Tipps, Tricks, Autos und Veranstaltungen rund ums Nordschleife fahren

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  • Hallo!


    Da wir ja dieses Jahr viel Zeit in Deutschland verbringen, bietet es sich an, das Thema Nordschleife etwas zu vertiefen. Ich ziehe mir momentan sehr viele Videos Infos und Racing Sims dazu rein und planen dieses Jahr noch 1-2 Besuche. Nur 3 Stunden von der schönsten Rennstrecke der Welt entfernt zu wohnen, muss man ja eigentlich nutzen! Bis auf 4-5 Runden, zum Teil mit Instruktor und Taxifahrten habe ich auch noch keine weiteren Erfahrungen aber mich begeistert das Thema total.


    Jedenfalls beschäftigen mich folgende Punkte, vielleicht hat der ein- oder andere ja hier schon Erfahrungen gemacht:


    - Trackday mit Instruktor zum Lernen von Theorie und Praxis -> ein paar kann man natürlich ergoogeln (z.B. Apex) aber praktische Erfahrungen sind noch besser und man hat die Strecke mal ohne andere Irre

    - Anschaffung eines eher günstigen bzw. wertverlustfreien Daily Driver der auch für Touristenfahrten geeignet ist (ausschließlich unter der Woche, am Wochenende mache ich das glaube ich nicht). Budget 3.000-9.000 Euro.


    Ich ziehe mir gerade regelmäßig die Videos von Misha Charoudin rein, der sehr viel zum Thema Streckenkenntnis, Regeln, Events und Infos rund um die Nordschleife hochläd.



    Meine mobile.de Suchaufträge laufen bereits. Natürlich E36, E46 & Co. aber auch ein Renault Megane RS oder ein Astra OPC käme in Frage - wobei ich nicht so Lust auf Frontantrieb habe, zum Üben ohne Limit wäre es aber natürlich absolut ausreichend. Am Auto soll nicht viel verändert werden, es geht mir nicht um Rundenzeiten sondern ums Kennenlernen der Strecke und Spaß haben. Aber 200 PS sollten es denke ich schon sein. Der MR2 kommt aus mehreren Gründen nicht in Frage (alleine die 600km An- und Abreise, nein danke). Für Hänger & Co. ist leider kein Platz.



    Also, wer plant was oder weiß was, wer hat Lust sich auszutauschen oder ist vielleicht auch vor Ort anzutreffen dieses Jahr?

    > welcher ist mein nächster...? >

  • Tja, was soll ich dazu schreiben ^^...

    Ich hatte das Hobby "Touristenfahrten" von 1993 bis ca. 2010 mit 4 verschiedenen BMW ausgelebt. 1998 hatte ich auch mal einen feinen Einschlag Ausgang Hatzenbach. Autsch! 2000 hatte ich spaßeshalber eine internationale C-Lizenz auf dem Sachsenring, veranstaltet von Sport Auto erworben. Ich war auch öfters in Hockenheim unterwegs und natürlich auch auf dem GP-Kurs am Nürburgring, meist im Rahmen der DSK-Mitgliederversammlung.


    Insbesondere bedingt durch "König Kurt" Beck (SPD) und seiner riesigen Pleite am Nürburgring mit Dorf & Achterbahn, die den Steuerzahler zig Millionen Euro und den rheinland-pfälzischen SPD-Finanzminister Ingo Deubel eine Verurteilung mit über 2 Jahren Freiheitsstrafe wegen Veruntreuung einbrachte :rolleyes:, weht am Nürburgring leider ein anderer Wind.


    Aufgrund notorischer Geldnot wurden die Touristenfahrten derart verteuert, dass man dort mittlerweile in der Masse nur noch flammneue Sportwagen mit allen erdenklichen elektronischen Hightech-Helferlein von privat oder Gewerbe auf der Strecke sieht. Mit einem EUR 3 bis 9k Ringtool wirst Du Dich leider wie mit dem Rennrad auf der Autobahn fühlen. Da kannst Du, insbesondere als Neuling ohne große Steckenkenntnis, praktisch ausschließlich in den Rückspiegel schauen. Aber selbst mit Streckenkenntnis sieht man kaum Land gegen moderne Autos ab 400 PS.


