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  • Die diesjährige IAA in Frankfurt/Main steht im Zeichen der Auto-Krise. Viele Hallen stehen leer, u. a. haben die folgenden Hersteller ihre Teilnahme abgesagt:


    Fiat, Alfa, Lancia, Volvo, Peugeot, Citroen, DS, Renault, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Toyota, Lexus, Subaru, Chevrolet, Cadillac, Rolls-Royce, Aston Martin.



    Stattdessen bekommt die Deutsche Umwelthilfe und "Friday for Future" Gelegenheit für die Abschaffung des Automobils zu plädieren.



    Mehr unter: https://www.bild.de/regional/f…uecken-63908510.bild.html

    formerly known as Fastisfast2fast

  • Wenn Messen sterben, gibt das meistens viele Gründe. Es ist wohl kaum so, dass die vielen genannten Fernbleiber keine Autos mehr im Angebot haben. Nur das Konzept der Messe hat sich vielleicht überlebt - wie schon bei der CeBit zu sehen (und dabei spielen Computer heute eine größere Rolle denn je zuvor).



    Wahr ist allerdings, dass sich der Wert des Autos als Statussymbol gerade in Deutschland fundamental gewandelt hat, allerdings lange schon vor FfF und Klimakrise. Als ich ein Junge war, waren Autos so ziemlich das Allergrößte. In der Generation meiner Kinder spielen sie gefühlt gar keine Rolle mehr. Wir "Alten" haben noch Spass daran, aber wir sind irgendwann weg. :crazy:


  • Das ist auch der Grund, weshalb ich dieses Jahr nicht hinfahren werde. Der Knackpunkt solcher Messen sind die Emotionen. Und auch Autos sollen trotz aller (notwendiger!) Umweltdebatten nicht komplett auf Emotionen verzichten müssen. Die Umweltdebatten hat es schon immer gegeben. Insbesondere auch der Schwund an Ausstellern und die Verkleinerung der Ausstellungsfläche (BMW z.B.) sind untrügerisches Zeichen, dass die IAA vor dem Umbruch steht. Und damit irgendwie auch vorm Untergang.


    Ich fand es damals schon traurig, als die AMI in Leipzig erst schrumpfte, dann nur noch aller zwei Jahre gehalten wurde und letztlich komplett beerdigt wurde. :heul: Ich habe dort gern einen ganzen Tag verbracht und viel mitgenommen. :top: Das erste Mal auf der IAA (2005) war schon ein riesiges Erlebnis, dem die weiteren Male (2007, 2011, 2017) aber nicht folgen konnten.


    Für irgendwelche Scheinhaftigkeiten (Auto = Umwelt) bin ich aber nicht zu haben. Allein das E-Auto ist schon eine Lüge für sich, wenn man sich die gesamte Umweltbilanz betrachtet.


    Abgesehen davon fehlen spektakuläre Neuheiten. Früher war die IAA stets wichtiger Schauplatz. Heutzutage stellt selbst VW den neuen Golf lieber woanders vor.

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    4 Mal editiert, zuletzt von Rex ()

  • Mir persönlich war die IAA einfach zu voll, da war mir zu viel Gedränge!
    Auf die AMI nach Leipzig bin ich dagegen immer sehr gerne gefahren, da war man "viel näher dran" an den neuen Modellen! :top:

    Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht!
    (Theodor Körner)


    Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben!

    (Otto von Bismarck)

  • Mir persönlich war die IAA einfach zu voll, da war mir zu viel Gedränge!


    2017 war ich schon extra zu einem der Fachbesuchertage, das habe ich mir mal gegönnt - immer noch sehr viel los. :rolleyes: Dichtes Gedränge gehört einfach zur IAA. An manchen Ständen konnte man immer nur aus der Ferne mal einen kleinen Blick erhaschen, am schlimmsten war es immer bei Ferrari. Aber wenn so manch faszinierender Automobilhersteller fehlt, fehlt dann vermutlich auch das Gedränge. Andererseits rücken die Marken wohl auch immer enger zusammen. Die Hersteller können sich so große Ausstellungsflächen nicht mehr leisten - bzw. sie wollen es sich nicht mehr leisten. Andere Marken wie Peugeot verlagern ihr Marketing auch lieber ins Internet. Ich kann das schon verstehen, so ein Messe-Stand geht gehörig ins Geld und heutzutage informiert man sich 1.) im Internet und geht dann 2.) zum Händler seiner Wahl. Ein Messeauftritt ist eben nur Show und fast ausschließlich zur Imagepflege gut.


    Die AMI habe ich wirklich gemocht, war sie doch so etwas wie "Klein-Genf": Perfekter Zeitpunkt im Jahr, viele Neuheiten (hauptsächlich Deutschland-Premieren, aber auch Europa- oder sogar Weltpremieren gab es), für mich ideal gelegen und auch insgesamt nicht bedeutend schlechtere Infrastruktur als Frankfurt, kompakteres Messegelände, viele Probefahrt-Möglichkeiten (mit teils sinnvoller Route), etc...

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  • lasst mal die kirche im dorf. es macht für die hersteller wenig sinn vor der krise werbung zu machen. Da stirbt nicht gleich die ganze messe aus.
    ich denke die messe ist noch immer groß genug.

  • lasst mal die kirche im dorf. es macht für die hersteller wenig sinn vor der krise werbung zu machen. Da stirbt nicht gleich die ganze messe aus.
    ich denke die messe ist noch immer groß genug.


