"Das Gegenteil von Gewöhnlich" - Die Marke dem Dreizack

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  • "Das Gegenteil von Gewöhnlich" war wirklich der Werbeslogan bis einschließlich FL MY18 für den Maserati Ghibli, Modellcode M157.
    Wie versprochen also mal der Thread zu meiner Fahrzeugwahl. Grund war einzig und allein der Gefühl, endlich wieder Leben zu spüren und Emotionen zu erleben.
    Auf der hiesigen Automesse schaute ich mich einfach um, habe in mehreren Fahrzeugen gesessen, die Stoffe angeschaut, die Verarbeitung. Entfeinerung allerorten.


    Nach der Messe ging es langsam los:
    Meine Wahl fiel als erstes auf den Ford Mustang, ich hätte auch die schlechtere Verarbeitung in Betracht gezogen wie damals beim E87, aber der war mir innen einfach zu laut.


    Dann schaute ich bei Jeep, weil sie einen wunderschönen Jeep GC mit dem Sonderleder Laguna grau/blau - außen auch blau vor Ort stehen hatten. Traumwagen, aber SUV? Es war die wirtschaftliche Variante im Vergleich zum roten SRT - ein Diesel.
    Ich suchte etwas, was nicht jeder fährt. Wobei ein GC sowas wie der Standard-SUV hier ist auf Grund des extrem guten Preis-Leistungsverhältnisses.
    Daneben war mir wichtig, dass ich eine analoge Tachoanzeige bekam bzw. behielt im Vergleich zum XF und wenig Assistenzsysteme, die mich stören.
    Wichtig war mir auch, dass ich ein Navi IM Armaturenbrett habe und keinen Designschrott eines aufgesetzten Tablets AUF dem Armaturenbrett.


    Beim ersten Besuch dort noch vor der Automesse sah ich mein späteres Fahrzeug beim Händler, frisch eingetroffen mit mehreren anderen. Ich sah, dass der Zegna hatte und wusste unweigerlich, dass das meiner wird. Kein Witz. Stattdessen sagte ich: "Schlag es Dir aus dem Kopf!" Ich dachte, es sind bestimmt Neuwagen für die Aktion vor dem Facelift (damals gab es Sonderzulagen beim Kauf eines Lagerwagens pre-FL).


    Als ich dann eines Sonntags - es waren mehr als drei Monate nach Erstanblick - wieder beim Jeephändler war, war "meiner" plötzlich ausgepreist - eine Occasion.

    :cool:

    Ich konnte es nicht glauben.
    So fasste ich mir ein Herz und frug nach einer Probefahrt in dem, die mir ohne Umschweife ermöglicht wurde.


    Kommen wir also zur ersten Probefahrt: Der Anblick von außen, das Perlmutt schillernde Cremeweiss, dazu die Titan-Felgen - ein Traum.
    Danach die Tür auf: Das Leder - ein Traum, da kommen die anderen Marken nicht mit. Poltrona Frau eben. Weiß abgesetzte Nähte und das Logo auf den Kopfstützen - ein Traum.
    Dann die Seide, die auch am Dachhimmel ist - ein Traum. Nebeneffekt: durch die graue Seide ist der Innenraum nicht ganz so dunkel wie bei schwarz/schwarz.
    Der Geruch ein Traum. Da ging nur die Patina vom 2010er XJ drüber, den ich vorher mal angeschaut hatte.


    Die Sitzprobe sollte alle - gelesenen - wichtigen Kritikpunkte aus dem MY14 widerlegen. Scheinbar hatten sie laufend Verbesserungen eingeführt. Kritik aus der allerersten Serie waren harte Sitze und eine komische Sitzposition. Mitnichten, die Sitze sind angenehm, und ich konnte prima sitzen. Einzig den kritisierten Seitenhalt - zu wenig für ein Sportauto - konnte ich nachvollziehen. Hier hat Maserati beim FL ja nachgebessert bei den Sportsitzen, die im GranSport Serie sind. Im GranLusso gibt es immer noch diese Sitze.


    Für einen Haptik- und Qualitätsfetischisten ist der Innenraum jedoch ein wahres Eldorado, zumal das Plastik sich deutlich besser anfasst als im F10 oder nun im neuen 5er. Optisch mag das bei den G-Reihen ja was hermachen, aber ich sehe die Qualität dahinter.
    Im XF wurde oftmals auch über das billige Plastik gemeckert, was optisch einfacher ausschaut, klar, aber dafür eben das Geld in Qualität statt in billigeres BlingBling ausgegeben wurde.
    Das im Video von hartvoorautos oder anderen kritisierte billige Plastik kann ich nachvollziehen (s.o.), aber muss dem widersprechen.


