Warnstreiks bei Bund und Kommunen ab Dienstag ...

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  • Das ist schon der Hammer!


    Ausstände in Kitas möglich: Warnstreiks bei Bund und Kommunen ab Dienstag - WELT


    Während alle möglichen Firmen (z.gr. T.) und die Mehrheit der Einzelkämpfer ums nackte Überleben (wirtschaftlich) kämpfen, organisiert VerDi einen Streik zur Durchsetzung von Lohnerhöhungen. :gpaul:

    Viele Freunde wird man sich damit allerdings nicht machen.

  • Legitimes, demokratisches Mittel. Sind die Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes Arbeitnehmer ohne Rechte? Beschwer dich bei den Arbeitgebervertretern, die kein Angebot abgegeben.


    Wer ist Hauptarbeitgeber der Beschäftigten im Bereich Krankenhaus, Kindergärten? Wer wollte da öffentlichkeitswirksam zuzahlen?


    Ball flach halten.

  • Ich "beschwere" mich ja nicht. Ich bin da sowieso raus und meine +1 inzwischen auch.

    Aber ich halte so ein (demokratisch durchaus legitimes) Verhalten aber für absolut ungeeignet im jetzigen Stadium.

    Und ja ... Ich halte auch die Forderung von Verdi nach einer Einmalzahlung für eine Verlängerung des Vertrags für "voll daneben".


    Wenn das Kurzarbeitergeld nicht auf 24 Monate verlängert worden wäre, hätten wir Mitte nächsten Jahres 4-5 Mio Arbeitslose.

    Und ob wir die nicht sowieso bekommen, steht momentan noch in den Sternen.

    Da halte ich die Forderungen von Verdi zum jetzigen Zeitpunkt für überaus unverfroren und gesellschaftsschädlich.

  • Sorry Detlev, gerade den kommunalen Beschäftigten steht das Wasser bis zum Hals. Die Verbindung Bund/Kommunen ist mehr als unglücklich. Gerade im kommunalen Bereich, das sind die für die Daseinsvorsorge, leben in den Ballungszentren knapp über Harz IV. Ja, da gibt es Ausnahmen. Im Baubereich. Aber da sind die Müllwerker, der Arbeitnehmer im Bereich Soziales, Bürgerbüros, etc., im TVöD 5 - 7.Dafür hättest Du und ich ich und viele, viele andere ihren Ars%% morgens nicht aus dem Bett gehoben. Und ja, die dürfen ihre Rechte wahrnehmen. Auch in den jetzigen Zeiten.

  • Sorry Detlev, gerade den kommunalen Beschäftigten steht das Wasser bis zum Hals. Die Verbindung Bund/Kommunen ist mehr als unglücklich. Gerade im kommunalen Bereich, das sind die für die Daseinsvorsorge, leben in den Ballungszentren, knapp über Harz IV.

    Das ist zum Teil sicher richtig. Trotzdem ist die Anzettlung eines Streiks im ÖD m.E. in der öffentlich Diskussion eher negativ bewertet und zwar kräftig.

    Da sich eben die, die auf demselben Niveau verdienen in der Wirtschaft, nicht sicher sein können, ob sie morgen ihren Job noch haben. Und davon gibt es derzeit wirklich jede Menge.

  • Ja... aber von denen, die Du mit "andere" bezeichnest, müssen 10-20% (mindestens) damit rechnen in nächster Zeit überhaupt keinen Job mehr zu haben. Dieses "leichte" Handicap haben die Damen und Mädchen im ÖD eben nicht!

    Und das wäre zumindest mal einen Gedanken darüber wert, ob man in der jetzigen Situation einen Streik vom Zaun bricht.


    Ich sag ja nicht, dass es nicht legal ist. Ob es legitim ist halte ich halt für bezweifelbar.

  • Sorry, ich bin zwar nicht in der Gewerkschaft, bin aber durchaus froh, dass wir in D eine gut organisierte AN Vertretung haben.

    Das ist IMHO mit einer der Gründe warum es uns so gut geht und wir noch keine Verhältnisse wie in den Staaten haben.


    Aber: Ist jetzt gerade der richtige Zeitpunkt?

    Die IG Metall hätte im Frühjahr Tarifverhandlungen gehabt und hat diese ausgesetzt gerade wegen der damals aufkommenden ersten Welle und weil es wichtiger war, hier Arbeitsplätze zu sichern.


    Mir ist durchaus bewusst, dass der ÖD nicht so gut bezahlt wird und dass hier im Gegensatz zu früher mittlerweile mehr Angestellte wie Beamte existieren, aber auch im ÖD sind Einnahmen weggebrochen bzw. die Situation nicht rosig.

    Dazu kommt noch dass zum ÖD eben genau die Berufe gehören, die eine große Auswirkung auf andere haben, wie eben die Kitas etc.


    Evtl. wäre hier auch etwas mehr FIngerspitzengefühl angesagt.


