Lecker! Obst und Gemüse mit aufgesprühter Schutzschicht *kotz*

  • Hi

    Grade gelesen was sich da jemand einfallen lis: Edeka und Rewe: Das ändert sich ab sofort in der Obst- und Gemüse-Abteilung - CHIP :m::kotz:

    Zitat

    Das Coating-Verfahren der britischen Firma AgriCoat NatureSeal hört auf den Namen "Semperfresh"; dabei benetzt man das Obst mit einer geruchslosen, geschmackslosen und unsichtbaren Schutzschicht aus Zuckerresten, Zellulose und pflanzlichen Ölen.


    Bei Zeugs welches man eh schält isses ja fast egal, aber mitessen muss ich das nicht unbedingt.


    Zitat

    Vorerst liegt der Fokus zwar auf Obst und Gemüse, deren Schale nicht zum Verzehr geeignet ist, ein Zulassungsantrag bei der Europäischen Kommission für über 30 weitere Sorten, darunter auch Erdbeeren, Tomaten, Paprika und Äpfel sei bereits in Arbeit.



    Mahlzeit!

  • Brauche ich auch nicht. Ist aber wohl wieder eine Folge des Wahns, möglichst keine Plastiktüten haben zu wollen. Ohne Verpackung verdirbt manches Obst und Gemüse dann deutlich schneller und dem versucht nan entgegen zu steuern.

  • Es ist eher ein Folge des Wahns, jeden Mist zu jeder Zeit haben zu müssen. ;)


    Ich brauch keine Gurken aus Spanien oder Erdbeeren aus Ägypten. Weil es ist doch letztlich bescheuert Lebensmittel wie Gurken oder Bananen die ihre Verpackung selber mitbringen nochmal zu verpacken. Erdbeere in eine Schale aus Pappe, ok. Aber wenn man die Gurke nicht aus Südspanien 3000km tagelang herkarren würde weil man ja unbedingt außerhalb der Saison welche braucht, dann bräuchte man sich um Zuckerdings um die Gurke garkeine Gedanken machen müssen...


    EDIT: Ja ich weiß. Bayerische Bananen sind nicht leicht zu kriegen und manche wächst auch nicht hier das wir trotzdem essen. Ich meine aber Gemüse und Obst der Saison die eigentlich hier wachsen, aber halt selten im Januar.

    TUFKAF - The User formerly known as Feuerwehr520i

  • Ich geb Dir da nicht ganz recht.


    Es ist halt vom Aufwand und von den Kosten her ein Unterschied ob der Supermarkt ums Eck jeden Tag mit 20 Gurken beliefert werden muss oder nur alle 3 Tage mit 60 Gurken die dann auch noch genau schön eine Kiste ganz ausfüllen.

    Ohne Schutz schaut halt diverses Gemüse schon nach einem Tage nicht mehr so schön aus und lässt sich dann auch schlechter verkaufen, weil Mutti geht dann halt zu dem Markt von dem sie weiß, dass er gerade die frische Lieferung bekommen hat.


    Und das ist die nächste Krux, dass Gemüse halt auch "schön" sein muss (siehe Gurkenverordnung und andere auswüchse der Bürokratie, wobei diese teilweise auch wieder ihren Ursprung im Transport haben - gerade Gurken passen halt z.B. 30 in die Kiste während es bei krummen nur 20 sind.


    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Ich verstehe allerdings die Aufregung nicht ganz. Obst, insbesondere Äpfel werden doch schon seit ewigen Zeiten gewachst, um sie haltbarer zu machen. Z.T. mit Schellack aus Schildläusen gewonnen - lecker. Dagegen klingt die Zucker-Zellulosepampe ja richtig appetitlich.

    Eine gesunde Verdorbenheit ist besser als eine verdorbene Gesundheit.

  • Ich verstehe allerdings die Aufregung nicht ganz. Obst, insbesondere Äpfel werden doch schon seit ewigen Zeiten gewachst, um sie haltbarer zu machen. Z.T. mit Schellack aus Schildläusen gewonnen - lecker. Dagegen klingt die Zucker-Zellulosepampe ja richtig appetitlich.

    Die Menschen verbinden mit Obst und Gemüse halt etwas Natürliches. Das kommt mehr und mehr abhanden. Ich kann das schon verstehen. Finde es auch nicht gut.

    Viele Grüße
    Oliver
    (formerly known as Powerboat3000)

  • Die Naivität, dass industriell hergestelle Lebensmittel in irgend einer Form gesund wären, ist mir schon lange abhanden gekommen.

    Eine gesunde Verdorbenheit ist besser als eine verdorbene Gesundheit.

