Aktuell Hausbau starten?

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  • Dannn ist halt noch das Thema wie sich die Baupreise entwickeln. Vielleicht wird’s ja wieder mal günstiger. Allerdings, selbst wenn, dann würde es wohl noch dauern, weil es in der Baubranche verzögert ankommt und momentan haben die nich Aufträge ohne Ende...


    Die reinen Erstellungskosten (um die geht es ja hier) sind üblicherweise nicht so Spekulationsgetrieben, wie die Grundstückspreise.


    Da gibt es logischerweise einen marktwirtschaftlichen Wettbewerb.


    Also Fazit: Abwarten und Tee trinken :)

  • Wegen Zinsen mache ich mir keine Gedanken. Könnte evtl. auch noch günstiger werden :) Bekomme 0,7% mit 10 J. Zinsbindung, dann möchte ich das Ganze möglichst eh erledigt haben.


    Es ging eher darum, dass ich die ganzen Baupreissteigerungen miterlebt habe, die sich in den allerletzten Jahren noch mehr beschleunigt haben und nun sieht man die Rezession kommen, muss aber am Baupreishöhepunkt einsteigen.


    Also zusammen gefasst was mir Kopfschmerzen bereitet:

    1. Siehe oben, wirtschaftlich gesehen evtl. zum ungünstigen Zeitpunkt einsteigen.

    2. Wegen der Vergabeformalitäten jetzt gestresst kurzfristigst eine Finanzierung unterschreiben.

    3. Möglicherweise geht mein Plan nicht auf die Schulden flott in einem Jahrzehnt loszuwerden, um auch für andere Dinge frei zu sein.


    Meine Alternative wäre, zumindest 1-2 Monate abzuwarten, um zu sehen wie sich alles entwickelt. Dann darauf setzen, dass ich die Finanzierung aufgrund der soliden Basis auch unter den gegebenen Umständen durchbekomme. Bin übrigens im internationalen technischen Vertrieb, weil u.a. das beim Thema

    Banken angesprochen wurde.

  • Bekomme 0,7% mit 10 J. Zinsbindung, dann möchte ich das Ganze möglichst eh erledigt haben.


    10 Jahre !?

    Das hört sich nach viel Eigenkapital oder gutem Verdienst an.


    Mal geschätzt:

    Hauskosten 300 k€ - 20% EK = 240 k€ Kreditsumme

    Macht bei 0,7% immerhin 2100 € monatliche Tilgung.


    Respekt :top:

  • Will damit nicht falsch rüberkommen. Bin kein Großverdiener, aber passt ganz gut. Brauche keinen Luxus, möchte einfach nur unbeschwert leben können.

    Bin halt auch keine 20 mehr, daher schon solide EK-Basis vorhanden und ebenfalls daher sollen die Schulden baldmöglchst weg. Am liebsten würde ich mir nie etwas kaufen, was ich mir nicht gleich leisten kann. So war meine Lebenseinstellung bisher. Aber beim Haus geht das leider nicht :)


    Ansonsten ist Deine Rechnung nicht so verkehrt. Nur dass ich eher etwa die Hälfte monatlich tilgen möchte und den Rest über Sondertilgungen - um eben flexibel zu bleiben. Wegen kfw Anteil geht das mit den darin nicht möglichen Sondertilgungen nicht ganz auf und sonst gehen ja nur jährlich 5%, aber eine kleine Restschuld sollte dann das geringste Übel sein.


    Jetzt habe ich einiges preisgegeben, damit die Lage verständlicher ist. Wie sind Eure Meinungen, trotzdem noch abwarten mit dem Risiko, dass ich dann evtl. aufgrund Vergabeformalitäten eine Zeit lang keine Finanzierung bekomme oder lieber jetzt sofort loslegen?

  • Gibt es denn noch Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen die in absehbarer Zeit fällig werden, oder kann man auch noch auf eine Erbschaft in der Zukunft hoffen 🤔

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Ich tät rechnen ob sich KfW wirklich lohnt oder ob man nicht besser "ein Paket" macht und gut. Die haben vierteljährliche Raten nur was ich recht nervig fand. Dazu kommen natürlich die Sondertilgungen bei der Bank und 5% von 200k sind halt doppelt soviel wie von 100k weil die anderen 100k bei der KfW sind. ;) Zahlen beispielhaft.

