Wie stärke ich das Immunsystem - auch und gerade in Zeiten von Corona - und wie gehe ich mit Vitamin D3 um?

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  • Hilft Vitamin-D gegen Corona? | BARMER


    Zitat

    80 bis 90 Prozent des Bedarfes an Vitamin-D wird in unserer Haut produziert, und zwar mithilfe der im Sonnenlicht enthaltenen UV-B-Strahlung. Damit der Körper genügend Vitamin-D produziert, reicht es aus, wenn ein Erwachsener in den Sommermonaten je nach Hauttyp zwischen fünf bis 25 Minuten am Tag Sonne tankt. Aufgrund des Speichereffektes reicht der Vitamin-D-Vorrat meist problemlos auch über die Wintermonate.


    und


    Zitat

    Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel im Blut und dem Verlauf einer Corona-Erkrankung konnte bisher allerdings nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Experten warnen gleichzeitig vor den Nebenwirkungen von zu viel Vitamin-D.

    [...]
    Eine mögliche Überversorgung kann für den Körper negative gesundheitliche Folgen haben, beispielsweise einen zu hohen Kalziumspiegel im Blut. Dieser kann Herzrhythmusstörungen oder die Bildung von Nierensteinen begünstigen. Bei einer hohen Überdosierung kann es sogar zu einer Vergiftung mit Vitamin-D kommen. Der Grund: Vitamin-D wird als fettlösliches Vitamin im Fett- und Muskelgewebe über einen langen Zeitraum gespeichert.

  • Merkwürdig nur, dass bei den meisten der Vitamin D3 Spiegel im Keller ist. Und das nicht nur im Winter...

  • Merkwürdig nur, dass bei den meisten der Vitamin D3 Spiegel im Keller ist. Und das nicht nur im Winter...


    Das liegt wohl daran:


    Zitat

    Gefährdet für einen Vitamin-D-Mangel sind Personen, die sich selten im Freien aufhalten beziehungsweise aufhalten können, etwa weil sie immobil sind, chronisch krank oder pflegebedürftig. Zu dieser Personengruppe zählen unter anderem sehr alte Menschen, insbesondere solche, die in Pflegeheimen wohnen. Ältere Menschen sind aber auch generell gefährdet, da die Eigenproduktion von Vitamin D mit zunehmendem Alter nachlässt:


    RKI - Gesundheit A-Z - Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D


    Unser Sohnemann war ziemlich Gelb nach dem Schlüpfen.

    Maßnahme: einige Tage im Wintergarten in die Sonne gelegt und das Thema war durch, ganz ohne Tabletten.

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalopod ()

  • Unser Sohnemann war ziemlich Gelb nach dem Schlüpfen.

    Maßnahme: einige Tage im Wintergarten in die Sonne gelegt und das Thema war durch, ganz ohne Tabletten.

    ROFL, vermutlich badest Du auch Sonne im Wintergarten. ^^

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • ROFL, vermutlich badest Du auch Sonne im Wintergarten. ^^

    Jepp, ist in der Tat an kühlen und sonnigen Wintertagen einer meiner Lieblingsplätze im Haus :top:


    Dort weisen die mir bekannten Labore 20-70 aus. Schau mal auf Deine Laborauswertung. Das ist entscheidend.

    Das ist komisch.

    Das RKI schreibt ab einem Wert von 50 ng/ml 25(OH)D:


    Zitat

    Mögliche Überversorgung, die für den Körper negative gesundheitliche Folgen haben kann, zum Beispiel Hyperkalzämien, die zu Herzrhythmusstörungen oder Nierensteinen führen können.

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalopod ()

  • Alles von vielen offiziellen Stellungnahmen schöngeredet, entspricht aber m. E. nicht der Realität, d. h. den Laborergebnissen, die ich zu sehen bekomme. Die meisten liegen unter 30 ng/ml, was als Untergrenze für eine gesunde Versorgung gilt.


    Da sind zum einen diejenigen, die den ganzen Tag im Büro hocken müssen und ungefiltertes Tageslicht nur am Wochenende sehen. Dann diejenigen mit hohen Cholesterinwerten die meist auch einen zu niedrigen Spiegel haben. Allerdings ist hier noch nicht völlig geklärt, ob die Henne oder das Ei zuerst da waren. Man weiß, dass Menschen mit hohen Cholesterinwerten meist einen zu niedrigen D3 Spiegel haben und dass man mit Zufuhr von D3 das Gesamtcholesterin senken kann. Ob umgekehrt hohes Cholesterin zu niedrigem D3 führt ist noch nicht ausreichend erforscht.


