Tempolimit - Das neue "Dieselkillen"

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  • So schaut es aus. Früher(TM) waren 98% aller Männer gegen ein Tempolimit und die anderen nicht ernst zu nehmen. Aber das ist 40 Jahre her...

    Da war der Neid wohl noch nicht so ausgeprägt.

    Viele Grüße
    Oliver

  • Heute kenne ich kaum noch Tempoliberale, und selbst mir, der ich kein Tempolimit will, kommen die meisten Argumente der Pro-freie-Fahrt ziemlich merkwürdig vor. 🙄

    Ich will auch keins, aber die Argumente der Tempolimitbefürworter kommen mir zumindest ähnlich hanebüchen vor wie die der Gegner. Und solange es kein wirklich schlagendes Argument für eine Einschränkung der Freiheit gibt bin ich dagegen.

    Der Zentralrat der Taschendiebe fordert die sofortige Abschaffung sämtlicher Corona-Regeln - vor allem der Abstandspflicht! ^^

  • Wie heißt es so schön: Wenn es nicht absolut notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen dann ist es absolut notwendig kein Gesetz zu erlassen... Letzteres dürfte beim Tempolimit wohl der Fall sein.

  • […] und selbst mir, der ich kein Tempolimit will, kommen die meisten Argumente der Pro-freie-Fahrt ziemlich merkwürdig vor. 🙄

    "Merkwürdig" ist ein netter Begriff dafür. Ich habe es oben schon mal geschrieben, sehr viele der - auch hier - angeführten Argumente gegen ein Tempolimit sind bei genauer Betrachtung eher noch Öl ins Feuer der Limit-Fraktion, auch weil sie zwar teils sachlich klingen, aber letztlich allenfalls höchstemotional sind. Ebenso wie das Ausweichen auf "aber die Radfahrer sollen erst mal!!!" oder "Fußgänger machen auch...". Das ist ja schön und gut, aber um die geht es hier nicht. Die Gretel aus Löneberga kennt das ja auch, da läuft es genauso. ;) Hier geht es darum, ob ein Tempolimit kommt oder nicht und nicht ob irgendein schwarzgekleideter Honk ohne Licht nachts mit dem Rad über Rot brettert.


    Insofern finde ich die Entscheidung des ADAC nicht wirklich verkehrt. Es heißt Allgemeiner Deutscher Automobil Club und nicht Allgemeine Deutscher Autobahn Club. Und wenn die Mehrheit in meinem Sportverein plötzlich nicht mehr die Fußballer sind sondern die Mädels von der Damengymnastik, dann ist das halt so und dann geht es halt eher nach den Wünschen derer, die die Mehrheit stellen bzw. hört sich ein vernünftiger Vorstand erstmal unter seinen Mitgliedern um und positioniert sich dann anstatt gegen eine Mehrheit der Mitglieder zu handeln. Da kann ich dann natürlich in einen anderen Verein wechseln wenn ich denke, der wäre geeigneter für mich.

    Ich so: 2020 wird ein super Jahr!

    2020 so: Halt mal mein Bier... ;-)

  • Nochmal: es ist niemand, wirklich niemand(!) dazu gezwungen auf den hiesigen Autobahnen sein Auto und sein Fahrkönnen voll ausreizen oder überreizen zu müssen.
    Es ist problemlos möglich, sich mit Abstandstempomat hinter nen LKW zu klemmen und die Fahrt zu genießen und zu entspannen sowie sich am geringen Verbrauch zu erfreuen.

    Wenn Fahrzeugführer A. aus der Nähe von N. bei moderat gefüllter Autobahn schneller fahren möchte, dann sollte es kein Problem darstellen sofern er niemanden dabei behindert oder gefährdet.

    Straßenverkehr / Fortbewegung an sich ist generell risikoreicher, als mit dem Hintern und vMax 0kmh an fester Stelle zu bleiben - dessen sollte man sich bewusst sein.
    Auf ner geraden, gut einsehbaren Autobahn kann aber auch ein Twingo mit 160 sicher fahren, ebenso wie bspw. die E Klasse dann halt mit 220.