  • Dreh- und Angelpunkt des ganzen ist und bleibt der Job.

    Was ist der Worst Case?

    Wie wahrscheinlich ist denn, dass der Job nichts ist?

    Wie wahrscheinlich ist in deiner Branche / mit deiner Qualifikation in der näheren Umgebung (jetzt oder später) was gleichwertiges zu finden?

    Oder müsstest Du dann sowieso über einen Ortswechsel nachdenken?

  • Otti: Mit Versicherungen habe ich es nicht so, habe da nur recht wenig und nichts was in Kürze fällig wird.


    Stefan: Ja, das stimmt. Allerdings hätte wir eh schon recht viel drin was auch kfw55 erfordert, so dass wir nicht viel drauflegen müssten, aber dafür die hier interessanten 18k€ einstreichen könnten.


    Cephalopod: Tja, das weiß man halt nie 100%. Aber die Firma ist schon ein größeres in der Branche (in der ich bisher auch war) renommiertes Familien-Unternehmen in 4. Generation. Da ich einiges reise, arbeite ich vom Homeoffice aus, bin damit also relativ flexibel. Im Fall der Fälle wäre ich auch im Hinblick auf Privatleben & Familie auch gewillt etwas schlechter bezahltes zu machen und damit die Möglichkeiten vor Ort auszuweiten.


    Heute habe ich übrigens vom Finanzberater die Info bekommen, dass die Bauzinsen in Kürze angeblich um ca. 0,1-0,2% steigen sollen. Habe dazu auch im Internet schon etwas gefunden. Siehe z.B. hier: ▷ Erst runter, dann rauf: Corona lässt Bauzinsen nun ansteigen | Presseportal

  • Heute habe ich übrigens vom Finanzberater die Info bekommen, dass die Bauzinsen in Kürze angeblich um ca. 0,1-0,2% steigen sollen.

    Solche Infos sind bei Finanzberatern normal.


    Ich stecke ja jetzt auch mitten im Umbau:

    - Jetzt einen Hausbau zu starten, der 2020 noch fertig werden soll? Vergiss es, außer du bekommst einen arbeitslosen GU. Wobei dann die Frage ist, warum der arbeitslos ist.

    - Wir mussten das Dach komplett vergessen, "ehrliche" und gute Handwerker sagten kommt in 1.5 Jahren und die anderen machten nen 30%+ Aufschlag.

    - Wir haben Angebote, da kostet die Hilfskraft am Bau in der Stunde mehr als der Schreiner Meister, der die Küche baut.

    - Die Gala Bauer verlangen durch die Bank für ne Stunde Pflastern mehr als der Fliesenleger...dazu noch Bagger, Fahrzeug, etc...teilweise kommt dann mindestens 1.5 bis 2 fach raus.


    Wir haben aktuell alles was nicht sofort sein muss verschoben.

    KOA SIGNATUR!

    Einmal editiert, zuletzt von basti313 ()

  • Hallo zusammen,


    müsste bis heute zusagen wegen Finanzierung. Ich tendiere wohl eher zu nein und ein Paar Monate abwarten, wie ihr auch meintet.


    Allein schon weil ich einfach zu viel Druck verspüre und mich nicht richtig wohl fühle bei dem Thema aktuell. Merke schon dass es etwas auf die Substanz geht, ständig darüber nachdenken, teilweise schlecht schlafen...


    Außerdem ist in wenigen Tagen Nachwuchs angesagt, es kann nichts wichtiger sein als das!


    Natürlich werden wir baldmöglichst mehr Wohnraum brauchen. Daher bleibt Bauen weiterhin aktuell, nur wahrscheinlich etwas später. Können dann auch noch etwas am Grundriss feilen.

  • Zitat

    Allein schon weil ich einfach zu viel Druck verspüre und mich nicht richtig wohl fühle bei dem Thema aktuell. Merke schon dass es etwas


    Alleine das ist schon Grund genug, so etwas sollte man in Ruhe angehen und die Handwerker würden Dich schon ohne Corona an den Rand des Wahnsinns treiben ;)

  • @TO

    Ich vermute mal, dass ein Einzug in diesem Jahr sowieso kaum noch zu schaffen ist. Es sei denn Ihr plant ein Fertighaus. Sonst ist das illusorisch. Damit fällt das Argument m.E. flach.


