Mindestens 50.000 Haushalte ohne Strom.


    Über den Einsatz / Gewinn können wir uns ja noch unterhalten. Gewonnen hat der, der am nächsten dran liegt mit seinem Datum.


    Ich setze mal als den wahrscheinlichsten Termin für mich den 12.12.2023 an.


    Termine bewettet:

    Detlev 12.12.2023

    Westfale 21.01.2026



    Ich würde als Wetteinsatz vorschlagen: 50 € pro Nase und der Gewinn geht entweder an den BMW-Treff oder oder eine gemeinnützige Organisation nach Wahl des Gewinners.

    Einmal editiert, zuletzt von Detlev ()

  • 2005 im Münsterland waren 250.000 Menschen betroffen, dürften dann wohl mehr als 50.000 Haushalte gewesen sein.


    2023 halte ich persönlich für zu früh um die vollen Auswirkungen der „Energiewende“ zu sehen, ich sage 21.01.2026.


    Wer noch nicht hat, dem würde ich trotzdem empfehlen sich früher Gedanken über die Notstromversorgung zu machen…

  • Wer noch nicht hat, dem würde ich trotzdem empfehlen sich früher Gedanken über die Notstromversorgung zu machen…

    Das klappt vielleicht bei einem Hausbesitzer der eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach hat und einen dementsprechenden Speicher im Keller, was machen die Millionen Menschen die in einer Mietwohnung leben, wie sollen die eine Notstromversorgung sicherstellen 🤔

    Mit einem Dieselbetriebenen Stromerzeuger auf dem Balkon ist es wahrscheinlich nicht getan ^^

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Mit einem Dieselbetriebenen Stromerzeuger auf dem Balkon ist es wahrscheinlich nicht getan ^^

    Genau den wollte ich gerade vorschlagen, aber es stimmt natürlich, für Mietwohnungen sehr bedingt geeignet.


    Etwas grössere Gebäude hier in Santiago haben sowas , wahrscheinlich sogar vorgeschrieben. Da war ich auch schon mal froh drum, weil es nicht immer ein grosser Blackout sein muss, sondern auch kleinere Ereignisse den Strom kappen können. In dem Fall hatte jemand mit dem Auto am Strommast dem Viertel das Licht ausgehaucht, und sein eigenes vermutlich gleich mit, während ich im Aufzug auf dem Weg in Stockwerk 15 war. Auf einmal war das Licht im Aufzug aus, es gab ein komisches Gefühl in der Magengegend und als nach ein paar Augenblicken das Licht wieder anging fand ich mich in -2 wieder. Danach ist der Kumpel mit Hilfe der hauseigenen Versorgung ohne zu Mucken in den 15. Stock gefahren.

  • Für einen kurzzeitigen Blackout sicherlich machbar, aber welcher Privathaushalt hat zuhause Diesel- oder Benzinreserven für einen längeren Zeitraum gebunkert, mal ganz davon abgesehen dass das über eine gesetzlich erlaubte Menge sogar verboten ist?


    So ein Hauskraftwerk wie Tom01 eins hat ist ja sehr interessant, wie lange könnte man da einen Blackout autark überstehen 🤔

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Für einen kurzzeitigen Blackout sicherlich machbar, aber welcher Privathaushalt hat zuhause Diesel- oder Benzinreserven für einen längeren Zeitraum gebunkert, mal ganz davon abgesehen dass das über eine gesetzlich erlaubte Menge sogar verboten ist?

    Naja, so ein Diesel läuft auch mit Heizöl, und ich kenne genug Leute mit mehreren tausend Litern im Keller die ne Handpumpe fördern kann. Ansonsten wohl eher schwierig

    Ich bin nur zum pöbeln da :zf::sz:

  • Wer hat denn heute noch eine Ölheizung im Haus, also ich könnte jetzt aus dem Stehgreif keine mir bekannten Personen nennen 🤔


    Habe gerade mal gegoogelt, der Anteil an Ölheizungen nimmt kontinuierlich ab:

    Anzahl der Ölheizungen in Deutschland bis 2019 | Statista


    Und nach 2026 ist eh Schluss damit.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Otti ()

  • Naja, so ein Diesel läuft auch mit Heizöl, und ich kenne genug Leute mit mehreren tausend Litern im Keller die ne Handpumpe fördern kann. Ansonsten wohl eher schwierig

    Für die Nacht zwei Erzeuger und eine Batterie, für den Tag meine mittlerweile 4 Guerilla PV Paneele, damit würde ich ohne Extras durchkommen…ich weiß nur nicht wie das mit Belastungsspitzen ist…

  • Zitat

    was machen die Millionen Menschen die in einer Mietwohnung leben, wie sollen die eine Notstromversorgung sicherstellen


    Sich ärgern, die falschen Parteien gewählt zu haben 😉


    Klar, bei einer Mietwohnung wird es etwas schwerer. Die Frage ist, was genau man denn weiter betreiben will und da wird es für viele Sachen vielleicht wirklich das kleine Aggregat tun. Da ist das Problem dann eher die Einspeisung, vernünftig lassen sich also nur Verbraucher mit eigenem Netzstecker betreiben.