    Allerdings war ich überrascht über das MTC, das Maserati Touch Control: Das Navigationssystem ist identisch mit dem aus dem Jeep GC.

    :eek:


    Das ist auf den ersten Blick auch nichts schlechtes, rechnet es doch deutlich schneller als das von Jaguar, zudem sind die Neuberechnungen beim Abweichen von Wegen noch schneller als bei meinem damaligen CIC.
    Das "alte" Navi ist noch mit Kunststoffrahmen versehen und hatte noch keinen Dreh-Drückknopf, wie ihn schon das MY 2017 bekam. Ab MY 2017 gab es zudem eine ganze Displayfläche, in der der Rahmen unter dem Glas liegt.
    Insgesamt ist das alte jedoch deutlich stimmiger und ruhiger für mich, wirkt doch das neue Display überdimensioniert. Auch der Dreh-Drückknopf ist ein störendes Element im Innenraumdesign.
    Beide Varianten sind IM Armaturenbrett integriert

    :top:


    Dann jedoch das wichtigste: Der Start des Motors und der Klang. Toll, endlich wieder Benziner, erinnerte mich stark an meinen PP-ESD am N53, allerdings deutlich lauter und ich konnte vernehmen, dass ich einen Turbo fahren werde. Aber N53? Direkteinspritzer? Ja, wie sich herausstellte.
    Wobei ich Maserati attestieren muss, es vom Klang ingesamt besser hinbekommen zu haben als BMW beim N54ff. Der Turbo ist jedoch für jemanden, der darauf wert legt, leider immer noch zu spüren. Doch ich hatte noch nicht die Sportklappe geöffnet.
    Was da nach dem Warmfahren als Klang rauskam - Respekt, das für einen Turbo. Hammer.
    Kaltstarts mit offener Klappe - dazu berichte ich später mal

    :cool:


    Was ich jedoch zugeben muss, vom Fahren her wirkte der Biturbo trotz aller Dinge synthetisch für einen Saugerliebhaber, selbst wenn das Turboloch relativ gut kaschiert wurde. Da dachte ich schon auf den ersten Kilometern, dass das nicht meins ist.
    Hinzu kam das - wie bei hartvoorautos schon genannt - das große Lenkrad, was der Sportlichkeit jedoch entgegensteht.


    Mit jedem Kilometer gefiel sie mir jedoch besser. Klar, innen war der Motor immer präsent, jedoch nicht wie im Mustang.
    Ich hatte bei meinen Recherchen gelesen, dass es sinnvoll ist, abgedunkeltes Heck zu haben, da dann auch hinten eine Doppelverglasung dabei ist. Ab FL MY18 war Doppelverglasung rundum dann Serie.


    Für alle Fahrzeuge hatte ich eine Teststrecke entwickelt, die alle Schweizer Fahrprofile berücksichtigen sollte. Für die Deutsche Autobahn hatte ich leider keine Zeit für....
    Nebenbei bemerkt: Den Mustang stellte ich einmal mit 9.8l lt. BC und einmal mit 10.6l hin, wobei ich dem Verkäufer sagte, dass er wohl niemals wieder eine sparsamere Probefahrt haben werde.
    "Meine" Bella Macchina sollte ich mit 10.7l lt. BC abstellen.


    Einen weiteren Tag konnte ich eine blaue Schwester mit eher sportlicher Ausstattung (Carbonleisten, rote Nähte auf schwarzem Leder) fahren, hatte damit aber zwei Punkte, einer davon am Motor, die ich der Werkstatt nennen konnte. Der Wagen stand dann später auch zur Reparatur in der Werkstatt.
    Von erster Probefahrt bis Unterschrift vergingen jedoch 6 Wochen, in denen ich überlegt habe, auch Zeit für die Aussenwirkung genommen habe, ebenso alle laufenden Kosten, alles zu Fehlern und möglichen Überraschungen, welche Qualität insgesamt vorliegt. Eine wichtige Empfehlung hatte ich aus einem englischsprachigen Forum: Täglich 10Meilen fahren. Angeblich von Maserati USA.
    Beobachtet wurde, dass die, die den täglich fahren, weniger Probleme haben als die, die den Wagen wenig benutzen.:crazy:


