Arbeitszeitregelung Teilzeit/Feiertage

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  • Rein vertraglich gesehen hat er Recht. Andererseits gelten mündliche Absprachen auch, aber darauf muss man es nun hoffentlich nicht anlegen sondern es für die Zukunft klar regeln.


    Arbeitsrecht: Teilzeit und Feiertage - Wirtschaft - Tagesspiegel


    Der letzte Satz ist halt wieder arg schwammig. Wie will man so argumentieren? Das rot markierte ist genau das, was meine Frau kritisiert.

    > welcher ist mein nächster...? >

  • Was steht denn nun im Arbeitsvertrag? Ausschließlich 12h pro Woche? Dann muss sie bei einem Feiertag in der Woche halt 12 * 4/5 h arbeiten, wenn keine festen Tage im Arbeitsvertrag festgehalten sind. Mündliche Vereinbarungen werden in den meisten Arbeitsverträgen sowieso ausgeschlossen.

    Grüße Chris
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  • Was steht denn nun im Arbeitsvertrag? Ausschließlich 12h pro Woche? Dann muss sie bei einem Feiertag in der Woche halt 12 * 4/5 h arbeiten, wenn keine festen Tage im Arbeitsvertrag festgehalten sind. Mündliche Vereinbarungen werden in den meisten Arbeitsverträgen sowieso ausgeschlossen.

    Im Vertrag steht flexibel 12h.



    12 * 4/5 h -> da stehe ich jetzt auf dem Schlauch...

    > welcher ist mein nächster...? >

  • Chris meint, wenn Feiertag ist, muss sie anstatt 12h nur 9,6 h arbeiten. Egal, ob der Feiertag an „ihrem“ Tag ist oder nicht.
    ich seh das genauso.

  • 12 * 4/5 h -> da stehe ich jetzt auf dem Schlauch...

    Sie hat eine tägliche Arbeitszeit von 12h bei 5 Tagen. Wenn jetzt einer der 5 Tage ein Feiertag ist, dann muss sie nur 4 Tage arbeiten. Die Arbeitszeit ergibt sich dann aus 12 h / 5 Tage * 4 Tage = 9,6 h.

    Grüße Chris
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  • Mensch, es geht doch hier gar nicht um die absolute Anzahl an Stunden, sondern nur um die Wochentage, an denen sie geleistet werden sollen.

    Nämlich idealerweise an denen, wenn die Kinder eine Betreuung haben.


    Und wenn die im Vertrag eben nicht explizit drin stehen, hat man eine Vertragslücke ...

  • Nein, so wie ich verstanden habe, will der Chef dass die MA an einem Tag arbeitet, an dem sie keine Betreuung hat.


    jeder Feiertag den man zufällig erwischt, nachgearbeitet werden muss. Ist (nebenbei) auch wegen der Kinderbetreuung unrealistisch, was er weiß und was ja auch bisher kein Thema war.


    Oder???

  • Mhh, um das Problem zu bekommen, müssen es aber schon sehr starre Arbeitszeitregeln sein. Normal sagt man halt, arbeite ich die nächsten Wochen eine halbe Stunde länger und gleiche das wieder aus. In dem Fall würde das bedeuten, Feiertag daheim, die fehlenden 3,6h arbeite ich langsam wieder rein, oder ich hab eh Plus auf dem Konto und verrechne es.

  • Mhh, um das Problem zu bekommen, müssen es aber schon sehr starre Arbeitszeitregeln sein.

    Hast wohl noch nie mit Kinderbetreuung zu tun gehabt?

    Wenn du im Kindergarten halt nur an zwei Tagen eine Betreuung bekommen hast (was bei überfüllten Kinderbetreuungseinrichtungen mit ewig langen Wartelisten in Großstädten nichts besonderes ist), dann brauchst Du mit flexiblen Arbeitszeitmodellen aber gar nicht erst anfangen, erst recht nicht, wenn keine Großeltern o.Ä. in der Nähe wohnen ...

  • Ihr habt beide Recht, es geht sowohl um:


    - Sie kommt laut Chef nicht (zukünftig nicht mehr) in die Situation von Feiertagen zu profitieren wie jeder Arbeitnehmer


    als auch


    - Sie kann es nicht einfach an anderen Tagen nachholen (Kinderbetreuung, andere/genehmigte Tätigkeit)


    Das mit der Kinderbetreuung ist bei uns eher sekundär, wenn wir wollen finden wir schon Lösungen - aber es geht um die rechtliche Situation.

    > welcher ist mein nächster...? >

  • Wenn flexible Arbeitszeiten vereinbart sind, dann ist auch der Feiertag mit einem Fünftel der wöchentlichen Arbeitszeit anzusetzen. Und dass immer mal wieder andere Tage gearbeitet wurde als die genannten Tage, widerspricht auch der Möglichkeit, dass ein Gewohnheitsrecht entstanden sein könnte....


