Wer freut sich schon auf das neue Verkehrsschild?

  • Da gebe ich dir ja auch Recht, es gibt keine offizielle Zählungen dazu.

    Es ist allerdings MEIN PERSÖNLICHER Eindruck, dass die Radfahrer die vorhandenen Regeln öfter als Autofahrer frei interpretieren.

    Aber gut, schön wäre es natürlich wenn sich BEIDE Seiten besser an bestehende Regeln halten würden, das stimmt!

  • Aber gut, schön wäre es natürlich wenn sich BEIDE Seiten besser an bestehende Regeln halten würden, das stimmt!

    So ist es.


    Hier wieder mal was aktuelles aus Hamburg:

    Herr FaHHrad auf Twitter: "Und auch im neuen Jahr täglich das gleiche Spiel am #Steindamm. @PolizeiHamburg schaut tatenlos zu. #runtervomradweg #mdRzA #hamburg #fahrradstadt… https://t.co/SMFb9gNMos"

  • Interessanter Weise sind die typischen Verstöße ganz unterschiedlich, je nachdem, ob die Leute mit dem Rad oder mit dem Auto unterwegs sind. Eigentlich sollte die StVO ja für alle gIeich gelten...


    Bei Autos kann man eigentlich die Übertretung so gut wie aller Regeln überall beobachten, nur Ampeln werden eigentlich ausnahmslos beachtet, wenn man jetzt mal vom Durchflutschen bei dunkelorange absieht. Der Verstoß gegen dauerndes Rotlicht ist dagegen geradezu die Spezialität von Radfahrern. Und, wenn man ein Rennrad hat, natürlich das Fahren auf der Straße trotz megaschönem Radweg nebenan.

  • Und, wenn man ein Rennrad hat, natürlich das Fahren auf der Straße trotz megaschönem Radweg nebenan.


    Ich bin mal einem Radfahrer hinten drauf gefahren, der auch den Radweg nicht genutzt hat mit seinem Rennrad. Da hieß es dann aber später, dass er dazu auch nicht verpflichtet war.

    Viele Grüße
    Oliver
    (formerly known as Powerboat3000)

  • Da gebe ich dir ja auch Recht, es gibt keine offizielle Zählungen dazu.

    Es ist allerdings MEIN PERSÖNLICHER Eindruck, dass die Radfahrer die vorhandenen Regeln öfter als Autofahrer frei interpretieren.

    Aber gut, schön wäre es natürlich wenn sich BEIDE Seiten besser an bestehende Regeln halten würden, das stimmt!

    Ich denke, es sind bei Radlern oft eher "offensichtliche" Verstöße wie rote Ampeln zum Beispiel. Bei PKW-Lenkern dürfte man jetzt nicht die Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit mitzahlen. ;)


    Wobei ich zugeben muss, dass ich gelegentlich auch deutlich versucht bin einfach drüber zu fahren mit dem Rad weil die Schaltungen teilweise sowas von entgegen bzw. radunfreundlich sind. Im Regen bin ich heute an 6 möglichen Ampeln auf 800 Metern genau 6 mal gestanden. Ja hmm.. super. Da kommt Freude auf in der UMWELTSTADT Augsburg. Dazu kommen dann noch beknackte Schaltungen dass an einigen Ampeln die Autofahrer ca. 3 Sekunden vorher grün kriegen und einige Sekunden länger grün haben. Ok, letzteres macht durchaus Sinn um Rechtsabbieger nicht vollständig auszubremsen, völlig verständlich und ok. Aber welchen Sinn hat 3 Sekunden später beim Losfahren? Das man als Radler ja erwischt wird beim Geradeausfahren oder man nur mit einem Antritt wie Eddy Merckx die nächste Ampel schafft?


    Interessanter Weise sind die typischen Verstöße ganz unterschiedlich, je nachdem, ob die Leute mit dem Rad oder mit dem Auto unterwegs sind. Eigentlich sollte die StVO ja für alle gIeich gelten...


    Bei Autos kann man eigentlich die Übertretung so gut wie aller Regeln überall beobachten, nur Ampeln werden eigentlich ausnahmslos beachtet, wenn man jetzt mal vom Durchflutschen bei dunkelorange absieht. Der Verstoß gegen dauerndes Rotlicht ist dagegen geradezu die Spezialität von Radfahrern. Und, wenn man ein Rennrad hat, natürlich das Fahren auf der Straße trotz megaschönem Radweg nebenan.