    Die Qualität ist mir wichtig, denn schließlich war der XF das zuverlässigste Auto der letzten 17 Jahre, wenn man vom E46 Cabrio und 130i absieht.
    Zudem ist auch die Marke - in den 90ern gefiel mir der kantige Quattroporte IV schon - ein ganz anderes Statement. Man hat ja auch seine Sozialisation und ist vom Elternhaus geprägt bzgl. Marken.
    Nach viel abendlicher Recherche und dann Hineinfühlen entschied ich mich für den Tausch. Von erstem Anblick bis Abholung vergingen fast 6Monate..
    ...die erste Handlung noch vor Einweisung war wirklich das Abschalten des Totwinkelassistenten

    :cool:

    Mehr von dem modernen Gedöns gab es bis zum FL - Gott sei Dank - auch nicht!:D
    Grund ist dafür, dass bis beim pre-FL noch eine hydraulische Lenkung verbaut wurde. Die neue "elektrische" Lenkung sorgt dafür, dass sich diese synthetisch anfühlt - ein häufig genannter Kritikpunkt zu den FL-Modellen. Aber nur damit lassen sich diese unnötigen Assistenten wie Abstandsradar etc. verbauen.


    So wurde es dann eben eine Bella Macchina - die erste ihrer Art im hiesigen Forum:
    Maserati Ghibli SQ4
    3.0V6-Biturbo als Direkteinspritzer (entwickelt von Maserati, gebaut bei Ferrari)
    Leistungsdaten 302kW/410PS
    550nm (im Sportmodus über ein größeres Drehzahlband)
    Allrad, der nur 60kg Zusatzgewicht bringt, sehr hecklastig abgestimmt.
    Nutzt dieselbe Plattform wie der Quattroporte VI, Modellcode M156, ist jedoch kürzer.
    Länge 4,971m (damit 4mm länger als mein XF X250)
    Breite 1,95m (ohne Außenspiegel), Anekdote: damit 2cm breiter ohne Spiegel als mein E93 mit Spiegeln


    In der Schweiz nicht so selten wie in D, wo man sich als Masi-Fahrer grüßt ob der Seltenheit, aber trotzdem anders.
    "Das Gegenteil von Gewöhnlich" - auf jeden Fall.
    Ein Auto und ein Slogan, die beide zu mir passen.


    Weiteres dann mal später, ist ja viel geworden.....
    ....doch nun hat auch die Traditionsmarke aus Italien (105 Jahre) ihren eigenen Thread

    :)

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Noch Danke für den Bericht

    ;)


    Schönes Auto, ween gleich bei mir bei Italiäner die Alarmglocken klingen

    ;)


    Hast keine Fotos?



    Die Qualität ist mir wichtig, denn schließlich war der XF das zuverlässigste Auto der letzten 17 Jahre, wenn man vom E46 Cabrio und 130i absieht.


    Speziell, der E46 war mein schlechtester BMW. E93 & F11 viel weniger.
    Wenn dir Qualität so wichtig ist, ist es aber mutig ein Italiäner zu kaufen

    ;)




    ....doch nun hat auch die Traditionsmarke aus Italien (105 Jahre) ihren eigenen Thread

    :)


    Ist neben Alfa Romeo (Mittelsegment) die zweite Marke, wo Sergio Marchionne wiederbelebte um im Premiumsegment Fuss zu fassen.


    Ob es gelingt? Beide Marken haben im Volk der Ruf nach schlechter Qualität


    Nur mal Schweizer Stückzahlen bis 31.3.2019
    BMW 5409
    Merceders 6149
    Audi 4133
    Tesla 1811
    Porsche 430
    Lexus 147
    Masserati 93


    Wovon 25 Ghibli und 62 Levante

    ;)

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • Noch Danke für den Bericht

    ;)


    Speziell, der E46 war mein schlechtester BMW.


    100% Zustimmung....

    :rolleyes:


    Aber BTT: Maserati ist schon eine ganz besondere Hausnummer - was mir nur immer die Lust auf solche Exoten verleidet hat war das kein Händler in der Nähe ist. Amerikaner (Corvette etc..) Ebenso... VW, BMW, Benz da wüßte ich in meinem "Mittelzentrum" wo ich hin muß... Spricht aber nichts gegen solch einen Wagen wenn man einen Händler in der Nähe hat. Der Maserati Ghibli SQ4 ist wenigstens noch eine richtige Limo. Kein höher gelegtes irgendwas...

    :top:


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Der Maserati Ghibli SQ4 ist wenigstens noch eine richtige Limo. Kein höher gelegtes irgendwas...

    :top:


    Das stimmt, aber schau mal die Zahlen an, was Masserati verkauft.

    ;)


    wo macht Porsche seine Stückzahlen?