    Und da sind dann noch diverse andere Gründe wie beispielsweise Abweichungen in der Versorgung mit Selen, Magnesium etc., die die ausreichende Bildung von D3 behindern können.

  • Zitat

    Effekte nur bei Mangel

    Anders sah es bei jenen aus, deren Vitamin-D-Spiegel im Blut zu Beginn der Studie gefährlich niedrig war (unter 25 nmol/l beziehungsweise 10 ng/ml). Diese Personen dürften von Vitamin-D-Präparaten profitieren, denn in der Studie wurden sie seltener krank.

    Unterstützt Vitamin D das Immunsystem gegen Erkältungen, Grippe & Co? | Medizin Transparent

  • Merkwürdig nur, dass bei den meisten der Vitamin D3 Spiegel im Keller ist. Und das nicht nur im Winter...

    Sehr richtig Henry, hier ist mal ein Artikel der das Thema auch behandelt:


    „Wenn auch die meisten Menschen heute deutlich besser ernährt sind und sich mehr im Freien aufhalten als früher: Vitamin D3-Mangel ist weiter verbreitet als angenommen. Mehr als die Hälfte der Deutschen sind unterversorgt und dieser Vitamin D-Mangel nimmt sogar noch zu“.


    Vitamin D schützt vor Krebs und Demenz: Selbsttest zeigt Mangel an - Immunsystem - FOCUS Online

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • und sich mehr im Freien aufhalten als früher:

    Sonst richtig, aber da hat sich wohl jemand verschrieben. M. W. ist der Aufenthalt im Freien seit Beginn der Industriealisierung stetig zurück gegangen. Was ja eben mit zum D3 Mangel beiträgt.


    Interessant zu lesen: Der optimale Vitamin-D-Spiegel - was wir von Afrikas traditionell lebenden Völkern lernen können | AFRICA live

  • Sonst richtig, aber da hat sich wohl jemand verschrieben. M. W. ist der Aufenthalt im Freien seit Beginn der Industriealisierung stetig zurück gegangen. Was ja eben mit zum D3 Mangel beiträgt.

    Und wie lautet also ihr Therapievorschlag, Herr Doktor ;)

  • Jan Henning ist der Doktor hier.


    Ich kann allerdings aus meiner Psychotherapiepraxis heraus sagen, dass - wie bereits geschrieben - eine Vielzahl der Mitteleuropäer unter 30 ng/ml liegen. Das korreliert meist mit psychischen Problemen wie geringer Antrieb, Verlust der positiven Lebenseinstellung, Ängsten etc. pp.


    Je niedriger der Vitamin D3 Spiegel, desto ausgeprägter sind die Symptome.


    Das soll jetzt nicht heißen, dass bei ausreichender D3 Substitution wieder alles im grünen Bereich ist. Da gehören genauere Analysen dazu. Oft ist z. B. auch die Schilddrüse daran beteiligt. Also eine anspruchsvolle Aufgabe für den Doktor.


    Und für die sich dadurch manifestierten psychischen Probleme ist meist eine Psychotherapie indiziert.

  • Ich überlege ja schon seit Beginn des Threads was für Berufe man haben muss um nicht (zumindest in den Monaten Februar bis November) zumindest eine viertel bis halbe Stunde pro Tag Tageslicht abzukriegen? U-Boot-Fahrer? Leistungsträger der Wertschöpfungskette? Zwerg in den Minen des Erebor? Hannelore Kohl? :confused:


    Klar, dass man im Januar bei minus 20 Grad nicht unbedingt mit dem T-Shirt rum rennt, ok. Aber irgendwie scheint mir das nicht der Weisheit letzter Schluss sich praktisch dauerhaft Rationen einzuwerfen zum Ausgleich dass das in vermutlich den meisten Fällen schlichtweg mit einfachem Tageslicht zu lösen wäre. :idee:

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Henry


    Ich meinte damit, dass die bessere Therapie bestimmt eher das Tanken von Sonnenlicht ist, als das Schlucken von Nahrungsergänzungsmitteln

    :zf:


    PS:

    Verwechsle bei der Analyse deiner Patienten nicht Ursache und Wirkung.

    Wer unter Ängsten und Antriebslosigkeit leidet, geht bestimmt auch seltener raus.