    So groß ist der Verbrauch der Teile auch nicht, mit einem kleinen Vorrat kommt man da schon ein paar Tage weit (Honda 22i, 2,2kVA max. ca. 1l/h, prima Gerät z.B. auch im Wald). Und ausreichend Sprit hab ich schon für den Rasenmäher immer im Haus.



    Zitat

    Wer hat denn heute noch eine Ölheizung im Haus, also ich könnte jetzt aus dem Stehgreif keine mir bekannten Personen nennen 🤔


    Ich kenne einige, mich selbst eingeschlossen, wenn auch nicht hier. Es gibt halt immer noch eine ganze Reihe Orte, an denen Gas nicht verfügbar ist und dann ist Öl durchaus eine Alternative.

  • Die Frage ist, was genau man denn weiter betreiben will und da wird es für viele Sachen vielleicht wirklich das kleine Aggregat tun. Da ist das Problem dann eher die Einspeisung, vernünftig lassen sich also nur Verbraucher mit eigenem Netzstecker betreiben.

    Wichtig sind ja in erster Linie Kuehlschrank und/oder Heizung. Wenn man heizen muss, braucht man ja vielleicht keinen Kuehlschrank. Wenn es bei der Heizung nur die Steuerung ist, brauchen beide gemeinsam kaum was. Wenn man noch ein paar LED Lampen im Haus hat, kann man die auch noch mit betreiben ohne den 2KVA Honda an seine Grenzen zu bringen.


    Aber wie Westfale schreibt, das Problem ist die Einbindung. Sollte man sich jedoch aus Angst vor einem Blackout einen Notstromgenerator besorgen, lohnt es sich vielleicht auch den Elektriker anzurufen und einen Umschalter von Netz auf Generator installeren zu lassen. Dann sollten die wichtigen Dinge auch auf die gleiche Phase gelegt werden. Oder man uebertreibt so wie ich und stellt sich einen 400V 3~ Jockel hinter die Garage, dann am besten noch mit automatischer Umschaltung, und wenn man ganz verueckt waere (das bin ich dann doch noch nicht) noch mit Ruecksynchronisation aufs Netz, damit nur einmal der Strom weg ist.

    Für einen kurzzeitigen Blackout sicherlich machbar, aber welcher Privathaushalt hat zuhause Diesel- oder Benzinreserven für einen längeren Zeitraum gebunkert, mal ganz davon abgesehen dass das über eine gesetzlich erlaubte Menge sogar verboten ist?

    Mein Generator hat einen 26 Liter Tank, noch ein 20l Kanister daneben, dann sollte ich damit schon mal so zwei Tage auskommen. Tankstellen sollten eigentlich auch alle Notstrom haben, allein um den Supermarkt, der ja heutzutage bei vielen dazugehoert, weiterbetreiben zu koennen.


    Aber ich gebe zu, fuer Mietwohnungen ist meine Loesung keine.


    Neben dem Generator habe ich uebrigens auch auch noch 2.500 Liter Wasser in einem Tank, die brauche ich deutlich oefter als den Notstrom.

  • Wir haben letztes Jahr eine neue bekommen :) . Läuft einwandfrei.

    Das Verbot ist aber mit einigen Ausnahmen gespickt.

    "Und stehst du nackt im Odenwald, dann werden dir die Hoden kalt"
    Unbekannter Philosoph

    Einmal editiert, zuletzt von joedi ()

  • Zitat

    Mein Generator hat einen 26 Liter Tank, noch ein 20l Kanister daneben, dann sollte ich damit schon mal so zwei Tage auskommen. Tankstellen sollten eigentlich auch alle Notstrom haben, allein um den Supermarkt, der ja heutzutage bei vielen dazugehoert, weiterbetreiben zu koennen.


    Zumal Heizung und Kühlschrank ja nicht dauerhaft durchlaufen. Und bei Teillast verbraucht der Generator auch weniger.

  • Die Spekulationen an der Strombörse sorgen eher für nen Blackout als die Erneuerbaren.

    Vor allem wenn das in Kombination mit einem Ausfall eines größeren Blocks zusammentrifft.