    2018 Zahlen Schweiz
    Porsche
    Macan 1118 / Cayenne 717
    SUV Total 1835
    Rest total 1729


    Porsche verkauft mehr "Geländewagen" wie der ganze Rest und mehr Macan wie 911 (1081 Stück)


    Masserati:
    Levante 330
    Rest 270


    Da siehste schnell, wo die Musik spielt.

    ehemals Driver 7
    Früher war alles besser

  • 100% Zustimmung....

    :rolleyes:


    Aber BTT: Maserati ist schon eine ganz besondere Hausnummer - was mir nur immer die Lust auf solche Exoten verleidet hat war das kein Händler in der Nähe ist. Amerikaner (Corvette etc..) Ebenso... VW, BMW, Benz da wüßte ich in meinem "Mittelzentrum" wo ich hin muß... Spricht aber nichts gegen solch einen Wagen wenn man einen Händler in der Nähe hat. Der Maserati Ghibli SQ4 ist wenigstens noch eine richtige Limo. Kein höher gelegtes irgendwas...

    :top:


    Munter bleiben: Jan Henning


    Merci vielmals. SO toll ich einen SUV in meiner Krankheit fand, den möchte ich erst in 20 Jahren wieder haben.....


    Du hast Recht bzgl Markenhändler. Habe ja einen nur 6km entfernt.


    Selbst bei meinen Eltern in der alten Heimat haben sie 54km entfernt einen Händler....


    Allerdings ist die Schweiz in einigen Dingen günstiger als Deutschland.


    Zwei Jahre Verlängerung der Werksgarantie kosten in D 3.400€, in CH 3'300CHF. :apaul:
    Auch die Fußmatten für den Winter waren in CH günstiger.

    :eek:

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasCrown ()

  • Driver
    Fotos kommen noch. Hab mir erst einmal das O.k für die Nutzung der alten Anzeigenfotos geholt, denn ich hab selbst noch keine Fotos gemacht. Doch, halt, eines mit Winterreifen letztes Jahr.


    Bzgl. Qualität: Mein E93 war - unabhängig von den ganzen Unfällen - deutlich mehr in der Werkstatt als der E46 als Cabrio. Der erste BMW, ein E46 320d touring, hatte auch Qualitätsmängel.
    An den XF kommt jedoch keiner ran von E61, E91 oder eben E46 touring


    Mir ist zudem die Qualität der Stoffe wichtig: Was nützt mir BlingBling-Kunststoff, wenn ich die miese Qualität sehen - und nicht nur fühlen - kann. Zudem das Leder, was - wie die Tage bei BMW wieder erlebt - oftmals auch als teure Variante eine Unverschämtheit ist.


    Zugegeben, die Sitzwange rechts am Fahrersitzt quietscht unter Belastung immer mal. Nein, ich bin mitnichten zu fett, sondern da spielen Naturstoff (Leder) und irgendeine Konstruktion innen mit.


    Sonst war ich wegen Geräuschen von den Kopfstützen schon beim Händler - beseitigt.


    Mir war klar, dass es ein Italiener ist, doch ich hab soviel erlebt, dass das für mich jetzt nichts Gravierendes darstellt.


    Morgen dann mehr zum Vergleich mit Erstserie. Diese hat mein Autohaus als Werkstattersatzwagen. Ein 2013er (MY2014) ist ein ganz anderes Auto, welches ich nicht ausgewählt hätte.

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Mich stört hier der Motor.
    Für viele gerade der punkt für den maserati. Als alltagsauto mit normalen kosten dürfte es bei den ersatzteilen schnell extrem teuer werden.


    Bei BMW und co. kann ich mir in gewissen maßen noch selbst helfen oder günstig ein gebrauchtes ersatzteil beschaffen. Bei so einem exoten zahlt man.
    Der motor wurde kompromisslos auf leistung getrimmt. Ist doch der abgeschnittene ferrari motor?!

  • @Floi
    Wer schön sein will, muss leiden.
    Oder: Stil hat man, Kleidung kann man kaufen. ;):D:D


    Im Ernst, die Kosten für die letzte Inspektion (60'000er) inkl. Shell 5W30 und
    Zündkerzen - Zahnriemen kommt bei der 80'000er - waren 740€.
    Da es fällig war, ich jedoch meine Eltern besucht hatte, hab ich das mitmachen lassen.:o Ich war schon 1'000km überfällig. Maserati hat wie BMW oder Jaguar auch 3'000km Überschusskilometer für die Garantie.
    Mein ML500 hat damals übrigens bei 80'000 mit Zündkerzen 880€ gekostet.