    Die Gründe warum derjenige das so macht sind ebenso vielfältig wie die Gründe für die Wahl des Fahrzeuges, die Wahl der Strecke, die Wahl der Zeit usw.


    Und wenn nun alle sich so verhalten, wie es eigentlich bereits angedacht ist, dann gäbe es keine Probleme mit "Rasern" und keine Probleme mit "Schleichern".
    Daran ändert auch ein allgemeines Limit nichts(!).

    Fehlverhalten einzelner rechtfertigt nicht, dass die gesamte Gruppe sanktioniert wird.
    Dann lieber Kontrollen und entsprechende Strafen - haben wir alles bereits, wird nur nicht angewendet.


    Gefühlt degenerieren wir alle paar Jahre ein bisschen weiter im Hinblick auf den Straßenverkehr und dessen Teilnehmer.

    Am gefährlichsten im Straßenverkehr sind die Leute,
    die immer so dicht vor einem herfahren.

  • Ne, vielleicht in Autoforen, aber nach neutralen Umfragen sind 55-65% für ein Tempolimit

    Facebook-Abstimmung von Bayern 1 (jetzt eher nicht als Hochburg der jungdynamischen Vertreter bekannt) - 36% für ein Tempolimit, 64% dagegen (~10.000 Teilnehmer)

    Der WDR hat vor etwas über einem Jahr eine Abstimmung mit 60.000 Teilnehmern durchgeführt, da waren 10% für ein Tempolimit.


    Sind jetzt alles keine direkten Autoforen...


    Siehe oben - beim Morgenpost-Link war übrigens direkt eine laufende Umfrage zu sehen, bei der 56% gegen ein Tempolimit waren.


    Komischerweise sind Mehrheiten für ein Tempolimit immer nur bei "repräsentativen" Umfragen zu finden - vielleicht sind bei solchen "repräsentativen" Umfragen Gruppen überrepräsentiert, die mit dem Autofahren nix, mit Gängelei dafür umso mehr am Hut haben...

    Grüße
    shneapfla
    B12 - Caddy 59 - Caddy 58 -B6 statt V12
    [X] <- Nail here for a new monitor
    Ich lebe zwar über meine Verhältnisse aber immer noch nicht standesgemäß!!

  • Es gibt gefühlt immer mehr Menschen die meinen, dass nur ihre Meinung und ihr Verhalten das einzig richtige ist und diese wollen dann den anderen ihre einzig wahre Überzeugung aufzwingen. Oft gepaart mit einer moralisch überheblich Art müssen Andersdenkende belehrt und bekehrt werden. Komischweise sind das auch oft diejenigen, die immer wieder was von Toleranz faseln und komischerweise findet man diese Klientel sehr oft bei den Grünen und Linken.

    Dieser momentane Vorschriften- und Verbotswahn auf so vielen Gebieten wird langsam unerträglich.:kotz:

    Gruß
    schecke

  • Hallo


    Das jeder in seiner Blase lebt ist sicher richtig. Ich habe in meiner Umgebung wirklich niemanden der Ernsthaft für ein Tempolimit ist. Nur einen zugegeben größer werdenden Teil mit "ist mir egal", "betrifft mich nicht", "Ich habe gar kein Auto"....


    Ist aber auch ungefähr so neutral wie wenn man Samstagsnacht 23.00 Uhr bei McDonalds nach der Meinung zu Biolandwirtschaft fragt...^^


    Munter bleiben: Jan Henning

    "Was ist das entwertendste was Sie dem Recht, welches wir respektieren sollen, antun können? - Erlassen und vollstrecken Sie ein Gesetz das des Schutzes unwürdig ist." Akane Tsunemori

  • Es ist problemlos möglich, sich mit Abstandstempomat hinter nen LKW zu klemmen und die Fahrt zu genießen und zu entspannen sowie sich am geringen Verbrauch zu erfreuen.

