Thomas Cook Pleite

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  • Nu ja.... Condor ist sicher kein Billigflieger wie RyanAir, aber die Maschinen sind eng bestuhlt und alt und das ganze "Produkt" ist billig aufgemacht. Das die Preise höher sind als bei Ryan oder Sunexpress tut da nur wenig zur Sache.
    Ich würde auf jeden Fall never ever mit Condor fliegen.



    @FW Beitrag #98
    Würde ich ausnahmsweise unterschreiben.


    Ich danke Dir erfreut für diese Ehre... :D


    Condor ist wohl relativ eng bestuhlt, wobei das natürlich von der eigenen Körpergröße abhängt. Im Fall Griechenland 3h fliegen ist mir persönlich das relativ egal, 10h irgendwo in weite Ziele ist das aber sicherlich was anderes. Dadurch sinkt natürlich der CO2-Anteil pro Passagier wenn man mal 10% mehr reinpacken kann.


    Wie das mit dem Alter ist kann ich schlecht abschätzen. Wiki schreibt einen Schnitt von 17,3 Jahren, bei der Lufthansa von 12,0 Jahren und für Etihad z.B. nur 5,9 Jahre. Ryanair 8,1 Jahre :eek:
    Irgendwo müssen die Preise ja herkommen im Pauschalbereich. Wir hätten jetzt für eine Woche Rhodos knapp unter 2400€ gezahlt für 4 Sitzplätze im Flieger und das Hotel natürlich. Wie da der Anteil aufgeteilt ist bzgl. Flug, Hotel, Thomas Cock und anderen die noch die Hand dabei aufhalten ist mir aber natürlich nicht bekannt. Kann das jemand abschätzen?

    Signatur

  • Ich danke Dir erfreut für diese Ehre... :D


    Immer gerne zu Diensten :)




    Wie das mit dem Alter ist kann ich schlecht abschätzen. Wiki schreibt einen Schnitt von 17,3 Jahren, bei der Lufthansa von 12,0 Jahren und für Etihad z.B. nur 5,9 Jahre. Ryanair 8,1 Jahre :eek:


    Das Durchschnitts-Alter der Flotte ist nur ein (i.d.R. aber verlässlicher) Hinweis...


    Eine Fluggesellschaft kann auch in einem 20 Jahre alte Flieger eine moderne und komode Bestuhlung drin haben (siehe Siwss mit ihren A343.... ).


    Aber gerade die Ferienflieger wie Condor, vermeiden sowas natürlich, weil es Transportkapazität kostet.



    Mein Neffe ist Pilot, seit Jahren bei Sunexpress (Joint Venture 50/50 zwischen LH-Group und Turkish Airlines). Fliegt inzwischen auf deren "neuen" A330.... Die Bestuhlung ist absolut erbärmlich (auch weiter vorne).

  • Ok, dann dröseln wir das mal auf:


    Thema Flottenalter und Sicherheit
    Fakt ist: das Alter der Flugzeuge hat auf die Sicherheit kaum Einfluss, weil abhängig von den geflogenen Stunden regelmäßige Checks durchgeführt werden. Alle bei diesen Checks gefundenen Fehler werden routinemäßig behoben.
    Gerade in der Langstreckenflotte sind zudem die sogenannten Cycles (Starts und Landungen) in Relation zu den Flugstunden sehr viel niedriger, d.h. ein A320 macht vielleicht im Schnitt alle drei Flugstunden eine Landung, eine 767 vielleicht nur alle acht bis neun Stunden (Zahlen nur zur Veranschaulichung und frei erfunden).


    Was durchaus mit dem Alter steigt sind die Wartungskosten. Das macht den Betrieb teurer. Aber nicht unsicherer.


    Quelle: https://www.bild.de/reise/flue…condor-39761712.bild.html


    Im Jacdec-Sicherheitsranking für 2018 belegte Condor mit Platz 41 eine Position im Mittelfeld, hinter Lufthansa (21), aber vor einer Austrian (51) oder Swiss (60). Wir reden hier von Klagen auf hohem Niveau. Der letzte Condor-Unfall war 1988, insgesamt gab es nur drei Totalverluste in der Firmengeschichte, was gemessen an den Flugstunden wenig ist.