    Ok, der Satz 21" Michelin PSS kostet jetzt 1380CHF inkl. Montage und Entsorgung, aber in D wäre ich auch ohne Montage 1200€ los, kommt in CH also billiger;)

    :eek:


    Verbrauch waren über die ersten 19'500km ausgelitert 12.05l/100km, was ich für 410PS, Allrad und DI (non-BMW) gut finde.
    Grösstenteils tanke ich 95ROZ, weil es keinen Verbrauchsunterschied zu 98ROZ gibt.
    Wenn ich in D bin, tanke ich aber auch Ultimate oder V-Power, da DI.



    Was den Motor selbst angeht, der wurde von Maserati entwickelt und wird bei Ferrari gebaut, ist also kein abgeschnittener Ferrari-Motor.

    ;)


    Es gibt lt. englischsprachigen Foren die Empfehlung, täglich 10 Meilen zu fahren. Die Erfahrung der Ghibli-Nutzer zeigt, dass bei seltenem Gebrauch mehr Mängel auftreten:rtfm:


    Es ist und bleibt ein Fahrzeug, kein Standzeug.


    Doch anbei mal Fotos der Bella Macchina

    :cool:













    Und mit Winterpuschen:

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Guten Abend, mit Verspätung dann der versprochene Vergleich
    Erstserie (MY14) mit meiner Serie (MY16). Ab MY17 gab es das neue Infotainment, was auch eine neue Bedienleiste unterhalb des Monitors erforderte.
    Allein MY16 vs. MY17 zeigt auch da die allseits umsich greifende Margenoptimierung, da die neuen Tasten qualitativ schlechter wurden.



    Doch zur ursprünglichen Ausgangslage. Die Erstserie hatte verdammt viele Kritiken bekommen:
    - harte Sitze
    - schlechte Sitzposition
    - dünnes Lenkrad
    - zu grosses Lenkrad




    All das hat aus dem Auto ein ganz anderes gemacht als die nachfolgenden Jahre. Ein Erstserienfahrzeug hätte ich niemals gekauft.
    Im MY16 sind die Kritikpunkte 1-3 komplett beseitigt. Das Lenkrad ist nun dick, die Sitzposition so, wie sie sein sollte und die Sitze haben den Komfort, den man sich wünscht.
    Das zu große Lenkrad existiert aber immer noch.



    Allerdings gab es noch weitere Änderungen im Vergleich:
    - Naviführung: Ziel ist nicht mehr grüner Punkt sondern schwarz-weisse Flagge im Display zwischen den analogen Anzeigen im Cockpit
    - Insgesamt weniger Farbe im Display zum MY16 - gerade für mich traumhaft.
    - Versetzen der Tank- sowie Getriebetemperaturanzeige von rechts nach links(Tank) bzw. links nach rechts(Getriebetemp.).
    - Veränderung im Menu des Bordcomputer/Display z.B. BC A und BC B nicht mehr Punkt 5.&6., sondern Punkt 6 und dann im Untermenu zwischen beiden wählen. Ebenso einige andere kleinere Änderungen


    - Tasten im Lenkrad auch schon margenoptimiert.
    - Start-Stop-Automatik Serie und bei jedem Neustart wieder an.




    Ja, die Taste z.B. zum Tempomat ist haptisch deutlich schlechter (immer noch überdurchschnittlich), dabei fühlt sie sich deutlich "wackeliger" an.




    Was sie im MY16 immer noch nicht geändert haben, war die Darstellung von ä, ö, oder ü.
    Dort steht immer ein *, Bsp. Z*rcherstrasse.

    :rolleyes:


    Nicht schön, aber hey, das Leben hat wichtigeres zu bieten als sowas.
    Vor 10-15 Jahren hätte ich da sicher gemeckert wie ein Rohrspatz, aber heut?


    Mehr dann im Laufe der Zeit.
    Wie Ihr seht, nicht das perfekte deutsche Auto, dafür aber Emotion und ein Design sowie Stoffe, welche(s) nur Italiener können.

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Auf Grund des Berichtes von Bavarian mit seinem C43 fiel mir ein, dass ich noch ein paar Dinge zum Alltag sagen wollte.
    Bavarian sprach ja vom Drift.


    Dazu war ich mal im Winter in den Appenzeller Hügellandschaften. Der Allrad des Ghibli ist ja eine Entwicklung von Puch, wiegt nur 60kg und einer der leichtesten Allradantriebe.
    Was Maserati da aber fahrtechnisch hingezaubert hat, ist einfach beeindruckend.
    Die Kraft geht möglichst mit 100% an die Hinterachse, je nach Straßenzustand innert Millisekunden werden bis maximal 50% an die Vorderachse gegeben.


