Wer freut sich schon auf das neue Verkehrsschild?

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  • Na Jungs, schon von dem neuen Schild hier gehört:



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    In MUC hat der Bezirksausschuss Solln schon angekündigt, die Herterichstr. (Kilometerlange schmale Straße von der A95 nach Osten und ohne Radweg) damit auszustatten.

    Dan bricht da der Verkehr endgültig zusammen weil da fahren viele gaaanz gemütlich mitm Radl - allerdings derzeit meist aufm Gehweg - die dann sicher auf der Straße fahren weil "man kann mir ja nix mehr ich bin stärker als Subbermähn"


    Ja, ich versuche Rücksicht auf Radler zu nehmen wenn sie mich lassen - aber davor graut mir in München mit ihrem halbgrünen Verhalten.


    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • In Mainz wird jetzt großzügigst Tempo 30 in der Innenstadt eingeführt und von den Autofahrspuren werden ebenfalls großzügig Teile für den Fahrradverkehr abgetrennt. Gut, mich wird es nicht mehr betreffen. In fünf bis 10 Jahren sind die Innenstädte alle autofrei. Nur noch "Party uff de Gass!"

  • Das Bezeichnende ist nicht der Umstand dass solche Schilder aufgestellt werden, sondern dass man so ein Schild offensichtlich überhaupt benötigt. DAS ist das eigentliche Problem. :rolleyes:


    Es gibt kein Recht auf Überholen. Wenn es nicht geht weil es zu eng ist, dann überholt man nicht sondern wartet bis es die Verkehrslage wieder erlaubt und wenn man dafür hinter einen Radler herjuckelt, dann ist das ärgerlich, aber ist halt so. Also bedankt Euch nicht bei den "Halbgrünen" oder "Party uff de Gass"-Leuten sondern bei denen, wegen denen eigentliche Selbstverständlichkeiten nochmal extra und exakt geregelt werden müssen. Auch erkennbar an der neuen Regelung 1,5m-Abstand innerorts und 2m-Abstand außerorts.


    Viel mehr Kopfschmerzen als Rad- und Autofahrer macht mir eher der Schwachsinn dass Radfahrer künftig nebeneinander fahren dürfen. :rolleyes:

    Die Frage die man sich immer wieder stellen sollte, ist "Hä?"...

  • Das Bezeichnende ist nicht der Umstand dass solche Schilder aufgestellt werden, sondern dass man so ein Schild offensichtlich überhaupt benötigt. DAS ist das eigentliche Problem.

    Ja es gibt vieles was extra für Autos aufgestellt werden muss. Vor allem Millionen von Pollern, Schranken und Bügeln.


    Wobei dort auch ein richtiger Radweg ist. Jetzt nicht breit genug aber immerhin vorhanden. Dooring-Fallen sind auch eingebaut.

    Nach dem letzten Urteil des OLG Hamm, sollte man aber wahrscheinlich auch den kombinierten Radweg nicht mehr nutzen oder dir ne Dauerklingel ans Rad bauen.


    Georg Gibt es konkreteres warum und wo genau?


    Viel mehr Kopfschmerzen als Rad- und Autofahrer macht mir eher der Schwachsinn dass Radfahrer künftig nebeneinander fahren dürfen.

    Erklär mal näher? Wenn man mit dem richtigen Abstand überholt, macht der Meter auch nichts aus. Man kann Radfahrer nur über die benachbarte Spur überholen. Alles andere ist entgegen der STVO. Auch bei Schutzstreifen.

    Sicherheitsabstand zu parkenden Autos cirka 1m (wegen Doorig). Radbreite cirka 75cm. Sicherheitsabstand beim Überholen 1,5 - 2m = mind. 3,25m.


    Edit:

    Übrigens ist auch jetzt blos in einem ziemlich engen Bereich verboten.

