2020 - und nun die Schweinepest

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  • Ich denke, das hängt vom persönlichen Gewissen ab und vom Geldbeutel.


    Viele in D würden vielleicht sogar das Geld für Fleisch aus besseren Bedingungen ausgeben - aber der Geldbeutel sagt ihnen dass unter diesen Umständen halt nur noch 2x pro Monat Fleisch auf den Teller kommt und die Scheibe Wurst dann auch einsam und hauchdünn auf dem Teller liegt.

    Und nein, ich glaube nicht, dass bei denen jeden Tag das Schnitzel gefuttert wird.

    Wir haben in D mittlerweile mehr "arme" Leute wie man denkt.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Das es keine objektiv richtige Antwort gibt ist klar. Der eine lehnt die Haltung von Tieren zum Verzehr komplett ab, der andere glaubt, das Nackensteak sollte noch billiger sein. Aber wie haltet Ihr es?


    Ich kaufe im Aldi das Biofleisch, beim Metzger habe ich, ehrlich gesagt, noch nie nach der Haltungsform gefragt. Ich frage mich aber gerade, ob ich darauf nicht deutlich mehr achten sollte, die von Martin verlinkten Kriterien sind ja wirklich teils erschreckend.

    “The problem with the world is that the intelligent people are full of doubts, while the stupid ones are full of confidence.” - Charles Bukowski

  • Ich denke, das hängt vom persönlichen Gewissen ab und vom Geldbeutel.

    Das stimmt wohl.

    Würde die EU nicht brachliegende Flächen subventionieren, sondern stattdessen artgerechte(re) Haltung, wäre vielen geholfen, vor allem dem armen Vieh. Wenn ich dann noch sowas lese ZEIT ONLINE | Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl. wird mir schlecht.

    Pfeiffer! Mit drei "f"!

  • Was macht der anders? Der redet nur über andere oder hat er jetzt schon mal zu covid19 geforscht und eine Arbeit veröffentlicht?

    Könnten wir das Covid Thema im entsprechenden Thread belassen biite. Geht an beide. Zitate sind auch Threadübergreifend möglich. Danke.

    Pfeiffer! Mit drei "f"!

  • Das stimmt wohl.

    Würde die EU nicht brachliegende Flächen subventionieren, sondern stattdessen artgerechte(re) Haltung, wäre vielen geholfen,

    Das wird schon länger nicht mehr direkt subventioniert, und das was es noch gibt lohnt sich nicht. Was auch in Ordnung ist.


    Zum zweiten Punkt: so etwas hatten wir lang genug, das ist der falsche Weg. Zielgerichtete Maßnahmen mit nicht zu kurzen Vorlaufzeiten funktionieren und werden auch angenommen. Was nicht funktioniert ist kurz vor Ultimo die Regeln noch mal zu ändern, wie zuletzt bei der Hühnerhaltung. Da werden diejenigen die damit ihr Geld verdienen (müssen) zu Recht sauer.

    Kofferraum statt Hubraum !

  • Um mal wieder zur ASP zu kommen, hatte heute schon etliche Kunden die schon mal auf Vorrat Wildschweinfleisch gekauft haben bevor die Pest kommen würde 🙈

    Ich wusste es gleich, kaum ist es in den Medien bekommen manche Leute schon Panik, ist jetzt nicht so wie beim Klopapier und Corona, aber das war schon sehr interessant zu sehen was so Berichte auslösen können 🤔

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Kommt ja drauf an was du gesehen hast. Der Vater meines Kumpels hatte ne Metzgerei, und wir haben da desöfteren mal Stall geputzt und auch sonst geholfen.

    Ferkelzucht. Müssten so um die 50 aktive Muttersauen gewesen sein plus Nachrücker und Pausierer, entsprechende Anzahl Ferkel bis schätz ich mal an die 50kg zum Verkauf weg. Drei Ställe, davon einer nur mit Ferkelmast. Also auch nicht mehr unbedingt was wo jede Sau nen Namen hat.

