Kinderanlage 2.0: Robo-Advisor für Aktiendepot: Fragen / Diskussion

  • Hallo zusammen,


    da hier sich einige Leute ja mit Anlagemethoden bisschen auskennen mal folgende Fragen:

    Ich würde gerne für meine 3 Jungs bei nem Robo-Advisor (in dem Fall OSKAR - Der einfache ETF Sparplan für Dich und Deine Familie) ein Konto anlegen und dort die über die Jahre eingegangenen Geschenke

    einzahlen. Dauerauftrag selbstverständlich inclusive.

    Meine Fragen:

    1) Was haltet Ihr von so nem Angebot?
    Hintergrund: Ich will mich nicht viel damit beschäftigen. Klar, es kostet Gebühren, aber ich denke es ist halbwegs "managed" und fordert nicht immer mal wieder

    ein eingreifen (bei dem ich mich auch erst wieder einlesen müsste).

    2) Würdet Ihr eher auf den Namen des Kindes eröffnen (zusätzlicher Freibetrag, Geld ist aber dann ab dem 18. Geb in der Hand des Kindes) oder lieber auf einem selbst?

    Ich finde so ein "sorglos" Teil relativ attraktiv, trotz der Gebühren.


    Sicherlich kommen wieder Argumente für: Mach doch ein einfaches Depot und kaufe irgendeinen ETF. Da ich aber generell mich da erst umfangreich einlesen müsste,

    finde ich sowas zu machen eher gefährlich (ohne Ahnung oder mit gefährlichem Halbwissen)

    Was meint Ihr?

    Edit: @admins: Den Link oben habe ich so prominent und werbemäßig nicht (!!) eingestellt.. ich habe nur die Domain oskar.de angegeben, das hat das Forum umgewandelt..
    Soll keine Werbung für den Anbieter sein!

    Grüße
    Markus


    To be or not to be · Shakespere | To do is to be · Nietzsche | To be is to do · Sartre | Do be do be do · Sinatra

    4 Mal editiert, zuletzt von powders ()

  • Regelmäßig werden die mit Luxusgehältern völlig überbezahlen Fondmanager bei der Performance von billigen und dummen Indexnachbildenden ETF geschlagen.


    Von daher spare einen Weltweiten 08/15-ETF für deine Kinder und mache Dir keinen Kopf, ob er auf 20 Jahre vielleicht einen Zehntel-% Performance schlechter ist.

    Auf 20 oder 30 Jahre Sicht sparst Du eine Menge Kosten.

    Die 1% Gebühren, die z.B. Oskar jedes Jahr kostet, muss wieder erwirtschaftet werden und mindert deine Rendite.

    Und die 0,14% "externe Produktkosten" müssen auch nicht sein, es gibt genügend kostenlose ETFs.


    Dass das ganze jetzt als "Robo-Advisor" versucht wird neu zu vermarkten, macht es auch nicht besser, schließlich wird diese "künstliche Intelligenz" dem Handeln von Fondmanagern angelehnt.

    In Zeiten von niedrigen Zinsen versuchen die Banken den Reibach mit altem Wein in neuen Schläuchen zu machen.


    Zusammenfassung:

    - Aktives Fondmanagement (durch wen auch immer) wird völlig überbewertet!

    - Beste Taktik: breit gestreut regelmäßig Investieren und einfach die Füße stillhalten.

  • Ich hab streng spießig unseren beiden einen Deka Juniorplan in A60 bei der Sparkasse gemacht. Monatlicher fester Betrag und Geschenke frei einzahlbar wie man lustig ist. Ok, vielleicht nicht die Megaperformance, aber ok. Die haben zwar auch ihre Aufschläge (alles andere wäre IMHO auch verdächtig), holen das aber bei Kindern über "Prämien" wieder etwas rein. Ich weiß es nicht mehr auswendig, aber ich meine es gibt über die Laufzeit 3 oder 4 Monatsraten die man als Prämie on top kriegt. Ich meine, am Anfang und immer nach 5 Jahren? Müsste mal nachsehen ggf.


    Deka-BasisAnlage A60 aktuell | DK2CFR | DE000DK2CFR7 | boerse.ARD.de


    Sparen für Kinder und Enkel | Deka-JuniorPlan


    Cephis Tipps sehe ich auch so: Cool bleiben. Wir reden da ja über einen Zeitraum von gut 15 Jahren bei den Kids und mehr. Und wenn man woanders mehr rausholen könnte, dann mag das sein, man kann aber auch in der Regel dann mehr verlieren wenn´s blöd läuft. Und die einzige Anlageform sollte das ja eh nicht sein.

    TUFKAF - The User formerly known as Feuerwehr520i

  • Sicherlich kommen wieder Argumente für: Mach doch ein einfaches Depot und kaufe irgendeinen ETF. Da ich aber generell mich da erst umfangreich einlesen müsste,

    finde ich sowas zu machen eher gefährlich (ohne Ahnung oder mit gefährlichem Halbwissen)


    Da muss man sich gar nicht groß einlesen und gefährlich ist es auch nicht, auf den falschen Fond zu setzen (solange es keine geschlossenen Immobilien Fonds oder Schiffsbeteiligungen sind ... ;) )

    Die ETF, die z.B. den MSCI World abbilden sind standartisiert und unterscheiden sich im Prinzip nur durch die Gebühren.


    Ich kann dir z.B. den hier empfehlen:

    fonds-detailseite.html?id_notation=26562449


    10-Jahres-Chart:




    PS: Nochmals zu "Oskar"

    Wenn ich bei denen etwas von "Rebalancing" lese bin ich etwas skeptisch.

    Wenn die regelmäßig wild das Depot umschichten und damit auch Fonds verkaufen, fallen natürlich in dem Moment Steuern auf die Kurserfolge an (und noch Transaktionskosten bei den Börsen).

    Dieses Geld fehlt dann bei den Zinseszinsen.

    Klar, am Ende muss ich eh Steuern zahlen, das Geld, das aber so lang wie möglich als Fondanteil im Depot verbleibt, kann aber immerhin noch Kurserfolge erzielen, die zu 3/4 mir gehören und nicht dem Finanzamt.