    Quelle: https://www.spiegel.de/reise/a…n-der-welt-a-1246389.html


    Thema Sitzabstand und Kabine
    Der Sitzabstand bei Condor ist schlicht durchschnittlich, auf der Kurzstrecke beispielsweise aber besser als bei Tuifly und Eurowings. Auf der Langstrecke kann man gegen Aufpreis bessere Sitze bekommen.


    Quelle: https://www.airliners.de/diese-sitzabstaende-airlines/46467


    Gerade auf der Langstreckenflotte hat man kürzlich Geld in die Hand genommen und die Einrichtung der 767 aufwendig renoviert.


    Quelle: https://www.airliners.de/condo…iness-economy-class/29376


    Thema Lowcost
    Condor und Lowcost haben so viel gemeinsam wie ein G-Modell von AMG mit einem Toyota Hybrid.
    Die Verpflegung an Bord ist auf Kurz- und Mittelstrecke kostenpflichtig, auf der Langstrecke ist die Standard-Verpflegung immer mit drin, gegen Aufpreis gibt es besseres Essen. Bei Eurowings muss man mindestens SMART buchen, um Essen zu bekommen, ansonsten geht es extra.
    Die Business Class ist weniger aufwendig als bei LH, kostet dafür aber auch wesentlich weniger.
    Das gesamte Konzept ist hochwertiger angelegt als bei Low Costern. Die Crews bekommen umfangreiche Service-Schulungen. Die Arbeitsverhältnisse sind tarifiert und gehören zu den attraktivsten in Deutschland und sind im europäischen Vergleich sehr konkurrenzfähig.
    Die Arbeitsverhältnisse Cockpit bei Eurowings schwanken zwischen "ok" (Eurowings Deutschland) und "Billigheimer" (Eurowings Europe), bei Ryanair gibt es zwar inzwischen deutsche Arbeitsverträge, aber die Machenschaften dieser Firma sind nach wie vor kriminell und unlauter. WizzAir und Konsorten sind schlichtweg Schrott, sofern man nicht aus Osteuropa kommt. Über Easyjet hört man keine schlechten Nachrichten. Auch hier keinerlei Gemeinsamkeiten mit den Low-Costern.


    Im Jahr 2017 wurde Condor zum Qualitätsführer unter den europäischen "Ferienfliegern" ernannt. Zitat: "Auf den hinteren Plätzen landen alle Billigairlines vom Schlage Ryanair bis Eurowings."
    Quelle: https://www.brand-trust.de/de/…deutschen-Reisehimmel.php


    Ich habe zwar keinen Neffen bei SunExpress, aber mein bester Freund fliegt bei Condor die 757 und 767. Ich selbst bin seit nunmehr fünf Jahren in der Airline-Welt unterwegs. Also denke ich zu wissen, wovon ich rede.


    Ich habe keinen Zweifel daran, dass das Condor-Konzept tragfähig ist und einen Käufer finden wird. Die Airline hat ein gutes Streckennetz, ausgezeichnete, gut ausgebildete und hoch motivierte Crews und einen Chef, der sein Handwerk versteht. Es gibt keine, wirklich absolut keine Parallelen zum Fall Air Berlin. Die AB war zuletzt eine Klitsche, die so horrormäßig unprofessionell und unwirtschaftlich gearbeitet hat, dass es nur schief gehen konnte.
    Das ist bei Condor nicht der Fall. Die Firma arbeitet gut und verdient Geld.

  • aber wenn die Bundesregierung mal eben 380 Millionen (!) Euro für einen Billigflieger ausgibt ist das ... gut ?


    Wieso gibt die Bundesregierung Geld für die Condor aus?:confused:


    Das ist ein Überbrückungskredit - der muß natürlich zurückgezahlt werden!


    Wie übrigens auch bei AirBerlin passiert (und ist auch zurückgezahlt worden, der Kredit kommt vor den normalen Insolvenzansprüchen)!

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Wieso gibt die Bundesregierung Geld für die Condor aus?:confused:


    Das ist ein Überbrückungskredit - der muß natürlich zurückgezahlt werden!



    die Zusage erfolgte für meine Geschmack arg schnell



    aber wenn man so schnell alle Fakten und Umstände prüfen konnte und der Steuerzahler sein Geld wiederbekommt soll mir das auch Recht sein

    Kofferraum statt Hubraum !