    Ja das will ja keiner. Es möchter ja jeder genaus seine Geschwindigkeit zwischen 90 und 250 durchgängig fahren. Alle anderen haben sich danach zu richten.

    Also wenn vor mir ein langsamerer ist, muss der weg, ein Schnellerer hinter mir hat zu warten, bis ich ohne vom Gas zu gehen, den vorbei lassen kannen.

    Mit dem sinnvollen Limit 130 würden schon mal 120 verschiedene Geschindigkeiten entfallen.

  • Nochmal: es ist niemand, wirklich niemand(!) dazu gezwungen auf den hiesigen Autobahnen sein Auto und sein Fahrkönnen voll ausreizen oder überreizen zu müssen.
    Es ist problemlos möglich, sich mit Abstandstempomat hinter nen LKW zu klemmen und die Fahrt zu genießen und zu entspannen sowie sich am geringen Verbrauch zu erfreuen.

    Das Tempo an sich ist nicht der Punkt.

    Die Gefahrenlage ergibt sich aus den unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die gefahren werden. Da kann man auch nicht mit Vernunft kommen.

    Wenn es auf begrenzten Raum hohe Deltageschwindigkeiten gibt, dann reicht das Fehlverhalten oder die Unaufmerksam eines Einzelnen. Das macht die Sache nun mal gefährlich. Das sollte man sich auch als Tempolimit Gegner eingestehen. Ich tue es zumindest.


    Klar, wir hier im Forum sind niemals unaufmerksam, machen niemals Fehler und fahren immer der Situation angepasst, wir bräuchten nicht mal ein Tempolimit in der Stadt, weil wir alle so tolle Hechte sind. ;)

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Da war der Neid wohl noch nicht so ausgeprägt.

    :D

    Die Neidkeule hat hier noch gefehlt.

    Könnte einer der Gegenfraktion bitte schreiben, dass nur Leute mit einem kurzen Penis schneller als 130 fahren?

    Das würde wieder für ein wenig Gleichgewicht sorgen.

    Ich will auch keins, aber die Argumente der Tempolimitbefürworter kommen mir zumindest ähnlich hanebüchen vor wie die der Gegner. Und solange es kein wirklich schlagendes Argument für eine Einschränkung der Freiheit gibt bin ich dagegen.

    Früher gabs noch den Spruch, dass man Freiheit nicht für Sicherheit aufgeben darf.

    Was aber in der Politik jetzt auch Gang und Gebe ist.

    Auch wenn ich deutsche Autos nicht für so schlecht halte, dass sie den Autobahnbonus bräuchten, war man sich hier doch eigentlich einig, dass es nur wegen der Industrie kein generelles Tempolimit gibt.

    Aber wenn es zum eigenen Standpunkt passt, dann ist es okay, wenn die Industrie die Gesetze macht?

    Wir haben hier mittlerweile vor jeder Einmündung Überland ein Tempo 70 Schild stehen.

    So eine "Sicherheit" auf der einen Seite macht eigentlich klar, dass die gleichen Leute auf der anderen Seite nicht für freie Fahrt wären.

    Nochmal: es ist niemand, wirklich niemand(!) dazu gezwungen auf den hiesigen Autobahnen sein Auto und sein Fahrkönnen voll ausreizen oder überreizen zu müssen.


    Shice, man.

    Und Du kommst echt nicht von alleine darauf, dass es den Leuten, die nur 130 fahren wollen, nicht um ein Tempolimit geht, weil sie sowieso nicht schneller wollen, sondern weil sie die Nase von den Dränglern etc. voll haben?

    Denke, dass selbst hier im Forum irgendwo Beiträge zu finden sind, die besagen, dass man auf ausländischen Autobahnen ganz entspannt fahren kann, weil einem dort keiner in den Graben drücken will, weil man nicht so schnell fährt, wie es der Hintermann gerne hätte.