    Das es keine objektiv richtige Antwort gibt ist klar. Der eine lehnt die Haltung von Tieren zum Verzehr komplett ab, der andere glaubt, das Nackensteak sollte noch billiger sein. Aber wie haltet Ihr es?


    Ich kaufe im Aldi das Biofleisch, beim Metzger habe ich, ehrlich gesagt, noch nie nach der Haltungsform gefragt. Ich frage mich aber gerade, ob ich darauf nicht deutlich mehr achten sollte, die von Martin verlinkten Kriterien sind ja wirklich teils erschreckend.

    Schwer zu sagen. Eher mal so, mal so. Putenkrams holen wir überwiegend direkt in der Putenfarm. Bei anderem Fleisch variierend, von Haltungsklasse 1 bis Bio mehr oder weniger querbeet je nach Bedarf. Größere Mengen nehme ich ganz gerne beim Metro mit, irgendwelche Haltungsformen sind da garnicht angeschrieben. Nur mal soviel zu dem was so in der Gastro verkauft wird. ;) Fleisch für den Alltag nehme ich in der Regel beim Kaufland mit, gerne auch mal aus der Bedientheke für sofort, da ich aber nicht alle 2 Tage zum Einkaufen renne natürlich auch eingeboxtes wegen der Haltbarkeit. Und das kann auch mal ein Angebot sein. Und wie oben schon geschrieben wurde, beim Metzger hab ich auch wenig davon, wenn der nen Zettel an der Wand hat "Fleisch vom Bauern Meier aus Oachkatzried" hängt.


    Ich sehe das mit der Tierhaltung pragmatisch kritisch. Das Fleisch muss ja irgendwo her kommen. Dass die Sau für meine 5,40€ Hack nicht glücklich über eine Wiese gerannt ist, das ist
    MIR durchaus klar. Dass auch im Biohof männliche Ferkel auch heute noch kastriert werden damit das Fleisch nicht nach Eber stinkt auch. Dass es Schwachsinn ist, lebende Viecher 1500km irgendwo zu karren um dort 3€ billiger zu schlachten und dann Fleisch zum Zerlegen wieder 3000km in die andere Richtung zu karren genauso. Ebenso denke ich, dass 90% weniger Fleisch gegessen würde, wenn die Leute selber schlachten müssten. Genauso klar ist mir, dass mich die Sau ohne zu zucken mit Haut und Haar auffressen würde, wenn ich in ihrem Koben tot umfalle. :p Genauso denke ich, dass man in der Fleischproduktion durchaus von einem Teufelskreis sprechen kann. Größer macht billiger macht größer macht billiger macht größer macht billiger... Die Bauernschaft ist da IMHO nicht ganz unschuldig mit dran weil jeder neue Stall immer noch einen drauf setzen muss weil man es wieder nur über die Menge macht, nicht bedenkend, dass das jeder macht und der Preis dann eher noch mehr sinkt. Und den meisten Leuten schmeckt die Wurst eben nun mal besser als das Brot...

    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

  • Zitat

    Und wie oben schon geschrieben wurde, beim Metzger hab ich auch wenig davon, wenn der nen Zettel an der Wand hat "Fleisch vom Bauern Meier aus Oachkatzried" hängt.


    Wir habe unseren Fleischer vor einiger Zeit mal gefragt, wo er sein Fleisch herbekommt und wo er schlachtet. Im wesentlichen von einem namentlich genannte Landwirte in der Eifel, Schlachthof in unserer Kreisstadt. Einige wenige Sachen und Geflügel kauft er an anderer stelle, da der Umsatz damit so gering ist, dass es sich sonst nicht lohnt. Wirklich überrascht war ich allerdings, als er angeboten hat, dass wir uns die Tierhaltung gerne auch vor Ort anschauen könnten...


    Zitat

    Ebenso denke ich, dass 90% weniger Fleisch gegessen würde, wenn die Leute selber schlachten müssten.