    Davon abgesehen, wirst Du heute am Ring ausgenommen wie eine Xmas-Gans. Strecke, Parken, Essen ... alles großer Mist. Zudem ist die Strecke auch unter der Woche propenvoll. Dann steht man schon mal 30 Minuten im Stau. Wenn es dann los geht, vergehen manchmal nur 15 Minuten bis zum nächsten kapitalen Crash mit Streckensperrung. Bis die teuren kaltverformten Brocken von BONGARD allesamt aufgesammelt und geschleppt wurden, vergeht nicht selten eine Stunde. Da die wenigsten wissen, wann es weitergeht, sitzen nicht wenige diese Zeit mit Helm aufm Kopp im Auto ab ^^.


    Wohlgemerkt, alles vor Corona! Ich war im Sommer 2019 das letzte Mal dort.


    EDIT: Von sport auto gab es mal eine Serie, in welcher jeder Nordschleifenabschnitt recht passabel erklärt wurde. Die Sachen dürften im Web zu finden sein.

    formerly known as Fastisfast2fast

    2 Mal editiert, zuletzt von Frank ()

  • Hm, Vergleich mit früher habe ich natürlich keinen, insofern hoffe ich dass es trotzdem ein unvergessliches Erlebnis ist. Das war es auch 2015 als wir an einem Trackday die Strecke weitestgehend alleine für uns hatten. Für mich war das eines DER wenn nicht DAS Erlebnis schlechthin als Autoverrückter!


    Die Faszination bleibt jedenfalls und trotz ein paar kaputter Typen habe ich den Eindruck, dass man, wenn man sich an ein paar Regeln hält, auch eine entspannte Runde hinlegen kann. Dass dir jemand in die Karre fährt ist nicht auszuschließen, deswegen das niedrige Budget.


    Preislich ist es überall teurer geworden, aber insgesamt in meinen Augen noch vertretbar, wenn man nicht 10 Wochenenden im Jahr damit füllt (und nicht den Vergleich zieht mit vor dem Pleite-Debakel). Unter der Woche kostet die Runde 25 Euro. Mehr als 5 Runden sollte man sich eigentlich gar nicht antun, mental ist das echt ne Hausnummer.

    > welcher ist mein nächster...? >

  • Ich habe ja zu meinem zweiten 15. Geburtstag (seitdem bin ich nicht mehr älter geworden wird mir immer gesagt ^^) 10 Runden Nordschleife geschenkt bekommen.
    Als absoluter Neuling in der Angelegenheit also erst Mal überlegt und Pläne geschmiedet.

    Bei Fahrzeugen stand relativ schnell klar, dass es ein E36 sein sollte - nicht unter 323.
    Da mir so eine Suche ja Spaß macht, war ich irgendwann der Erste, der bei einem optisch ziemlich fertigen aber technisch gutem E36 328i Coupe vor Ort war.

    Ich mag einfach das Coupe, eine Limo wollte ich nicht.


    Das Fahrzeug dann erst Mal technisch komplett auf Vordermann gebracht in Eigenregie und nach Erfahrungen von e36racing
    Neue HU drauf, erst Mal im Alltag bewegt und da schon jede Menge Spaß gehabt. :p^^

    Die Strecke habe ich mir ausschließlich mit Videos auf Youtube sowie Gran Turismo eingeprägt - aber da du kein kompletter Neuanfänger bist, weißt du ja bereits ob es im nicht einsehbaren Bereich nach der Kuppe rechts oder links geht :sz::duw:


    Und ganz ehrlich: an den zwei Tagen (jeweils 5 Runden pro Tag) vor Ort gab es natürlich etliche die auch deutlich schneller waren - aber es gab viel, VIEL mehr Fälle die langsamer unterwegs waren obwohl das potentere Fahrzeug (und offensichtlich auch extra "Ringtools" ) darunter waren.
    Die An- und Abreise hat aber auch richtig Laune gemacht ^^ so ein 328i geht auch nach heutigen Verhältnissen noch ausreichend vorwärts und hört ja erst bei echten 24x km/h auf im Drehzahlbegrenzer.
    Und der Verbrauch bleibt auch im Rahmen.


    Ich habe vor Ort in sehr kurzer Zeit gleich meine mir passende Geschwindigkeit gefunden und die war offensichtlich so hoch, dass ich vglw. wenig im Weg rumstand.