  • Das sehe ich durchaus zwiegespalten. Sicher hat die industrielle Herstellung auch das Potential für großen Mist. Auf der anderen Seite haben nach meiner Beobachtung kleine, private Hersteller, schon einmal Probleme mit der Hygiene und dem Einhalten der Kühlkette.


    Und ganz ehrlich möchte ich manches, was vor 30 Jahren bei uns auf dem Dorf noch absolut üblich war, heute auch nicht mehr haben. Zum Glück hat sich da sehr viel zum Positiven gewandelt.

  • Wenn ich von gesund rede, ist "Kühlkette" ehrlich gesagt nicht das erste, was mir einfällt. :p


    Aber das führt vielleicht auch zu weit vom Eingangsthema weg.

    Eine gesunde Verdorbenheit ist besser als eine verdorbene Gesundheit.

  • Wenn ich von gesund rede, ist "Kühlkette" ehrlich gesagt nicht das erste, was mir einfällt.

    Ist es nicht so dass z.B. Gemüse, welches direkt nach der Ernte quasi noch auf dem Feld gereinigt und Schockgefrostet wird am wenigsten Inhaltsstoffe verliert? :idee:

  • Die Naivität, dass industriell hergestelle Lebensmittel in irgend einer Form gesund wären, ist mir schon lange abhanden gekommen.

    Das kommt sicher drauf an. Industriell hergestellt heißt nicht gleich, dass das der letzte Mist ist. Und handwerklich hergestellt nicht unbedingt, dass das nur das Beste vom Besten ist.

    Das sehe ich durchaus zwiegespalten. Sicher hat die industrielle Herstellung auch das Potential für großen Mist. Auf der anderen Seite haben nach meiner Beobachtung kleine, private Hersteller, schon einmal Probleme mit der Hygiene und dem Einhalten der Kühlkette.

    Da ist sicher einiges dran. Zwischen den normalen Sternsemmeln die die hiesige Bäckereikette (kleine gibt´s praktisch nicht mehr, zumindest nicht halbwegs erreichbar) und denen einer bekannten TK-Marke für Torten und Backwaren ist kein erkennbarer Unterschied. Für regnerische Wochenendmorgen oder auf die Schnelle habe ich daher beim Metro einen Großpack Sternsemmel und einen 20er-Pack Bio-Roggen-Semmel im Gefrierschrank. Da merkst Du nicht wirklich, dass das TK-Ware war nach dem Aufbacken. Die kann man mit den üblichen Aufback-Dingern auch IMHO nicht wirklich vergleichen, ohne jetzt Werbung machen zu wollen.


    Prinzipiell hellhörig muss man werden sobald es heißt: "Jetzt neu mit verbesserter Rezeptur". Das heißt auf marketingisch nämlich zu 99% "Wir haben einen Weg gefunden den Mist noch billiger herzustellen". ;)

    Wenn ich von gesund rede, ist "Kühlkette" ehrlich gesagt nicht das erste, was mir einfällt. :p

    Du betreibst selber Kühlketten. Vom Metzger zu Dir heim zum Beispiel ist eine Kühlkette die möglichst schnell und mit gleichbleibende Temperaturen absolviert werden sollte. Oder das Eis vom Supermarkt, Kühlkette. Du gehst ja vermutlich selten zum Metzger, kaufst Dein Grillfleisch und stellst dann erstmal die Karre mit dem Fleisch drin 6h vor das Freibad ehe Du abends zum Grillen heimfährst sondern versuchst das Fleisch möglichst schnell in den Kühlschrank zu bringen. Wenn wir auf der Putenfarm einkaufen, pack ich das vor Ort in eine Kühlbox damit es möglichst durchgehend auf der Temperatur bleibt. Alles Kühlkette.



    Ich denke am "gesündesten" - ohne dabei in einen Wahn zu verfallen - lebt/isst man, wenn man einfach ein bisschen sein Hirn einschaltet beim Einkauf und Verbrauch. Die Heidibeeren im Januar? Wo sollen die bitte herkommen? Sicher nicht aus dem Schwarzwald sondern eher vom anderen Ende der Welt, entsprechend lange sind sie unterwegs und müssen dabei geschützt werden vor Beschädigungen und Verderb. Dazu kommt natürlich der Einsatz diverser Spritzmittel um den Ertrag zu erhöhen, nicht überall gibt's solche Vorschriften was da betrifft wie hierzulande.


    Also einfach Augen auf beim Eierkauf.