    Was soll ich sagen: Der Ghibli fährt sich oft wie ein Hecktriebler. Gerade im Winter schön zu erleben, als ich mit bilderbuchgleichen langgezogenen Drifts herrlich durch die verschneiten Kurven fahren konnte.
    Auch die Autobild spricht in ihrem Test 2015 davon
    https://youtu.be/9678jxgGzE4


    Auch bezüglich des Klanges bzw. der Lautstärke wollte ich noch was sagen:
    Beim Kaltstart mit offener Klappe ist die Ghibli eine der lautesten Fahrzeuge, die ich kenne.
    Als meine Eltern das erste Mal den Wagen erlebten, wir hier zum Brunch wollten, musste ich den Wagen ja starten.
    Meine Mutter hatte danach Ohrenschmerzen, so laut war das für sie

    :o

    Selbst wenn das Klangbild als gut empfunden wurde.
    Zum Klang mal dieses Video:
    https://youtu.be/ti4GWmr02jA


    Oder in Aktion: https://youtu.be/Sr2cPgrm6PQ


    Oder als Kurzbericht:https://youtu.be/ok4QTYwMQo0



    Wobei es schon Spaß macht, manuell zu schalten, die Klappe offen zu haben und dann z.B. Gangwechsel 1. zu 2. oder 2. zu 3. Gang bei gut 3000U/min zu schalten. Das stilvolle (nicht so protzig wie M oder AMG) Sprozzeln aus dem Auspuff, leider geil

    :cool:


    Ach so, auch hier beim letzten Besuch bei meinen Eltern ein pubertierender im Einkaufszentrum in PB. Dort stand ich untere Etage, obere ist ohne Dach.
    Da stand ich extra weit weg wegen der Parkplatzrempler. Doch der Junge kam, frug, ob er mein Auto aufnehmen dürfte und ob ich auch mal Gas geben könne.
    Mir hat es Spaß gemacht, den Schallraum zu nutzen

    :cool:


    Als er sich dann mal kurz hinter das Lenkrad setzen durfte, war es schön, seine Freude zu sehen.
    Allerdings lief er dann auch danach zur Kreuzung, um mein Auto zu filmen

    :eek:

    :o


    In Augsburg hat mich eine Musikgruppe, die im Parkhaus einen Dreh hatte, auch gefragt, ob sie mein Auto im Clip zeigen/nutzen können.


    Was aber besonders für mich war: Mein Vater, der alte Rennfahrer, hat sich zwar immer für meine Autos interessiert, aber fahren, nein.
    In meine "Cathy", die XKR, hat er sich ja schon reingesetzt, aber meine Bella Macchina wollte er dann doch mal fahren.

    :o

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Nachdem ich nun mit einer Woche Verspätung meine Sommerreifen endlich bekommen habe, mal ein neuer Bericht.
    Anmerkung zu dem Satz Pirelli PZero vorab: Die Reifen waren vorne runter, vor allem an der Innenseite. Die hinteren Reifen hätten noch 1000-2000km gehalten.


    Das heisst, dass sie allradtypisch die Vorderräder schneller laufen lassen, anders ist der schnellere Verschleiss nicht für mich zu erklären, zumal die Kraft oft 70-100% hinten ist.



    Seit 2011 fahre ich ja doch begeistert PZero. Wobei ich zugeben muss, dass ich beim XF auf Dunlop gewechsel wäre wegen der immer lauter werdenden PZero. Mit der Zeit ändern sich ja die Prämissen.


    Doch der Wechsel auf die Michelin PSS hat aus meinem Auto quasi ein anderes Auto gemacht.

    :eek:


    Der Abrollkomfort ist deutlich gestiegen, deutlich zu merken an der Abzweigung, die ich täglich als erstes nutze, welche durch einen leichten Bordstein geprägt ist. Da schlägt das nicht mehr so durch.
    Insgesamt federt der PSS deutlich besser weg, Querfugen stuckern nicht, sie gehen "fein durch den Wagen", auch Unebenheiten im Belag werden komfortabler weggebügelt, dabei jedoch sehr fein zurückgemeldet an den Fahrer.