    Wenn man als absoluter Neuling dort hingeht und gar keine Streckenkenntnis hat und nur auf Sicht fährt, dann hat man zwei Auswahlmöglichkeiten:
    a.) total im Weg rumstehen und schweißgebadet schnellstmöglich das Streckenende herbeisehnen

    b.) versuchen nicht im Weg rumzustehen und dabei einen Unfall bauen


    Eine entspannte Runde kann man eigentlich nur hinlegen, wenn man zügig unterwegs sein kann ohne aber dabei am eigenen Grenzenbereich unterwegs zu sein (denn dann wirds ja auch wieder stressig).

    Mir war es aber auch zu teuer, weswegen ich das dann wieder gelassen habe.
    Aber einen Haken im "das muss ich unbedingt 1x im Leben gemacht haben" Buch konnte ich setzen :top:

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Amtrack

    Dein zweiter 15. Geburtstag wird vermutlich auch schon über 10 Jahre zurückliegen ^^. Es hat sich zwischenzeitlich viel verändert am Ring, aber leider nichts zum Guten.


    Fox323

    5 Runden pro Tag sind ein vernünftiger Ansatz, möglichst nicht mehr als 3 pro Stint. Aber heute bekommt man aufgrund der unfallbedingten Streckensperrungen leider meist keine 5 Runden hin. Zwischen den Stints muss man mit den heißgefahrenen, klebrigen Gummis nicht selten auf einen unbefestigen Schotterparkplatz ausweichen. Die Gummis sammeln dann Steinchen auf wie ein Magnet. Dazwischen laufen zig Leute aus allen Ländern dieser Erde, manche wollen posen, manche wollen teure Sportwagen gucken gehen. Wohlgemerkt: VOR Corona. Mit heißem Turbolader steht man nicht selten im Stau, manchmal sogar auf der Rennstrecke (Döttinger Höhe). Naja, nichtsdestotrotz: Viel Spaß:top:! Am besten sehr früh anreisen.


    Hier gibt es die sa-Serie zur Ideallinie zum PDF-Download, die ich oben genannt hatte: Ideallinie Nordschleife - Ahrtal Motorsport - Ahrtal Motorsport

    Die Strecke hat sich in den letzten 25 Jahren verändert, ist schneller geworden. Viele Curbs sind entschärft. Die sa-Serie ist nicht mehr 100% zutreffend, aber imo noch sehr passabel. Viel bringt es auch, die Streckenabschnitten abzulaufen, wenn kein Betrieb ist.

    formerly known as Fastisfast2fast

  • Mein NOS-Ersterlebnis: trackday_nos_2012-08-20bhzH.jpg


    Hi Fox - auf dieses Thema muß ich mich doch gleich mal melden ;)


    Bin schon zwar ein relativ alter Knacker, aber der bisherige Höhepunkt meines Lebens ist und war (bisher) der Trackday auf der Nordschleife am 30.08.2012 mit meinem damaligen Fahrzeug BMW Z4 (sDrive35is mit 340 PS mit Schmickler-Fahrwerk).


    Ein professioneller Rennfahrer (Dieter Weidenbrück) bei Schmickler Performance (Rennteam Gruppe 6, einmal 24H-Gruppensieger auf der NOS) vermittelte den Trackday, das heißt, das Rennteam war vor Ort mit insgesamt 4 Rennfahrern und organisierte für ca 15 BMW-Z4-Fahrer einen Trackday. Wir hatten als Basis-Aufenthalt die Tribüne 13 und waren damit vom "normalen Volk" abgeschottet. Wir entrichteten die Tagesgebühr (EUR 549 für die Zeit von 7:30 bis 13 Uhr) an das Schmickler-Team und hatten freie Fahrt, freies Essen, freie Instruktoren und jede Menge geführte Runden. Gegen Extra-Obulus hätte man auch mit einem Rennfahrer einige Runden mitfahren können. Der Trackday selbst war ein geschlossenes Event für ca. 140 Fahrer aus ganz Europa. Natürlich war Helmpflicht. Notarzt, Krankenwagen, Streckenposten waren organisiert. An diesem Tag lachte die Sonne und wie bereits erwähnt, waren die Fahrerlebnisse emotional das Beste, was ich bisher erlebte. Allerdings hatte ich 2 Fast-Abflüge (Adenauer Forst - an der zuziehenden langezogenen Linkskurzve). An dem Tag fuhr ich ca. 20 Runden. Die Döttinger Höhe war offen und damals noch nicht tempolimitiert (heute gilt da 250 km/h).