    Was soll der Arbeitgeber mit Mitarbeitern machen, die an anderen Tagen arbeiten und die dann für Feiertage entschädigt werden wollen? Das ist immer ein schwieriges Thema. Ich habe das so geregelt, dass jeder Feiertag einen entsprechenden Stundenwert in einer Woche hat, der gutgeschrieben wird und den bekommt auch jeder egal, wie oft er an welchen Tagen arbeitet.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Danke für euren Input. Wie folgt würde ich das zusammenfassen:


    Der Vertrag ist so nicht korrekt. Habe mir die Formulierung nochmal angeschaut. Mit flexibel steht da nix und der Vertrag widerspricht sich auch.


    "Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 12 Stunden wöchentlich. Die Arbeitszeit richtet sich nach Absprache"

    im § Urlaub steht: "Der Arbeitnehmer erhält 12 Tage Urlaub (bei 2-Tage Woche)"

    im § Nebenabreden steht: "Mündliche Nebenabreden bestehen nicht"


    Wie soll man Absprachen treffen wenn diese nicht bestehen dürfen :rolleyes:. Und (nur) im Urlaubspassus ist angedeutet, dass man sich auf zwei Tage geeinigt hat.


    Ich sehe zwei Optionen:


    1. Man gestaltet die Arbeitstage vertraglich flexibel, d.h. wenn sie doch mal Montags arbeitet, geht das aufs Gleitkonto und kann z.B. Dienstags wieder abgezogen werden. Bzgl. Feiertagen: Wie in euren Beispielen: 12/5*4 wären also 9,6h wenn ein Feiertag in der Woche ist. Das ist für beide zwar schön flexibel, aber eigentlich schwierig denn man muss ja statt 6 Stunden dann 9,6 Stunden leisten obwohl das Kind nicht betreut ist (oder sich das vom Konto abziehen lassen).


    2. Man schreibt in den Vertrag den Dienstag & Donnerstag rein. Dann wäre der Donnerstag ein bezahlter Feiertag der nicht (anteilig) nachgearbeitet werden muss. Mit der Kinderbetreuung hat man dann kein Problem. Dann können sich AG und AN aber querstellen, wenn man mal auf einen anderen Tag ausweichen will/muss. Die Absprache-Lösung sollte ja für beide gut sein und war ja ursprünglich auch seitens AG gut gemeint!

    > welcher ist mein nächster...? >

  • Zu 1:

    Naja, wenn das Stundenkonto per Stempelkarte minutengenau geführt wird (weiß nicht, ob das hier so ist),

    dann sammelt sich da übers Jahr normal genug an (jeden Tag 10 Minuten länger machen, reicht da wahrscheinlich schon,

    oder man geht, wenn's gerade passt, in einer Woche mal drei Tage rein), dann würde das mit dem Zeitausgleich doch klappen.

    Nicht vergessen, bei dem System müsste deine Frau aber auch 30 Tage Urlaub haben, nicht 12.

  • 1. Man gestaltet die Arbeitstage vertraglich flexibel, d.h. wenn sie doch mal Montags arbeitet, geht das aufs Gleitkonto und kann z.B. Dienstags wieder abgezogen werden. Bzgl. Feiertagen: Wie in euren Beispielen: 12/5*4 wären also 9,6h wenn ein Feiertag in der Woche ist. Das ist für beide zwar schön flexibel, aber eigentlich schwierig denn man muss ja statt 6 Stunden dann 9,6 Stunden leisten obwohl das Kind nicht betreut ist (oder sich das vom Konto abziehen lassen).


    Wieso?

    Du müsstest dann statt 12 nur 9,6 Stunden pro Woche Arbeiten.

    Vollzeit müsstest du dann ja auch 32 statt 40 Wochenstunden arbeiten.

    Ist anders dann ungerecht dem Chef gegenüber.

    Nur Rosinen rauspicken geht halt nicht.

    Sinnvollerweise packt man die Stunden auf ein Konto und arbeitet dann eben tageweise nach.


    Nicht vergessen, bei dem System müsste deine Frau aber auch 30 Tage Urlaub haben, nicht 12.

    Hä?

    Die 30 Tage Urlaub beziehen sich auf eine 5-Tages Woche und entsprechen 6 Wochen.

    Für diese 6 Wochen bei einer Teilzeitbeschäftigung mit üblicherweise 6h täglicher Arbeitszeit kommen anteilig dann eben 12 Tage raus.

  • Man hat dann systemtechnisch eine 5 Tage-Woche.

    Entweder hat man das System 2,4h Tag und entsprechende Verrechnung der Stunden, oder man hat 2-Tage-Woche.

    Das bezieht auch den Urlaub mit ein. Alles andere gibt schon wieder Diskussionsmöglichkeiten.

  • Irgendwie komme ich hier nicht mit. Als normaler 40h Arbeitnehmer muss ich doch auch nix rein/nacharbeiten nur weil ein Feiertag war. Bleiben wir beim Beispiel Feiertag = Donnerstag. Die 9,6 Stunden sind 3,5 Stunden mehr als sie an dem Dienstag normalerweise arbeitet (6h). So lange hat der Kindergarten gar nicht offen und theoretisch ist das Kind an anderen Tagen vielleicht gar nicht betreut. Der 40h Mensch hätte damit ja kein Problem. Der arbeitet 32 Stunden an 4 Tagen und muss nirgends länger machen.

    > welcher ist mein nächster...? >