    Mitunter steht bei den Umfragen sogar bei, dass man Autokäufer bzw. Mitentscheider dazu gefragt hat.

    Vermutlich sind das dann die Umfragen, bei denen nur 55% für ein Tempolimit sind und unter allen Bürgern kommt man dann auf 65%.


    Wie auch immer.

    Trotzdem sollte es aber bekannt sein, was der Unterschied zwischen einer repräsentativen Umfrage und einer Facebook/1Live/BR... etc. Umfrage ist.

    Tauchen ist rödlich.

  • Shice, man.

    Und Du kommst echt nicht von alleine darauf, dass es den Leuten, die nur 130 fahren wollen, nicht um ein Tempolimit geht, weil sie sowieso nicht schneller wollen, sondern weil sie die Nase von den Dränglern etc. voll haben?

    Denke, dass selbst hier im Forum irgendwo Beiträge zu finden sind, die besagen, dass man auf ausländischen Autobahnen ganz entspannt fahren kann, weil einem dort keiner in den Graben drücken will, weil man nicht so schnell fährt, wie es der Hintermann gerne hätte.

    Drängeln ist verboten. Sollte besser kontrolliert werden, richtig! Wird sich aber mit Tempolimit nicht ändern (s. Italien bspw.)

    Andere Leute beabsichtigt/unbeabsichtigt durch Ignorieren des Rückspiegels einzubremsen oder zu gefährden aber auch!

    Dann muss ich für mein 110km/h-Überholmanöver lt. StVO halt erstmal die schnelleren durchlassen, that's it.

    Ganz ehrlich, Leute die damit überfordert sind sollten eine Autobahn halt nicht befahren.

    Drängeln hat mMn erstmal überhaupt nichts mit Tempolimit zu tun. Drängeln kann ich auch in der Stadt bei 50 oder in der Baustelle mit 80.

  • Ganz ehrlich, Leute die damit überfordert sind sollten eine Autobahn halt nicht befahren.

    Denke ich auch immer wenn jemand ungebremst auf einen aufläuft der gerade überholt um dann voll Granate erst im Sicherheitsabstand auf die Eisen zu gehen.

    Bremslichter kann man, rechts fahrend, immer ganz easy beobachten. Irre was da läuft.

  • Das ist der absolut beste Kommentar in dieser Debatte!

    Gratulation!

  • Ganz ehrlich, Leute die damit überfordert sind sollten eine Autobahn halt nicht befahren.

    Das denke ich mir ja immer, wenn ich lese, dass die Leute einschlafen ohne den Adrenalinkick bei hoher Geschwindigkeit.

    “The problem with the world is that the intelligent people are full of doubts, while the stupid ones are full of confidence.” - Charles Bukowski

  • Wir haben hier mittlerweile vor jeder Einmündung Überland ein Tempo 70 Schild stehen.

    So eine "Sicherheit" auf der einen Seite macht eigentlich klar, dass die gleichen Leute auf der anderen Seite nicht für freie Fahrt wären.

    Solche Limits werden in der Regel präventiv oder nach einer gewissen Gefahrenlage (Unfallhäufigkeit) angelegt und haben gewiss ihre Berechtigung. Das Risiko, auf Landstraßen zu verunglücken, ist in Relation zur Kilometerfahrleistung deutlich höher und auch die Mortalitätsrate ist aufgrund hölzerner Hindernisse auf einem dramatisch höheren Niveau. Das Sicherheitsbedürfnis kann auf Landstraßen nicht hoch genug sein. Der Vergleich zur Autobahn mit Schutzplanken, von einander getrennten überbreiten Einrichtungsfahrbahnen ohne Kreuzungspunkte und weitestgehender Abgrenzung von Wild hinkt also. Hundertprozentige Sicherheit gibt es natürlich auch dort nicht - auch nicht dann, wenn wir 100 km/h für Alle fordern, damit die Differenzgeschwindigkeit zu LKW und Bussen noch geringer wird...