  • Das ist ein Überbrückungskredit - der muß natürlich zurückgezahlt werden!


    Wie übrigens auch bei AirBerlin passiert (und ist auch zurückgezahlt worden, der Kredit kommt vor den normalen Insolvenzansprüchen)!


    Wenn das so ist, was ich nicht überprüfen kann oder will, dann geht so ein "Überbrückungskredit" zu Lasten der restlichen Gläubiger dieses Unternehmens, weil es ggf. die Insolvenz nur weiter rausschiebt und damit die Erfüllungsquote, dadurch dass der Überbrückungskreditgeber erstrangig befriedigt wird, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weiter sinkt.



    Wie diverse Leute, die sich damit auskennen, behaupten, gibt es einfach im Billig-/Urlaubsfliegersektor derzeit massive Überkapazitäten, die eigentlich wegrationalisiert werden müssten, damit die Preise für die "Überlebenden" Airlines wieder steigen und auf Dauer überlebensfähig machen würden.


    Aber gut... es muss natürlich nicht Condor sein. Es kann auch eine andere oder zwei oder drei sein.... scheinbar versucht man das gerade so auf die Reihe zu bekommen.
    Wird allerdings nicht helfen, weil der Preiskampf solange weitergehen wird, bis eben die ersten Airlines die Füße strecken müssen.

  • Also Condor und billig kann ich eh nicht bestätigen. Ich hatte einen Hinflug Fra nach La Palma gesucht, über 450€ oneway in Eco. Billig geht anders.

  • Also Condor und billig kann ich eh nicht bestätigen. Ich hatte einen Hinflug Fra nach La Palma gesucht, über 450€ oneway in Eco. Billig geht anders.


    Ferienflieger und ein Oneway Ticket sind nun mal völlig inkompatibel. Das müsstest Du als Vielflieger eigentlich wissen.



    Wobei das mit den OW-Tickets zum Teil auch für Linien-Flieger wie z.B. LH, LX usw... oft gilt.


    Außer Europa ist ein OW-Ticket oft nicht oder nicht viel teurer als 50% eines RT-Tickets.
    Wenn TATL was oneway bezahlt suchst, streuben sich einem die Haare. Da gibt es oft nur die teuersten Buchungsklassen und das dann zu deutlich mehr als 50% des RT-Tickets.



    Also Deine Erfahrung, würde ich nicht unbedingt als Maßstab anlegen.



    Die Condor ist ab Deutschland return gebucht auf Langstrecke auf jeden Fall billiger als LH, LX oder OS. Ist aber auch kein Wunder, weil das Produkt (zumindest in der C, F gar nicht verfügbar) einfach deutlich schlechter ist. Die fliegen in C m.W. immer noch mit Recliner-Seats und mit etwas Glück mit 170%-Rutsche.

  • Thomas Cook will mit Hilfe von Neckermann weitermachen.


    Da bin ich ja mal gespannt, wie man das Vertrauen wiedergewinnen will? Mit der vollen Rückzahlung aller gezahlten Kundengelder?


    Kollegin hat heute verzählt, bei Ihrer Mutter wurde in der Woche vor der Insolvenzbekanntgabe der restliche Reisepreis noch per Lastschrift eingezogen. Keine Chance auf Rückholung.



    Die sollte auf jeden Fall mal der Lastschrift bei der Bank widersprechen. Der Widerspruch ist bis zu sechs Wochen nach Abbuchung möglich. Eine Insolvenz ist bisher auch noch nicht eröffnet.

  • Ferienflieger und ein Oneway Ticket sind nun mal völlig inkompatibel. Das müsstest Du als Vielflieger eigentlich wissen.


    Ist mir halt nur so bei meiner Suche aufgefallen. Letztendlich wurde es IB in C für 50€ weniger, auch oneway. Der Vorteil war halt Condor direkt, während IB mit Umsteigen in Madrid. Ist aber Wurscht, da ich eh erst am nächsten Tag arbeite.


    Als Vielflieger habe ich, wahrscheinlich genauso wie Du, wenig Berührungspunkte mit Ferienfliegern und somit auch keine Erfahrung. Und wenn ich in Urlaub fliege, so man das heutzutage in Anbetracht der Diskussionen im Nachbarthread überhaupt noch zugeben darf;), ist es Linie, ganz ohne Sicherungsschein.