    Hinzu kommt ein nochmal besseres Einlenkvermögen bzw. die Rückkopplung dazu.
    Interessant hingegen die unterschiedlichen Abrollgeräusche:


    In meiner Migros, in der ich gern einkaufen gehe, werden die Abrollgeräusche vom TG-Boden geschluckt, beim PZero war das Abrollen auch bei langsamer Geschwindgigkeit zu hören.
    In der Abfahrt der TG des örtlichen Manor hingegen war auf dem geriffelten Boden ein Geräusch wie eine sich lösende Klebemasse zu hören.
    Auch ein Phänomen, was ich wie das andere oben in den insgesamt 8 Monaten PZero niemals hatte.



    Daher habe ich heut mal das "berühmte" Haftvermögen getestet. Eine Kurve oberhalb meines Dorfes ist ein Anreiz, da sie schon eine steilere Kurve ist, vom Berg runter eine recht anspruchsvolle Rechtskurve:
    In der alten XKR sind 70-75 gerade noch o.k., das Gefühl ist aber dann schon Richtung Adrenalinstoß.
    Mit den PZero und Sportdämpfung auf der Bella Macchina waren Tacho 75-80 grenzwertig, das Gefühl sagte einem, dass die Grenze mehr als nah ist.:o
    Nun mit den PSS ohne Sportdämpfung ist das bei Tacho 80 souverän, zeigt einem aber an, dass noch etwas mehr ginge, wobei man sich immer noch sicher fühlt.



    Wahnsinn, wie überlegen der PSS dem PZero ist. Zumal der PSS quasi auch noch einen Komfortreifen im Vergleich zum Holzrad PZero darstellt.

    :eek:


    Jetzt bin ich gespannt, wieviel länger der Reifen hält.
    Es könnte sogar sein, dass die Reichweite des Tanks sich um bis zu 50km erhöht.
    Nur die erste Beobachtungen meiner Tankanzeige und Restreichweiten.



    Eigentlich wollte ich noch mal Kritikpunkte des Fahrzeuges nennen, doch ich muss erst einmal den Tag setzen lassen.

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Das heisst, dass sie allradtypisch die Vorderräder schneller laufen lassen, anders ist der schnellere Verschleiss nicht für mich zu erklären, zumal die Kraft oft 70-100% hinten ist.


    Sorry, aber das ist leider ein ziemlicher "Unfug"

    1. Jedes Fahrzeug mit Allrad hat seit Anbeginn der Allradzeit mit gewissen Ausnahmen ein "Verteilergetriebe" das nicht nur die Kraft verteilt sondern auch Drehzahlunterschiede ausgleicht. Ansonsten könnte man mit nem Allradler keine Kurven Fahren weil in der Kurve ein Auto nämlich vier verschiedene Radien für die Reifen hat, was man im Schnee leicht sehen kann. Für zwei wäre eine Allradlenkung mit dem gleichen Einschlag hinten wie vorne nötig

    2. Selbst bei Geradeausfahrt wäre ein schneller laufendes Radpaar unsicher weil es zu Schlupf und damit zu verminderter Haftung an einer oder beiden Achsen führen würde.

    3. Erhöhter Verschleiß an einer Achse muss nicht unbedingt mit dem Antrieb zu tun haben, Gerade einseitiger Verschleiss kann mit dem Verhalten des Fahrers in den Kurven oder seinem Fahrprofil zu tun haben. Auch die Gewichtsverteilung oder die elektronischen Helferlein tragen dazu bei (z.B. führt das automatische Anlegen der Beläge um die Scheiben trocken zu halten immer wieder zu nem kurzzeitig erhöhten Abrollwiderstand der zwar nicht bis zum Schlupf geht aber so wie beim Bremsbelag auch beim Reifen zu nem minimal erhöhten Verschleiß führt).

    Is alles Physik

    ;)



    Georg

    Das BMW Cabrio ist eines jener sachlichen Transportmittel, das grundsätzlich offen, vollgetankt und mit dem Schlüssel im Zündschloß in der Garage stehen muß - für alle dringenden Fälle.

  • Vorne innen ist doch normal bei sportlicheren Autos mit negativem Sturz die um Kurven getragen werden.

  • Sodele, nach langer Zeit auch mal wieder hier.

    Hab nun fast 44.000km mit der Bella gefahren - ich bin immer noch happy. Entschädigt für die viele Arbeit und die heftigen Ereignisse der letzten Monate.


    Ach so, mal zur Info, was ein großer Service mit Zahnriemen der Nebenaggregate kostet im Vergleich zu anderen Marken:

    80.000er sollte 1290€ kosten beim Händler in der Nähe meiner Eltern.

    Hier hab ich nach Sichtkontrolle Werkstattleiter ohne Wechsel der Riemen rund 1200CHF bezahlt, aber da war auch - ca. 1.5h Arbeit - der Wechsel

    der Batterie mit dabei.