    Ich hätte auch gerne im Frühjahr ne Tariferhöhung gehabt, zumal ich in nem Alter bin wo man nicht mehr so eben in ne höhere Tarifgruppe o.ä. kommt, und auch meine Kosten steigen - aber diesmal fand ich die Vorgehensweise durchaus OK und ich hoffe halt, dass die AG das insofern würdigen, dass sie - wenn es der Wirtschaft wieder besser geht - nicht anfangen mit Minimalstangeboten anjkommen und um 0,05% feilschen.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Wie ich schon geschrieben habe, die Verbindung Bund/Kommunen ist mehr als unglücklich. Bevor ihr hier Wind macht, von wegen...passt nicht in die Zeit, schaut euch die kommunalen Einstufungen TVöD 5 bis 7, Gruppe drei (Mittel) an. Dann reden wir weiter. Dafür steht keiner von euch auf. Erwartet aber volle und schnelle Leistungen im öffentlichen Servicebereich. Am Rande...der kommunale Schulhausmeistertarif hat noch die 46 Stundenwoche in TVöD 5. Da sind zwar Bereitschaftszeiten drin, sind am Schulstandort zu leisten, blanke Theorie. Und wohnen am Standort...vielleicht noch auf dem Land. Und bei Schulneubauten passe, nicht förderungswürdig.


    Und Ja...wir suchen viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wer also möchte gerne. :) Arbeitsplätze gibt es bei uns mehr als Suchende. Und nein...eine Arbeitsplatzgarantie gibt es im TVöD nicht mehr.

  • Meine Einstellung mag daran liegen, dass ich von gesamten ÖD nicht mehr erwarte, als das unser Müll wenigstens irgendwann mal abgeholt wird.

    Alle weiteren "Dienstleistungen" nehme ich nur gezwungenermaßen in Anspruch.... ;)

  • Und nein...eine Arbeitsplatzgarantie gibt es im TVöD nicht mehr.

    Natürlich gibt es die nicht auf Papier, man muss schon goldene Löffel klauen um hier ein größeres Risiko zu haben. Ich war selbst lange genug im öD.

    Da sind zwar Bereitschaftszeiten drin,

    Der öD hatte für mich auch einige sehr positive Überraschungen parat, z.B. die Versorgungsbezüge bei uns im kvbw. Wenn ich für die gleiche Leistung was privat hätte buchen müssen wäre der Preis aufs dreifache gestiegen, wenn es reicht. Und das ist einfach mal so dabei. Darf man nicht vergessen.

    Sicher sind die untersten EG absolut beschissen bezahlt, da bin ich dabei. Da schaute ich als nett zweistellige EG natürlich anders drauf. Ob man woanders fürs Rasen mähen und Schule putzen deutlich mehr bekommen würde, das glaube ich nicht. Wenn, dann mit anderen Anforderungen und "sehr flexibler" Arbeitszeit. Aber ich glaube, das ist ein anderes Thema wert ;-)

    Pfeiffer! Mit drei "f"!

  • Wir haben gerade ein paar Entlassungen bei uns im Bereich hinter uns. Probezeit und auch danach und auch 2x nach vielen, vielen Jahren. Und das waren keine goldenen Löffel. ;) Die Zeiten des BAT sind vorbei. Vielleicht nicht überall. Aber meistens. Für unsere Ingenieure unter uns....TVöD 10, max. 11. Einstellung max. Stufe 4. Projekte ab Beginn mehr als persönlich leistbar. Wie geschrieben, wer im Rhein-Main-Gebiet sucht...bitte bei mir per PN melden. :);)


    Im Hausmeister- und Technikbereich bekommen wir aktuell keine Arbeitnehmer mehr. Die lachen uns aus. Und Dinge, wie Rasen mähen, sind schon lange in privater Hand. Das was dort bezahlt wird ist natürlich mehr als fragwürdig. Aber diese Firmen kommen bei uns aus den sehr ländlichen Bereichen gependelt. Die sind nicht von hier

  • Wir haben gerade ein paar Entlassungen bei uns im Bereich hinter uns. Probezeit und auch danach und auch 2x nach vielen, vielen Jahren. Und das waren keine goldenen Löffel. ;) Die Zeiten des BAT sind vorbei. Vielleicht nicht überall. Aber meistens. Für unsere Ingenieure unter uns....TVöD 10, max. 11. Einstellung max. Stufe 4. Projekte ab Beginn mehr als persönlich leistest. Wie geschrieben, wer im Rhein-Main-Gebiet sucht...bitte bei mir per PN melden. :);)

    Das hat zwar nichts mit dem eigentlichen Thread-Titel zu tun, aber wer wirklich leistungsorientiert arbeiten will., geht halt nicht in den ÖD.

    Das ist ja eins der Probleme im ÖD. Dafür hat man dann eine 95-99%ige Arbeitsplatzgarantie.