    Je niedriger der Vitamin D3 Spiegel, desto ausgeprägter sind die Symptome.


    Dreh den Satz mal um ;)

  • Natürlich, der eine ist ein Weißbrot und der andere geht zweimal am gekippten Fenster vorbei uns sieht aus wie nach 3 Wochen Strandurlaub (mein Dad z.B. :crazy: ). Der eine nimmt´s schneller auf, der andere langsamer. Das ist schon klar.


    Trotzdem gibt mir das zu denken. Man möge mich korrigieren, aber Cholecalciferol ist der einzige (?) essentielle Stoff den der Körper nicht irgendwie durch die Nahrung aufnimmt sondern schlichtweg durch einfaches im Tageslicht sein. Dass man andere Vitamine, Spurenelemente und Brauchichauchsnochs durch falsche Ernährung vernachlässigen kann, das ist ja verständlich auch wenn man es nicht unbedingt verstehen muss heutzutage. Nicht jeder will sich umfangreichst quer durch die Bio-Markthalle fräsen damit er auch ja jedes Fitzelchen von A bis Zn in der richtigen Menge zu sich nimmt. Die heutige schnelle Ernährungsweise lässt grüßen. Aber sowas wie Vitamin D was man quasi mehr oder weniger OHNE irgendwas spezielles zu tun oder zu futtern nachgeworfen kriegt, das mag mir nicht ganz einleuchten. Klar, white potatoe, Bergmann und so, aber sowas wie ein Vitamin-D-Mangel hat doch vermutlich einfach schlichtweg "substanzielle" Ursachen sofern keine Krankheit im speziellen vorliegt und ob da Bomben reinschaufeln dann die Dauerlösung ist? Für mich Laie klingt das wie ein ölfsaufender Motor wo man einen Liter nach dem anderen reinkuppt anstatt mal zu kucken, warum man das tun muss. :idee:

    Trigger-Warnung: Posting kann Spuren von Sarkasmus enthalten!

  • Es gibt ausreichend Literatur zu dem Thema. Und wie hier bereits mehrfach geschrieben wurde, sind die hiesigen Konzentrationen zu niedrig. Lass mal von Deinem Arzt Deinen Spiegel bestimmen, dann reden wir weiter.


    Ich möchte fast wetten, dass er zu niedrig ist. Dazu erhöhten Bedarf auf Grund Alter, Beruf, Gewicht. War bei mir genauso, ich war bei 7 ng/ml.

    Das Schweigen wäre ein Eingeständnis, die Rechtfertigung eine Antwort auf den Verdacht. So verfahren alle Diktaturen mit ihren Gegnern.


    Jörg Baberowski

  • Ich meinte damit, dass die bessere Therapie bestimmt eher das Tanken von Sonnenlicht ist, als das Schlucken von Nahrungsergänzungsmitteln

    :zf:

    Ich habe mit keinem Wort gesagt, "schmeißt Vitamin D3 ein". Wer es schafft, einen gesunden Spiegel durch Sonnenlicht zu bekommen ist damit allemal besser dran als mit einer Substitution.


    Verwechsle bei der Analyse deiner Patienten nicht Ursache und Wirkung.

    Wer unter Ängsten und Antriebslosigkeit leidet, geht bestimmt auch seltener raus.

    Die berühmte Henne / Ei Frage. Meist nicht aufzuklären.

  • Die berühmte Henne / Ei Frage. Meist nicht aufzuklären.

    Durch eine gute Anamnese ist sowas schon in ersten Gespräch zu klären.


    Es gibt bestimmt Krankheitsbilder, bei denen der Körper nicht ausreichend Vitamin D synthetisieren kann, keine Frage.

    Kein gesunder Mensch in Deutschland benötigt aber solche Zugaben bei ausreichendem Aufenthalt unter freiem Himmel.


    Die Literatur bzw. Studien über einen angebliche Mangelversorgung in der Bevölkerung, verfolgen üblicherweise eigene wirtschaftliche Interessen.

  • Durch eine gute Anamnese ist sowas schon in ersten Gespräch zu klären.

    Du kannst nur soviel eruieren, wie der Patient erinnert oder bereit ist mitzuteilen.


    Anamnese zieht sich daher in Teilen manchmal über mehrere Sitzungen und dennoch bleiben manche Fragen ungeklärt.




    Lass mal von Deinem Arzt Deinen Spiegel bestimmen, dann reden wir weiter.

    Das ist jedem zu empfehlen.