    Diese hab ich - eine Varta mit Gelkissen - einbauen lassen, da bei vielen Ghiblis in den Foren die Batterie oft nach 5 Jahren Schlapp macht.

    So waren es nur vier, aber es war auch ein Test, zumal dieselbe Artikel-Nummer auch in meine Grand Dame passt.


    Bremsbeläge musste ich jetzt auch komplett wechseln, kostet ebenso rund 1150CHF. Scheiben sind noch gut.


    Vebrauch müsste ich litern, liegt aber immer um 12l.

    Auf meiner Fahrt nach Leipzig Anfang Februar war aber festzustellen, dass er V-Power verwertet und auch da unter 12l lag, trotz Tempomat 180.


    Das mal als Zwischeninfo, auch um mal den Vergleich zu der hier eigentlich präferierten Hauptmarke :D

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Danke für Deinen Bericht und das Lebenszeichen!


    Ich vergleiche mal mit meinem kleinen Alpina B4:


    Der Zahnriemen ab Werk ist nach 95 000 km noch in Ordnung; Batterie auch.

    Bei 88 Tkm waren alle 4 Bremsbeläge und 2 Scheiben vorne fällig und verlangten quietschend nach Austausch. Motor(emissions)steuerung meldet Fehler.


    Bremsen mit allem Drum und Dran: 1792 €

    Motorsteuerung (div. Fühler spinnen): Zweitägige Fehlersuche und Reparatur: Kulanz BMW


    Dein Verbrauch ist mehr als zufriedenstellend.

    Hier im Winter 10,7l, im Sommer waren es 10,5l.

    Nur Ultimate 102 (wird für Heißbetrieb im Sommer werksseitig empfohlen und von der Motorsteuerung erkannt).


    Ich glaube, Deine Grande Dame ist wirklich eine. Ein Bekannter im Schwarzwald wurde nicht so glücklich mit ihr und hat sie gegen ein Sechser-Coupé eingetauscht. Die Probleme mit den Hochdruckventilen waren nicht in den Griff zu kriegen, und wenn die Werkstatt des geringsten Misstrauens dann über 200 km weit weg ist...


    Weiterhin Gute Fahrt! :cool:

    Wäre dieses Jahr ein Fisch, ich würde ihn wieder ins Meer werfen.

  • Korynaut
    Danke für die Info und den Quervergleich.

    Verbrauch sollte ich mal Litern.


    Das mit dem Ultimate kann ich Dir als ehemaliger N53-Fahrer nur ans Herz legen, zumal ich bei meinem deutlich unterschiedliche Öl-Temperaturen hatte:
    95Oktan 90-95 Grad

    98Oktan 95-100Grad

    102Oktan 100-105Grad


    Zudem hat mein N53 1-1.5l weniger bei Tempo 180 gebraucht mit Ultimate.


    Was die Grande Dame angeht, das ist meine "Cathy", die XKR 4.0. Meine italienische Dame ist meine Bella. ;)

    Wenn Dein Kumpel auch eine Ghibli hatte, stellt sich die Frage, ob er sie täglich gefahren hat. Denn als Daily scheint

    der Maserati deutlich weniger Probleme zu machen.


    Die Zahnriemen für den Motor kommen später, bei 80.000 sollen nur die Nebenaggregate gemacht werden.

    Zündkerzen sind bei 60.000 und dann wieder 120.000km fällig.

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Zahnriemen für nebenaggregate? Gibt es sowas wirklich?

  • Zahnriemen für nebenaggregate? Gibt es sowas wirklich?

    Steht so auch im Handbuch. Hat mir der Werkstattleiter selbst ebenso gesagt.

    Das Gegenteil von Gewöhnlich

  • Ach so, hier hat ein Ghibli mal eine Nebenrolle

    Du hättest mich warnen sollen. Das arme Auto, irgendwie bin ich da zu emotional :heul:


    102Oktan 100-105Grad bei Ultimate stimmt haargenau! :)

    Als ich den B4 mal 6 Wochen bei Alpina hatte (Fehler auf allen Zylindern; es war letztendlich eine Riesencharge Kerzen, die einen Hau hatten; wurde alles von BMW und Alpina bezahlt, incl Leihwagen), wurde der Motor auf Verdacht zerlegt, sagte man, und man habe noch nie einen so sauberen Motor aus dem Kundenbereich gesehen.


    Ach Gott, ein Hobby braucht der Mensch. :top:

    Wäre dieses Jahr ein Fisch, ich würde ihn wieder ins Meer werfen.