  • Für unsere Ingenieure unter uns....TVöD 10, max. 11. Einstellung max. Stufe 4.

    Da darf man sich nicht wundern wenn man niemanden bekommt. Studiert fängt bei uns ( also was ich so beobachte) bei 12 an. Wobei 10/4 natürlich auch schon deutlich über ner 12/1 liegt. Deutlich!. Hier werden Fachkräfte ohne Studium schon mal in 11/verhandlungsbasis eingestellt. Sonst bleibt die Stelle leer.

    Und Dinge, wie Rasen mähen, sind schon lange in privater Hand.

    Hmmm, hier mäht beharrlich der Bauhof. Und der Nachbar schneidet seine Hecke mit den Geräten (und vermutlich dem Sprit der Stadt dazu). Dass der Grünabfall auf dem orangenen abgefahren wird mag ich gar nicht hinterfragen :D

    Pfeiffer! Mit drei "f"!

  • Detlev: Das stimmt. Der Tarifvertrag ist hinsichtlich der individuellen Einstufungsmöglichkeiten viel zu starr gefasst. Das ist bei uns aktuell im Baubereich ein großes Problem.


    Martin: Das sind die großen Unterschiede in der kommunalen Familie. Keine, mittlere, große Kommunen. Ländlicher Bereich, Ballungsgebiete.....das ist so vielfältig. Und für alle. dazu noch die Bundesbeschäftigten gilt ein Tarifvertrag.

  • Nunja, man muss dazu sagen, dass der bisherige Tarifvertrag TVöD nur bis 31.08.2020 lief und die bereits zweite Verhandlungsrunde geplatzt ist, u.a. weil die AG-Seite weiterhin bei ihrer Nullrunde mit einer langen Laufzeit bleiben will.


    Man kann sicher so sagen und so. Ein jeder kennt natürlich den faulen Sack in der Bekanntschaft der da irgendwo bei der Stadt den schönen Lenz hat oder die Tante die irgendwo in der Verwaltung angeblich nix anderes zu tun hat als Fingernägel lackieren. Andererseits gibt es da auch sehr sehr viele Arbeitnehmer, die gerade jetzt in der Coronazeit weit überobligatorische Leistungen erbracht haben, je nach Sparte auch für Leute, die jetzt sehr laut "Spinnen die" rufen...


    Das mit den goldenen Löffeln kann man mittlerweile knicken da es immer mehr Befristungen gibt. Wir schicken demnächst 2 wieder nach Hause, was sehr schade ist. Tatsache ist aber auch, dass man alteingesessene tatsächlich nicht losbringt solange die goldenen Löffel noch da sind... Das ist das andere Extrem.


    Tatsache ist auch, dass in wirtschaftlich guten Zeiten praktisch kein brauchbares Personal zu bekommen ist. Selbst für einfachste Tätigkeiten bewerben sich Leute, da fragst doch beim Gespräch, wie der eigentlich das Gebäude gefunden hat weil eben die Bezahlung nicht stimmt. Ich weiß von weiteren zwei Damen bei uns, die sind auf dem Sprung sobald sich was besseres ergibt, sprich also, was mit mehr als eine Aussicht auf EG6. :rolleyes: Dann hast teils das Problem, dass Dir andere Ressorts das Personal klauen weil es dort viel schneller feste Verträge gibt. Verständlich dass das frisch verheiratete Huhn geht, die will auch nach dem Kind noch einen Job haben und nicht einen auslaufenden Vertrag in der Elternzeit.

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  • Ich weiß von weiteren zwei Damen bei uns, die sind auf dem Sprung sobald sich was besseres ergibt, sprich also, was mit mehr als eine Aussicht auf EG6. :rolleyes: Dann hast teils das Problem, dass Dir andere Ressorts das Personal klauen weil es dort viel schneller feste Verträge gibt. Verständlich dass das frisch verheiratete Huhn geht, die will auch nach dem Kind noch einen Job haben und nicht einen auslaufenden Vertrag in der Elternzeit.

    Nun, das sind aber interne Probleme, die lösbar sind. Wer da jammert....

    Pfeiffer! Mit drei "f"!

  • Nun, das sind aber interne Probleme, die lösbar sind. Wer da jammert....

    Wir sind der zweitgrößte Einnahmeposten nach der Finanz. Leider verteilt die das Geld vereinfacht gesagt und da waren "wir" schon immer das Stiefkind traditionell. Ist ja nicht so, dass man die Leute in den meisten Fällen vor Ort nicht behalten möchte, aber wenn von oben das Geld nicht kommt, dann kann man nix machen. Das ist nicht nur zum Kotzen für die Betroffenen selbst sondern führt mit den Befristungen und Verlängerungen natürlich auch so erheblichem Verwaltungsaufwand. Die Personalakte von so einem jungen Ding ist mittlerweile nach 3 Jahren dicker als die von langjährigen MA die kurz vor der Rente stehen.

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