    Die immer weitere Entfremdung von solchen Sachen sehe ich auch als großes Problem. Ich hab die ersten Stücke Wild im Grundschulalter aufgebrochen und zerwirkt, zugeschaut schon viel früher. Irgendwann habe ich mit meinem Vater angefangen die Organe zu sezieren und mir erklären zu lassen. Heute diskutiert man, das Kinder dabei psychische Schäden davon tragen könnten... Aber gut, vielleicht hab ich die ja auch ;)

  • Das es keine objektiv richtige Antwort gibt ist klar. Der eine lehnt die Haltung von Tieren zum Verzehr komplett ab, der andere glaubt, das Nackensteak sollte noch billiger sein. Aber wie haltet Ihr es?

    Wir essen kaum noch Schweinefleisch. Das ist am einfachsten ;)


    Wir haben früher die Sauen selber gehalten. Erst die normalen Zuchtsauen als Ferkel vom Nachbarn gekauft, und dann 6 Monate großgezogen mit anständigem Futter. Die hatten dann zu zweit eine 10m² ehem. Pferdebox und ca. 60m² Auslauf auf einem Paddock.

    Das war aber nur die halbe Miete. Im zweiten Jahr hatten wir einen (kastrierten) Eber dabei, der ist so schwer geworden, dass er sich durch sein eigenes Gewicht die Hüfte ausgekugelt hat im 5. Monat. Musste notgeschlechtet werden. Die üblichen Schweine sind nur auf schnelle Fleischproduktion gezüchtet. Das Knochengerüst kommt da nicht mit. Der notgeschlachtete Eber hatte übrigens nach 5 Monaten deutlich über 200 kg :eek:


    Von da an, haben wir dann Schwäbisch-Haller aufgezogen. Das war deutlich erfolgreicher, das Fleisch war wesentlich kerniger und die hatten auch kein Problem mit der rapiden Gewichtszunahme. Die lagen dann beim Schlachten so zwischen 150 und 180 kg pro Schweinenase. Klar das ist immer noch fast doppelt so viel die "Massenware". Aber das Fleisch war halt wesentlich fester, wenn auch die Speckschicht deutlich dicker war.


    War auf jeden Fall das beste Schweinefleisch, dass wir je gegessen haben.

    Seit wir mit der Eigenaufzucht aufgehört haben, kaufe ich Schweinebraten beim lokalen Metzger.... aber auch das ist nicht immer ein Quell der Freude.

    Daher gibt´s Schweinefleisch bei uns eigentlich nur noch in Form von Schinken (Parma oder Tiroler) oder manchmal Wurst (aber eher selten).


    Einzige Ausnahme ist das Duroc- oder Iberico-Schweinefleisch, das ich gelegentlich verwende.

  • Einzige Ausnahme ist das Duroc- oder Iberico-Schweinefleisch, das ich gelegentlich verwende.

    Und das Iberico Schwein auch am besten direkt in Form des Jamon Iberico, für meinen Geschmack der beste Schinken überhaupt. Und den dann wenn‘s geht noch vom Schwein was mit Eicheln gefüttert wurde, der Jamon de bellota.

  • ......Und den dann wenn‘s geht noch vom Schwein was mit Eicheln gefüttert wurde, der Jamon de bellota.

    DAS unterschreibe ich zu hundert prozent!


    Edit:

    Hatte ich mir vor ~20 Jahren mal aus Spanien von einer Dienstreise mitgebracht. Ist aber hier praktisch nicht zu bekommen.

    Aber vielleicht gibt es ja dafür inzwischen auch einen Versandhandel!

    Der "Jamon de bellota" war mir irgendwie total entfallen. Den (bei uns) gängigen Serrano mag ich nämlich nicht so besonders. Hat einen unangenehmen Nachgeschmack für mich.

  • Sauen selber halten... uh.. ich schaff nicht mal Bienen. Der Nachbar hat am Hang Hasen und Enten. Kollegin meiner Frau hält Hühner und versorgt uns mit Eiern.

    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

  • Auf dem Land hat man wenigstens theoretisch die Möglichkeit. Hier würden mir die Nachbarn wohl direkt das Ordnungsamt auf den Hals schicken, wenn ich irgendein Viehzeug im Garten halte.

    “The problem with the world is that the intelligent people are full of doubts, while the stupid ones are full of confidence.” - Charles Bukowski