    Nämlich nur wenn durch das nebeneinander Fahren behindert wird. Das wäre ja nur der Fall wenn die Straße baulich zu schmal ist um beide Radfahrer gefahrlos überholen zu können aber breit genug ist um einen Radler gefahrlos überholen zu können.

    Das ist eher selten der Fall.

    Zitat

    Mit Fahrrädern muss einzeln hintereinander gefahren werden; nebeneinander darf nur gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird.

    STVO §2

  • Wenn man das alles so aufnimmt, scheint es mit dem Automobilverkehr so langsam zuende zu gehen. Irgendwann jetten wir vielleicht mit Drohnen-Sharing-Programmen durch die Gegend. Oh Mann....

    Viele Grüße
    Oliver

  • Georg Gibt es konkreteres warum und wo genau?

    Gibt es.

    Siehe hier: Klick

    Die angesprochene Abstimmung darüber ist AFAIK heute.

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Viel mehr Kopfschmerzen als Rad- und Autofahrer macht mir eher der Schwachsinn dass Radfahrer künftig nebeneinander fahren dürfen.

    Erklär mal näher? Wenn man mit dem richtigen Abstand überholt, macht der Meter auch nichts aus. Man kann Radfahrer nur über die benachbarte Spur überholen. Alles andere ist entgegen der STVO. Auch bei Schutzstreifen.

    Sicherheitsabstand zu parkenden Autos cirka 1m (wegen Doorig). Radbreite cirka 75cm. Sicherheitsabstand beim Überholen 1,5 - 2m = mind. 3,25m.

    Weil es erfahrungsgemäß zum Blödsinn verleitet. Es wird geratscht und getan, aber nicht auf die Straße geachtet. Ich halte das für eine dämliche Idee, zudem verleitet es die Autofahrer noch mehr zum knappen Überholen weil sie noch mehr ausscheren müssen und weil ja keine Zeit vorhanden ist wird erst recht keiner warten. Letztlich sehe ich da mehr Gefahren drin für die Radler als es Vorteile (welche eigentlich außer Unterhaltung? ) bringt.


    Änderungen 2020, sind sogar paar sinnvolle Sachen dabei ;) Auto und Verkehr: Das soll sich 2020 auf der Straße ändern | BR24

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  • Weil es erfahrungsgemäß zum Blödsinn verleitet. Es wird geratscht und getan, aber nicht auf die Straße geachtet.

    Sollte man dann auch telefonieren, Unterhaltungen mit Beifahrer etc. im Auto komplett verbieten? Oder lenkt das nur Radler ab?

    Am besten auch die Scheiben im Auto raus. Da hört man den Verkehr deutlich besser (wie auf dem Rad). ^^

  • Es gibt kein Recht auf Überholen. Wenn es nicht geht weil es zu eng ist, dann überholt man nicht sondern wartet bis es die Verkehrslage wieder erlaubt und wenn man dafür hinter einen Radler herjuckelt, dann ist das ärgerlich, aber ist halt so.

    StVO §5(6) ist anderer Meinung.

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.
    - Paul Sethe

  • Es gibt kein Recht auf Überholen. Wenn es nicht geht weil es zu eng ist, dann überholt man nicht sondern wartet bis es die Verkehrslage wieder erlaubt und wenn man dafür hinter einen Radler herjuckelt, dann ist das ärgerlich, aber ist halt so.

    StVO §5(6) ist anderer Meinung.

    Das betrifft aber nicht einzelne überholwillige Fahrzeuge und es ist auch nicht so, dass ein Radfahrer alle 10m in einer Lücke stehen bleiben muss um anderen ständig und sofort das Überholen zu ermöglichen:


    Radfahrer sind aber auch verpflichtet, nachfolgenden, schnelleren Fahrzeugen das Überholen zu ermöglichen (§ 5 Abs. 6 StVO). Wenn dies nicht anders möglich ist, muss dazu an geeigneter Stelle (Seitenstreifen, Bushaltestelle) angehalten oder weit rechts gefahren werden. Dazu müssen jedoch mindestens drei Fahrzeuge aufgeschlossen haben und es muss absehbar sein, dass ein Überholen ansonsten für längere Zeit nicht möglich ist.