    Wenn ich mich ins Auto setze, weiß ich: Auf der Autobahn wird mir mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nichts passieren. Auf der Landstraße schwebt die Sorge immer mit - vor allem dann, wenn ich gerade mit einem etwas leistungsstärkeren Fahrzeug unterwegs bin und "Freude am Fahren" genießen will. Auf der Autobahn ist mein Fahrzeug noch nie ausgebrochen (trotz teils sehr hoher Geschwindigkeiten), auf der Landstraße allerdings schon... Und sollte mal der Gegenverkehr großen Mist machen (was im Zeitalter des Smartphones immer wahrscheinlicher wird), dann hat man auf der Landstraße ziemlich schlechte Karten. Wohl dem, der einen großen, schweren SUV hat...

    Bei der Diskussion darf man übrigens nie vergessen: Es gibt kein generelles Recht auf Freie Fahrt! Einfach Schwachsinn, schließlich legt die Richtgeschwindigkeit den Maßstab fest - alles darüber ist also mit Vorsicht zu genießen. Die StVO reglementiert zudem die Geschwindigkeit nach den vorliegenden Randbedingungen. Es handelt sich zwar schon noch um eine Freiheit, aber sie ist eben eingeschränkt. Zumal zwischen den (teils sehr kurzen) offenen Abschnitten immer mal wieder Limits kommen und das Schnellfahren schnell seinen Reiz verliert, wenn man ständig ausgebremst wird.

    Und dann habe ich da selber noch meine "Riegelmechanismen", die auf der Autobahn auch auf offenen Autobahnabschnitten greifen: Hoher Spriverbrauch bei Höchstgeschwindigkeit, damit verbunden eine sinkende Reichweite (was bei immer weiter sinkenden Tankvolumina umso stärker auffällt) und die Beachtung der Motoröltemperatur (Warm- und Kaltfahren). Auf Langstrecke kann ich meinen Ibiza zum Beispiel nur dann betreiben, wenn ich mich am Gaspedal etwas zurückhalte und nur sehr selten Vollgas fordere - sonst reichen die 40 Liter nur mit großer Müh und Not. Unterwegs zu tanken, habe ich schon ewig nicht mehr gemacht und versuche ich auch stets zu vermeiden.

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

    Einmal editiert, zuletzt von Rex ()

  • Ich hab das wahrscheinlcih schon mehrfach gesagt hier:


    Selten fahre ich kürzere Strecken schneller als 130 oder vielleicht auch 150, von daher ginge mir ein allgemeines Tempolimit von 130 a.A. vorbei. Ist aber eben völlig daneben m.E. und deshalb bin ich dagegen, weil wenn ich längere Strecken zu absolvieren habe, dann fahre ich gerne auch mal streckenweise so schnell wie es geht... aber ohne bremsen zu müssen. Das pendelt sich dann auch der A8 meiste irgendwo zwischen 170 und 190 ein (auf dem 3-spurigen Teil). Dabei bleibe ich stets hellwach und nehme das Gas in >90% der Fälle rechtzeitig weg, wenn einer ausscheren will oder es schlecht überschaubare Situationen gibt.

    Das ist jetzt aber nicht "Detlev in the Himmel".. das ist das, was ich vor 45 Jahren in der Fahrschule gelernt und verinnerlicht habe!

  • Das Risiko, auf Landstraßen zu verunglücken, ist in Relation zur Kilometerfahrleistung deutlich höher und auch die Mortalitätsrate ist aufgrund hölzerner Hindernisse auf einem dramatisch höheren Niveau. Das Sicherheitsbedürfnis kann auf Landstraßen nicht hoch genug sein.

    Psst, nicht so laut, sonst kommt ganz schnell Tempo 80 auf Landstrassen. :)

    Gruß Micha


    "Wenn du glaubst alles unter KONTROLLE zu haben, bist du noch nicht schnell genug... "

  • Shice, man.