    Zitat


    Eines der interessantesten Ergebnisse der Studie zeigte sich jedoch im Vergleich der beiden Ursachen: Die durch den Stromhandel hervorgerufenen Frequenzschwankungen im Netz erscheinen bedeutender als solche aufgrund der Einspeisung erneuerbarer Energien.

    https://www.industr.com/de/vie…en-in-stromnetzen-2318018

    Zitat

    Eine weitere grundsätzliche Ursache ist alltäglich zur vollen Stunde zu beobachten: Hier findet der sogenannte Stundenwechsel statt, welcher regelmäßig in den Morgen- und Abendstunden zu Frequenzschwankungen um 0,1 Hz führt. Klingt wenig – sind aber immerhin schon 50 Prozent des Toleranzbereichs von 0,2 Hz, die das Wechselstromfrequenzband bereithält.

    Diese Stundenwechsel entstehen durch den „Schichtwechsel“ von Großkraftwerken und haben ihre Ursache im teils noch stundenbasierten Stromhandel: Die einen Kraftwerke versuchen, möglichst schnell aus der Lieferung herauszukommen, um den Lieferstopptermin einzuhalten und nicht „überzuproduzieren“. Die anderen Kraftwerke versuchen, möglichst spät erst in die Lieferung einzusteigen – schließlich wird der erzeugte Strom erst ab dann bezahlt.

    Wer die Netzfrequenz stört


    Aber der Markt wirds schon regeln.

  • Die Spekulationen an der Strombörse sorgen eher für nen Blackout als die Erneuerbaren.

    Welch Unfug. Niemand, der Strom verkaufen will, hat Interesse daran, irgendwelche Netze selbstabschalten zu lassen. Soviel Blödsinn habe ich selten gelesen.

    Ich bin nur zum pöbeln da :zf::sz:

  • Klar ist völlig unwahrscheinlich das ein gewinnorientiertes Unternehmen auf höheren Abgabepreis spekuliert oder nicht kostenlos liefern mag.

    Deswegen sind die auch die stündlichen Frequenzschwankungen absolut nicht erkennbar.

    Zitat

    Der Blackout stand kurz bevor: Zwei Stromhandelsunternehmen haben laut Bundesnetzagentur im Juni letzten Jahres auf dem Strommarkt für massive Engpässe gesorgt. Für diesen Vorfall wurden die Unternehmen nun abgemahnt.

    Beinahe-Blackout in Deutschland - Bundesnetzagentur rügt Stromhändler (Archiv)

  • auf höheren Abgabepreis spekuliert oder nicht kostenlos liefern mag

    Gar nicht mehr liefern können, eigene Infrastruktur zu zerstören und damit sich selbst nicht nur kurzfristig sabotieren ist also besser?

    Ich bin nur zum pöbeln da :zf::sz:

  • Zumal Heizung und Kühlschrank ja nicht dauerhaft durchlaufen. Und bei Teillast verbraucht der Generator auch weniger.

    Klar, ich hatte jetzt mal fuer meinen Fall mit Teillast gerechnet, etwa 3 KW im Durchschnitt, davon ausgehend, dass evtl die Waermepumpe (max, 2 KW elektrisch) und Herd/Backofen/Mikrowelle gelegentlich mitverbrauchen. Ein moderner Diesel braucht so um die 230g/KWh, da habe ich mal das eineinhalbfache fuer meinen angenommen, und mit knapp drei KW muesste man in etwa auf einen Liter pro Stunde kommen. Da sollte ich mit 46 Litern knapp zwei Tage auskommen. Und wenn's knapp wird kann man ja grillen, anstatt zu kochen. Wenns allerdings Sommer ist, die Klimaanlage des Weinkellers kann nicht abgestellt werden, aber dafuer brauche ich dann die Waermepumpe fuers Haus nicht.

  • Gar nicht mehr liefern können, eigene Infrastruktur zu zerstören und damit sich selbst nicht nur kurzfristig sabotieren ist also besser?

    Genau, die schöne Welt wo alle vorausschauend denken und kein Unternehmen sich an die Wand fährt.

    Gibt es wo?

    eigene Infrastruktur zu zerstören

    Äh was wird am Kraftwerk zerstört, wenn ich einfach zu zeitig abschalte oder zu spät zuschalte?

  • Äh was wird am Kraftwerk zerstört, wenn ich einfach zu zeitig abschalte oder zu spät zuschalte?

    Nicht jedes Kraftwerk ist schwarzstartfähig, und bei einer abschaltung einer technischen Anlage riskiert man immer etwas an der eigenen oder drumherum. Das sollte dir als Dipl. Ing. für Elektrotechnik im Großanlagenbau eigentlich geläufig sein.

    Ich bin nur zum pöbeln da :zf::sz: