Fahrverbotszonen

  • Nicht nur das, ich habe sogar persönlich mit Emissionen von H2S und CS2 zu tun.

    Was glaubst Du, was da für ein Rad zur Reduzierung dieser Stoffe in der Abluft gedreht wird inkl. 24/7 Online Monitoring.

    Der 120m Schornstein gehört zu meinem Betrieb und wäre gar nicht mehr nötig, weil die Reinigung über Wäsche und Adsorber inzwischen so gut ist.

    Ohne Reinigung wird die Produktion abgestellt.

    Im Gegensatz zu vielen Autos, da geht nur eine kleine gelbe Lampe an.


  • Die Zitierfunktion ist einfach mist, oder ich zu doof...


    Antwort auf den ersten Teil: Zinn hat mich auch schonmal als alten weißen Mann betitelt ^^:D

    Und das nehme ich keinesfalls als negativ an. :top:


    Du hast übrigens meinen Satz nicht verstanden, aber das geht vielen so.
    Du versteifst dich auf den Teil "ich kann eh nichts ändern" anstatt auf "es geht letztlich nur um gesteuerten Konsum" einzugehen - denn nur darum geht es bei den aktuellen Lösungen.
    Umweltschutz ist vorgeschoben, es geht nur darum Geld zu erhalten.

    Sinnvoll, das weißt du wie auch ich, wäre eine Reduzierung jeglicher Art der Mobilität auf ein gesundes Maß.

    Dazu gehört dann aber eben auch, dass man nicht mal eben nach Malle fliegt, auf die Kanaren oder nach Kuba oder sonstwohin.
    Dazu gehört ebenso, dass man keine Gewächshauserdbeeren im Dezember aus Spanien hierherkarrt.
    Oder Melonen aus Ganzweitfortistan per Container und Schiff herholt.
    Oder sich nen Handyladegerät aus China einfliegen lässt, weil das 2€ günstiger ist als das identische Teil hier lokal zu kaufen.

    Du weißt aber ebenso wie ich, dass unsere Welt und das Wirtschaftssystem eben genau so funktioniert.
    Und weder du noch ich werden daran etwas ändern.


    Noch eine ketzerische Frage: warum hast du 2 Kinder?
    Hätte nicht eines gereicht?
    Wäre gar keines nicht besser für ALLE!!einself (;)) gewesen?


    ------------------------------------------------------------



    Antwort auf den zweiten Teil:


    Passend zur Mücke: wenn sich diese auf deine Eier setzt, dann kommst du auch zur Erkenntnis, dass eine extreme Lösung nicht immer die beste Lösung ist :hehe::dudu:


    Jeder hier hat verstanden, WARUM das gemacht wird - aber viele hier sehen die totale Schwachsinnigkeit dahinter und die Realität, dass obendrein MEHR Schadstoffe erzeugt werden, vollkommen unnötig wohlgemerkt. :gpaul:
    Super, die Messwerte passen dann an Stelle X - herzlichen Glückwunsch, die Aufgabe wurde erfüllt.
    Über den Tellerrand zu denken, bekommen aber nicht (mehr) viele Leute hin, anders kann ich mir so etwas nicht erklären.


    Übrigens stellst du das "weiter so" viel zu negativ dar, als es eigentlich ist.
    In deiner Jugend und meiner Kindheit konnte man im Rhein noch Polaroids entwickeln... auch die Altlast DDR haben wir hervorragend verarbeitet im Umweltsinne.
    Auf absehbare Zeit folgt der Kohleausstieg, die Autos sind sauber wie noch nie zuvor.

    Aber Massentierhaltung, globaler Konsum zu jederzeit an jedem Ort in kurzer Zeit, Flugverkehr, allgemeiner Warentransport nimmt gigantische Ausmaße an - alleine bei uns soll der LKW Verkehr bis 2025 (das sind 5 Jahre!) um 70% zunehmen!


    Vergleiche hier: Drastischer Anstieg des Güterverkehrs erwartet | VerkehrsRundschau.de


    Das wird bei allen Diskussionen schön unter den Teppich gekehrt, denn das würde direkt die Wirtschaft treffen und nicht nur den doofen Michel der sich im Zweifel halt nen Kredit aufnimmt, um mitm dann "sauberen" Auto vom (bezahlbaren) Außerhalb zu seinem Job zu pendeln - er hat ja nicht wirklich ne andere Wahl außer sich arbeitssuchend zu melden (und da sind dann Pendelzeiten von einer Stunde einfach! im zumitbaren Bereich und werden gefordert...) .
    Warum hat er nen Job? Na, damit er das Auto abbezahlen kann... :idee::m:


    Das ist es, was mir die Nase raufgeht - diese heuchlerische Art auf der einen Seite die eigenen Bürger zu gängeln aber auf der anderen Seite sehenden Auges die Transportlawine anrollen lassen...

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Die Zitierfunktion ist einfach mist, oder ich zu doof...

    Wenn du im normalen Browser eine Textpassage markierst (wie in Word, wenn man den Text formatieren will) erscheint der Auswahldialog und man kann das Zitat (=den Textausschnitt) direkt einfügen.


    Super, die Messwerte passen dann an Stelle X - herzlichen Glückwunsch, die Aufgabe wurde erfüllt.

    Genau, das aber Klima ein Erdübergreifendes Phänomen ist kapiert kaum einer. Aber das scheint eh wurscht zu sein, da man sicher sein kann dass irgendjemand das letzte Tröpfchen Öl verfeuert. Hauptsache man hat Michel Deutsch abgezockt, denn wenn der Sprit der Umwelt zuliebe teurer wird merkt man das sofort an der besseren Luft.

    Bei all der Panik sollten wir vielleicht mal über die psychosoziale Komponente im Spätwerk Franz Kafkas nachdenken!

  • Uh, das wird jetzt aber wirklich unzitierbar… :D


    Zitat

    Du hast übrigens meinen Satz nicht verstanden, aber das geht vielen so.

    Du versteifst dich auf den Teil "ich kann eh nichts ändern" anstatt auf "es geht letztlich nur um gesteuerten Konsum" einzugehen - denn nur darum geht es bei den aktuellen Lösungen.

    Umweltschutz ist vorgeschoben, es geht nur darum Geld zu erhalten.

    Das klingt mir etwas arg nach einer Verschwörungstheorie.


    Man wird nichts ändern wenn man es garnicht erst versucht weil man meint man kann nichts ändern. Jeder denkt, er wäre nur ein Tropfen in einem Ozean. Was aber ist ein Ozean wenn nicht ein Meer von einzelnen Tropfen? Wenn keiner was macht, wie soll es dann anfangen? Klar kann keiner allein die Welt retten.

    Zitat


    Noch eine ketzerische Frage: warum hast du 2 Kinder?
    Hätte nicht eines gereicht?
    Wäre gar keines nicht besser für ALLE!!einself (;)) gewesen?

    Weil meine Frau trotz eines Abschluß-Einsers offensichtlich nicht rechnen kann... ;) Und weil irgendwann mal wer Deine Rente zahlen muss... :p


    Zitat

    Übrigens stellst du das "weiter so" viel zu negativ dar, als es eigentlich ist.

    In deiner Jugend und meiner Kindheit konnte man im Rhein noch Polaroids entwickeln... auch die Altlast DDR haben wir hervorragend verarbeitet im Umweltsinne.

    Auf absehbare Zeit folgt der Kohleausstieg, die Autos sind sauber wie noch nie zuvor.

    Nunja… in meiner Jugend. Nehmen wir einfach mal 1990 an, da war die Welt noch recht einfach, da gab es den reichen Westen und den Rest der Welt. Und vorallem hatte sie fast 3 Milliarden Bewohner weniger.

    Jetzt haben wir 30 Jahre später und der Rest der Welt hat festgestellt, dass das Leben wie im Westen garnicht so unangenehm ist. Wir sind also nicht nur mehr geworden, sondern ein großer Teil der bisher relativ ressourcenschonend gelebt hatte, braucht nun auch viel mehr mehr davon.

    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und niemand ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen...

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan ()

  • Zitat

    Du hast übrigens meinen Satz nicht verstanden, aber das geht vielen so.

    Du versteifst dich auf den Teil "ich kann eh nichts ändern" anstatt auf "es geht letztlich nur um gesteuerten Konsum" einzugehen - denn nur darum geht es bei den aktuellen Lösungen.

    Umweltschutz ist vorgeschoben, es geht nur darum Geld zu erhalten.

    Das klingt mir etwas arg nach einer Verschwörungstheorie.

    Doch, genau darum geht es.

    Oder glaubst du ernsthaft, dass durch die CO2-Steuer/Abgabe auch nur ein Gramm CO2 weniger emittiert wird?

    Vor einigen Jahren wurde darüber noch etwas sachlicher berichtet:

    Umweltschutz: Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda - WELT


    "Umweltschützer" wie Al Gore oder George Soros machen damit Milliarden:

    Emissionszertifikate: Das Milliardengeschäft mit dem Abgashandel

  • Vor einigen Jahren wurde darüber noch etwas sachlicher berichtet:

    Ein Kommenatr ist kein Bericht sondern die Meinung einer Person. Sollte man unterscheiden können. Auch wenn sie zufällig auch deine ist.




    Weil ja immer alle in ihre Blase leben das nur wir was tun (wollen):

    Ein Bericht aus der NZZ

    Zitat

    Das nennt man ein klassisches Eigentor: Mit zwei Volksinitiativen versuchte der Gewerbeverband Basel-Stadt die Verkehrspolitik zu korrigieren und dem Auto wieder zu mehr Gewicht zu verhelfen. Beide Initiativen wurden krachend versenkt. Mit dem ersten Begehren unter dem verführerischen Titel «Zämme fahre mir besser» versuchte der Verband mit den bürgerlichen Parteien das 2010 verankerte Ziel einer 10-prozentigen Reduktion des motorisierten Individualverkehrs zu streichen. Auch Vorschriften zur Bevorzugung des Langsamverkehrs und des öV wären weggefallen. Die zweite Initiative verlangte eine «ausreichende» Zahl von Parkplätzen auf öffentlichem Grund und sah vor, keine Parkplätze mehr ersatzlos aufzuheben.

    Beobachter waren sich schon lange einig, dass sich der Gewerbeverband mit seinem Angriff wohl keinen Gefallen tut. Doch nun kommt es für die Bürgerlichen sogar noch schlimmer: Statt der Initiativen nahmen die Baslerinnen und Basler mit einem Ja-Stimmen-Anteil von gut 53 Prozent ein Gesetz an, das genau in die Gegenrichtung zielt und die rot-grüne Verkehrspolitik gar noch zementiert. Bis 2050 soll der Verkehr auf dem Basler Strassennetz (mit Ausnahme Hochleistungsstrassen) nur noch mit Verkehrsmitteln und Fortbewegungsarten erfolgen, die wenig Lärm und wenig Schadstoffe verursachen sowie Klima und Ressourcen schonen.

  • Passt doch ins Bild - wer in Basel Zentrum wohnen/leben kann, hat selten Sorgen damit, sich ein lärm- und schadstoffarmes Fahrzeug anzuschaffen.
    Außerdem hat man es dann so schön ruhig in der Stadt und man kann zum Shoppen dann eben auf die grüne Wiese zum Outlet Center gurken :top:
    Und am Wochenende Essen gehen "draußen vor der Stadt" oder mal ne längere Tour aufs Land muss doch drinnen sein, ist ja schließlich mit schadstoffarmem Verkehrsmittel - und das ist schließlich gut für ALLE. :dudu:



    Aber: es wurde gefragt, so lautet die Antwort.
    Also ist das zu respektieren.

    Prinzipiell halte ich das auch für gar nicht so verkehrt, in einer Großstadt mit gutem ÖPNV kann man auf nem Pendlerparkplatz halten und denn mit ÖPNV in die Stadt.
    Für alles andere gibts dann Baumärkte und große Geschäfte vor der Stadt.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Du versteifst dich auf den Teil "ich kann eh nichts ändern" anstatt auf "es geht letztlich nur um gesteuerten Konsum" einzugehen - denn nur darum geht es bei den aktuellen Lösungen.
    Umweltschutz ist vorgeschoben, es geht nur darum Geld zu erhalten.

    Exakt so ist es! Es ist alles Marketing, es geht nur darum die Wirtschaft anzkurbeln. Leider ist das ausnahmsweise mal keine Verschwörungstheorie.

    Der Elektromobilitätswahn verfolgt genau dieses Ziel. Die einen verfolgen wirtschaftliche Ziele, die anderen fallen darauf rein'.


    Logisch betrachtet kann der E-Antrieb den heutigen Individualverkehr überhaupt nicht abdecken. Da fehlt es an Resourcen (Kobalt), Infrastruktur, Recycling, Effizienz. Für die Umwelt ist das E-Auto sozusagen der Sargnagel. Die Konzernlenker wissen das auch. Sie machen sich jetzt erstmal mit E-Autos die Taschen voll solange es geht. Sie streichen Fördermittel ein und tun wider besseren Wissens so als ob sie der Umwelt was Gutes tun. Dann wird das nächste Karnickel aus dem Hut gezaubert, der nächste Heilsbringer und so geht das stets weiter. So funktioniert Wirtschaftswachstum! Der heute verschmähte Diesel war dank seiner Effizienz und seines geringen CO2-Ausstoßes vor gar nicht langer Zeit übrigens auch mal so ein Heilsbringer. Symptomatisch ist in dem Zusammenhang das Umweltbundesamt, welches unlängst verlautbaren ließ, alternative Antriebe wie z. B. synthetische Kraftstoffe nicht zu fördern, da man nun auf das E-Auto setze. Da hat die Autolobby perfekte Arbeit geleistet. Bloß keinen Wettbewerb, sondern abschöpfen. Hier geht es nicht um Umweltschutz, hier geht es ums Milliardengeschäft. Unsere Volksvertreter sind die Steigbügelhalter der Autoindustrie.

  • Das Problem ist, dass das alles viel zu billig ist. Denn die Menschen bringt nur eines zum Umdenken: Geld. Dann kommt Geld und in der Rangfolge danach kommt wieder Geld. Und nur so kann man ansetzen. Mit Bildern von Blümchen und Bienen oder gar dem Hoffen auf ein Einsehen klappt das nicht. Es schwätzt zwar jeder immer was er tut, aber wenn da so Dinge wie Strom- oder Gasverbrauch nachfragst bzw. den Verbrauch durchleuchtest, dann wird höchstens gejammert wie teuer doch alles ist, aber beim nächsten Kauf wieder bloß das billigere A-Gerät genommen weil das A+++ ja 200€ mehr kostet. Beim Auto genauso, was die heilige Kuh betrifft braucht man nur den Benzinpreis-Thread durchlesen und dann mal eine Suche nach "Fahrzeugvorstellung" machen. Ja... hmmm.. passt jetzt net soooo richtig zusammen wenn dort gejammert wird und andererseits jede neue Karre noch schneller und stärker sein muss.


    Der Mensch ist und bleibt ein bequemer simpler Gefährte dem so ziemlich alles egal ist was weiter als 3 Meter weg ist, der keinerlei Veränderung wünscht (zumindest keine für die er selbst was tun oder zahlen muss) und daher nur über das zu erreichen ist was ihm wichtig ist: Geld.


    Milliarden, wenn nicht Billionen machten und machen vor allem die, die mit der rücksichtslosen Ausbeutung über Jahrmillionen entstandener Ressourcen ohne jegliche Gegenleistung für die Menschheit nichts anderes als verseuchte Erde hinterlassen und mit ihrem Produkt das ganze Problem nur weiter befeuern. Ausgleich für die Umweltschäden? Keiner. Würde ja die Renditen und Dividenden schmälern.

    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und niemand ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen...

  • Das Problem ist, dass das alles viel zu billig ist. Denn die Menschen bringt nur eines zum Umdenken: Geld. Dann kommt Geld und in der Rangfolge danach kommt wieder Geld. Und nur so kann man ansetzen. Mit Bildern von Blümchen und Bienen oder gar dem Hoffen auf ein Einsehen klappt das nicht. Es schwätzt zwar jeder immer was er tut, aber wenn da so Dinge wie Strom- oder Gasverbrauch nachfragst bzw. den Verbrauch durchleuchtest, dann wird höchstens gejammert wie teuer doch alles ist, aber beim nächsten Kauf wieder bloß das billigere A-Gerät genommen weil das A+++ ja 200€ mehr kostet. Beim Auto genauso, was die heilige Kuh betrifft braucht man nur den Benzinpreis-Thread durchlesen und dann mal eine Suche nach "Fahrzeugvorstellung" machen. Ja... hmmm.. passt jetzt net soooo richtig zusammen wenn dort gejammert wird und andererseits jede neue Karre noch schneller und stärker sein muss.


    Der Mensch ist und bleibt ein bequemer simpler Gefährte dem so ziemlich alles egal ist was weiter als 3 Meter weg ist, der keinerlei Veränderung wünscht (zumindest keine für die er selbst was tun oder zahlen muss) und daher nur über das zu erreichen ist was ihm wichtig ist: Geld.


    Milliarden, wenn nicht Billionen machten und machen vor allem die, die mit der rücksichtslosen Ausbeutung über Jahrmillionen entstandener Ressourcen ohne jegliche Gegenleistung für die Menschheit nichts anderes als verseuchte Erde hinterlassen und mit ihrem Produkt das ganze Problem nur weiter befeuern. Ausgleich für die Umweltschäden? Keiner. Würde ja die Renditen und Dividenden schmälern.

    Mit der Argumentationskette müssen wir aber alle wieder in den Wald ziehen, ne....

    Bei all der Panik sollten wir vielleicht mal über die psychosoziale Komponente im Spätwerk Franz Kafkas nachdenken!

  • Ne, das nicht. Wie oben schon geschrieben. Keiner, nicht mal die Gretel, verlangt Selbstkasteiung und die Rückkehr zu Beeren und Wurzeln (back to the roots;) ).


    Die Fragestellung ist eigentlich einfach: Wie bringt man die Menschen dazu, weniger Ressourcen zu verbrauchen und damit weniger CO2 und andere klimaschädliche Gase auszustoßen?


    Bei den alten Autos die noch mit verbleitem Benzin fuhren hat das nach und nach die immer stärker ansteigende Steuer erledigt und bei den Nachfolgern die Einstufungen in den Euro-Klassen. Das bietet aber mittlerweile offensichtlich kaum mehr Anreiz zumal mal an den Werten ansich kaum noch was schrauben kann und es viel wichtiger wäre, den Verbrauch zu senken.

    Aber was das betrifft, braucht man nur den täglichen Verkehr betrachten. 90+% sitzen allein drin (ich nehme mich da nicht aus). Von den hier im Bezirk zu beobachtenden Fahrweisen mal ganz abgesehen. Digitales Gaspedal. Täglich die gleiche Strecke und täglich vor den gleichen roten Ampel den Anker werfen anstatt einfach 10km/h langsamer zu fahren, dann bräuchte man nicht bremsen und wäre nicht 20 über Limit innerorts .


    Es ist schlichtweg zu billig mit dem Auto zu fahren anstatt mit dem ÖPNV z.B. (vorausgesetzt es fährt einer, ich weiß, bevor jetzt wieder einer damit anfängt). Ich habe das gleiche "Problem" hier. Ein Monatsabo kostet 52,50 um meinen Arbeitsweg abzudecken. Der Sprit dafür ist billiger, in meinem Fall bei 20 Arbeitstagen laut Spritmonitor ca. 46€, das Auto steht - Achtung Milchmädchen - ja sowieso in der Garage und ich bin schneller, wenn dann noch die Tage weggehen die ich mit dem Rad oder anderweitig fahren kann, dann wird das Öffi fahren immer noch unrentabler. Wenn ich im Monat 100, 150€ für den Sprit brauche, dann würde ich mir evtl. schon überlegen ob ich an meiner Stelle nicht doch mit den Öffis fahren würde. Weil irgendwann überwiegt das Geld die Bequemlichkeit und ich geb die Kohlen dann lieber für was anderes aus.

    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und niemand ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen...

  • Beispiel eines Kollegen aus der Nähe von Boppard. Die Jahreskarte "eingeschränkte Zugwahl" kostet > 1.700 Euro. Autostrecke = 140 Kilometer täglich (zusammen hin und zurück). Sowohl er als seine Frau arbeiten in Mainz. Also 2 x 1.700 Euro = 3.400 Euro für den Zug. Fährt alle Stunde. Oft Verspätungen. Die Jahreskarte "freie Zugwahl" wäre noch um einiges teurer. Noch Fragen, wie die beiden auf die Arbeit kommen. Und so geht es tausenden von Pendlern in Rheinland-Pfalz. Dazu kommen die nicht erschlossenen Gebiete. Diese mit Zug zu versorgen ist heute, bei den Planungsvorläufen, unmöglich geworden. Und nun?

  • Das ist ressourcenschonend da regional. Ob jetzt die Umweltbilanz vom Bierlaster billiger ist als wie wenn man selber fährt, laut obigen Behauptungen ja. ;)

    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und niemand ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen...

  • Detlef59 👍🏻

    Das kann man noch weiter spinnen, wie soll denn der Arbeiter der im tiefsten Westerwald wohnt, nach Wiesbaden oder Frankfurt zur Arbeit kommen wenn es in seinem Ort eine sehr schlechte Busverbindung, geschweige denn einen Zugverkehr gibt? Das geht definitiv nur mit dem Auto und es gibt viele Leute die diese Anfahrtswege haben.

    Eines Tages wird dein Leben vor deinen Augen vorüberziehen.
    Sorge dafür, dass es sehenswert ist.

  • Und genau diese Sicht auf die Dinge wünsche ich mir! Dort wo es möglich, zeitlich vertretbar & bezahlbar ist...ÖPNV! Keine Frage! Aber jetzt allgemein die "Greta" zu machen und den Individualverkehr, ohne Alternativen, zu verteufeln und ab heute sind wir umweltbewußt, fahren Bus, Straßenbahn, Fahrrad & Elektroauto und wer nicht sofort mitmacht ist eine Umweltsau! Das ist mir zu platt!

  • Beispiel eines Kollegen aus der Nähe von Boppard. Die Jahreskarte "eingeschränkte Zugwahl" kostet > 1.700 Euro. Autostrecke = 140 Kilometer täglich (zusammen hin und zurück). Sowohl er als seine Frau arbeiten in Mainz. Also 2 x 1.700 Euro = 3.400 Euro für den Zug. Fährt alle Stunde. Oft Verspätungen. Die Jahreskarte "freie Zugwahl" wäre noch um einiges teurer. Noch Fragen, wie die beiden auf die Arbeit kommen. Und so geht es tausenden von Pendlern in Rheinland-Pfalz. Dazu kommen die nicht erschlossenen Gebiete. Diese mit Zug zu versorgen ist heute, bei den Planungsvorläufen, unmöglich geworden. Und nun?

    Spricht ja nichts dagegen. Wir würden gerne öfter Zug fahren, auch in den Urlaub, aber zu zweit oder gar zu viert völlig unrentabel. Erst wieder nachgerechnet nach Seefeld, Zugfahrkarten für zwei entspricht guten 2 Tankfüllungen für eine Strecke bei der ich nicht mal einen halben Tank brauche und noch 30% schneller bin.

    Zumindest dann unrentabel wenn man nur den Sprit rechnet. Und darum habe ich oben Milchmädchen-Rechnung geschrieben. 220 Arbeitstage im Jahr mit je 140 Kilometern sind 30.800 Kilometer jährlich. Wer meint, er fährt da billiger mit dem Auto, der kann schlichtweg nicht rechnen oder aber es ist ihm der Komfort/Zeitersparnis etc. einfach wert. Ok, Kilometer sind absetzbar, die Zugkarten natürlich aber auch.


    Detlef59 👍🏻

    Das kann man noch weiter spinnen, wie soll denn der Arbeiter der im tiefsten Westerwald wohnt, nach Wiesbaden oder Frankfurt zur Arbeit kommen wenn es in seinem Ort eine sehr schlechte Busverbindung, geschweige denn einen Zugverkehr gibt? Das geht definitiv nur mit dem Auto und es gibt viele Leute die diese Anfahrtswege haben.