    Eigentlich ist sie sogar jetzt schon tot, wenn so viele absagen, genau wie das Gegenstück in Paris, das im vergangenen Herbst auch nur eine Leistungsschau der französischen Anbieter mit einigen Ausländern war. Einzig der Genfer Salon bietet noch spannendes in From von Exoten.
    Ich sehe mit das am Dienstag mal an, den Mittwoch habe ich aber für mich schon gestrichen.


    gruß
    Dieter

  • lasst mal die kirche im dorf. es macht für die hersteller wenig sinn vor der krise werbung zu machen. Da stirbt nicht gleich die ganze messe aus.
    ich denke die messe ist noch immer groß genug.


    Nööö...ist sie leider nicht. Mitte der 80iger bis Anfang der 2000ender...das war IAA Frankfurt! Heute leider nur noch eine von vielen sterbende Messen. Gleiches gilt für viele Grossmessen. Wie z. B auch in Hannover. Das Internet macht sie und die Kosten dafür überflüssig.

  • lasst mal die kirche im dorf. es macht für die hersteller wenig sinn vor der krise werbung zu machen. Da stirbt nicht gleich die ganze messe aus.
    ich denke die messe ist noch immer groß genug.


    So hat es mit der AMI auch angefangen. Und: Gibt es jetzt noch eine AMI?


    Zur Anmerkung: Die AMI in Leipzig war die zweitgrößte deutsche Automobilmesse nach der IAA.

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    Einmal editiert, zuletzt von Rex ()

  • Hier findet sich eine allumfassende Zusammenstellung der Neuerscheinungen auf der IAA 2019:


    https://www.autobild.de/artike…ten-absagen-14743917.html


    Neben dem neuen BMW 1er mit Frontantrieb ist freilich der 3er Touring als Volumenmodell zu nennen. Verrückt ist, dass der neue OPEL Astra mit Ottomotor ausschließlich mit 3-Zylindern ausgestattet ist. Und "sportliche" Modelle wie AUDI S6 und S7 werden ausschließlich mit Dieselmotor (349 PS) angeboten. Ebenfalls kurios, PORSCHE bringt im Cayman einen neuen 6-Zylinder Mittelmotor als Sauger. Der SMART for 2/4 wird zukünftig ausschließlich mit E-Motor angeboten. Der MB AMG A45 erscheint als stylischer Shootingbrake.

    formerly known as Fastisfast2fast

  • Mitte der 80iger bis Anfang der 2000ender...das war IAA Frankfurt!


    Sehe ich leider genauso, das war damals echt noch ein Event und gefühlt jedes Mal pompöser. 2001 war allerdings überschattet von 9/11, die Stille (alle Shows waren abgesagt) schon ziemlich gruselig.
    2005 wurde es das erste Mal etwas lächerlich, als alle dem Hybridhype hinterhergerannt sind und man den Eindruck bekam, dass man bald nichts anderes mehr zu kaufen bekommt. Vielleicht mit ein Grund warum ich den (schnellen) Durchbruch der E-Mobilität eher skeptisch sehe. 2009 war dann im Zeichen der Finanzkrise schon sehr zurückgefahren. Man hat es zwar versucht zu kaschieren, aber wenn man zB den Benz-Stand in der Festhalle in den Jahren davor kannte, war es sehr auffallend wie gespart wurde.
    Dieses Jahr wird es wohl noch deprimierender.


    Was mich richtig ärgert ist, dass Ökopopulisten und Linksextreme die Messe massiv stören wollen:
    s. z.B. http://www.iaa-demo.de


    Viele Grüße
    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von Michael29 ()

  • Zitat

    Stellt euch vor, es ist Automesse und keiner geht hin. In der kommenden Woche eröffnet die Frankfurter Automobilausstellung IAA ihre Garagentore. Und es wird in mancher Halle so einsam werden wie in einem Plattenhotel am Strand von Rimini im Dezember. Das Motto „Driving tomorrow“ der „internationalen Plattform für die Mobilitätswende“ scheint nicht so richtig zu funzen, gefällt aber bestimmt der bereits voll elektrifizierten talkenden Klasse (12 Volt).


    ...
    Die IAA zeigt, wohin die Reise für die Automobilindustrie geht – ich vermute mal nach Shanghai.
    ...
    In diesem Jahr muss man sich sogar einen Haufen Elektroautos ansehen und Interesse heucheln, das gehört inzwischen auch in Brumm-Brumm-Kreisen zur geistigen Sonderausstattung. Sogar Porsche stellt sein erstes vollelektrisches Mobil vor, den Taycan mit 761 PS. Das 2,3 Tonnen-Gefährt kostet schlappe 150.000 Euro und geht angeblich weg wie warme Semmeln, besonders bei Leuten, die wegen ihres Privatjets Flugscham empfinden.

    Dirk Maxeiner auf achgut: "Der Sonntagsfahrer: Eine Träne für Frankfurt"

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  • Von hinten schräg meinte ich erst einen Audi A5 zu erkennen, spätestens bei der Niere wusste ich aber Bescheid.


    Sieht wirklich stark nach Audi A5 aus. :o


    Im Gegensatz zum letzten 4er Concept hoffe ich diesmal angesichts der Nierenfront, dass er so nicht in die Serie kommt. Generell habe ich nichts gegen die klassischen, senkrechten Nieren und die Sharknose, aber dann bitte nicht so übertrieben. Schön umgesetzt war das ja mal am 3.0 CSL Hommage Concept (2015).

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  • Die C-Säule (einst mit "Hofmeister-Knick") mutiert zur AUDI Kopie und auf die Niere wäre Batman stolz :crazy:.

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