    TUFKAF - The User formerly known as Feuerwehr520i

  • Heidibeeren im Januar? Wo sollen die bitte herkommen? Sicher nicht aus dem Schwarzwald

    Die kommen auch im Juli-September sicher nicht aus dem Wald, wo sie von einem Rotkäppchen geerntet wurden :DDas sind immer Anbaufarmen. Sonst musst selbst sammeln.

  • Die meisten Leute interessiert es nicht, wo die Sachen herkommen. Himbeeren aus Spanien / Marokko laufen ebenso gut wie zur Saison die deutsche Ware.

    Viele Grüße
    Oliver
    (formerly known as Powerboat3000)

  • Die meisten Leute interessiert es nicht, wo die Sachen herkommen. Himbeeren aus Spanien / Marokko laufen ebenso gut wie zur Saison die deutsche Ware.

    Das Henne/Ei Problem. Würde man es nicht anbieten, könnte es keiner kaufen. Würde es keiner kaufen, bietet es alsbald keiner mehr an. Da man heute aber nur mit Vielfalt den Kunden lockt, ist es Pflicht denke ich.

  • Die kommen auch im Juli-September sicher nicht aus dem Wald, wo sie von einem Rotkäppchen geerntet wurden :DDas sind immer Anbaufarmen. Sonst musst selbst sammeln.

    Natürlich nicht. Trotzdem schrumpft der Transportweg auf ein Zehntel oder gar weniger. Mal abgesehen von den unterschiedlichen Preisen merkt man im Supermarkt eigentlich keine Jahreszeiten mehr. Klar, keiner will von Januar bis April nur Kraut und Rüben, aber bei so manchen Produkten frage ich mich schon, ob das jetzt wirklich so sein muss. Aber anscheinend wird es genauso erwartet wie volle Regale oder Theken bis Ladenschluß.

    TUFKAF - The User formerly known as Feuerwehr520i

  • Ist das selbe wie mit den Ladenöffnungszeiten. Diejenigen, die sich am lautesten beschweren, dass man nicht mehr Samstags um 18 Uhr schließt, das sind die, die man teilweise kurz vor Feierabend spät am Abend zur Tür rausschieben muss. Natürlich nutzen die das Angebot der langen Ladenöffnung sonst nie. :duw::duw:


    Bietest du Plastiktüten für Obst Gemüse an, bist du nicht nachhaltig. Hast du Papiertüten oder Mehrwegnetze, bist du zu teuer..... wie du´s machst, ist es verkehrt.

    Viele Grüße
    Oliver
    (formerly known as Powerboat3000)

  • Ist das selbe wie mit den Ladenöffnungszeiten. Diejenigen, die sich am lautesten beschweren, dass man nicht mehr Samstags um 18 Uhr schließt, das sind die, die man teilweise kurz vor Feierabend spät am Abend zur Tür rausschieben muss. Natürlich nutzen die das Angebot der langen Ladenöffnung sonst nie.

    Ich war bisher genau 2x Samstag Abends um 8 im Supermarkt, aber eher aus langeweile als aus Notwendigkeit. Da war aber jeweils weniger los als Im Pflegeheim nachts um 2, deshalb habe ich mich bissl gewundert dass man das überhaupt macht. Und naja, mir würde Samstag 14Uhr reichen, so wie früher.

  • Bei uns ist eher der Abend die Haupteinkaufszeit. Ich habe immer das Gefühl, die Menschen würden auch um 1 Uhr nachts noch kommen, wenn man denen die Möglichkeit gäbe.


    Was meinst du, wie viele Leute an Silvester anrufen, ob es da die normalen Öffnungszeiten gibt oder ob früher zu gemacht wird. Da lachst du dich tot.

    Viele Grüße
    Oliver
    (formerly known as Powerboat3000)

  • Ich habe immer das Gefühl, die Menschen würden auch um 1 Uhr nachts noch kommen, wenn man denen die Möglichkeit gäbe.

    Natürlich. Und sich beschweren wenn es nicht mehr alle Brotsorten frisch gibt. Das heutige Anspruchsdenken finde ich zum kotzen. Ist aber in anderen Gewerben nicht anders.

  • Wenn ihr euch regional und saisonal ernähren wollt, müsst ihr von Januar bis März mehr oder weniger hungern, weil nichts geerntet werden kann bei uns.

    Und ohne industrielle Landwirtschaft würde man die große Masse der Menschen nicht satt bekommen - wobei manche Auswüchse sicher nicht gut sind und besser vermieden werden sollten.

    Ohne Plastikschutzschicht hat man viel größere Verluste z.B. bei den Salatgurken - ich weiß echt nicht, was da das kleinere Übel ist, irgendeine Kröte werden wir schlucken müssen.

    Guten Appetit. :sz:

    Grüße Peter