    Also nur weil einer mal 30 Sekunden gezwungen wird hinter einem Radfahrer zu bleiben ist das noch lange keine Owi gegen den Radler wert. ;)


    @Zinn: Weißt Du, mir persönlich ist es ja eigentlich egal was andere machen. Aber gerade als Radfahrer sollte man sich ständig bewusst machen, dass man noch soviel im Recht sein kann aber im Fall des Falles der LKW einfach 400x schwerer ist als man selber. Auf einen Grabstein stehen haben "Er hatte Vorfahrt" oder "Ich war im Recht" bringt einem jetzt nicht wirklich was. Ich finde, das ist keine gute Idee wenn zwei Radler nebeneinander fahren. Sicher mag das in ruhigen Anwohnerstraßen anders sein, klar. Aber auf einer gut befahrenen Hauptstraße würde ich jetzt persönlich nicht auf das Recht pochen parallel zu fahren.

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  • Na Jungs, schon von dem neuen Schild hier gehört:



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    Ich musste jetzt erstmal länger darüber nachdenken, bevor ich gerafft habe, was das Schild bedeutet... :idee: Ist das schon ein offizielles Schild in der StvO?

  • Scheuer´s Andi hat das wohl vorgelegt und heute? geht das in den Bundesrat wenn ich nicht irre. Zusammen mit einer Menge anderer Änderungen, ein paar davon sogar sinnvoll, wie die Sache mit den Rettungsgassen oder Parken in zweiter Reihe: Auto und Verkehr: Das soll sich 2020 auf der Straße ändern | BR24


    Ein paar der Radfahrgeschichten halte ich auch für übertrieben. Es muss immer noch ein Miteinander sein und ein komplettes Lahmlegen wie Detlef oben schreibt ist doch in der Tat Schwachsinn.

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  • Bin gespannt, wie die unfallzahlen ansteigen werden und vor allem ob wirklich mehr mit dem rad fahren werden. ich glaube es noch immer nicht und denke das ist ist gleiche blase wie das elektroauto.

  • Ich kann jetzt natürlich nur überwiegend von meinen Strecken in die Arbeit ausgehen, da ist es schon so, dass mir die Änderungen nicht viel bringen würden, da wären ein paar sinnvollere Ampelschaltungen (die aber auch die Autofahrer betreffen an den Stellen) sinnvoller. T-Kreuzung, geradeaus schon lange rot, Gegenspur auf der Seite der Einmündung fährt und fährt aber hier stehen Autos und Radler an der roten Ampel. 200m weiter kriegst dann Grün zusammen mit den Autos um 200m weiter an der nächsten Kreuzung als Radler ausgebremst zu werden.


    In Augsburg ist es aber auch, dass man sowohl als Autofahrer als auch Radfahrer das Gefühl hat ausgebremst zu werden. Viele Ampelschaltungen passen weder auf die Autos noch auf die Radfahrer meinem Gefühl nach.


    Das mit dem Abstand halten habe ich jetzt zum Glück kaum, wobei an den paar Stellen die Autofahrer dann aber gerne mal die Sperrflächen benutzen, immerhin überholen sie so großzügig vom Abstand her. Will ich also nicht wirklich meckern, so richtig legal ist das aber natürlich auch nicht. Hier gibt's auch eine Strecke ähnlich der Hertrichstraße in München, da sind aber Verengungen eingebaut. Bin ich gestern gefahren mit dem Kinderanhänger. 25 bei erlaubten 30, also sicher nicht getrödelt. Ja da frag ich mich schon ob man die 30m Engstelle als Autofahrer nicht abwarten kann oder den Radler in der Engstelle jetzt wirklich überholen muss. Was willst da noch sagen wenn da einer dann mit deutlichem Überschuss an Dir vorbeiballert? Außer auf Instantkarma hoffen bleibt einem da nicht viel über.