    Dunkelorange ist Rot. Nur so als Hinweis. ;)

    Ich habe heute am Heimweg mindestens 2 einfache Rotlichverstöße beobachtet und einen qualifizierten während ich warten musste. Ok, der Rambo auf seinem E-Mountainbike hat immerhin gewartet an der roten Ampel, aber soweit ich ihn sehen konnte hat er alles getan um den Ruf der Radler nicht gerade zu verbessern. :gpaul:

    Und, wenn man ein Rennrad hat, natürlich das Fahren auf der Straße trotz megaschönem Radweg nebenan.


    Ich bin mal einem Radfahrer hinten drauf gefahren, der auch den Radweg nicht genutzt hat mit seinem Rennrad. Da hieß es dann aber später, dass er dazu auch nicht verpflichtet war.

    Radwegebenutzungspflicht - Fahrrad-Verkehrsregeln 2020


    Relativ schwer zu verstehen wann und wann nicht. Wenn ein Schild da ist, dann muss man wohl. Ich benutze wenn vorhanden natürlich die Radwege, wenngleich es einem der bauliche Zustand manchmal nicht ganz einfach macht. Ich hab ein Stück um die 1,5km super Radweg, also ansich super Radweg, wenn da nicht Wurzeln der Bäume nette fette Falten in den Weg legen würden. Schneller wie 20 geht da zumindest mit meinem normalen Tourenrad nicht wenn es einem nicht die Plomben raushauen soll. Leider gibt's genau da praktisch keine Alternativen die lohnen und die Straße ist ein innerstädtischer 60 km/h-Zubringer auf dem man um die Zeit mit 80 noch im Weg rumsteht. Kommt natürlich garnicht in Frage und wäre auch nicht anratenswert, egal wie schnell man treten kann.


    Es gibt genau eine Ausnahme wo ich je nach Verkehr für ein kurzes morgendliches Stück den Radweg absichtlich nicht nutze und das ist wieder so eine Ausbremserampel wo man auf den Autospuren noch ewig grün hat, aber auf dem kurz abseits der Straße geführten Radweg mit ganz viel Schwung weil endlich mal bergab dann eine Vollbremsung hinlegen darf. Ich schätze das als semilegal ein und würde das auch nur um die Zeit machen morgens, tagsüber wäre da viel zu viel los. Um meine Zeit geht´s, da kommt auch manchmal gar kein Auto und auf dem 200m-Stück kriegt man immer mit bisschen Dampf fast 40 drauf. Ich will da ja keinem im Weg rumgehen bei so einer Aktion. Wenn zuviele Autos an der Ampel stehen wo man anfährt für das Stück lass ich das auch bleiben. Das isses dann auch nicht wert.


    Dieses Jahr immerhin schon 222 Kilometer. Das wär ne Schnapszahl... *GinTonichol* Ok, die Spinner :p aus dem Rad-Thread fahren das in einer Woche. Aber das ist immerhin mehr als mein Dad und mein Bruder zusammen in den letzten 5 Jahren gefahren sind. :hehe:

    TUFKAF - The User formerly known as Feuerwehr520i

    2 Mal editiert, zuletzt von Stefan ()

  • Ups ein "Radfreundlicher" Beitrag in der FAZ:

    Zitat

    Momentan ist es ja immer noch so, dass rüde zusammengehupt und beschimpft wird, wer als Radfahrer sich das Recht herausnimmt, auf der Straße eben nicht äußerst rechts, wie Autofahrer wünschen, sondern „möglichst weit rechts“ (StVO) zu fahren, was wiederum heißt: so weit mittig zu fahren, dass man weder von rechts (durch aufschlagende Autotüren) noch von links (durch körpernah Überholende) getötet werden kann, einfach weil man zu beiden Gefahrenquellen eine Art Äquidistanz einnimmt. Als gerichtlich gedeckte Faustregel sind dies vom Lenkerende her gemessen anderthalb Meter zum Fahrbandrand und eben die gedachten anderthalb Meter zum überholenden Auto, womit man vielfach schon ungefähr die Mitte des Fahrstreifens erreicht hätte.