    Natürlich. Ich habe auch Kollegen die 70, 80km einfach haben. Die beneide ich sicher nicht, weder vom zeitlichen noch finanziellen Aufwand her. Trotzdem stellt sich die Frage, wie sinnvoll das ist, wenn man so weit weg von seiner Arbeitsstelle wohnt. Es ist zwar heute nicht mehr generell die Regel, aber die Tendenz ist doch immer noch bei eher langfristigen beruflichen Bindungen. Wir haben damals auch überlegt, ob aufs Land ziehen, günstiges Grundstück bei Schwagers um die Ecke, Heizversorgung kostenfrei aus Biogas, uns aber wegen dann 40km einfachen Arbeitsweg sehr schnell dagegen entschieden weil das jegliche finanziellen Vorteile beim Grundstück und den Heizkosten in kürzester Zeit aufgefressen hätte. Mir ist auch klar, dass es immer Gründe gibt, warum man an einem Ort bleiben will oder vielleicht sogar "muss". Eine Patentlösung wird es da nicht geben, gleichwohl dürfte es aber den meisten einleuchten wie wenig gesamtwirtschaftlich sinnvoll das ist, wenn Hunderttausende oder gar Millionen jeden Tag "sinnlose" Zeit durch Pendeln verbringen, von der Umweltbelastung ganz zu schweigen. Im Zug kann man ja wenigstens noch lesen, schlafen oder irgendwas stricken, im Auto ist man der willenlose Sklave der Blechkiste.

    Und genau diese Sicht auf die Dinge wünsche ich mir! Dort wo es möglich, zeitlich vertretbar & bezahlbar ist...ÖPNV! Keine Frage! Aber jetzt allgemein die "Greta" zu machen und den Individualverkehr, ohne Alternativen, zu verteufeln und ab heute sind wir umweltbewußt, fahren Bus, Straßenbahn, Fahrrad & Elektroauto und wer nicht sofort mitmacht ist eine Umweltsau! Das ist mir zu platt!

    Den Individualverkehr darf man sicher nicht verteufeln, er ist nötig und in aller Regel auch sinnvoll. Gleichwohl wird jeder der schon etwas älter ist zugeben müssen, dass der Verkehr in den letzten Jahrzehnten deutlichst mehr geworden ist. Selbst ich Jungspund kann mich noch an Zeiten erinnern, da lief es einfach auf den Straßen. Heute muss man jede Strecke über 10 km ja fast schon vorher googlemappen um evtl. nicht im Stau zu stehen, von Urlaubsfahrten mal ganz zu schweigen. Da kam ich garnicht auf die Idee irgendwie Erkundigungen über den Verkehr auf der Strecke einzuholen, war ja eh zu 99% frei. Und dieses Mehr an Verkehr sorgt auch für mehr Belastung der Umwelt. Das wird wohl keiner bestreiten können. Euro6dtemp hin oder her. Das was die Technik sauberer gemacht hat, das holt das Mehr an Fahrzeugen wieder rein. Und der Verkehr wird allen Prognosen zufolge noch viel mehr werden. Vom gewerblichen Verkehr will man da garnicht erstmal anfangen zu reden.


    Letztlich sind wir alle Teil des Problems und Teil der Lösung dazu. Genauso wie man nicht im Stau steht sondern der Stau selber ist. ;)

    Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und niemand ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen...

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  • Detlef59 👍🏻

    Das kann man noch weiter spinnen, wie soll denn der Arbeiter der im tiefsten Westerwald wohnt, nach Wiesbaden oder Frankfurt zur Arbeit kommen wenn es in seinem Ort eine sehr schlechte Busverbindung, geschweige denn einen Zugverkehr gibt? Das geht definitiv nur mit dem Auto und es gibt viele Leute die diese Anfahrtswege haben.

    Ganz genau.

    Dann zu argumentieren, dass Autofahren zu billig sei...sorry, da komm ich nicht mit.