  • Nachdem zuerst die kosten für die letzten urlauber aus dem versicherungstopf ausgeglichen werden, dürfte da sicher nichts für die bucher übrig bleiben.

  • Nachdem zuerst die kosten für die letzten urlauber aus dem versicherungstopf ausgeglichen werden, dürfte da sicher nichts für die bucher übrig bleiben.

    Das wird eng. Die Zurich sagt das selber schon: https://www.spiegel.de/reise/a…ng-zurueck-a-1289507.html


    Versicherungsjahr ist bis 1.11. bis 31.10. anscheinend. Da bin ich gespannt wie das gerechnet wird. Urlaub wäre ja erst 2020, aber unsere Anzahlung ist im aktuellen Versicherungsjahr.


    Ich denke, allein die aktuelle Rückholung/Hotelbezahlung frisst die aktuellen 110 mio. komplett auf. Das ist ja nixn. Bei nur 1000€ Kosten pro Schadensfall (lass da mal 4 Leute im Urlaub sein) was ja eh schon sehr niedrig gerechnet ist sind das lausige 110.000 Fälle.


    Ich rechne - wenn überhaupt - mit maximal 20% Rückerstattung.


    Bleibt zu hoffen, dass die Politik das als Anlaß nimmt, das Gesetz zu ändern und die Versicherungssumme an den Umsatz angepasst werden muss. Die 110 mios sind für ein Unternehmen wie TC oder auch nur Neckermann lächerlich gering. Freiwillig erhöht hat ja keiner. :rolleyes:


    Ist ja ohnehin fast schon eine Wettbewerbsverzerrrung wenn die kleinen Wettbewerber 110 mios. haben müssen mindestens und da x-mal überversichert sind während die Großen massiv unterversichert sind und sich eins ablachen.

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  • die bittere warheit ist wohl, das ganze dient nur zum rückholen der urlauber und als letzte finanzspritze um den laden abwickeln zu können. Schadenersatz für urlauber wurde dadurch nie realisiert.


    es wird auch von 500 hotel insolvenzen geredet.

    Einmal editiert, zuletzt von =Floi= ()

  • Was jetzt natürlich ein bisschen doof ist, dass man a) bislang immer noch nicht weder von Negermann noch von TC irgendwie informiert wurde als Betroffener und alles nur aus der Presse erfährt und b) man jetzt etwas in der Luft hängt, was denn nun ist. Kann man für den Termin nach Alternativen kucken? Oder bucht man dann was und hat 2 Reisen gleichzeitig dann verpflichtend? Einfach ne Woche später buchen, ok, ginge sicherlich. Aber vom Urlaub heimkommen und gleich wieder los ist auch jetzt noch sooo angesagt. Im Endeffekt kann man nicht mal nen 300€-Camping-Urlaub reservieren... :rolleyes:

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  • schreibfehler!


    ist das echt so ein problem nicht den urlaub (also den deiner arbeitsstelle) dann zu verschieben?!

    2 Mal editiert, zuletzt von =Floi= ()

  • Naja... momentan hab ich ja einen Urlaub gebucht und angezahlt. Von dem weiß ich jetzt aber nicht, ob man ihn antreten kann oder nicht. Ich gehe mal davon aus, eher nicht. Trotzdem ist das aber ja auch nicht sicher. Also kann ich nicht wirklich nach Alternativen suchen weil der Zeitraum war eh schon ausgesucht zwecks keine Ferien.


    Einen zweiten Urlaub zum gleichen Zeitraum buchen und dann zwei Reisen an der Backe haben zur gleichen Zeit? Oder anderer Zeitraum und dann innerhalb von z.b. 4 Wochen zweimal wegfliegen (und zahlen)?

    Signatur

  • Zur Not häng ich den Bumscontainer hinten an und fahr einfach los in die Richtung wo schönes Wetter ist. ;)


    Trotzdem wäre die Reise natürlich wünschenswert gewesen, weil eben letzte Möglichkeit für die nächsten XX Jahre den Ferien (und ihren Preisen :rolleyes: ) auszuweichen.

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