    Auf der anderen Seite würde ich mal vermuten, dass es auch die Immo-Preise im Zuge der Krise kräftig erwischt und in der Folge auch die Bauwirtschaft.

    Was dann heißt: Du kannst auch einen Neubau preiswerter hinstellen. Das dürfte den Wegfall des Baukindergeldes ziemlich sicher mehr als kompensieren.

    Und dass die Zinsen in den nächsten 2 Jahren steigen: Never ever.


    Mein Rat wäre es noch einige Monate oder ein Jahr zu warten bevor man mit dem Bau beginnt.

  • Die stressigen Zeiten in meinem Leben waren aus rückblickender Sicht der Hausbau - und als meine Tochter noch ein Baby war.

    Und bei mir waren diese Ereignisse durch 2 Jahre getrennt.


    Das beides zusammen und dann noch in den durch Corona geprägten, völlig unsicheren Zeiten würde ich persönlich mir unter keinen Umständen antun!


    In diesem Sinne beglückwünsche ich Dir zur Entscheidung, den Bau zu verschieben - und Dich voll und ganz auf die Geburt Deines Kindes zu konzentrieren! :top:

    Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht!
    (Theodor Körner)


    Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben!

    (Otto von Bismarck)

  • Zumal ggf. dann MIT Kind an günstige Darlehen kommst, teils zu 0% die als kinderloses Paar das vorher baut nicht kriegst. Auch wenn das oft keine Riesenbeträge und natürlich nur zum Teil zur Finanzierung beitragen können, läppert sich das durchaus zusammen. Kommt aber AFAIK auch aufs Bundesland an.

  • Danke euch :)


    Kinderlos sind wir auch bisher nicht. Das wird unser Nachwuchs Nr. 2 ;) Deswegen wird es eben auch recht eng vom Wohnraum her.


    Fühle mich einerseits etwas schlecht, weil wir wieder nicht weiter kommen und meine Familie auf diesem engen Raum leben muss. Glücklicherweise sind wir in 1 von 2 Wohnungen einer Doppelhaushälfte und 800qm Grund, also Freiraum draußen.


    Aber irgendwie überwiegt die andere Seite, dass es mir unter den aktuellen Umständen alles zu viel wird wie ihr es auch schreibt. Auch die möglichen Bauverzögerungen sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn es in einem halben Jahr evtl auch etwas günstiger wäre, wobei ich nicht zu optimistisch sein will, dann wäre es natürlich schön.


    Sind übrigens in Bayern. Daher was uns durch die Lappen gehen könnte, wäre das zusätzliche bayerische Baukindergeld und die Eigenheimzulage. Außer diese werden verlängert aufgrund der Corona Verzögerungen u.ä.
    Beim Standard Baukindergeld sehe ich kein Problem, Baugenehmigung noch bis Ende 2020 und danach noch 2 Jahre Zeit zu bauen.


    Am liebsten wäre es mir, in meinen Träumen, wenn ein gutes Angebot für ein bestehendes Haus aufkommen würde. Da einfach einziehen und Grundstück verkaufen und wir könnten uns auf andere Dinge im Leben konzentrieren...

  • Eine andere Option wäre, jetzt das Grundstück noch gut zu verkaufen und auf fallende Immobilienpreise zu hoffen, um später in halbwegs absehbarer Zeit ein bestehendes Haus zu kaufen.


    Aber da wäre schon einiges Wunschdenken dabei :)

  • Eine andere Option wäre, jetzt das Grundstück noch gut zu verkaufen und auf fallende Immobilienpreise zu hoffen, um später in halbwegs absehbarer Zeit ein bestehendes Haus zu kaufen.


    Aber da wäre schon einiges Wunschdenken dabei :)

    Darauf würde ich nicht wetten. Grund ist so ziemlich das Einzige, was nicht beliebig vermehrt werden kann. Hat .. hat...


    Außerdem: Ein gutes und bezahlbares Grundstück in passender Lage in der Nähe einer Großstadt zu finden ist ja heute fast schon wie ein 6er im Lotto.