    Und Du kommst echt nicht von alleine darauf, dass es den Leuten, die nur 130 fahren wollen, nicht um ein Tempolimit geht, weil sie sowieso nicht schneller wollen, sondern weil sie die Nase von den Dränglern etc. voll haben?

    Denke, dass selbst hier im Forum irgendwo Beiträge zu finden sind, die besagen, dass man auf ausländischen Autobahnen ganz entspannt fahren kann, weil einem dort keiner in den Graben drücken will, weil man nicht so schnell fährt, wie es der Hintermann gerne hätte.

    Da habe ich im Ausland (Tschechien) aber auch schon Anderes erlebt. Man selbst möchte zügig heim und reizt die erlaubten 130 km/h auf den teils sehr maroden Autobahnen (vor allem auf der rechten Spur) schon komplett aus mit GPS 138 km/h. Und dann hast du immer mal wieder diese Choleriker am Volant, die ultradicht auffahren und nach kurzer Geduldsspanne auf der Standspur (!) überholen. Wegen jedem Meter wollte man auch nicht immer nach rechts wechseln, weil die Spur nicht selten von LKW total zerfahren war und dies bei voller Zuladung einfach zur Tortour wurde.

    Generell gilt: Keine Reaktion ohne Aktion. Wer die linke Spur blockiert, muss sich zum Beispiel nicht wundern (und beschweren), rechts überholt zu werden. Wer ignorant überholt, darf sich nicht beschweren, dass plötzlich jemand seinen Kofferraum ausleuchtet. Manchmal ist es wirklich schon recht eng, obwohl man einige Sekunden vor der sich anbahnenden Situation dank Erfahrung vom Gas geht und der Fuß schon vorsorglich auf das Bremspedal wandert. Um das Fahrzeug dann nicht unnötigen Kräften (Negativbeschleunigung = Vollbremsung) auszusetzen, wähle ich das Maß der Bremsung sorgsam und auch nicht so stark, dass der Delinquent nicht einmal mitbekommt, dass er in dieser Situation etwas falsch gemacht wird.


    Ich komme mit der Sache klar, um sich darüber aufzuregen ist es eh schon zu spät und das Ausbremsmanöver kann man nicht rückgängig machen. Gern würde ich aber im Sinne aller anderen Autofahrer eine Läuterung erreichen. Das klappt naturgemäß nur bei sehr wenigen und könnte mitunter auch kontraproduktiv sein (weil sich manche Leute eben gern über Drängler und Rechtsüberholer aufregen - der klassische Wutbürger eben), aber so kann ich als dynamischer, vorrausschauender Fahrer die Sache deutlich besser verdauen und mitunter sogar das gefährliche Spurwechseln abwenden. Die Angst fährt bei mir nicht mit. Ähnlich wie Detlev lege ich aber gewiss keine aggressive Fahrweise an den Tag, sondern vielmehr eine sehr ausgeglichene. Trotz engem Zeitfenster bin ich zuletzt mit dem Diesel-5er in der Regel auch nur 130-160 km/h gefahren. Für mich war es sehr angenehm, die Spritkosten hielten sich in Grenzen, ich wurde für die kurze Fahrtzeit bestaunt (kein Stau!) und Beschwerden vom empfindsamen Mitfahrer gab es auch nicht. Früher wäre ich wahrscheinlich einfach so eher 160-200 km/h gefahren, weil ich privat mit dem untermotorisierten Kleinwagen einen ganz anderen Fahrstil hegen musste. Das sehe ich heute sowieso viel entspannter...

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.

  • Psst, nicht so laut, sonst kommt ganz schnell Tempo 80 auf Landstrassen.

    Da hätte ich nicht einmal etwas dagegen. :sz: Dann wird eben auf der Landstraße nur noch 100 statt der heutigen 120 km/h gefahren... :m: Wer sich da brav an 100 hält, wird bedrängelt und überholt. Und manchmal würde ich mich schon sehr freuen, wenn die Leute wenigstens 70 oder 80 fahren...

    Just because you're paranoid, don't mean they're not after you.