    1 Stint besteht normalerweise aus 3 Runden, einer Einfahrrunde (das letzte Drittel der Runde wird scharf gefahren), die mittlere Runde (das sollte die schnellste Runde des Stints sein) und eine Ausfahrrunde, die letzten 2 Drittel sollte man merklich vom Gas, damit sich Motor und Bremsen abkühlen können. Eine Runde sind immerhin ca. 21 km und die Differenz zwischen tiefster und höchster Stelle des Rings beträgt unglaubliche 300 Höhenmeter. Man fährt immer mit einem Auge am Rückspiegel und lässt die schnelleren durch Blinkeranzeige rechts oder links an sich vorbeiziehen. Mit 340 PS ist man da eher am unteren Limit, denn dort fährt alles, was für Geld und gute Worte fahrbar ist - lediglich Slicks sind verboten ebenso wie Fahrzeuge > 130 Dezibel (Messung über mitgeführten Transponder).


    3 Jahre später nahm ich an einem ganztägigen Event (EUR 849 - 7:30 bis 17 Uhr)) mit meinem damaligen M392-Coupe (8-Zylinder, 421 PS) teil und nochmal ein Jahr später mit meiner jetzigen "Rentnerkutsche" (4er-Coupe mit MPPSK (360 PS)).


    Anreise war immer am Vortag zur Veranstaltung, damit man richtig ausgeschlafen war. Beim mittleren Event (mit dem M3) gab es leider sehr viel Regen und die Strecke war nach Unfällen immer wieder für längere Zeit gesperrt. Da man sich vorzeitig anmelden und auch bezahlen muß, kann man natürlich nicht mehr stornieren - klar, die wollen ja ausgebucht sein. Meistens ist auch 4 Wochen vor dem Trackday alles ausgebucht.


    Ich würde gerne noch ein oder zwei mal so ein Event mitfahren. Von mir zu Hause bis zur NOS sind es 120 KM - das ist ja fast ein Katzensprung gegenüber welchen, die aus Spanien oder Schweden anreisen. Gesamtkosten mit Benzin, An- und Abreise, Übernachtung und Startgeld sind dann schon gut 4stellig (ca. 1150) zuzüglich Verschleiß am eigenen Fahrzeug. Wenn man mal die Reifen nach der Abkühlungsrunde direkt nach dem Abstellen des Fahrzeuges anfasst, wird man die Hand sehr schnell zurückziehen, so heiß sind die Gummis ;) Da kann man sich schon vorstellen, dass ein 4stelliger Betrag für "Extra-Verschleiß" anfallen könnte, sofern man noch reifenschonend unterwegs ist, sonst gilt der genannte Betrag alleine für die Reifen.


    An allen 3 Events ist mir ein hellblauer Lotus mit ca. 230 PS (?) aufgefallen. Auf den Geraden (auch kürzere Geraden) kam ich locker an dem vorbei, aber in den Kurven hatte ich keine Chance gegen den. Klar, da er immer dort war, wenn auch ich dort war, handelte es sich bei dem Typen um einen eingefleischten NOS-Fan und der kennt die Strecke aus dem FF, während mich die Strecke immer wieder überraschte, denn den genauen Streckenverlauf hat man auch nach 100 Runden einfach nicht im Kopf. Man sieht ja meistens nur den Anfang einer Kurve und selten, wie es weitergeht ;)


    Edit: Beim Link (1. Zeile des Beitrages) handelt es sich um ein Poster, welches hinter Kunstoffglas im Wohnzimmer hängt. Außenrum die Fahrzeugbilder von der Strecke begrenzt vom maßstabsgetreuen NOS-Steckenplan und wer innen ist, wird nicht verraten :)


    Noch ein Bild von der Strecke mit dem M3-Coupe (Juli 2015 mit einem Instruktor auf dem Beifahrersitz): bmw-treffkqsH.jpg


    und der Vollständigkeit halber noch "unterwegs mit der Rentnerkutsche":

  • Einen Aspekt vergaß ich noch zu erwähnen: Ein Trackday ist in jeden Fall zu bevorzugen, da es sich dann um ein geschlossenes Event handelt. Die Döttinger Höhe kann dann mit max 250 km/h durchgefahren werden.