    Die Frage die man sich immer wieder stellen sollte, ist "Hä?"...

  • Die Unfallzahlen von Radfahrern steigen doch bereits. Ist aber zu erwarten - wenn mehr gefahren wird, passiert auch mehr.


    Interessant fand ich da die Präsentation der Unfallstatistik unserer Polizei hier in der Gegend: Über 30% mehr Unfälle gegenüber dem Vorjahr, an denen E-Fahrräder (Pedelecs) beteiligt waren. Und bei fast 70% der Unfälle mit Beteiligung eines Fahrradfahrers war derjenige auch schuld am Unfall. Da scheint noch Raum für Verbesserungen zu sein.

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    - Paul Sethe

  • Das liegt IMHO daran, dass E-Bikes zu spät gekauft werden. Mein nächstes dürfte wohl eines werden und was denkst Du was ich zu hören kriege wenn ich das erwähne? So alt sei ich doch noch nicht und ähnliches. Und genau das ist IMHO das Problem, die Bikes werden dann oft erst gekauft wenn es nicht mehr richtig klappt mit dem Treten und plötzlich geht´s wieder ganz einfach, aber das Hirn und die motorischen Fähigkeit sind halt nicht mehr so fit bzw. muss man das schnellere Fahren auch erst wieder drauf haben. Da steigt Omi dann mit 75 aufs E-Bike um überspitzt gesagt, fährt mir auf und davon und sobald die erste Kurve kommt fliegt sie auf die Fresse weil die mit den bisherigen maximalen 8 km/h halt noch ging aber mit 20 die man jetzt gemütlich schafft nicht mehr. Naja, und Helm nimmt zwar zu, aber weniger bei denen wo er angebracht wäre. ;)

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  • Aber auf einer gut befahrenen Hauptstraße würde ich jetzt persönlich nicht auf das Recht pochen parallel zu fahren.

    Um so weiter du rechts fährst um so eher wirst du bedrängt weil du eben scheinbar Platz zum Überholen schaffst der aber nicht da ist. Besonders bei parkenden Autos begibst du dich gerade in Lebensgefahr. Wenn es da noch an parkenden Autos vorbei geht und dort noch einer die Tür aufmacht, liegst mal schnell unter dem Überholenden.


    Nein ich poch nicht auf mein Recht, ich pflege aber abzuwägen und das Ungefährlichere zu machen. Ich fahr zum Beispiel 1,5km Umweg um Autoverkehr zu meiden.


    Die Unfallzahlen von Radfahrern steigen doch bereits. Ist aber zu erwarten

    Ja wir haben dieses Jahr schon einige Tote. Da ist unter anderem ein Architekt dabei der bei 25km/h in der 30iger Zone von hinten mit einem BMW gerammt wurde.

    Oder eine Radlerin die ein Busfahrer beim rechts abbiegen getötet hat.

  • Man kann natürlich immer nur die Fälle rauspicken, die in die eigene Agenda passen.


    Tatsache ist aber nun mal, dass über 2/3 der Radfahrer an ihren Unfällen mit Verletzung oder Todesfolge selber schuld sind. Das kann man nicht einfach ignorieren, denn wenn man den Anteil des Radverkehrs am gesamten Aufkommen steigern will, dann wird das auch die Unfallzahlen deutlich erhöhen. Die einseitige Konzentration auf die Gefährdung durch motorisierte Verkehrsteilnehmer ist nicht zielführend, wenn da offensichtlich erhebliche Defizite bei der Beherrschung des Fahrrads vorliegen.


    Ich fürchte, dass es bald Einschränkungen bei den E-Bikes geben wird, wenn die Unfälle damit weiter so zunehmen. Und das kann nicht im Interesse der E-Bike-Fahrer sein. In meinem auch nicht, ich kauf mir dieses Jahr ebenfalls eines...

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