    Neue Fahrradregeln der Straßenverkehrs-Novelle

  • 1,5m zum Fahrbahnrand ist aber schon ein guter Abstand, zumal vom Lenkerende aus gemessen. Ich denke, das führt eher dazu, dass man wieder knapper überholt wird. Und daß evtl. der Blechdosenfahrer hinterher eine Owi kriegt wenn ich drauf warte dass meine Knochen wieder zusammenwachsen, davon hab ich recht wenig. Ich kasper ja seit 3 Monaten jetzt mit dem linken Zeh rum und hab da wenig von dem Bußgeld dass der Unfallverursacher demnächst aufgebrummt kriegen wird. Das mag zwar Genugtuung für den Strafanspruch des Staates sein, aber davon fällt der alte Nagel auch nicht schneller ab und macht Platz für den neuen der schon nachdrückt.

    TUFKAF - The User formerly known as Feuerwehr520i

  • Wie oft ist Dir das passiert? Mal ernsthaft, ich weiß nicht wie Du fährst, aber ich rechne (oder versuche es zumindest) jederzeit mit der Dummheit anderer. Das heißt, ich bolze nicht mit 30 spiegelschleifend an geparkten Autos entlang und versuche halbwegs vorausschauend zu fahren. Als Fahrradfahrer bin ich der potentiell gefährdetere im Straßenverkehr und so verhalte ich mich auch, weil siehe unten..


    Die Gefahr dass mir einer seine Coupe-Tür so direkt vor der Nase aufmacht dass ich keine Chance mehr zum Ausweichen habe, schätze ich als deutlich geringer als die Gefahr die ich dauerhaft habe wenn ich 1,5m mit dem Lenkerende entfernt vom Randstein bzw. den geparkten Autos fahre, da befände man sich in der Regel außerhalb des Radweges sofern vorhanden bzw. so, dass man mit dem anderen Lenkerende dann im fließenden Verkehr ist. Weil nochmal: Es bringt mir recht wenig wenn auf meinem Grabstein steht "Er hatte Recht" und von der Strafe für den LKW-Fahrer der eben doch noch meinte, er muss jetzt da aber wirklich vorbei hab ich auch recht wenig.

    TUFKAF - The User formerly known as Feuerwehr520i

  • Wie oft ist Dir das passiert?

    Bisher nur einmal ganz knapp. Da war aber kein Überholer im Spiel und ich konnte ausweichen.

    Edit: Bis dahin ging es mir übrigens so wie dir. Ich bin knapp vorbei gerollt und war mir der Lebensgefahr nicht bewusst. Wenn du dann des erst mal den Türrahmen vor dir siehst und dir dann auch klar wird das da kein Helm hilft, denkste halt anders darüber. Ich hatte das Glück, das die Frau auf mein Schreien reagiert hat und ausreichend Abstand zum Ausweichen war. Zwischen Tür und Lenker waren kein 5cm.


    Von meinen 15km Arbeitsweg sind aber nur 1km mit Dorring-Gefahr.

    Hier gibt aber schon mind. zwei Tote durch Dooring. Der eine ist direkt durch den Einschlag des Gesichtes im Türrahmen gestorben, der andere wurde durch die geöffnete Tür unters Auto gestoßen.


    Um so weiter rechts du fährst, um so eher überholen die dich knapp in der eigenen Spur. Ohne das du noch wirklich Platz zum Ausweichen hast. Wenn du dann ausweichst, um wieder bissel Platz zu schaffen, reichen eine leicht offene Tür. Entweder du weichst wieder in die andere Richtung aus (wo das Auto fährt) oder du bleibst hängen. Den Rest erledigt dann der knapp Überholende.

    Nein ich hab keinen Bock so zu sterben. Da können die x-mal hinter mir kotzen.

    Strafe für derartiges Töten... paar Tagessätze. Also für den Autofahrer kein wirklicher Grund Rücksicht zu nehmen.


    Hier so ein typisches beispiel. Radler fährt wieder rechts um Platz zu machen. Was passiert wäre wenn der Überholende schneller und paar Meter weiter gewesen wäre?