    Da sind dann weder Motorradfahrer noch durchgeknallte Typen vor Ort, sondern in der Regel Leute, die mit ihrem Fahrzeug auch wieder nach Hause fahren möchten. Die Betonung liegt allerdings auf "möchten", denn in allen meinen Teilnahmen gab es zahlreiche Kaltverformungen.


    Rückwirkend betrachtet war das Event mit viel Regen auch nicht sooooo schlecht, denn dies brachte interessante Erkenntnisse einer regennassen Nordschleife. In Verbindung mit Öl auf der nassen Strecke (am Vortag fand ein Oldtimer-Rennen statt) gab es da einige sehr lebendige Momente und ein feinfühliges Poppometer konnte bei mir Schlimmeres verhindern.


    Natürlich empfiehlt es sich bei solchen Verhältnissen, sich etwas von der Ideallinie fernzuhalten und die Curbs nicht als Straßenverbreiterung einzukalkulieren ^^

  • Gerade noch einen Buchungslink aus meinem eMailfach gefunden. Ein voller Trackday am 6.8.20 wäre noch möglich (ich bin noch am Überlegen - ohne Dieter Weidenbrück und dem Schmickler-Team tu ich mich noch etwas schwer ...):


    Nordschleife 06.08.2020 – Trackdays.de, Trackday, Fahrertrainings, guided laps und mehr


    Ich übernachte da übrigens immer in der Pistenklause (Eltern von Jutta Schmitz). Urgemütlich mit lecker essen und vielen Bildern und Autogrammen der dortigen früheren Gäste (M. Schumacher, N. Lauda, J. Maas, Striezel Stuck etc.).

  • Was Frank über die Touristenfahrten schreibt, ist ja abtörnend. Dann lieber mal so einen Trackday mit machen.


    Die "Kaltverformungen" resultieren dann vermutlich darin, dass man im Rahmen eines Track Days keinen Vollkaskoschutz hat. Muss man also sehr vorsichtig fahren. Wobei ja für die Sicherheit gesorgt ist:

    Sicherheit: 2x RTW, 1x Notarztfahrzeug, 2x E-Unit, 2x Abschleppfahrzeug, 36 Marshalls



    Ich hätte Lust im August den Termin wahrzunehmen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Einmal editiert, zuletzt von Oliver ()

  • Ob man Schutz hat oder nicht, kommt auf die Versicherung an. Ich habe es je nach Fahrzeug drin.

  • Ob man Schutz hat oder nicht, kommt auf die Versicherung an. Ich habe es je nach Fahrzeug drin.


    Ich kann mal nachfragen. Eigentlich müsste ich ja bescheuert sein, das Event ohne Schutz wahrzunehmen.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Ja Oliver, Trackdays sind heute eindeutig Touristenfahrten vorzuziehen. Auch die Trennung von Autos & Motorrädern trägt dann zur Entspannung bei. Motorräder sind auf den Geraden, Autos in den Kurven schneller. Das passt nicht zusammen. Früher sagte man, dass geht zusammen, da die Nordschleife sehr lang ist. Mittlerweile ist sie jedoch meist propenvoll...


    Man muss bei Trackdays halt tiefer in die Tasche greifen. Man sollte an diesen Tagen aber nicht zu viel fahren. Es besteht die Gefahr, dass man zu viele Runden "herausholen" möchte, da man die Strecke ja teuer gemietet hat. Ich erinnere mich an einen DSK-Trackday, da schlief ein Motorradfahrer während der Fahrt auf der Döttinger Höhe ein (!). Er stürzte, verletzte sich glücklicherweise nicht schwer. Die Nordschleife fordert höchste Konzentration! Man sollte stets ausgeschlafen und entspannt sein. Und anfangs möglichst keine Zeit messen. Wenn man während einer Runde von jemandem blockiert wird, sollte man sich nicht über die "versaute Zeit" ärgern. Es geht dort nur um die sprichwörtliche goldene Ananas. Spaß haben und fertig! Saubere Linie fahren, flüssig ohne wilde Bremsorgien, der Speed kommt irgendwann von alleine.


