E91 320d Turboschaden mit Motorschaden nach 127000km.. repariert.. weiterfahren?

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  • Guten Morgen,



    ich habe im Juni 2019 einen 320D E91 mit damals 114000km erworben, den 320d mit 163PS. Sehr gepflegter Wagen, durchschnittliche Ausstattung, BMW-Werkstattgepflegt (außer letzter Eintrag), aus zweiter Hand, Erstkäufer war wohl ein Werksangehöriger.

    Der Wagen fuhr absolut einwandfrei, jedoch verabschiedete sich leider der Turbolader nach 4 Monaten auf dem Weg zur Arbeit direkt beim Beginn einer AB-Baustelle ohne Möglichkeit, anzuhalten (kein Standstreifen, zweispurig, dichter Verkehr),

    sodass ich noch ca. 5 km weiter fahren musste bis zur Ausfahrt. Dort sofort Motor abgeschaltet.

    Ende vom Lied: Turbo kaputt und Motor gleich noch mitgenommen, keine Kompression auf 2 Zylindern und unkontrolliert einen Teil des Motoröls verbrannt. Da der Wagen so wie er da stand ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen wäre,

    habe ich 3500€ für ein Tauschaggregat (110000km gelaufen) und einen Turbolader in einer freien Werkstatt bezahlt, seitdem läuft er wieder 1a. Aber ich traue dem Wagen nicht mehr über den Weg.

    Beim Kauf hatte ich die Wahl zwischen dem M47 mit "sensiblem" Turbolader (ja, das kann ich bestätigen! :rolleyes:) und dem N47 mit Steuerkettenproblematik. Dachte mir, wenn ich den Turbolader immer gut behandle und ihn schön warm und kalt fahre,

    sollte das kein Problem sein. Nun, ich lag leider daneben..

    Der Wagen hat noch nicht viel runter (der Kilometerstand ist echt) und er liegt auch noch richtig schön "steif" auf der Straße, aber das mit dem Motor verdirbt mir die ganze Freude. Was würdet Ihr tun, weiter fahren oder verkaufen und durch einen anderen ersetzen?

  • Nachdem Du jetzt das Geld eh schon bezahlt hast und davon beim Verkauf nahezu nix mehr sehen wirst, würd ich einfach weiterfahren.

    Das Vertrauen kommt wieder wenn er jetzt zuverlässig läuft.

    Natürlich gibt es immer ein gewisses Restrisiko, dass der gebrauchte Motor und dessen Lader nicht ganz OK sind (wo stammen die her? Unfaller?), aber bei nem direkten Verkauf hast Du die 3500 eh in den Sand gesetzt weil für nen Wagen mit AT Motor dessen Laufleistung nahezu der des restlichen Fahrzeugs entspricht zahlt keiner auch nur nen Pfennig Aufpreis.


    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Nachdem Du jetzt das Geld eh schon bezahlt hast und davon beim Verkauf nahezu nix mehr sehen wirst, würd ich einfach weiterfahren.

    Sehe ich auch so!

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Ich danke Euch..


    Natürlich sind die Reparaturkosten weg bei einem Verkauf. Der Motor ist aus einem Unfaller mit Heckschaden und läuft problemlos.

    Und ja, natürlich habe ich Gewährleistung. Jedoch tritt da ja nach 6 Monaten die Beweislastumkehr ein. Und die 6 Monate sind jetzt genau um ;-)

  • Und wenn Du den abstößt und was anderes in der Preisklasse kaufst, dann geht das nahezu nur von Privat und da haste gar keine Garantie und wenn der Motor nicht hochgegangen wäre sondern in einigen Wochen hochgegangen wäre, hättest Du auch keine Gewährleistung gehabt.


    Wir können Dir nicht garantieren, dass die Kiste jetzt 10 Jahre problemlos hält, aber die Gefahr eines Schadens ist nicht größer sondern eher kleiner, wie wenn Du jetzt das Fahrzeug wechselst.


    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Was war die Ursache für den Turboschaden? Erhöhter Motordruck? Beim VW T5 sind zum Beispiel meistens die AGR-Ventile ursächlich.

  • @ georg


    Da hast Du wohl Recht.. zumal es auch nicht unbedingt vorteilhaft ist, ein Auto mit Tauschmotor zu verkaufen.

    Ich werde ihn wohl weiter fahren..


    @ CP

    Die Ursache kenne ich leider nicht. Die Turbos des M47 sind allgemein recht anfällig. Der Wagen fuhr völlig normal ohne ungewöhnliche Geräusche, auf einmal auf der AB am Beginn einer Baustelle (Tempo 100, 5. Gang)

    kam ein Heulen aus dem Motorraum, wenn man Gas gegeben hat in Verbindung mit massivem Leistungsverlust. Der Wagen fuhr nur noch maximal 80km/h, egal in welchem Gang.

    Dazu: keine Anzeige im Kombiinstrument, Motorkontrollleuchte o.ä. .. nichts.

  • Habe ein praktisch identischen e91 M47, der hatte bei 130.000 einen Turboschaden, zum Glück mußte ich nur Turbo etc. tauschen, war teuer genug.


    Da ich das Auto weiterfahren wollte und ja bei dem Modell der DPF Tausch bei ca 200.000 KM ansteht, je nach Fahrweise auch mehr habe ich mich da mal im e90 forum schlau gemacht.


    Es gab da die Lösung, den E90/91 auf die "DPF"-lose Variante umzubauen und auch die Software anzupassen.


    Der Wagen hat eh nur Euro 4 und daher fällt das bei einer AU nicht auf.


    Fazit, Auto hat jetz 330.000KM und noch den zweiten Turbo drin, zieht besser, braucht einen halben Liter weniger und bleibt bei mir.

  • Die Turbos des M47 sind allgemein recht anfällig.

    Nein, eigentlich nicht. Der Turbo im M47 ist sogar recht robust.

    Das Problem ist, dass er von anderen Bauteilen ruiniert wird. Hauptursache ist der Ölabscheider und der DPF. Wenn man den Ölabscheider regelmäßig tauscht hält der Turbo ewig bei Langstreckenbetrieb.

    KOA SIGNATUR!