    Apropos Bremsanlage. Straßen-PKW besitzen häufig keine ausreichende Bremsbelüftung. Wenn es bullig heiß ist, braucht manche Anlage bereits nach 2 Runden eine Abkühlung. Gerade Anfänger bremsen aufgrund mangelnder Streckenkenntnis viel zu viel. Achtet mal darauf, wenn ihr bei einem Instrukor mitfahrt, wie wenig der auf die Bremse steigt. Die Nordschleife ist absolut flüssig zu fahren. Daher macht sie, im Gegensatz z. B. zum kurzen Hockenheimring, auch mit Straßen-PKW so viel Spaß!


    Bezüglich Vollkaskoversicherung sollte man sich vorher erkundigen. Während der Touristenfahrten gilt die StVO auf der Nordschleife und damit ist die Vollkaskoversicherung in der Haftung. Touristenfahrten sind, im amtsdeutsch, keine Veranstaltungen zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten. Man darf dort auch nur links überholen! (War früher mal anders). Zur eindeutigen Verständigung kann man rechts blinken, wenn man jemanden vorbeilassen will. Es gibt zu den Fahrregeln mittlerweile ein Infoblatt in mehreren Sprachen.


    Bei Trackdays sollte man immer die Ausschreibung beachten. Dort steht meist auch etwas zum Versicherungsschutz drinnen.


    Blöd sind Kollisionen mit anderen Teilnehmern. Dann geht das Gezackere los, wie auch im normalen Straßenverkehr. So einen "Feindkontakt" hatte ich glücklicherweise nie.

    formerly known as Fastisfast2fast

    Einmal editiert, zuletzt von Frank ()

  • Kannst meistens zusätzlich was abschließen...Als es rein geführtes fahren war...hab ich drauf verzichtet zwei mal.

  • Bei meinen 3 Trackdays (2012, 2015 und 2016) hatte ich vollen Versicherungsschutz, da die Veranstaltung "nicht zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten" (also keine (fremde) Zeitmessung) ausgeschrieben ist. Genau diese Formulierung fand ich auch in den Versicherungsbedingungen.


    Überholen / überholt werden war bei meinen Trackdays rechts und links gestattet. Als zu überholendes Fahrzeug zeigt man dem überholenden Fahrzeug durch blinken an, welche Seite man frei gibt.


    140 bis 150 freigegebene Fahrzeuge sind nicht zu viele, da selten mehr als ein viertel der Teilnehmer gleichzeitig auf der Strecke sind (außer ab 9 Uhr, nachdem die Zeit für geführte Runden beendet ist und die letzte halbe Stunde.


    Dann verteilen sich also 35 bis 40 Fahrzeuge auf 21 km (man fährt nur die NOS ohne GP-Kurs).

  • Frank:

    Du bist da viel weiter als ich. Ich würde da als blutiger Anfänger starten..... ich bin zwar im allgemeinen Verkehr auch gerne zügig unterwegs aber ich bin weit davon entfernt, auf einer Rennstrecke ansatzweise richtig zu fahren.


    Das tiefer in die Tasche greifen wäre mir egal, wenn es sich lohnt. Touristenfahrten werde ich keine machen nach deinen Einlassungen (hätte ich sonst die nächsten Wochen mal gemacht).

    Viele Grüße
    Oliver

  • Wohlgemerkt, während Corona kann ich nix zur Auslastung der Touristenfahrten sagen. Vielleicht bleiben derzeit die Ausländer fern, welche zu normalen Zeiten in Heerscharen auffahren. Hier geht es zu den Webcams, dort kann man sehen was aktuell los ist:

    Webcams - Nürburgring


    Aktuell sieht es dort extrem sozialverträglich aus. Heute sind laut Web Touristenfahrten von 10 bis 19 Uhr.

    formerly known as Fastisfast2fast

  • Mich würde eher interessieren, wo man am Ring so krass ausgenommen wird. Mehr als die Runden zahlt man dort in der Regel nicht, die tanke am GP Kurs nutzt man nicht, da 1km weiter eine billige ist und die pistenklause hat eher unterdurchschnittliche Preise...